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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Bewustlostigkeit/ Eintrübung beim akutem Asthmaanfall
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BeitragVerfasst: 04.05.16, 23:59 
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Interessierter

Registriert: 09.05.11, 19:48
Beiträge: 19
Hallo liebes Fachpersonal,

ich hab da zu einem Einsatz Fragen.
Zum Vorfall:
Bekannte Asthmatikerin, sehr schlecht kontrollierbar trotz engmaschiger Kontrolle beim HA und LFA immer wieder schwere Anfälle auch über längerem Zeitraum. Starke PFW Schwankungen trotz Mendikamente an einem Tag.
Diesmal schon 2 Tage Abfall der PFW, (Bestwert 520, nun wurden gerade noch 100 erreicht),kaum Besserung auf Notfallspray, Tag 1 und 2 schon je 50 mg Kortison, auch da keine Besserung. Die Nacht über mehrfache Inhalationen über elek. Inhalierer mit Sultanol brachten nur für 1 Stunde etwas Besserung. Pat. wollte in der Nacht keinen RTW und NA rufen, wollte nicht in die Klinik. Hoffte auf Besserung.
Am Morgen, nach geringer Besserung geplante Fahrt zum 12 km entfernten Hausarzt, da Pat. absolut nicht zum wiederholtem Male in die Klinik möchte. Auf 3/4 des Weges schwerer Hustenanfall, Autofahren Aufgrund der Atemnot unmöglich. Parken am Straßenrand und mit letzter Kraft Absetzen des Notrufs. Spray mitlerweile leer nach ca 15 Hub und keine Besserung.
RTW kommt nach ca 10-12 min. Übernahme in den RTW. AF 30, HF 130, RR 190/100, O2 94. Deutliches Giemen, obstuktiv bds.
Pat. sehr erschöpft, ansprechbar, orientiert, Reden kaum möglich. NA noch nicht vor Ort. Zugang wird gelegt, Inhalativ wird wegen der hohen HF noch nichts gegeben. Auch kein O2.
Nach ca 5 (gefühlten 10) Minuten trifft NEF ein.
Noch bei der Kontaktaufnahme wird Atmung sehr flach, dann keine Atmung mehr, Pat antwortet nicht mehr, erst auf Schmerzreiz und der heftigen Aufforderung wieder Luft zu holen zeigt Pat sehr verlangsamt Reaktion.
Pat ist sehr müde. Es erfolgt inhalative Therapie mit O2 plus Ipratropiumbromid u. Sultanol, Cortison und Reproterolhydrochlorid iV. AF geht auf 20, HF 90, RR 140/90, O2 bei O2 Gabe 99% bei Übergabe nach Signalfahrt nach ca 20 min. im KH Besserung.
Kein Infekt laut BB.

Warum diese Bewustseinseintrübung? Es war ja keine Reaktion auf O2 (die vor 3 Jahren mal auftraten), weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben wurde. Da Aufgrund der chronischen Erkrankung immer wieder Notfalleinweisungen erfolgen macht das Angst... Im Krankenhaus kam es trotz Cortison, inhalativer Therapie und der Dauertherapie/Medikamente zu weiteren Anfällen wobei ein Anfall dann auch so schlimm war, 5 Stunden nach Aufnahme (weil das Pflegepersonal nicht rechtzeitig reagierte und einfach nichts unternahm) das die Pat kurzzeitig nicht atmete, davor sehr flache Atmung und dann wieder nicht anspechbar war. Erst auf Schmerz reagierte, dann absolute Erschöpfung und kaum Kraft Luft zu holen. Mitlerweile war dann auch die Stationsärztin da und spritzte Medikamente (leider unbekannt).
Was könnte da die Ursache sein? Wann ist dann eine Beatmung angebracht... Die Stationsärztin redete davon, Notfallwagen war schon gerichtet... Pat weiß nur aus Erzählungen der Notärztin und der Stationsärztin von den zwei Vorfällen. Im weiterem stationärem Verlauf (5 Tage), gab es weitere Anfälle, Lungenfunktion an Tag 3 bei 58%, trotz Therapie. PFW nie über 50-60 %. Über diese 2 Vorfälle wurde bei den Visiten nicht weiter gesprochen.

Da ich nun nicht weiß, was noch fehlen könnte, einfach nachfragen. Bin aber nicht wirklich vom "Fach". EKG wurde gemacht, aber soviel mit bekannt ist, war ausser eine Tachycardie nichts auffälliges.

Pat 46 J., Nichtraucherin, allergisches/nichtallergisches Asthma, Trigger/Auslöser war nicht ermittelbar, psychisch vorbelastet.

