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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Notkompetenz jährliche Überprüfung????
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BeitragVerfasst: 13.09.05, 12:12 
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Hallo RA32Hessen,
keine Ahnung ob du dies nun noch liest oder nicht, ich habe mich mit Absicht aus diesem Thema bisher herausgehalten, da ich diese Diskussion wirklich leid bin.
Kurz zu deinen angesprochenen Kickout Punkten. Jedes valide Prüfungssystem behinhaltet Fehler die man machen darf in gewisser Anzahl und Fehler die man eben nicht machen darf, selbst wenn alles andere gut gelaufen ist.
Qualität und Eigenständigkeit hat ihren Preis. Wenn du dir Stress machen willst dann schau dir mal das System unserer Kollegen in den Niederlanden an, ich sehe unsers als Überlegen weil mit ärztlicher Komponente, aber die müssen sich wirklich ins Zeug legen um ihren "Rang" zu behalten.
Ich würde mich freuen wenn ich meinen Kursteilnehmern am Ende der Fortbildungen einen Test mit Konsequenz vorlegen kann und nicht nur um meinen "Erfolg" zu testen das ich gegen das allgemeine Desinteresse doch etwas Wissen vermitteln konnte.
Über kurz oder lang werden wir bundesweit um harte Rezertifizierungen nicht herum kommen und das wird uns einen enormen Schub bringen was die qualität betrifft.
Ein kurzer Ausflug zu deinen SOrgen der innerbetrieblichen Konsequenzen. Du hast einen Arbeitsvertrag als RA. Was dein Arbeitgeber dann mit dir macht.... ist im Rahmen der zumutbaren Tätigkeiten ihm überlassen. Wenn er dich danach nur noch als RS einsetzt dann musst du damit leben es beeinflusst allerdings nciht seine Bringschuld dir das Gehalt eines RAs aus zu zahlen, denn das ist der Gegenstand deines Arbeitsvertrages. Pech hast du wenn...
1. Du einen Zeitvertrag hast, oder

2. Du diese Rezertifizierungen in deinem Arbeitsvertrag mit eingebunden hast und Dein Status offiziell von diesen abhängt. Meines achtens Arbeitsrechtlich fraglich.

Deshalb solltest du absolut entspannt sein, dich freuen das dein Arbeitgeber dir intensive Fortbildung mit Erfolgskontrolle ermöglicht und nicht jammern das du im Gegensatz der Ärzteschaft in deiner Qualität fortlaufend kontrolliert wirst.Über kurz oder lang wird es die Kollegen auch treffen, in SH rollt schon die Welle los, (pflichtauffrischungskurs der Rettungsmedizin etc pp. noch ohne Prüfungen aber es ist der Anfang).

Mal ehrlich.... in allen erweiterten Maßnahmen sind wir nicht so geübt wie es wünschenswert wäre. Deshalb müssen wir bei der Durchführung derselben absolut sensibilisiert sein das wir uns in einem Grenzbereich befinden und absolut wach und konzentriert arbeiten. Diese Situation wird mit kickout Punkten gut simuliert, denn wenn du wach und konzentriert arbeitest wirst du ein festes Schema im Kopf ab und dann wirst du die PEddals eben nicht auf den sandigen Boden des Parkplatzes legen sondern sie in die Halterung klemmen, im übrigen muss ich meine Klebeelektroden nach der Defibrillation nicht vom Patienten lösen, da nimmt dir der Gesetzgeber ja schonmal einen kickout Punkt ab mit der Pflicht zur halbautomatischen Defibrillation.

Denk mal ein wenig nach und fühle dich nciht rausgeschmissen, sondern eher ermahnt gewisse Umgangsformen einzuhalten die wir hier sehr gerne sehen. Dann wird man sich auch inhaltlich wesendlich tiefgreifender mit dir auseinandersetzen.
mfg


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BeitragVerfasst: 13.09.05, 14:50 
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Nochmal. ich habe keine Angst vor irgendwelchen Überprüfungen, ich habe nur ein Problem damit, das RD-Personal seine Kompetenzen überschreitet. Wie gesagt die soviel gerühmten Paramedic-Systeme aus Übersee oder dem benachbarten Ausland sind wenn man sich Statistiken ansieht, nicht mehr so überlegen (Schädigungen des Patienten etc.) aber selbst wenn es so wäre, baue diese auf einer komplett anderen Ausbildung. Erheblich fundierter und über einen längeren Zeitraum. des weiteren sage ich es noch einmal, die Maßnahmen welche in den Richtlinien der BÄK festgelegt sind, sind absolut ausreichend. Und ich finde es fahrlässig das Schulen oder auch Ausbilder eigene Wege gehen und den Leuten Dinge vermitteln welche sie nicht dürfen. diese Richtlinien sind die wonach im Schadensfall gefagt wird. Ich habe selbst noch nie den Fall erlebt wo man mehr hätte machen können oder müssen. Nun könnte man sagen ich bin ein Einzelfall, aber ich halte nun schon seit einigen Jahren Fortbildungen sowohl intern als auch extern, aber auch dort konnte mir keiner davon berichten. Mag sein das es diese Fälle gibt, aber man kann nicht alles absichern, dann müßte man auf jede Wache hinter den Einsatz-RTW noch einen komplett mit Personal stellen und dahinter noch einen usw. usw. Leider geht das nicht es gibt Momente im Leben (und da gehört RD dazu) wo man einfach sagen muß, hier bin ich am Ende mit dem was ich kann und darf bzw. was möglich ist. Sollten die Richtlinien der BÄK irgendwann geändert werden, habe ich kein Problem damit diese neuen Maßnahmen zu erlernen und auch anzuwenden, aber solange es so ist wie es ist ist das für mich kein Thema. Wir haben sehr häufig NA's aus anderen Gegenden in Deutschland und auch Ausland, diese bestätigen immer wieder die hohe Qualität in unserem Kreis, diese wird als überdurchschnittlich bezeichnet. Also denke ich wir machen unseren RD schon ganz gut und müssen uns nicht verstecken und das ganz ohne Regelkompetenz oder andere Maßnahmen. Und noch etwas zum Ausland, da gibt es kein System mit NEF und das ist auch der Grund warum das RD-Personal mehr Kompetenzen hat. Solange wir aber solch ein System haben, muß man sich darüber keine Gedanken machen. Wir sollten froh sein das wir ein arztbesetztes System haben und ich hoffe es bleibt auch noch lange so.


