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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Notkompetenz und Ketamin
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Ist Ketamin In Ihrem Rettungsdienstbereich zur Anwendung durch RA freigegeben?
Ja, grundsätzlich... 12%  12%  [ 5 ]
Nein, auf keinen Fall... 55%  55%  [ 23 ]
In Ausnahmefällen und mit spezieller Schulung... 33%  33%  [ 14 ]
Abstimmungen insgesamt : 42
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BeitragVerfasst: 02.11.05, 10:54 
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Hallo zusammen :-)
interessante Frage - aber ich will hier die Meinung unseres ÄLRD im Landkreis " ohne Blabla" wiedergeben : Bei 8 RW und über 80 Mitarbeitern kann er nicht für jeden die Hand ins Feuer legen . Kann ich verstehen.
Gruß Glaxina


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 Betreff des Beitrags: Notkompetenz in Hildesheim
BeitragVerfasst: 14.03.06, 18:49 
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noch neu hier

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Beiträge: 2
Wohnort: hildesheim
Es ist in Hildesheim seit mehreren Jahren eingeführt und ich kann eigendlich nur positiv darüber schreiben. Die Hildesheimer Notärzte stehen in diesem Fall hinter den konzept der Notkompetenz und den RA / RS und es gibt 2 * im Jahr eine sehr gute Fortbildung. :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.03.06, 10:26 
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Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
Hallo miteinander,

das Konzept von Hildesheim habe ich mir gerade nochmal in Ruhe angesehen - Hut ab vor diesem Konzept. Ich werde es mal unserem ÄLRD rüberreichen :-))))
Gruß Glaxina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.03.06, 16:56 
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Beiträge: 299
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Im RD-Bereich Reutlingen wird es wohl noch dieses Jahr (mit Trauma-Code nach PHTLS) eingeführt werden.

- Nur nach spezieller Schulung
- Anästhesiepraktikum
- Zusätzlich zur jährlichen Rezertifizierung "Not-"Kompetenz eine Zusatzprüfung

Gruß

Markus

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 Betreff des Beitrags: Bitte schick mir einen Notarzt
BeitragVerfasst: 30.03.06, 16:59 
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Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo Zusammen,


ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln. Und nur um es vorweg zu nehmen. Ich bin sicher nicht gegen eine erweiterte Kompetenz der RA´s. Aber 1. nur dann, wenn die Ausbildung endlich den Anforderungen angeglichen wird, 2. wenn auch im Berufsleben regelmäßige Praktika in Kliniken verbindliche werden und 3. wenn es für alle gilt. Es kann doch nicht sein das ein RA aus Baden-Württemberg mehr können darf / muß wie in Brandenburg oder Schleswig Holstein. Das Recht auf gleiche qualitative Behandlung steht auch unseren Patienten zu - oder wollen wir zukünftig einem Niedersachsen erklären das er, wenn er in Bayern verunfallt wäre längst seine Analgesie haben könnte, aber hierzulande eben auf den NA warten muß. Und warum immer Ketanest und Dormicum? Gibt es keine andere Analgetika ? Meines wissens stellt Ketanest ein Medikament zur Analgesie da - Dormicum eignet sich doch eindeutig zur Sedierung, oder ? Die Übergänge von der Analgosedierung in die Anästhesie, in diesem Falle eine ziemlich unelegante TIVA, sind fließend und können Ruckzuck in die Hose gehen. Und dann erlaube ich mir noch eine Frage, wobei sich die Akademiker in dieser Runde besonders angesprochen fühlen dürfen: Sollen wir in Zukunft die Analgesie eines Patienten wirklich alleine übernehmen, aber wegen Übelkeit und Erbrechen einen Notarzt für eine Ampulle Paspertin oder Vomex rufen.
Ich denke es ist längt an der Zeit den Rettungsassistenten mehr Verantwortung zu übergeben, aber es längst auch überfällig die Ausbildungen- und Weiterbildungen dringen zu überdenken.

Schöne Grüße an alle

Uwe Hecker

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Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte schick mir einen Notarzt
BeitragVerfasst: 31.03.06, 03:06 
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Beiträge: 299
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Alle schreien immer nach besserer Ausbildung. Ja, für erweitere Kompetenzen braucht man sicherlich mehr theoretisches Wissen.

Aaaaaber...

... wenn ich vergleiche, was mir in meiner Ausbildung zum RA alles vermittelt wurde und was davon heute für mich wirklich von Bedeutung ist, dann stimmen sicherlich jetzt viele zu, dass die praktische Erfahrung am wichtigsten ist. Ich denke eben diese Erfahrungen müssen wir auch mit erweiterten Kompetenzen machen. Dass hierfür eine spezielle Schulung, Klinikpraktika und Prüfungen nötig werden steht ausser Frage.

In unserem RD-Bereich haben die NAs 0-2 NA-Dienste im Monat. Wenn ich jetzt schaue, wie unsicher mancher,meist junge, NA manchmal ist, dann Frage ich mich, ob ich mit entsprechender Erfahrung nicht sicherer im Umgang mit z.B. Ketamin & Midazolam wäre. Ich habe ca. 15 Schichten im Monat, wobei ca. je Schicht 3mal erweiterte Kompetenzen angebracht wären, bzw. der NA hinzugezogen wird.

Aber wir kommen wieder an den Punkt, wo sich die Frage stellt, wäre es nicht besser, und billiger, die Ausbildung der RAs grundlegend umzustruktuieren und das NA-System abzuschaffen, bzw. die NA-Indikationen zu überarbeiten? Es funktioniert in anderen Ländern.

