Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Brauche Dringend Meinungen von Fachleuten hier !! Wichtig.
Aktuelle Zeit: 23.11.17, 15:35

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 18 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 22.04.15, 22:03 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Hallo an alle Forums Mitglieder

Meine Frage lautet :
Was muss ein Sanitäter Team machen wenn sie zu einem Notfall gerufen werden
Laut Anrufer Atemstillstand kurz. Augen nach hinten verdreht Krampf

Patient liegt im Ehebett was muss veranlasst werden ?.

Wie und wann kann Patient aus dem Haus zum Rettungswagen tansportiert werden ?


Nun der Vorfall hat sich wie folgt ereignet :

Rettungsdienst ist eingetroffen. Patient bei Bewusstsein
Er wurde zum Transport in einen Transportstuhl geschnallt. Brust und Oberschenkel fest

In diesem Stuhl krampfte der Patient mehrmals Ohne Zugabe von Medis

Dann würde er in Rettungswagen verbracht und Zugang gelegt

Würdet ihr mir bitte erklären ob hier alles fachgerecht lief oder ob man hier ein Fehlverhalten erkennt ???

Danke für eure Mitarbeit


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 11:10 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3238
Wohnort: Friesland
Die Situation kann man anhand dieser wenigen Stichpunkte nicht beurteilen. Keiner kennt den genauen Zustand des Patienten bei Eintreffen des RD, die Dauer der Anfaelle, die Art der Anfaelle, die Vorgeschichte des Patienten oder die Oertlichkeiten.

Es ist ein Unterschied, ob ein 25jaehriger ohne bekannte Vorerkrankungen einen generalisierten tonisch-klonischen Anfall von 20 Minuten Dauer hat, oder ein bekannter Patient mit psychogenen/nicht-epileptischen Anfaellen einen seiner 10-Sekunden-Anfaelle.
Ob Stuhl oder Trage fuer den Transport benutzt werden, haengt von den Oertlichkeiten ab, die wir nicht kennen. Und egal, welches Mittel man benutzt - wenn man erst mal auf der Treppe ist, muss man den Patienten auch bei einem Krampfanfall auf ebenen Boden bekommen, sonst kann man nichts machen.

Der erste Ansprechpartner, falls man meint, bei einem Einsatz sei etwas nicht gut gelaufen, waere die verantwortliche Rettungswache bzw. die Vorgesetzten des Teams. Namen der Sanitaeter braucht man nicht, da die Einsaetze dokumentiert werden und die Wache die genaue Besetzung der Teams kennt.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 11:30 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
nach 1 Krampfanfall gibt man keine Meds.
Warum?
Anfälle hören von alleine auf - außer status epilepticus - da hält ein tonisch-clonisch Anfall länger als 5 Minuten an, (älter Regel: 20 Minuten) oder mehrer Anfälle ohne Wiedererlangung der Bewusstsein zwischendurch die ineinander übergehen. Da wird schnellstmöglich eingegriffen.

Meds brauchen länger anzuschlagen als der normalen Anfall dauert. Ausnahme = status. Status ist aber ohne vergessene Medikamenten Einnahme (Carbamazepin), schweren Demenz oder Tumor sehr selten.

Erst nach 2 oder 3 Anfälle mit zwischendurch bewusstseinszustände wird eingegriffen (Benzodiazepin)

Im Stuhl wegtragen - normal. Liegen nicht immer erforderlich und schwieriger bei Treppen.

Nach hier gegebene Information ist alles normal abgelaufen.

Gruß
Muppet


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 12:47 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Erst einmal danke für eure Beiträge hier

Nun ich hatte keine Vorgeschichte bin 52

Und bin laut Bericht mehrfach tonisch klonisch gekrampft

Ich bin der Meinung das ich ein krampflösendes Mittel gegeben werden müssen
Ich bin in dem Stuhl mehrfach gekrampft
Und konnte danach nicht mehr in den rettungswGen einsteigen !