Ich würde mich über eine Antwort/Stellungsnahme sehr freuen, da mich diese Vorfälle sehr belasten.
Vielen Dank Eure Pfeife


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BeitragVerfasst: 05.05.16, 14:36 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

die arteriellen Blutgasanalysen aus der Klinik wären interessant.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 05.05.16, 20:31 
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Interessierter

Registriert: 09.05.11, 19:48
Beiträge: 19
Die Werte habe ich nicht. Diese wurde ca 1 Stunde nach Aufnahme in die Notaufnahme abgenommen und war "in Ordnung", so hieß es.
Mehr Infos habe ich leider nicht.

VG Pfeife


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BeitragVerfasst: 11.05.16, 09:30 
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Registriert: 09.02.13, 16:00
Beiträge: 38
Die Bewusstlosigkeit kann ausgelöst sein durch eine Hypoxie durch respiratorische Erschöpfung und/oder in Folge einer Hyperkapnie/resp. Azidose.


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BeitragVerfasst: 11.05.16, 11:45 
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Interessierter

Registriert: 09.05.11, 19:48
Beiträge: 19
securo hat geschrieben:
Die Bewusstlosigkeit kann ausgelöst sein durch eine Hypoxie durch respiratorische Erschöpfung und/oder in Folge einer Hyperkapnie/resp. Azidose.


Vielen Dank für die Antwort, Hypoxie kenn ich aber was ist eine respiratorische Erschöpfung? Dadurch kommt es zur flachen/unzureichenden Amtung und Bewustlosigkeit?

Viele Grüsse
Pfeife


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BeitragVerfasst: 14.05.16, 09:24 
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DMF-Mitglied

Registriert: 09.02.13, 16:00
Beiträge: 38
Die respiratorische Erschöpfung erklärt sich ganz einfach: Der Patient hat nicht mehr die Kraft, ausreichend zu atmen, es kommt zur Verringerung der Atemtiefe und dadurch zu einem Sauerstoffmangel, der zur Bewusstlosigkeit führt.
Man kann eine respiratorische Erschöpfung durch den frühzeitigen Einsatz einer sog. NIV-Beatmung herauszögern.


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BeitragVerfasst: 14.05.16, 10:59 
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Interessierter

Registriert: 09.05.11, 19:48
Beiträge: 19
Vielen Dank für Ihre Antwort, das macht irgendwie Sinn. Ging ja schon recht lang und sehr anstrengend....
Hoffendlich wiederholt sich das nicht noch mal.
NIV Beatmung war schon mal, danach ging es besser. Doch ist da ja immer im Ermessen des NA was wann eingesetzt wird.

Als Pat kann man ja schlecht mitteilen (sofern noch möglich) was vielleicht hilfreich ist oder mit was gute/bessere Erfahrungen gemacht wurden.
Da Reden ja dann nicht mehr wirklich möglich ist, habe ich einen Notfall Zettel gemacht, bes. da mich der letzte Notfall doch sehr beschäftigt, wenn dann wirklich keine Komunikation mehr möglich ist. Dort steht, Name, Adresse, Geb. Datum, Grösse/Gewicht, KK Vers. Nummer, Erkrankungen, Medikamente regelmäßig, Medikamente bei Bedarf, Allergien/Auslöser, Adresse Hausarzt drauf. Ist noch irgendwas wichtig? WO deponiert man so einen Zettel am Besten? Beim Ausweis?, in der Handtasche? Wenn man ihn nicht mehr selbst abgeben kann? Am Handy hab ich eine Notfall App direkt vorne drauf, mit allen Daten, beim ICE (ohne Sperrbildschirm erreichbar) steht auch alles was wichtig ist. Doch schaut im Notfall wirklich jemand da hin? Bin halt immer froh, wenn das Hirn noch bissi funktioniert und ich den Zettel 1. nicht brauche und 2. diesen dann vielleicht noch vorher in der Lage bin abzugeben.

War ja leider nicht die erste RTW Fahrt und der erste Notfall dieser Art, leider ja bestimmt auch nicht der Letzte.
Immer in der Hoffnung, das alles gut aus geht... Ihr macht alle einen tollen Job und es ist eine unheimliche Beruhigung zu wissen, dass man dann gut aufgehoben ist, wenn man wirlich Hilfe in Anspruch nehmen muss. Bisher habe ich nur sehr sehr gute Erfahrungen gemacht und wurde bestens betreut (was neben der med. Versorgung mehr als wichtig ist) und versorgt. Vor allem mit der nötigen Ruhe, die ich als sehr angenehm empfand. Hatte nämlich schon Situationen beim Hausarzt, wo ich den dann beruhigen musste, weil er absolut die Nerven verloren hat. Das war dann nicht mehr so ganz einfach....
DANKE!


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