Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Spezielles Fallbeispiel und Probleme mit dem Feedback
Aktuelle Zeit: 22.10.17, 11:08

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 27 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.03.05, 23:02 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 20.02.05, 02:18
Beiträge: 32
Wohnort: Österreich
hallo asbmichel!

kann dich gut vrstehen, und ja, das ärgert einen. man hat sich bemüht, und dann alles andere als ein danke,....

ist es vielleicht nicht auch die gesellschaft in der wir leben. es wird verlangt, dass man immer alles gibt, unverwundbar ist,... kurz und gut kein mensch, sondern eine maschine ist. leider nehmen diesen "auftrag" viele zu ernst. sie sind von sich selber überzeugt, dass sie unverwundbar sind, leben diese einstellung.
und dann, auf einmal steht so ein fahrzeug mit blaulichtern vor der tür, und dieser mensch ist auf einmal krank, verwundbar, nachbarn sehen das,.... oder sie haben einen unfall, sind nicht mehr so perfekt wie sie immer von sich behaupten... das kann man ins unendliche spielen. das sind oft menschen, die von sich behaupten, dass sie keine hilfe brauchen, weil so so gut sind, zu stolz sind hilfe anzunehmen - es ist ihnen im fall wo sie hilfe brauchen selber peinlich gegenüber den anderen leuten. :oops:

warum ich auf das komme, ich komme von einer sehr ländlichen gegend, all zu oft erregen wir in den ortschaften grosses aufsehen, die leute kommen und schauen.... immer wieder hören wir von pat., dass das ihnen passieren muss, was sich die leute denken, die schauen alle so,... führungspersönlichkeit, wird in der firma geholt, die angestelten sehen das. hinterher erfährt man, dass diese führungskraft von seinen arbeitern und angestellten fast unmögliches verlangt, mit kündigung droht, wenn jemand krank ist,... nano der will von uns nichts wissen, weil alleine unsere anwesendheit seine eigene verwundbarkeit gezeigt hat (von der er nichts wissen wollte)...

ärgere dich nicht deswegen, das sind oft unzufriedene menschen, die nicht wirklich leben, wie ein robter durchs leben gehen, nicht links und rechts schauen,....
wenn dich ein mensch, denn du vor einigen jahren ins kh gebracht hast, dich heute noch immer kennt und wieder ein "danke" über seine lippen kommt, das hebt doch die anderen erlbnisse wieder auf!

gruss,
romy


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.03.05, 23:36 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
adler 9 oder rommy, egal
du hast völlig Recht, aber wäre es nicht schön, wenn wir unsere Pat. auch mal mit einem "positven Feedback" bekommen könnten, indem die Klinik dem Pat. übermitteln würde, wer für die Rettung verantwörtlich war? :?: :evil: :evil: :evil:
Ist Wuschdenken und auch aus datenschutzgründlichen Gründen nicht machbar, aber ich würde mich freuen. :P :P :P
Positive Beispiele gibt es - Siehe "Skurilles" da hab ich mal ein Beispiel dargestellt, leider eine der wenigen Ausnahmen. :idea: :idea: :idea: :roll: :roll: :roll:

Gut Nacht
euer asbmichel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.03.05, 04:55 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 20.02.05, 02:18
Beiträge: 32
Wohnort: Österreich
guten morgen asbmichel!

ja, das feedback von pat. selber ist am schönsten!
ich weiss nicht wie das bei euch aussieht - auch mit der rechtlichen situation - aber wenn jemand nachfagt bekommt die betreffende person die notwendige auskunft. z.b. über dem notarzt (die fast alle im kh tätig sind); bei uns wird im dienstplan nachgesehen - dagegen hat keiner was von uns, dankesschreiben an die bezirksstelle werden zur betreffenden mannschaft weitergeleitet,...
ist auch schon vorgekommen, dass ein von uns versorgter pat. oder ein angehöriger zu uns ins dienstzimmer rein gestapft ist, erkundigt hat, wer das war und wann die leute wieder dienst haben, und sich persönlich bedankt haben; oder ein schreiben hinterlassen hat mit einem blumenstraus - hurra das dienstzimmer wird dann für ein paar tage wieder etwas freundlicher :lol:
im kleinen ramen funktioniert das viel unkomplizierter. ich habe nichts dagegen, wenn mein name weitergegeben wird, habe ja auch das namensschild auf der jacke. adressen und telefonnummern werden nie weitergegeben - wollte auch noch nie jemand wissen!

freut mich jedesmal wieder, wenn ich eine pos. v.a. persönliche rückmeldung bekomme :P

schönen tag noch,
romy


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.03.05, 07:58 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
asbmichel hat geschrieben:
..., aber wäre es nicht schön, wenn wir unsere Pat. auch mal mit einem "positven Feedback" bekommen könnten, indem die Klinik dem Pat. übermitteln würde, wer für die Rettung verantwörtlich war?