Ergebnis 2 Brust Wirbel und 1 Lendenwirbel Bruch

Ich stelle mir die Frage ob das notwendig war


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 16:18 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 09.02.13, 16:00
Beiträge: 38
Die Gabe von krampflösenden Medikamenten unterliegt zunächst dem Arztvorbehalt. In einigen Gegenden Deutschlands wird die Gabe von solchen Medikamenten durch Rettungsassistenten/Notfallsanitäter ausdrücklich freigegeben oder zumindest toleriert. Ob dies in Ihrer Region so ist, entzieht sich meiner Kenntnis, es ist durchaus möglich, daß dort die Gabe von Arzneimitteln sehr restriktiv ausgelegt wird. Damit, unabhängig von der Indikation in Ihrem speziellen Fall, ist auf das Eintreffen eines Notarztes zu warten - oder - der Patient schnellstmöglich ärztlicher Behandlung zuzuführen.
Daraus resultiert, falls kein Notarzt in adäquater Zeit zur Verfügung steht, wird der Patient transportiert.
Ob die angesprochenen Frakturen die Folge des Transports oder des Geschehens selber sind, ist natürlich hier kaum festzustellen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 16:30 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
sicher du hast nicht vor du ins Bett gegangen bist gekrampft? Oder nochmal vor die Rettung da war? Man erinnert sich nicht an die ersten Minuten und kann durchaus Blödsinn anstellen oder wieder Krämpfen und nichts davon wissen.

Brüche und Verletzungen kommen meist von Stürze auf harten Boden. Kann eigtl. nicht durch anschnallen passieren. Oder bist du beim Einsteigen gestürzt? Das dürfte natürlich nicht passieren. Ich wurde dabei gut festgehalten. Wenn jemand mehrfach krampft, weiß man nicht ob sie es nicht gleich wieder tut.

Gruß
Muppet


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 18:50 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Danke echt allen hier die mir hier ihre Meinung und Fachkenntnisse mitteilen hilft mir

Nun der Vorgang war wie folgt
Sitze am Frühstück
Aufgrund Unwohlsein lege ich mich ins Ehebett
Und meine Frau sieht unmittelbar nach mir und sieht das ich nicht atme und Augen verdreht habe

Nun komme ich zu Bewusstsein und Sanis sind da. Ekg und fragen mich ob ich aufstehen kann
Ich kann ohne Probleme aufstehen bin aber benommen so stehts im Bericht
Ich sage ich kann selber zum Krankenwagen gehen ( Eitelkeit )
Sanis sagen es ist Pflicht der Transportstuhl
Als ich angeschnallt werde sagt meine Frau habe ich im Schlafzimmer im Stuhl 3 mal gekrampft

Dann würde ich zum Rettungswagen gefahren ( 2 Treppen vom eG bis Hausausgang )
Bin voll da - dann soll ich einsteigen und es ging nicht mehr Beine haben völlig versagt und unsagbare
Schmerzen wie ich dann in den Rettungswagen gekommen bin weis ich nicht mehr
Als ich auf der trage lag wurde mir ein Zugang gelegt und dann bin ich erst wieder in der Notaufnahme
Aufgewacht sozusagen


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 20:01 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3238
Wohnort: Friesland
Wie bereits geschrieben, werden wir hier kaum klaeren koennen, ob ihre Notfallbehandlung regelrecht vonstatten ging - wir waren nicht dabei und Sie koennen sich nur bruchstueckhaft erinnern.

Ich habe ihnen bereits vorgeschlagen, sich mit den Dienstvorgesetzten der Crew in Verbindung zu setzen. Diese koennen die Protokolle durchsehen, dort sind z.B. die Dauer der Krampfanfaelle festgehalten sowie Massnahmen, die vor Ort ergriffen wurden. Warum lassen Sie sich nicht einfach erklaeren, was passiert ist?

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 20:27 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Nun ich habe bereits die Akten vorliegen
Mein Anliegen ist deshalb weil meine Krankenkasse Theater macht !
Ich wurde nach meinem krampfanfall in KH gebracht und landete auf der Neurologie was ja nicht falsch ist
Jedoch erklärte ich jeden Tag das ich Schmerzen am Rücken habe es wurde eine lum alpunktion angeordnet die ich ablehnte weil ich nicht sitzen und mich nicht nach vorne beugen könnte
Also würde ich nach 4 Tagen entlassen in den 4 Tage Aufenthalt konnte ich mich nur im Rollstuhl fortbewegen
Nach der Entlassung würde ich 5 Std später wieder eingeliefert ich stimmte der Lumbalpu ktion zu da ich selbst mittlerweile glaubte es liegt an der Ruhe das ich nicht gehen kann
Dann zum Röntgen nichts gefunden und nach 4 Tagen wieder entlassen mit massiven Schmerzen
Dann noch 5 Tage Zuhause zum Orthopäden der stelze sofort die wirbelbrüche fest
Nun frag sich meine Kasse was ist hier gelaufen
Gerechtfertigt
Das ist die Geschichte warum ich hier Frage


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 20:32 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Übrigens steht in dem drk Bericht nichts was ich entziffern kann
Ekg Zucker ??


