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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Verbandskasten was nun?
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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 26.12.13, 23:22 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
Brandsalbe ist so eine Sache - nie auf offenen Brandwunde oder frisches Brand schmieren! Besteht oft aus Fett. Wenn länger offen - Keime.
Es gibt tatsächlich eine die ich benutze (ab Tag 2) - wird Frau Goretzky bestimmt kennen. Aus England auf Jodbasis, stinkt, gibt auch als Flüssigkeit (leider Glasflasche).

Kfz Verbandskasten - bin tatsächlich kontrolliert worden. Wenn sie Verkehrskontrollen zur Ausbildungszwecken durchführen - kontrollieren sie auch das Datum.

Es gibt auch einen Grund warum sie teilweise billig sind - Qualität ist oft sehr, sehr schlecht, nur für vorübergehende Versorgung geeignet, bis die Rettung da ist halt. Für richtige Versorgung jedoch nicht. Leiber etwas mehr für zu Hause investieren.

Bei Verbrennung - Verband sollte nicht fuzzeln/kleben!
Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 27.12.13, 15:23 
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Registriert: 06.08.13, 13:05
Beiträge: 1152
Vielen Dank, Muppet :D

Ja, ich habe auch noch in Erinnerung, dass nichts direkt auf die offene Wunde darf. Nicht mal Mehl oder was "Großmutter" oft empfahl. Ich habe zwar länger keinen Kurs mehr gemacht, was ich noch nachhole, wenn ich wieder fit bin und laufen kann.

Hm Jodhaltiges...äh sowas wie...ach, ich darfs ja sicher nicht nennen, oder? beginnt mit B? Das was ich meine, gibts ja als Lösung und als Paste. Allerdings muss ich mich mal in den Apotheken kundig machen, ob man es überhaupt so frei verkäuflich bekommt. Ich hatte das als kleines Lösungsfläschchen bekommen, da die eine Hautärztin im Klinikum einen Nagelpilz in Verdacht hatte, aber keiner war und das selbst eine junge Podologin gesehen hatte.
Worauf ich auch schwöre ist, das synthetische Lösungszeug, gibts auch als Creme und Bad. Da ich den Namen ja nicht nennen darf, beginnt mit T. allerdings auch wie alles andere nicht auf offene Wunden.

Und ob ein Mittel stinkt oder nicht, ist in der Not erstmal egal :lol: alles was stinkt oder nicht schmeckt, hilft meist am besten.

Und dürfte man Produktnamen nennen, könnte man ja ein Beispiel bringen, was wirklich Qualität wäre. In der Apotheke versucht man ja denke ich mal eh das Teuerste zu verkaufen, ganz gleich wie die Qualtiiät ist. Also braucht man immer jemanden mit med. Kenntnissen im Bekanntenkreis , der sagen kann, worauf die Mediziner so bauen. Denn gerade in deren Alltag kommts doch meist auf die Qualität an und so manches Produkt ist doch sicher auch für Privatleute auf dem Versandhandel zu kriegen, denke ich mal. Denn das Zeug soll auch und besonders bei der ersten Hllfe auch was taugen. Die Verbände in den preiswerteren Kästen sind wirklich schnell flusig.

_________________
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 31.12.13, 11:03 
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Beiträge: 20
schnuffeldi hat geschrieben:
Also halt nach Gefühl und ein paar Fetzen aus den Kursen. Muss eh noch nachrüsten :mrgreen:


Hierzu habe ich übrigens einen recht einfachen und sogar kostenneutralen Tipp. Normalerweise sind wir alle in einer Berufsgenossenschaft versichert (über den Arbeitgeber). Ich bin selbständig aber freiwillig drin und auf Anfrage zahlen die sogar den Kurs. So wie ich das bisher sehe besteht das Angebot in meiner Nähe aus zwei Kurstagen für insgesamt € 50,- und eben diese werden von der VBG bezahlt. Also einfach mal den Arbeitgeber fragen. Der müsste so einen Gutschein bekommen können.

Herzliche Grüße
Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 31.12.13, 11:04 
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Registriert: 15.12.13, 15:54
Beiträge: 20
schnuffeldi hat geschrieben:
Und ob ein Mittel stinkt oder nicht, ist in der Not erstmal egal :lol: alles was stinkt oder nicht schmeckt, hilft meist am besten.


Frei nach Feuerzangebowle heißt es sogar: Medizin muss bitter schmecken, sonst wirkt sie nicht ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 31.12.13, 14:21 
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Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3246
Wohnort: Friesland
schnuffeldi hat geschrieben:
Also braucht man immer jemanden mit med. Kenntnissen im Bekanntenkreis , der sagen kann, worauf die Mediziner so bauen. Denn gerade in deren Alltag kommts doch meist auf die Qualität an ...

In der Medizin kommt es vor allem darauf an, das richtige Mittel zu verwenden.
Daher schuettelt es mich, wenn ich von Brandsalben hoere, oder Jodtinkturen fuer Nagelpilze, oder Wunddesinfektionsmitteln fuer kleine Verletzungen, oder Antibiotikasalbe.

Uebrigens werden in GB Brandverletzungen nicht mit Jodtinktur behandelt. Was genau genommen wird reicht von gar nichts bis zu Hauttransplantationen, dazwischen gibt es alle moeglichen Salbe, Gele und Cremes. Alles ja nach Schweregrad der Verbrennung, betroffenem Koerperteil und Stadium der Heilung. Zur Kuehlung von Brandwunden in der Ersten Hilfe, aber auch zur Reinigung kleinerer Verletzungen in der Notaufnahem wird hier Leitungswasser benutzt, billig und reichlich vorhanden, staendig qualitaetskontrolliert.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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 Betreff des Beitrags: Re: Verbandskasten was nun?
BeitragVerfasst: 31.12.13, 14:27 
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Registriert: 15.12.13, 15:54
Beiträge: 20
Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Daher schuettelt es mich, wenn ich von Brandsalben hoere, oder Jodtinkturen fuer Nagelpilze, oder Wunddesinfektionsmitteln fuer kleine Verletzungen, oder Antibiotikasalbe.


Naja ich habe gedacht mit dem Zeug heilt es schneller oder besser. Sorry ich wußte nicht, dass das falsch ist.

Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Zur Kuehlung von Brandwunden in der Ersten Hilfe, aber auch zur Reinigung kleinerer Verletzungen in der Notaufnahem wird hier Leitungswasser benutzt, billig und reichlich vorhanden, staendig qualitaetskontrolliert.


Naja, das habe ich letztlich auch getan. Auch wenn auf dem Wasserhahn keine Din-Norm angegeben ist, jedenfalls keine medizinische.


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