Überlegung von mir:

Wozu? Das würde allerhöchstens mein Ego bestätigen, der Patient "soll" mir danken, damit ich mir hinterher auf die Schulter klopfen kann. Dabei habe ich eigentlich nur meinen Job erledigt.
Ich finde die Diskussion läuft im Moment in die falsche Richtung.
Feedback soll mich fachlich weiterbringen, dabei will ich wissen, ob ich mit meiner Verdachtsdiagnose richtig gelegen bin und kann hinterfragen, ob der Einsatz, so wie er gelaufen ist, ein optimales Ergebnis für den Patienten hervorgebracht hat.
Bei der gemeinsamen Betrachtung mit der Klinik lassen sich unter Umständen Fehler aufdecken, die aus Unkenntiss aufgetreten sind, es lassen sich Schnittstellenprobleme klären, ggf. kann ich schon meine präklinische Behandlung darauf ausrichten, was innerklinisch mit dem Patienten geschieht.

Kleines Beispiel: Wenn ich über die Arbeit/ die Abläufe in der Anästhesieabteilung gut genug Bescheid weiß, kann ich, wenn ich die Wahl habe, dem Patienten mit Schenkelhalsfraktur die Flexüle gleich auf die richtige Seite legen.

Wenn der Patient hinterher, Blumen und Kaffee in die Wache bringen möchte, darf er das gerne tun. Darüber würde ich mich freuen, hat allerdings m. E. mit Feedback nicht viel zu tun.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.03.05, 11:42 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo !

Mein Wunschtraum bezüglich feedback wäre ja so schön, aber die Praxis wird das wahrscheinlich noch lange nicht spiele.

Bei Übergabe im KH wird ja die Verdachtsdiagnose mitgeteilt, Bei Entlassung erfolgt eine standardisierte Rückmeldung (Transportnummer, Diagnose zutreffend - nichtzutreffen, bei nichtzutreffend Entlassungsdiagnose (evt. nur ICD 10)). Kann nur vom Team auf der Dienststelle eingesehen werden.

Bei Problemen kurze Nachbesprechung mit den Beteiligten.

Bis jetzt funktionieren solche Dinge nur auf Einzelinitiative.

Dieses fachliche Feedback wäre auch für die Dienststelle die Möglichkeit eines QM. Etwaige Schwachstellen können leichter gefunden und nachgeschult werden.

"Träume ich halt weiter ..."

Gruß

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.03.05, 20:52 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 17.03.05, 19:04
Beiträge: 22
Wohnort: Saarland
Sicherlich ist es auf der einen Seite eigentlich nicht "rechtens" Patientendaten, die zur Schweigepflicht gehören einfach rauszugeben... auf der anderen Seite ist es aber doch auch gerade für uns in der präklinischen Medizin äusserst wichtig gewisse Dinge , ab dem Zeitpunkt der Übergabe im KH, im Nachhinein noch erfahren zu können... Und wenn dies nur dazu geschiet um uns Rettungsdienstler durch eine kleine Information psychisch zu entlasten. ( Irgendwo sind auch wir nur Menschen, die ständig Situationen erleben, die uns an das Belastungs-Limit führen...)
Aber nicht nur zur Entlastung, sind diese Informationen oftmals wichtig...Es heißt zwar so schön " Learning by doing " aber wie kann ich lernen, WIE ich WAS richtig durchführe, wenn mir am Ende das wichtigste Feedback - das von Klinikseiten - versperrt bleibt. Ein einfaches " Dem Patienten gehts gut , er wurde operiert.." reicht hier nicht, selbst wenn das einzige Feedback ein " der Verband war zu fest gewickelt " bleibt, ist es doch etwas aus dem man Rückschlüsse ziehen kann.
Dass eine solche Informationsweitergabe über den schlichten Weg des Telefons, nachdem der Pat. schon in ein anderes Haus verlegt wurde, abgelehnt wird, ist wohl nachvollziehbar. Wenn solche Informationen, dann doch mal erwünscht sind, sollte es persönlich von KH-Personal zu RDler geschehen.( Natürlich sollte man sich auch irgendwo im Klaren sein, welche Informationen man nun erfragen kann ohne dem Patienten zu Nahe zu treten. Optimum ist und bleiibt natürlich immernoch, falls möglich, die Erlaubnis des Patienten oder die der Angehörigen... )
Ok in unsrem kleinen Saarland ist das kein Problem, hier kennt jeder jeden und weiß, wem er welche Informationen geben kann und ob dies nun aus Sensationsgeilheit oder zur Entlastung geschiet. Gerade als " Lehrling" habe ichs da noch relativ einfach an Patienteninformationen heran zu kommen, wie es andersweitig ist, weiß ich leider nicht .

