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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Analgetikum bei Hirnblutungen ?
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 Betreff des Beitrags: Analgetikum bei Hirnblutungen ?
BeitragVerfasst: 28.09.05, 13:11 
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Beiträge: 72
Hallo

Welches Analgetikum ist denn bei einem SHT oder einer SAB zu bevorzugen, wenn man zum einen Blutdruck bzw MAP nicht zum Abfallen bringen will (ICP<) und zum anderen potent genug ist?
Und wie grenzt man innerhalb eines SHT die Ketamingabe ab?

Gruß solutio

P.S. Bevor ich einen neuen Thread aufmach....für was verwendet man Parafinöl??


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BeitragVerfasst: 28.09.05, 14:27 
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Beiträge: 121
Wohnort: Neustadt/Wstr.
Fentanyl ist wohl wie alle Opiate geeignet.
Zur Narkoseinleitung ist Trapanal am besten, dies ist jedoch KEIN Analgetikum.


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BeitragVerfasst: 28.09.05, 15:55 
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Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Laut unser Anästhesie OÄ ist Ketamin S nicht mehr Kontraindiziert beim SHT oder ICB.
Die ICD Erhöhung sei sogar im Schnitt niedriger als die Erhöhung des MAD, foglich würde der IC Blutfluss sogar gesteigert. Ebenso wies sie auf eine noch ungeklärte neuroprotektive Wirkung hin. Ich denke es ist einen Gedanken Wert.


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BeitragVerfasst: 29.09.05, 16:04 
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Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 418
laut der fachinformation kann ketamin beim sht eingesetzt werden, wenn der pat. beatmet wird. unter spontanatmung soll es aber nicht eingesetzt werden. studien mit harten (outcome) daten, die das eine oder andere untermauern, sind mit aber nicht bekannt.

grüße

downcase


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 Betreff des Beitrags: Narkose / Paraffinöl
BeitragVerfasst: 30.09.05, 08:50 
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Interessierter

Registriert: 03.08.05, 08:07
Beiträge: 11
Hallo zusammen,

iwas die Narkose bei SHT angeht, schließe ich mich allem an, was schon da steht. Und ergänze, dass man da kein Patentrezept geben kann. So sollte man keinen Notarzt zu einer Narkoseform drängen, die er vielleicht nicht so gut kennt. Vielleicht hat er ja keine Erfahrungen mit Trapanal und wird zu einer blutdrucksenkenden also schädigenden Anwendung gedrängt.

Bei hohem RR gerne Trapanal, sonst auch andere Narkoseformen, Hauptsache 1. tief genug, z.B. bei ausreichender Erfahrung des NA mit Relaxans, damit der Patient nicht kämpft und hustet etc... und 2. nicht zu tief damit der RR nicht kritisch abfällt. Wegen 2. speziell bei Volumenmangel (-verdacht) tatsächlich gerne Ketamin. Man könnte sicherheitshalber z.B. Noradrenalin 1:100 bereitlegen, wenn man einen RR-Abfall bei Narkoseeinleitung befürchtet.

Infos findet ihr in allen guten Lehrbüchern/Zeitschirftenartikeln.

Zum Paraffinöl: Das findet sich noch in vielen Notfallkoffern. Empfohlen wurde es (und wird wohl auch noch von vielen) zur p.o.-Gabe bei Ingestion von Kohlenwasserstoffen (Lösungsmittel...) in einer Dosierung von z.B. ca. 400 ml. Vor Jahren kam die Info, dass Kohle genauso geeignet wäre. Es wird aber bei beiden Strategien die Gefahr der Aspiration betont. Wenn diese Gefahr gegeben ist, würde ich dringend abraten, irgendetwas zu manipulieren. In der Literatur wird angegeben, dass die Gabe dann sogar kontraindiziert sei, weil die Aspirationsgefahr sogar gesteigert werden könnte! Verschiedene Kohlenwasserstoffe reagieren wohl auch verschieden. Fazit: Vergiftungszentrale anrufen, wenn die es für einen Einzelfall empfehlen, dann geben, nicht ohne zuvor die Atemwege 100-porzentig gesichert zu haben (Blockerballon).

Viele Grüße!
Martin


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