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BeitragVerfasst: 02.06.05, 13:46 
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DMF-Mitglied

Registriert: 20.05.05, 14:39
Beiträge: 61
Wohnort: Windeck
Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Frage an die erfahreneren Kollegen unter uns. Ich hatte am Dienstag einen KTW-Transport vom zu Haus einer 77-jährigen Patientin in eine Strahlenklinik. Die Transportstrecke war 90Km und ca. 1:15h Fahrzeit. Die Patientin war weitestgehend "klar im Kopf" und nur nach Appoplex linksseitig immobil. Die Begrüßung, Umlagerung und Abfahrt verlief ganz normal. Also das übliche "wenn ihnen schlecht wird sagen se bescheid..." usw. Hier bekam ich auch völlig klare Antworten und es kam ein normales Gespräch zu stande. Aber auf der Fahrt wurde die Patientin immer schweigsamer. Sie guggte mich zwar immer an als ob sie erwartete das ich mich mit ihr beschäftigte aber wenn ich dann versuchte in ein Gespräch einzusteigen lachte sie immer nur kurz und guckte mich dann wieder so fordernd an. Es kam aber einfach keine Antwort von ihr außer das lachen oder wenn ich sie fragte ob es ihr gutging oder was fehlte die Antwort das alles bestens sei. Medizinisch gesehen waren keine Anzeichen für eine Zustandsverschlechterung festzustellen. Nur durch ihre Blicke und schweigen wurden hin und rückfahrt zu einem ziemlichen martürium. Ich kenne das problem von Pat. die an Altersdemenz usw. leiden aber dann kann ich mir dass auch erklären und ganz anders auf die Pat eingehen. Aber das lag ja in diesem Falle nicht vor.

Meine Frage ist nun wie sollte man in solchen Sit. handeln? Da wir die Pat noch öfter fahren werden.

MfG Micha


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BeitragVerfasst: 02.06.05, 16:50 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Moin!

TheHamster hat geschrieben:
(...)
Die Patientin war weitestgehend "klar im Kopf" und nur nach Appoplex linksseitig immobil.
(...)
Meine Frage ist nun wie sollte man in solchen Sit. handeln? Da wir die Pat noch öfter fahren werden.


Zuerst ´ne Gegenfrage: Was ist "weitestgehend klar"...doch so´n bisschen tüddelig :?:

Wenn es aus "völliger Klarheit" heraus passiert, müßte man an eine TIA o.ä. denken, bei der knappen Schilderung. Ansonsten wären wohl alle Nuancen denkbar im Rahmen einer Demenz, wenn sie denn vorliegt :roll:

Am Zielort ist ja ein Arzt - ergo: Wenn Pat. stabil -> Transport fortsetzen und Zielklinik entscheiden lassen. 1 Stunde ist ja kein Beinbruch in so einem Fall.

:!: Allerdings: Ich kenne auch KTW-Besatzungen, die deswegen den NA nachgefordert haben... :wink:

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 02.06.05, 18:34 
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DMF-Mitglied

Registriert: 20.05.05, 14:39
Beiträge: 61
Wohnort: Windeck
Okay weitestgehend klar im Kopf war echt ein bissl schlecht ausgedrückt. Sie war klar also keine demenz o.ä. Medizinisch gesehen war an ihrem Zustand ja auch nichts zu beanstanden. TIA ö.ä. lag nich vor. Es war ja auch keine Verlegung sondern einfach ne Fahrt: zu Haus-> Ärztehaus -> zu Haus... Also wie Dyalyse z.B. nur eben in dem Falle Strahlenuntersuchungen.
Es ging mir bei der Frage eher um die zwischenmenschliche Ebene.
Sie fordert zwar mit ihren Blicken ein Gespräch, geht aber auf keins ein.
Um es noch mal zu sagen medizinisch war sie stabil und absolut nichts zu beanstanden so dass ich mich ohnehin frage wozu KTW. Da hätte es auch ein Taxi oder BTW getan.


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BeitragVerfasst: 09.08.05, 21:56 
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Interessierter

Registriert: 09.08.05, 17:56
Beiträge: 5
Wohnort: Langweid am Lech bei Augsburg
Für mich würden sich in dieser Situation zwei Fragen stellen.

-Ist es ihr erster KTP und deshalb evtl. überfordert und nervös?
-Verbessert sich ihr verhalten auf Sauerstoffgabe?

Wenn nicht, dann frage ich die Pat. ob es in Ordnung ist wenn ich mit ihr rede,
oder sie lieber ihre Ruhe haben möchte.
Vielleicht hört sie ia einfach nur gerne zu.
Es gibt keinen Grund der Pat. jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Solange sie klar bei Bewusstsein ist, rede ich mit ihr wie mit jedem anderen Menschen klartext.

_________________
_________________
Nichts lässt die Erde mit grösserer Sicherheit zur Hölle werden, als der Versuch des Menschen, sie zu seinem Himmel zu machen.


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