Mein Post soll dieses Thema keinesfalls vereinfachen oder runterspielen...Es ist und bleibt eine Verletzung des Schweigepflicht.
Aber zu einer guten Zusammenarbeit zwischen RD und KH gehört doch mehr als ein reibungsloses Umbetten des Patienten....


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Unlösbarer Konflikt
BeitragVerfasst: 17.03.05, 21:34 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Moin, moin!

Das Problem in dieser Diskusson ist, daß hier zwei ganz wesentliche Dinge aufeinander treffen, die beide (!) ihre Berechtigung haben:

- die ärztliche Schweigepflicht als ein sehr hoch angesiedeltes Gut

und

- ein Qualitätsmanagement im Rettungsdienst als wichtiges und bisher völlig(!) vernachlässigtes Element. Und genau dazu gehört das Nachfragen nach Verläufen. War meine Therapie richtig? War der "Apoplex" am Ende eine Blutung oder gar ein Fall für die Psychiatrie?

Einfach nur "abladen" und gut - das kann und darf es m.E. nicht sein. Aber wenn am Telefon keine Auskünfte gegeben werden, muß das auch respektiert werden, denn die Kollegen im Krankenhaus haben mit diesem Vorgehen völlig recht.

Sollte der Gesetzgeber das nicht irgendwann anders regeln, bleibt in der Tat nur der steinige Weg des "immer-wieder-versuchens". Aber ich denke, ein persönlicher Kontakt ist sehr hilfreich: Wenn der Mensch am Telefon das Gesicht zu dem Namen des RA/NA kennt, der gerade anruft, dann fällt eine Auskunft leichter - was sie allerdings nicht legaler macht! :cry:

Echtes QM auf breiter Basis geht wohl nur mit anonymisierten Daten: ICD Verdachtsdiagnose, Alter, Geschlecht, Schlüsselnummern für Maßnahmen und vom Krhs. dann als Rückmeldung: ICD Entlassungsdiagnose, evtl. Dauer Intensiv usw.

Doch wer will das alles ausfüllen, verschlüsseln und auswerten?

Abendliche Grüße

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.04.05, 20:03 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 19.03.05, 21:21
Beiträge: 23
Feedback kommt oft unverhofft !
HAtte vor Monaten eine Pat.in die ich zu einer Spezialuntersuchung gefahren habe, weil Risikogeburt für Mutter und Kind. Ärzte rieten zum Abbruch, weil KInd oder Mutter oder beide gefährdet oder zumindest Kind nicht voll lebensfähig werden würde.
Mutter, selbst Krankenschwester entschied sich anders, obwohl sie schon drei Kinder hat.
Vor wenigen Tagen dann ein Einsatz:
Transport eines 4-monatigen Kindes mit Hornhautablösung und z.n. Hernien-OP mit Mutter, Säuglingsschwester, O² Gabe und Sondersignal in die Uni-Augen-Klinik.
Ihr müsst dort warten, bis zur Entscheidung ob OP oder nicht.
Wir hin und genau hier beginnt für mich das Feedback.
Es war die Frau, die ich vor Monaten gefahren hatte. Wir besprachen alles un dsie war sehr froh, mich zu sehen, weil ich sie kannte und alles über die Vorgeschichte wusste.
Der Wurm, der bei der Geburt 635 g wog, wiegt jetz 2,9 kg und wir musstenihn in der Uni-Klinik zwecks OP belassen, was der Mutter zwar schwer fiel, aber sie sehr optimistisch war.

Feedback in Reinstkultur - aber eben sehr selten.
Ich frue mich schon auf die Rückfahrt, denn die Mutter hat mir versprochen, dass sie mich anfordern will, wenn ich denn Dienst habe.

RA Mike

_________________
Schön helfen zu können


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.04.05, 13:45 
Offline
Interessierter

Registriert: 30.03.05, 20:30
Beiträge: 16
Wohnort: "Ostdeutschland"
Wir wurden zu einem 2-jährigem Kind mit unklarem Krampfanfall gerufen.
Vor Ort erzählte uns die Mutter, dass das Kind seit einem Tag Fieber habe und sie auch schon 2-mal beim Kinderarzt gewesen sei. Heute hat das Würmchen früh 40,9 und jetzt(4 Stunden später) nach 2 Zäpfchen Paracetamol á 250 mg noch immer 38,7.
Nach gründlicher Untersuchung durch den NA verbrachten wir Mutter und Kind in die Kinderklinik mit Vd. auf beginnende Bronchitis nach Fieberkrampf.

