Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Blutentnahme im RD
Aktuelle Zeit: 16.12.17, 10:38

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.03.05, 20:09 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Moin!

Ani hat geschrieben:
Auch wir praktizieren in unserem Notarztbereich die prähospitale Blutabnahme.

In meinen Augen ist das lediglich eine Serviceleistung für das aufnehmende Krankenhaus und man erspart dem Patienten einen weiteren "Pieks" mit der Nadel.

(...)

Ich selber leiste diesen Service gerne, um meine Kollegen in der Klinik etwas zu entlasten, halte mich aber nicht nachts um halb drei mit stundenlangen frustranen Versuchen der Blutgewinnung bei unterkühlten und zentralisierten Patienten auf. Das verlagere ich dann doch lieber in die besseren Arbeitsbedingungen einer Notaufnahme.



...im Prinzip volle Zustimmung, aber eines darf dabei nicht vergessen werden:

Das Legen eines ven. Zugangs durch NICHT-Ärztliches Personal stellt formal den Tatbestand der Körperverletzung dar. Das ganze ist nur im Rahmen der "Notkompetenz" gedeckt und erfordert eine Art "rechtfertigenden Notstand".

Nicht selten ist das Legen eines Zugangs im Rettungsdienst aber gar nicht nötig - man verliert unnötig Zeit und bindet das Rettungsmittel! Das sollte man sehr wohl beachten, wenn man 18jährige nach Synkope (voll ansprechbar und mit komplett normalen Vitalparametern), aber auch 80jährige nach TIA (ohne jegliche Vitalgefährdung, 5 min. Transportzeit zum Krhs.) einfach mal so mit ´nem Zugang versieht.

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.05, 09:16 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 04.02.05, 17:48
Beiträge: 96
Wohnort: Münsterland
Hallo Doc Alf!

Ich glaube, hier liegt ein Mißverständnis bezüglich des Tatbestandes der Körperverletzung bei einer von mir durchgeführten Blutabnahme vor...

Ich habe die Lizenz zum Heilen! :wink:


Ansonsten, was Deine Einstellung zum Legen von Viggo's im RD angeht: d' accord!
Wird auch bei mir zugegebenerweise gelegentlich nur als Ritual durchgeführt... oder für die Sani's zum Fitbleiben!

Gruß

Karsten Walter

Anästhesist & Notarzt

_________________
kritisch, provokant, authentisch


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.03.05, 21:22 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Ist nicht dein Ernst, oder - Zugang legen zum "Fitbleiben" - äußerst schlechter Scherz. :evil: :evil: :twisted: :twisted:
Bei uns ist die präklinische Blutentnahme bei allen Pat. mit VD. AMI, Polytrauma oder anderer akuter Geschehen Pflicht, weil so mit dem KH abgesprochen und von denen bekommen wir auch unsere Blutentnahmebeutel für Herz / Polytrauma und ersparen der Notaufnahme eine "Arbeit" und außerdem, bekommt der Pat. ja vor Ort diverse Medikamente, je nach Notfallsituation und damit würde der "Notfallstatus" verfälscht, wenn wir das Blut nicht vor Ort abnehmen würden.
ABER - ist die Abnahme oder der Zugang nicht medizinisch indiziert UNTERBLEIBT er. :idea: :idea: :idea:
Wenn wer einen Zugang üben will, dann ist das Ausbildungskabinett einer Lehrrettungswache im Rahmen einer Fortbildung oder ein Praktikum in der Klinik der richtige Weg.
Alles andere ist Körperverletzung oder "Leichenschändung" oder was sonst noch.

Gut nacht - Ihr Lieben :shock:
muß meine Grippe auskurieren
asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.03.05, 22:06 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 04.02.05, 17:48
Beiträge: 96
Wohnort: Münsterland
Die Indikationsbreite für einen venösen Zugang ist ziemlich groß.

Man kann bei einem fünfzehnjährigen Mädchen mit vasovagaler Synkope einen Zugang legen, aber man kann es auch bleiben lassen... und ich persönlich halte die Herabsetzung der Indikationstellung in so einem Fall aus Ausbildungszwecken für völlig legitim.


Gesunde und unverletzte "Patienten" bekommen von mir oder den Sani's keinen Zugang... :D


Gelegentlich lasse ich RA i.P. bei narkotisierten Patienten einen Zugang legen, auch wenn er nicht nötig ist. Zum Üben.
Ein Fall für die Ethik-Kommision... oder doch sinnvoll? :wink:


Karsten Walter

Anästhesist & Notarzt

_________________
kritisch, provokant, authentisch


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.03.05, 22:09 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 04.02.05, 17:48
Beiträge: 96
Wohnort: Münsterland
Gute Besserung übrigens noch von mir, Michel!


Karsten Walter

Anästhesist & Notarzt

_________________
kritisch, provokant, authentisch


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.03.05, 19:37 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Danke für die guten Wünsche, fühle mich heute schon etwas besser, zumindest ist die Stimme wieder da, aber das ist Nebensache

Schön für Deine RAi.P. wenn Du ihnen die Möglichkeit einräumst, aber können sie den Zugang nicht unter ärztlicher Anleitung deinerseits auch bei PAt. "üben" wo er sowieso indiziert ist :?: :?:
Bei uns war das von dir praktizierte Beispiel Mitte der 90er Jahre auch noch üblich und wir RA-Neulinge freuten uns über das Entgegenkommen des betreffenden NA. Aber eines Tages ging das Ding nach hinten los. Der Pat. hatte medizinisch ausgebildete Angehörige und die regten sich zurecht auf, als wir den PAt. in der Klinik mit Zugang und drei Pflastern am Arm, weil dreimal erfolglos gestochen, übergaben. :twisted: :twisted: :twisted: Der NA hatte dann mächtig viel Ärger am Hals und seitdem haben wir das "Üben" auf die Fälle bei Praktikanten beschränkt, wo es sowieso erforderlich ist.
Will damit nur sagen, dass eine solche großzügige Art auch Folgen haben kann und außerdem gibt es ein OP-Praktikum usw. , wo eigentlich reichlich Gelegenheit besteht, den Zugang zu "üben".

Wenn ich nicht negative Erfahrungen gemacht hätte, wäre ich wahrscheinlich auch anderer Ansicht :idea: :idea:
asbmichel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!