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 23.04.15, 22:23 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo
EKG misst Herzrhythmus, Puls usw.
Zucker wird per Blutprobe gemessen.

Zitat:
Dann zum Röntgen nichts gefunden


Zitat:
Dann noch 5 Tage Zuhause zum Orthopäden der stelze sofort die wirbelbrüche fest

Hat der Orthopäde noch mal geröngt?

Zitat:
es wurde eine lum alpunktion angeordnet die ich ablehnte weil ich nicht sitzen und mich nicht nach vorne beugen könnte

Man kann sie sehr leicht im Liegen machen.

Hast du eine Diagnose und waren das überhaupt epileptische Anfälle?
So Häufungen von epileptischen Anfälle gibt es eigentlich nur bei sehr schwere Erkrankungen und Alkohol oder Drogenentzug.

Gibt ja einige Erkrankungen die Epilepsie imitieren können.

Frage nach Diagnose da ich "vom Fach" bin und es mir interessiert - sorry wenn ich dir damit zu nah treten.
Gruß
Muppet


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 24.04.15, 06:12 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Hallo
Der Orthopäde hat mich beim erstbesuch geröntgt
Und gesehn das 2 Brustwirbel durch sind
Und hat mich dann zum Mrt geschickt
Die haben dann den dritten auch noch entdeckt und haben gesagt liegen bleiben auf dem Tisch
Bis dahin bin ich schon. Ab dem Anfall ca 14 Tage rumgezappelt mehr recht wie schlecht

Zur Lumbalpunktion wurde im Zimmer gemacht im Sitzen höllische Schmerzen Befund war alles ok Verdacht war auf MS

Diagnose KH zur tonisch klinisch krampfanfälle Marklagerläsionen Bla sollte nach 6 Monaten nochmal
Rübe Röntgen

Fakt ist ich bewege mich seit 4 Monaten wie ein 100 jährigem wenn überhaupt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 26.04.15, 11:16 
Offline
Interessierter

Registriert: 26.04.15, 11:13
Beiträge: 6
Wohnort: Berlin
Ich wäre da auch sehr vorsichtig, eine generelle Diagnose über deinen geschilderten Vorfall zu wagen. Es kommt - wie in fast allen medizinischen Fällen - auf den konkreten Einzelfall an. Wie bereits erwähnt wurde, macht es einen Unterschied, ob es sich hierbei um einen jungen Mann oder einen älteren Rentner handelt. Deswegen kann man da pauschal meiner Meinung nach nichts zu sagen.

_________________
Genieße den Tag!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 26.04.15, 13:06 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.04.15, 21:49
Beiträge: 9
Danke für eure Meinungen und Infos

Ich habe es dem Fachanwalt gegeben ,wie gesagt ich bin kein Fachmann aber wenn das von unserem
Hochgelobten medizinischen Land übriggeblieben ist dann gute Nacht

Also ich kann nur von a bis Z Dilletantismus feststellen
Alles andere sehe ich aktuell nicht


Grüße alle


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.05.15, 15:56 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Tag,
Zitat:
Also ich kann nur von a bis Z Dilletantismus feststellen
Alles andere sehe ich aktuell nicht

Die einzigen Dinge die ich hier erkenne sind folgende:

1. Ein Rettungswageneinsatz wegen eines Krampfanfalls
2. Ordnungsgemäße Versorgung (EKG, BZ, Zugang) und in Anbetracht der "Eitelkeit" auch ordnungsgemäßer Transport im Tragestuhl.
3. Wirbelkörperfrakturen, von denen niemand weiß, woher sie stammen. (Brust- und Lendenwirbel brechen nicht, wenn man "nur" krampft. Da gehört schon ein Sturz aus einer gewissen Höhe dazu, der vielleicht stattfand bevor dieser Einsatz begann???)

Wenn dem Fachanwalt nicht deutlich mehr Informationen vorliegen, wird er wohl von weiteren Schritten absehen...

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 18 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!