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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Bereitschaftsdienst der (Fach-)Ärzte
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BeitragVerfasst: 28.11.11, 16:40 
Aus einem konkreten Anlass heraus musste vor einiger Zeit festgestellt werden, dass (Bereitschafts-)Dienstpläne für ärztliche Dienst außerhalb der regulären Sprechzeiten selbst den Rettungsleitstellen oft nicht bekannt sind.
Ich habe dazu eine Petition beim Bundestag eingereicht, die aber nach wochenlangen Recherchen zu dem Thema nicht angenommen wurde, da es sich um Ländersache handele. Dementsprechend habe ich nun die Petition inkl. Begründung für die Nichtannahme beim Bundestag an den Landtag BaWü gerichtet und warte derzeit noch auf die Bearbeitung.

Es heißt u.a. in der Begründung..

Zitat:
"Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Rettungsleitstelle und vertragsärztlichem Notdient und somit auch die Überwindung von Schnittstellenproblemen wie z.B. Informationsdefiziten wurde vielfach erkannt.
Das geltende Recht eröffnet bereits heute dem Landesgesetzgeber die Möglichkeit auch zur besseren Verzahnung z.B. eine gemeinsame Leitstelle einzurichten. Diese Möglichkeit wird jedoch regional sehr unterschiedlich genutzt."


Die Begründung der Nichtannahme ist m.E. ein Ohrfeige für das Land BaWü bzw. die hiesige Bezirksärztekammer, die lt. AOK auf Grundlage der Notdienstverordnung "mit dem Notdienstbeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung die Dienstpläne......" erstelle.

Ich gehe davon aus, dass die Auskunft eines Arztes zu dem Thema zutrifft und sich Ärzte wegen der miserablen Bezahlung vor Bereitschaftsdiensten bestmöglich wegducken. Es käme hinzu, dass viele Hypochonder und Faulpelze unter den "Notfällen" seien, die zu regulären Sprechzeiten nicht ins Wartezimmer sitzen wollten.

Ich gehe davon aus, dass es ebenfalls stimmt, dass sogar Rettungsleitstellen besser an der Weiterleitung eines Notfalles verdienen, als der Arzt an der eigentlichen Behandlung.

Das alles ist nicht zu billigen, wenn es zuträfe.

Aber ich möchte dafür sorgen, dass es gesetzlich vorgeschrieben wird, dass Bereitschaftsdienstpläne in den regionalen Medien veröffentlicht werden müssen, dass konkret Name, Anschrift und Rufnummer des Facharztes angegeben werden muss, der jeweils Bereitschaftsdienst zu leisten hat.
Zeitungsverlage und lokale Onlineportalbetreiber bestätigen mir auf Anfrage, dass man sich die Informationen zu Notdiensten im Internet zusammensuchen müsse, denn es gäbe keine einheitliche Quelle.
In unseren Zeitungen wird lediglich die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes angegeben, der aber im konkreten und von mir selbst erlebten Fall um ca. 19.30 Uhr keinen diensttuenden Augenarzt mehr benennen konnte. Das hiesige Klinikum hat die Patientin abgewiesen, weil kein Augenarzt mehr da sei.

Es kann nicht sein, dass - wie im konkreten Fall - eine von Schmerzen gepeinigte Person von Pontius zu Pilatus geschickt wird und sogar noch von einer Rettungsleitstelle des DRK (!!) wahrheitswidrig die Auskunft erhält, es gäbe bei uns am Ort keinen Notdienst mehr


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BeitragVerfasst: 29.11.11, 20:47 
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Das halte ich für eine sehr sinnvolle Sache, da es gerade in ländlichen Regionen Zeit sparen kann einen Patienten in eine Facharztpraxis zu transportieren. Sei es weil er dort vollständig therapiert werden kann oder weil er dort zumindest Erstversorgt werden kann.

Dazu kommt, dass man als Rettungsdientler weiß wo man einen Arzt findet wenn man einen braucht und keinen bekommt.

Ist alles eine Frage der Organisation.

Ich ziehe den Hut vor deinem Engagement.

Aber dass Rettungsleitstellen an der Weiterleitung eines Patienten Geld verdienen wäre mir neu. Es wäre mir grundsätzlich neu wenn Rettungsleitstellen mit irgendetwas Geld verdienen würden.