Stunden später ging auf der Wache ein Anruf der OÄ der Kinderklinik ein, die uns mitteilte, dass das Kind eine Meningitis habe.
Wir bedankten uns und konnten wieder einmal sagen, die Zusammenarbeit mit der Kinderklinik ist super. Zumindest bei schwereren Erkrankungnen ist es schon Standard geworden, dass wir eine Rückinformation bekommen.
Leider ist dies nicht bei erwachsenen Patienten immer der Fall, da tun wir uns auch oft sehr schwer, obwohl auch hier - zumindest bei Ansteckungsgefahr - die Rückinfo sehr wichtig wäre sowohl fürs Personal, als auch für andere noch zu transportierende Patienten.

michel1952


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.04.05, 18:25 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
hallo Kollegen,
da ich die Diskussion vom Zaun gebrochen habe, möchte ich mich heute bei allen, die so zahlreich gepostet haben bedanken.
Die Beiträge haben mir viele Anregungen vermittelt und auch gezeigt, wie kompliziert und oft auch rechtlich fragwürdig unsere Bemühungnen sind.
Ich habe einige Anregungen gern aufgegriffen und z.T. auf den Weg gebracht, mit mehr oder weniger Erfolg.
Die Kardiologen "spielen ganz gut mit" - allerdings nicht ganz uneigennützig, denn bei uns wird seit kurzem die präklinische Lyse in Absprache mit dem Kardiologenteam für die Kathederuntersuchung durchgeführt. Sie sind an den Ergebnissen ja auch interessiert und deshalb klappt die Zusammenarbeit recht gut.
Eine Diskussion zum Thema : Präklinische Lyse wäre ja auch mal ganz interessant? Oder ???
Wie gesagt, es geht bei uns erst seit kurzem und Ergebnisse kann ich noch nicht nennen.

Nochmals vielen Dank und für weitere Postings wäre ich sehr dankbar, denn das Thema ist bestimmt noch nicht ausdiskutiert.

asbmichel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.06.05, 21:26 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 22.06.05, 14:45
Beiträge: 110
Wohnort: Norddeutschland
Als ich noch Azubi und auf dem Weg von Rostock nach Hamburg war, ist zwischen Hagenow und Ludwigslust ein VKU gewesen. Als Ersthelfer habe ich angehalten. KFZ hatte sich mehrmals überschlagen, die Böschung der AB hinunter und ist auf dem Dach liegen geblieben. Hinten saßen zwei Kinder, ca. 1 und 2 Jahre alt. Beide ohne äußerliche Verletzungen. Wurden herausgeholt und ein LKW Fahrer hat sich um die beiden weiter gekümmert. Die Mutter war mit ihrem Hals am Lenkrad derart eingeklemmt, das sie keine Luft mehr bekam. Da sie noch bei Bewustsein war, habe ich mit ihr abgeklärt, sie etwas aus dem Sitz herauszuholen. Vorher hatte ich an ihren Beinen hantiert, um zu klären ob sie überhaupt noch etwas spürt. Hab sie dann aus dem Sitz mehr oder weniger herausgeholt (KFZ lag noch auf dem Dach) So lagen wir da im Auto und ihr Kopf zwischen meinen Beinen, da ich mir nicht anders zu helfen wusste ihren Kopf richtig zu stützen. Als dann die Rettungskräfte kamen ging es ganz gut weiter. Sie drückte mir die ganze Zeit die Hand und fragte ständig nach ihren beiden Kindern, denen nichts passiert ist. Die beiden spielten mit den LKW Fahrer und einigen verstreuten Kuscheltieren. Hab die Mutter dann ganz gut beruhigen können. Bin dann mit meinem Auto und ihren Sachen aus dem Auto hinterher gefahren und hab alles beim KH abgegeben.

Das war mein erstes Ding, bevor ich überhaupt etwas mit Rettungsdienst etc. zu tun hatte. War ziemlich nervös und aufgeregt etc. Nach ein paar Tagen hatte ich die Polizei dort angerufen und gefragt was nun aus ihr geworden ist. - keine Auskunft. Was sie mir aber sagten war, das wenn sich die Mutter über mich informieren möchte, das Möglich sei. Fand ich auch irgendwie blöd. Das ganze ist nun zwei Jahre her und bis heute weiß ich nichts. Ist eigentlich schade.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.06.05, 07:14 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 09.02.05, 09:26
Beiträge: 74
"Privat" ist da im Grunde gar nichts zu machen. (Schweigepflicht)
Die betroffenen Opfer melden sich selten (Was auch ich schade finde).
Ich kann die Betroffenen aber auch verstehen. Oft weiß man nicht, wie man dann mit seinem Helfer umgehen soll.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 27 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!