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BeitragVerfasst: 13.09.05, 15:25 
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Beiträge: 6
Habe noch etwas endeckt zum Thema Kammertachykardie, zur Ausbildung eines RA gehört das erkennen von defibrillationswürdigen Rhytmen, hierzu zählt diese. Bis vor einigen Jahren gab es noch keine Halbautomaten und auch da wurde bereits durch den RD defibriliert. Geht man während seines Examens her und defibriliert diese KT nicht, schaltet also nicht um zum konventionellen Modus, fällt man durch. Diese Maßnahme ist abgesegnet auch durch die BÄK und wird an den meisten Schulen auch so gelehrt. Ist der Pat. bewußtlos und hat offensichtlich einen solchen Rhytmus ohne eine Auswurfleistung ist das ein defibrillationswürdiger Rhytmus. Das war bisher so, ich weiß das die ÄLR Hessen dies evtl. ändern wollen, sollte dies so sein, werde ich mich auch danach richten. Aber dies mit der Kardioversion am evtl. Wachen Patienten zu vergleichen ist nicht ganz fair, wenn man dies macht, gehört eine ordentliche Analgesie dazu und das ist wiederum nicht unsere Aufgabe. Mit dem "Verweis" für die anderen beiden "schriftlichen Aussagen" von mir kann ich ja Leben (auch wenn ichs nicht verstehe, weil ich so schreibe wie ich denke und ich bin immer offen, ist besser als drumrumzureden, soll ja auchmal wachrütteln und ich habe niemanden beleidigt) aber den für die Sache akzeptiere ich so nicht. Würde ich das machen wäre ich in den vergangenen Jahren (hätten wir Prüfungen abgehalten) schon "durchgefallen".


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BeitragVerfasst: 02.11.05, 11:04 
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Hallo, Problem erkannt - aber das liegt nicht wirkllich am RA/RS/RH - sondern meiner Meinung nach am Landesrettungsdiensgesetz der Länder ! Wer "nur" RH ( sorry Kollegen - nichts gegen euch !!!!!! ) wegen der Kosten bevorzugt wählt wohl den falschen Weg.
Den " Notarzt" sollte wohl keiner von uns " spielen " !
Gruß Glaxina


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 Betreff des Beitrags: " Nachgelegt "
BeitragVerfasst: 02.11.05, 11:40 
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Registriert: 31.10.05, 13:54
Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
Hallo nochmal, bei allen Prüfungen, Abnahmen usw. muß natürlich die Sicherheit/Wohl für die Patienten an 1. Stelle stehen. Ich kann nur für meinen Umkreis reden- natürlich gab es schon " Durchfaller " bei Abnahmen - aber niemand wurde zum RS abgestut - was auch nicht geht - sondern hatte die Chance zur Wiederholung - oder bei extremen Fehlern - ein Praktikum/Weiterbildung imm KH zu machen. Ich habe bei uns nicht das Gefühl, das hier Leute " abgeschossen" werden sollen.. Der Anspruch an qualitativ hoher Arbeit ist gegeben- aber das soll nicht schaden ! :-) Ich denke, alle Kollegen hier im Forum nehmen gute und hilfreiche Hinweise für die Tätigkeit an. Eine " strenge " 3 bei Abnahmen sind mir persönlich lieber als eine " lasche " 1 !
MfG Glaxina


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 Betreff des Beitrags: bei uns ist das normal
BeitragVerfasst: 03.11.05, 21:11 
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Hallo,
bei uns gibt es jährlich eine Notkompetenz-Überprüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil (Megacode).
Abgenommen wir die Prüfung von unserm Kreisverbandsarzt und einem LRA.

Durchfaller gab es bisher noch nicht, zumindest wüsste ich das nicht.

Ich finde diese Überprüfung super, dann liest man nochmal einiges nach. Es ist der Hammer was man in Kurzer Zeit vergessen kann. Alles was man nicht täglich braucht verschwindet langsam in den Teifen des Gehirns und eine jährliche Auffrischung ist sehr sinnvoll. Es geht sicher kein Grundwissen verloren, aber die Feinheiten werden alle noch mal ins Gedächtnis gerufen.

Zusaätzlich haben wir jeden Monat eine ca. 2 stündige Fortbildung, jeden Monat zu anderen Themen (z.B. Verbrennungen, Hygiene, Kindernotfälle, LKW-Rettung auch mit Praxis), sowie einmal im Jahr 8 Stunden Fahrsicherheitstraining.

Ich denke damit kann man leben.

Zusätzlich haben wir noch die Möglichkeit jederzeit in den OP zu gehen und ein paar Stunden Intubation zu üben. Auch das ist nicht weg, gerade für Leute wie mich, ich habe 2000 meinen RettAss gemacht, war zwischenzeitlich aber 2 Jahre krank und da ist es beruhigend für einen selber, wenn man sich sagen kann, ich habe nochmal geübt.

LG


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