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BeitragVerfasst: 29.11.11, 20:50 
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Das größere Problem sehe ich darin, daß gerade im ländlichen Bereich es sehr weite Wege bis zur nächsten Facharztpraxis sind, wo gerade Bereitschaftsdienst hat. Da ziehe ich den Weg zur nächsten einigermaßen geeigneten Klinik vor.


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BeitragVerfasst: 29.11.11, 21:44 
@Marc02

Ich habe nicht recherchiert, ob die Aussage des erwähnten Arztes bezgl. der Bezahlung der Rettungsleitstellen zutrifft. Offensichtlich gibt es aber hinter den Kulissen (Geld-)Verteilungskämpfe, die der Patient m.E. nicht auszubaden braucht.

@blackylein

Das kann von Region zu Region differieren. Das setzt aber immer noch voraus, dass das Klinikum überhaupt ambulant behandelt. Denn ambulante Behandlungen können in Kliniken derzeit nicht auf Kosten der GKV abgerechnet werden, es sei denn, es wird als NOTFALL anerkannt! Ein schmerzhafter Fremdkörper im Auge, das total gerötet und geschwollen ist und tränt, ist nach der Definition des hiesigen Klinikums auch um 19.30 Uhr, wenn kein Arzt mehr aufzutreiben ist, KEIN NOTFALL.

In Zukunft sollen die Kliniken ja auch ASV (=ambulante spezialärztliche Versorgung) anbieten können, wogegen sich die Niedergelassenen mit Händen und Füßen wehren.

Aber vor dem Bereitschaftsdienst wegducken...! :evil:

Man berief sich übrigens bei der Nichtannahme-Begründung meiner Petition auch auf die bald zu erwartende europaweit einheitliche Notrufnummer 116117..., nur nützt auch diese Nummer nichts, wenn uninformierte Leute in den Leitstellen sitzen.


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BeitragVerfasst: 30.11.11, 13:21 
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Morgan le Fay hat geschrieben:
Ich habe nicht recherchiert, ob die Aussage des erwähnten Arztes bezgl. der Bezahlung der Rettungsleitstellen zutrifft.
Man muss sich nur mal fragen, warum die KV für mehrere Millionen ein Konkurrenzprodukt zum RK aufbaut, eine Menge Angestellte beschäftigt und sich von den Diensten des RK trennt. Um dieses zu entlasten? Der barmherzige Samariter? :wink:

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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BeitragVerfasst: 03.12.11, 13:10 
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Also zumindest bei uns ist das so, dass die RLST jedes Mal wenn sie alarmiert Geld bekommt. Ob das Bundesland- oder sogar Kreisabhängig ist weiß ich allerdings nicht.

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Quid pro quo?


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BeitragVerfasst: 03.12.11, 19:25 
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Beiträge: 56
Wohnort: Sachsen
Hallo!
um den Threadstarter(offensichtlich med.und rettungsdienstlicher Laie)seine teils falschen Vorstellungen etwas zu differenzieren: Eine RLST bekommt kein Geld für das bearbeiten eines Anrufs.Die Kostenträger und Leistungserbringer verhandeln ihr Rettungsdienstbudget, da sind alle Kosten für die Rettungswachen,Personal, Ausstattung usw.und auch zu einem ProzentsatzXY die Leitstellenkosten mit dabei. Also hat dort niemand einen Vorteil einen Anruf an jemand bestimmten weiterzuleiten.
Humungus hat geschrieben:
Man muss sich nur mal fragen, warum die KV für mehrere Millionen ein Konkurrenzprodukt zum RK aufbaut, eine Menge Angestellte beschäftigt und sich von den Diensten des RK trennt. Um dieses zu entlasten? Der barmherzige Samariter? :wink:

Da ich mich in BW nicht so gut auskenne, würde mich das hier mal in verständlichem Deutsch interessieren.
Falls es um DRK-Rettungsleitstellen geht,-da brauchen wir nicht mehr drüber zu reden, die sind ja bald Geschichte-sprich Aufbau von Integrierten Leitstellen.