Fazit: Ich freue mich in einem RD-Bereich zu arbeiten, wo ich nicht nur Krankenträger bin, sondern ich durch Schulung, Praktika und Prüfung mehr Kompetenz erlangen kann. Ich freue mich aber auch, dass nach wie vor meist ein NA zur Verfügung steht :), denn ohne NA komm ich (noch?) nicht immer zurecht.

Gruß

Markus

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BeitragVerfasst: 31.03.06, 06:17 
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hmm nur kurz zu dir m bela
Der gesamte Trugschluss ergibt sich aus deiner Sicht der Dinge, praktische Erfahrung über deine theoretische Basis zu stellen. Sicher hast du einem jungen NA Kollegen etwas an praktischer Erfahrung vorraus, wäre ja auch bitter denn er ist Berufsanfänger. Was hier viel wichtiger wiegt ist nicht ob du mit dem Umgang des Medikaments evtl. geübter bist, sondern ob du die Wirkungen/Nebenwirkungen beherscht.
Zum Abschaffen des NA Systems möchte ich mal nur folgendes Sagen. Wie selten wird in Deutschland "Selbstrettung" praktiziert und man vergleiche diese Zahl mit denen des anglo-americanischen Raums, an die 30%. Hier sieht man das Vertrauen des Bürgers in die Kompetenz der Retter. Also, übe dein Berufsbild aus und nicht das eines anderen:-)
mfg
PS: Ich werde 100 mal lieber von einem unerfahrenen Notarzt gerettet als von 80% meiner Kollegen!


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BeitragVerfasst: 31.03.06, 14:11 
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Beiträge: 299
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fa7x110 hat geschrieben:
Der gesamte Trugschluss ergibt sich aus deiner Sicht der Dinge, praktische Erfahrung über deine theoretische Basis zu stellen. Sicher hast du einem jungen NA Kollegen etwas an praktischer Erfahrung vorraus, wäre ja auch bitter denn er ist Berufsanfänger. Was hier viel wichtiger wiegt ist nicht ob du mit dem Umgang des Medikaments evtl. geübter bist, sondern ob du die Wirkungen/Nebenwirkungen beherrscht.


Wenn ich heute in Notkompetenz handle und ein Nitropröparat verabreiche muss ich auch wissen, was alles passieren kann. So ist es mit allem was wir tun, nur dann, wenn man weiss, was alles passieren kann und wie ich dann entsprechend Gegenwirken/Handeln kann. Wäre natürlich blöd, wenn die Oberarmfraktur intubiert werden muss weil es wohl doch n bisschen viel Ketamin war.

fa7x110 hat geschrieben:
Also, übe dein Berufsbild aus und nicht das eines anderen:-)


Womit wir wieder bei der Frage wären ob unser Berufsbild nicht überarbeitet werden sollte...

fa7x110 hat geschrieben:
PS: Ich werde 100 mal lieber von einem unerfahrenen Notarzt gerettet als von 80% meiner Kollegen!


Ich möchte mich auch ned von jedem Kollegen retten lassen, aber manchmal hätte ich lieber nen kompetenten Kollegen wie ne Novalgin in der Ringer bei ner dislozierten Sprunggelenksfraktur(Ketamin war schon aufgezogen, NA wollts aber ned Oo).

Um mich vielleicht nochmal etwas klarer auszudrücken. Ja, ich bin für mehr Kompetenz des RD-Personals. Ja, dies kann nur durch Schulung etc. erreicht werden. Nein, ich spritze nicht wie wild mit Medis um mich rum nur um Doktor zu spielen, dafür gibts eben diese und dafür wurden sie und nicht ich ausgebildet. Aber wenn der moment kommt, an welchem der NA nicht da/verfügbar ist, dann werde ich meine Kompetenzen ausweiten und dies kann ich nur, wenn ich sicher im Umgang damit bin.

Gruß

Markus

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BeitragVerfasst: 31.03.06, 17:08 
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Beiträge: 277
Interessantes Thema !!!

Aber wie weit sollen die Kompetenzen denn noch ausgeweitet werden ?? Ich weiß, dass ein RA nicht alles darf aber das meiste doch schon, oder ??

Wenn die Regelkompetenz der RA weiter ausgedehnt werden, muß logischerweise die Ausbildung reformiert werden. Wir kriegen z.B. nicht beigebracht wie man "Leute schlafen legt". Aber das wundert mich auch nicht. Schließlich gibts meines Wissens nach keine geregelte 3 Jährige Ausbildung.
Ich kann mir mit dem RS und dem anschließenden RA-Aufbaukurs innerhalb von 9 Monaten einen Lehrberuf "besorgen" und bin einem Facharbeiter mit 3 Jähriger Ausbildung gleichgestellt, obwohl ich diese nie gemacht habe(n muß). Und dann soll ich Aufgaben wahrnehmen, die z.Zt. Leute mit mind. 6 Jährigem Studium erfüllen ??

Wenn die Regelkompetenzen der RA erweiter werden sollen, macht ein Paramedic Sytem m.M.n.mehr Sinn.


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 Betreff des Beitrags: Zwei neue Ansätze:
BeitragVerfasst: 05.04.06, 10:58 
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Hallöchen nochmal:

Sicher ist dieser Tread jetzt nicht wirklich ein Beitrag dazu was die Ketanest / Dormicum - Diskussion betrifft. Da hier aber auch immer wieder von mehr Kompetenzen für den RA diskutiert wird, möchte ich nur kurz auf die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "RETTUNGSDIENST" verweisen. Sowohl die Vorsichtung oder Vorraus-Sichtung, als auch das erwähnte MONA Konzept für Patienten mit akutem koronarsyndrom, halte ich für einen besseren und praktikableren Weg, wovon die Patienten auch deutlich mehr profitieren.

Aber das nur so ganz nebenbei.

Schöne Grüße

Uwe

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Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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