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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Notfälle ausländischer Mitbürger
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 Betreff des Beitrags: Notfälle ausländischer Mitbürger
BeitragVerfasst: 20.05.05, 15:28 
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Also ich habe hier an dieser Stelle mal eine Frage an die Allgemeinheit:

Wie steht ihr zu Notrufen grade türkischer Mitbürger?

Um es vorweg zu nehmen ich bin nicht rechtsradikal oder sonst was. Aber ich habe in meiner Erfahhrung leider mehrere negativ-Beispiele bei Einsätzen in türkischen Familien erlebt.

z.B.:
Wir wurden zu einem Einsatz gerufen V.a. HI
Situation war folgende. Eine ca. 45 jährige türkische Frau lag total Vermummt auf dem Boden und hatte deutliche Zyanose und Schmerzen. Als mein Kollege sie zur Untersuchung und EKG frei machen wollte drohte uns der Mann wenn wir sie entblösen würde, würde er uns töten. Also konnten wir der Frau nicht helfen und mussten erst die Polizei hinzuziehen. Als wir die Wohnung verassen wollten wurden wir wieder bedroht und wüßt beschimpft das wir doch helfen sollten aber nicht entblößen.
Wir konnten den Einsatz erst nach 20 Min. fortsetzen als Polizeischutz eingetroffen war. Das Ende vom Lied war dass die Pat. inzwischen verstorben war und auch nicht reanimirbar war.

Also wie steht ihr zu solchen Situationen?


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BeitragVerfasst: 20.05.05, 16:51 
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Beiträge: 194
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Hallo Hamster,

ich kann diese Situation überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin selbst mehrere Jahre im großstädtischen Bereich Rettungsdienst gefahren.

Nach meiner Erfahrung wahren islamische Mitbürger uns gegenüber immer offen. Gerade was das untersuchen von Mosleminen angeht steht dem aus Glaubensgründen kein Konflikt gegenüber da wir als Ärzte/Arzthelfer gesehen werden und diese eine verheiratete Frau untersuchen dürfen, ohne den Mann zu entehren!

Die von dir o.g. Situation würde ich also nicht auf die Religion (aufgemerkt: nicht die Staatsbürgerschaft sondern die Religion ist das "Problem") schieben sondern eher auf ein zwischenmenschliches Problem. Bis jetzt hat mir in solchen kritischen Situationen immer ein klarer Menschenverstand und eine einfühlsame Kommunikation geholfen.

Wenn ich damit nicht weiter gekommen wäre hätte ich mir ein Fahrzeug (egal ob RTW/KTW/NEF o.ä.) nachgefordert auf dem eine Kollegin Dienst tut, und ich wäre dem ganzen Problem geschickt aus dem Weg gegangen.

Meiner Meinung nach (ohne Hamster angreifen zu wollen) entstehen solche Situationen meist durch ein unkooperatives Verhalten der RD-Crew.

Gruß


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BeitragVerfasst: 20.05.05, 17:00 
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Registriert: 20.05.05, 14:39
Beiträge: 61
Wohnort: Windeck
Hallo Thomas,

ja klar ist es nicht ein problem der Staatsangehörigkeit sondern der Religion. Das kam in meiner Schilderung nicht so rüber. Aber das ein unkooperatives Verhalten unsererseits vorlag kann ich nicht sagen. Wir haben dem Mann genau erklärt aus welchen Gründen wir seine Frau entkleiden müssen und was es für folgen haben kann wenn dies nicht geschieht. Das Problem bestand jedoch in der Verständigung da dieser kaum Deutsch sprach und wohl auch kaum verstand. Ein weiteres Fzg mit weibl. Besastzung hinzuziehen wäre sicherlich eine Lösung gewesen jedoch zeitlich (durch eine hohe Einsatzauslastung) einfach hier nicht möglich. Die Poizei war hier unsere einzige Hilfe. Und das Verhaltensarten schon ma unkooperativ werden wenn man ein Messer an den Hals gehalten bekommt steht ja außer Frage.


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BeitragVerfasst: 27.05.05, 00:19 
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Registriert: 20.02.05, 02:18
Beiträge: 32
Wohnort: Österreich
hallo!

@thomas h.
auch weibliches personal wird nicht immer akzeptiert, muss ich leider aus eigener erfahrung sagen. es ist schon einige jahre her - ich war erst kurz sani - da wurde es auch mir als frau, seitens des angehörigen untersagt, die frau auch nur zu berühren! wir nahmen den mann als übersetzer mit, aber das was der geliefert hat, auch ich musste die polizei holen, weil er auf mich einschlagen wollte, als ich nur den blutdruck messen wollte. er erklärte mir, dass eine frau nichts zu sagen hätte und nichts tun darf, wenn er es nicht wolle.

ich war als fahrerin eingeteilt, da wollten mich die angehörigen nicht fahren lassen, weil das eine frau nicht kann, und sie wollen das auch nicht. alleine die androhung der polizei hat damals genügt - mein kollege konnte nicht fahren, weil er keinen C-führerschein hatte.

@hamster
eine weitere möglichkeit ist auch, dass man die pat. auf die trage legt, ab ins auto und die türen zu. wird von uns, wenn's wirklich nicht anders geht, so praktiziert, und das funktioniert ganz gut. wir haben deswegen damit begonnen, weil wir manchmal nicht richtig/oder gar nicht an den/die pat. ran kamen. auch ins auto kommt dann niemand (ausg. mutter od. vater bei kindern, od. übersetzer), weil auch im wagen sich schon mind. 5 angehörige befanden und wir nicht weg fahren konnten.
solche vorfälle werden bei uns zum glück immer seltener.

vielleicht für viele eine sehr radikale lösung. ich bin nicht ausländerfeindlich, und bei allem verständnis der familien-verbundenheit in manchen religionen, aber wenn man an den/die pat. nicht mehr ran kommt und ihn/sie nicht mehr versorgen kann, was bleibt einem über? leider kann man mit reden nicht immer alles erreichen. v.a. durch die familienzusammengehörigkeit in manchen religionen ist bei notfällen ein wahnsinniger aufruhr, der sehr leicht eskaliert - selten, aber das kommt vor.

schönen tag noch

romy


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BeitragVerfasst: 27.05.05, 15:11 
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Registriert: 20.05.05, 14:39
Beiträge: 61
Wohnort: Windeck
Ja die Möglichkeit ins Auto und Türen zu wäre gut gewesen aber der Mann stand damals nun auch mit einem Messer i der Hand in der Tür so das wir nicht ohne Gefahr für Leib und Leben ins Auto gekommen wären.


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