Grüsse


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BeitragVerfasst: 05.12.11, 23:13 
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Zitat:
Da ich mich in BW nicht so gut auskenne, würde mich das hier mal in verständlichem Deutsch interessieren.
Falls es um DRK-Rettungsleitstellen geht,-da brauchen wir nicht mehr drüber zu reden, die sind ja bald Geschichte-sprich Aufbau von Integrierten Leitstellen

Ein kleiner Rückblick:
In Bayern haben bis vor einigen Jahren die Rettungsleitstellen auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst disponiert.Da dies im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung erfolgte und per Vertrag geregelt war, erhielt die Leitstelle dafür Geld. Meines Wissens war das aber eine Pauschale und kein Betrag pro Vermittlung. Irgendwann wollten die Kassenärztlichen Vereinigungen dieses Modell nicht mehr (warum auch immer), sondern begannen, eigene Call-Center aufzubauen. Das Ergebnis war -zumindest anfangs- ein absolutes Chaos und billiger wurde es dadurch definitiv nicht. Außerdem fielen die so oft beschworenen Synergie-Effekte zwischen Rettungsdienst und ärztl. Bereitschaftsdienst dieser Änderung zum Opfer.

Und Baden-Württemberg aktuell:
Hier gibt es eine Dienstanweisung für Rettungsleitstellen, in der u.a. geregelt ist, dass die RLST ... auch Übersichten über den Ärztlichen Notfalldienst und die diensthabenden Apotheken führt. Eine Bezahlung dieser Auskunft ist nirgends erwähnt und findet m. W. auch nicht statt. Das sog. Leitstellenentgelt kann auf Grund der aktuellen Gesetzeslage dafür nicht erhoben werden. Im Übrigen ist es vom Gesetz bzw. der Dienstanweisung her völlig egal, in welcher Betriebsform (RLS, ILS..) die Leitstelle betrieben wird.
Und so ganz nebenbei: Auch in den ILS ist das DRK weiterhin für den Bereich Rettungsleitstelle verantwortlich. Bei der ILS kommt -je nach Landkreis- für den FW-Bereich der Landkreis und/oder die FW als 2. oder 3. Partner dazu. Der Betrieb erfolgt dann in aller Regel in gemeinsamer Trägerschaft.

Das Problem beim ärztlichen Bereitschaftsdienst ist, dass es selbst im gleichen Landkreis Bereiche gibt, in der dieser ganz unterschiedlich geregelt wird. Im Bereich A ist der (täglich wechselnde) diensthabende Arzt über eine ständig gleiche Service-Rufnummer erreichbar, im Bereich B ist er über seine eigene Privat- oder Handynummer erreichbar und im Bereich C gibts eine etablierte Notfallpraxis, zu der Patienten i.d.R. ohne Anmeldung hingehen können und die logischerweise über eine feste Rufnummer verfügt.
Genau so vielfältig sind die Dienstpläne für die Bereiche A und B gestaltet. Nicht alle für den Notdienst verantwortlichen Ärzte schaffen es, die Dienstpläne regelmäßig zu aktualisieren und der RLS zur Verfügung zu stellen. Organisatorische Änderungen erfährt die Leitstelle oftmals als letzte ("Ach übrigens, seit gestern läuft das bei uns jetzt so..").
Auch die Veröffentlichung der Bereitschaftsdienste in den Zeitungen ist oftmals stark verbesserungswürdig. Teilweise wird lapidar auf die Rufnummer der RLS verwiesen, über die der Dienst erfragt werden kann. Manchmal steht was falsches drin und am Wochenende rufen allein 100 Leute an, weil sie z.B. den augenärztlichen Bereitschaftsdienst wegen eines falschen Eintrags nicht erreichen und die RLS darf das dann ausbaden.
Die Nachfragen nach dem ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen immer mehr zu und sind zu bestimmten Zeiten als Zusatzaufgabe in der Leitstelle fast nicht mehr zu bewältigen. Da bleibt es nicht aus, dass auch mal eine falsche Auskunft gegeben wird.
Seit Jahren wird z. B. bei uns versucht auf der Basis einer schriftlichen Vereinbarung wenigstens einen kleinen Kostenersatz zu vereinbaren - bislang ohne Erfolg, weils ja eine in der Dienstanweisung festgelegte Zusatzaufgabe der Leitstelle ist.
Im badischen Landesteil gibt es für den ärztlichen Bereitschaftsdienst meines Wissens schon seit etlichen Jahren vertragliche Vereinbarungen zwischen Ärzteschaft und Leitstellenbetreiber. Für die anfallenden Kosten in der Leitstelle wurde dort eine eigentlich ganz elegante Lösung gefunden: Anfragen nach dem ärztlichen Bereitschaftsdienst laufen über eine gesondert geschaltete Servicenummer (01805..) in der Leitstelle auf. Abgerechnet wird das Telefonat dadurch mit einem höheren Tarif, der die Kosten für Technik und Service (vermutlich) deckt. Für das Anhäufen größerer Reichtümer dürfte die Summe allerdings eher nicht ausreichen.


