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medizin-forum.de • Thema anzeigen - SHT ?
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 Betreff des Beitrags: SHT ?
BeitragVerfasst: 08.09.05, 09:06 
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Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Hallo

Ich kenne die Definition SHT: Gewalteinwirkung auf den Schädel mit Verletztungen des selbigen in Kombination mit möglicher Commotio.

Sprich die Definition in der Theorie legt die Grenze hier sehr tief (für erstgradig).

In der Praxis habe ich aber festgestellt, dass diese Diagnose nur bei schwereren Fällen gestellt wird und man aschon grimmig angeschaut wird wenn man nachher nach Voranmeldung in die Klinik kommt.
Sprich: "Commotio mit Schädelprellung/Koplawu hätte es auch getan"

Warum darf man nicht zu der Diagnose kommen SHT I° ??
Ist doch eigentlich klar definiert....

MfG
solutio


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BeitragVerfasst: 08.09.05, 10:39 
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Interessierter

Registriert: 18.03.05, 10:31
Beiträge: 19
Wenn man jetzt ganz kleinlich wird, kann man präklinisch nicht zu der Diagnose kommen, weil ein SHT 1° (Commotio) ein vollständiges Rücklaufen aller Beschwerden beinhaltet. Sind die Beschwerden im RTW komplett weg?

Die Einteilungen der Grade beim SHT werden eigentlich erst im Nachhinein gestellt.
Warum sagt man nicht einfach leichtes SHT, mittelschweres SHT und schweres SHT?
Oder V.a. Commotio?

_________________
Gruß, Jens
Rettungsassistent aus Südniedersachsen


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BeitragVerfasst: 08.09.05, 11:57 
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DMF-Mitglied

Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Dein Einteilung nach Commotio cerebri, contusio und compressio ist meines Wissens eh veraltet und nicht mehr aktuell.

Viel mehr sollte die Hirneinteilung nach der Glasgow Coma Scale erfolgen:
I = 12-15
II = 9-12
III = 3-8

Mir geht es auch eher um die "Schädel" Sache, sprich das Chrirurgische...

MfG
solutio


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BeitragVerfasst: 08.09.05, 19:35 
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Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Bei einer Koplawu sollte man diplomatischer Weise von selbiger und Ausschluss SHT ? sprechen.
Es steht dir als RS/RA eh nicht zu eine Diagnose, nicht mal verdachtsweise zu stellen, denn wir gehören bekannter weise zum "nichtmedizinischen Personal" und einige der Doctores lassen es uns auch sehr genau spüren.
Also halte dich mit Verdachtsdiagnosen zurück oder formuliere es sehr vorsichtig.
Bei einer Koplawu würde ich mich sehr bedeckt halten betreffs des evtl SHT - zumindest in unserer Klinik, da die Herren Chiru. etwas pikiert reagieren, wenn sie eine Verdachtsdiagnose lesen, selbst wenn es sich um eine offen Fraktur handelt.
Von Fall zu Fall und von Doc. zu Doc abwägen

Scheißjob, wenn man mit den Ärzten so seine Probleme hat - oder?

asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


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BeitragVerfasst: 08.09.05, 20:07 
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Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Ja hatte da einen Fall....

80jähriger wohl aufgrund OGI Blutung, voll im Bad kollabiert und auf den Hinterkopf gefallen (Fließenboden) .

Kreislauf stabil, Bewusstsein leicht benommen, 10cm klaffende Koplawu Hinterkopf, Anzeichen für Commotio, Bluterbrechen (OGI bzw. Commotio)

NA-Nachforderung, NA äußert zwar NA-Indikation, jedoch schreibt er aufs Protokoll unter Diagnose: Koplawu, Ausschluss Commotio.

Kam ich mir ziemlich doof bei vor, wobei aufgrund des Hergangs und der Inspektion/Anamnese sich mir ein anderes Bild bot. Und ich eben unter V.a. SHT (was der Theoretischen Definition völlig korrekt war) den NA nachforderte.


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BeitragVerfasst: 09.09.05, 05:46 
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Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
hmm ich kann nicht ganz auf den Grund des Problems stoßen. Geht es dir im Kern darum das dir ein Arzt wiedersprochen hat? Ob nun SHT I oder Koplawu mit Ausschluß commotio ist doch gehüpft wie gesprungen. Das Zielkrankenhaus ist das selbe, zum Ausschluß einner CC braucht man halt ein CCT. In dem von dir beschriebenen Fall muß ich gestehen sehe ich die OGIB als vital bedrohender an als das Schädeltrauma.
Dein NA hat dir doch damit zugestimmt das er selbst die NA Erfoderlichkeit aussprach, wo ist dann das Problem?
Sich mit Ärzten oder aufnehmenden Pflegepersonal über theoretische Definitionen zu streiten ist müßig und sorgt nur für dicke Luft. Wichtig ist das der Patient adequat versorgt wird und das pasende KK angefahren wird. Unwichtig ist, ob der Arzt oder das Personal im KK mit der Bezeichnung deiner Arbeitsdiagnose übereinstimmen.


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