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BeitragVerfasst: 06.12.11, 10:31 
@schwabenretter

Ein sehr interessanter Beitrag, vielen Dank. Allerdings betrifft es im konkreten Fall den "badischen Landesteil", genauer gesagt Bruchsal.

Dort habe ich selbst, um einer am Auge verletzten Touristin zu helfen, die man in den Abendstunden im Klinikum mit Verweis auf den Bereitschaftsdienst abgewiesen hat, zunächst mit der RLS des DRKs telefoniert ("Es gibt keinen Notdienst mehr, aber ich verbinde Sie mal weiter"), danach mit dem sog. "Ärztlichen Dienst", der auch in den Zeitungen als Ansprechpartner abgedruckt ist.
Aber auch beim "Ärztlichen Dienst" konnte man mir nicht namentlich den Dienst leistenden Augenarzt benennen, man bot lediglich an, dass sich ein Allgemeinarzt der Dame annähme und sie ggf. ins Klinikum nach Karlsruhe bringen ließe (~25-30 km).
Es gab aber - wie ich inzwischen weiß - einen zu diesem Zeitpunkt Bereitschaftsdienst leistenden Augenarzt, aber selbst 2 Leitstellen waren nicht imstande, diesen zu benennen.

Das sind keine akzeptablen Zustände und nach meiner Lesart ein weiterer Beleg für das Versagen der Selbstverwaltung der Ärzteschaft. Man organisiert seinen Bereitschaftsdienst via Kommission selbst (so jedenfalls die Auskunft der AOK zu diesem Thema) und ist nicht einmal in der Lage, diese Dienstpläne an die Tagespresse zu geben.

Ich möchte mit meiner Petition hier eine Klarheit für den Verbraucher erreichen und man muss sich wundern, dass bei solchen Zuständen bisher nicht schon mehr passiert ist.


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BeitragVerfasst: 06.12.11, 22:22 
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@ Morgan le Fay
Da war ja ganz schön der Wurm drin. So etwas ist nervig und unter Umständen schädigend für einen Patienten, der Hilfe braucht.
Ich wünsche Dir bei Deinem Vorhaben viel Erfolg. Das würde auch für die Mitarbeiter in den Leitstellen eine deutliche Entlastung bedeuten.


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BeitragVerfasst: 08.12.11, 01:12 
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Wäre es denn nicht am sinnvollsten die Aufgabe den Rettungsleitstellen zu bertragen ? Dann könnte man wieder die angesprochenen Synergieeffekte nutzen und würde es dem Bürger so leicht wie möglich zu machen. Natürlich müßten dann mancherorts 1,2 Disponenten mehr eingestellt werden. Das ist versteht sich ja von selbst.


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BeitragVerfasst: 09.12.11, 00:13 
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Zitat:
Wäre es denn nicht am sinnvollsten die Aufgabe den Rettungsleitstellen zu übertragen ?


Grundsätzlich JA, aber:
Es kommt darauf an, wie der ärztl. Bereitschaftsdienst vor Ort organisiert ist. Solange es nur darum geht, Auskunft zu geben, welcher Arzt Dienst hat, ist das für 1 oder 2 Landkreise von einer Rettungsleitstelle aus mit z.B. einer zusätzlichen Personalstelle machbar. Schwieriger wirds, wenn die Einsätze der Ärzte direkt koordiniert werden müssen, da steigt der personelle Aufwand deutlich an.

Ganz unabhängig von den organisatorischen Dingen:
Grundvoraussetzung ist natürlich immer, dass die Ärzteschaft es hinbekommt, (wenigstens) der Leitstelle zuverlässig aktuelle Dienstpläne des fach- und allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienstes zur Verfügung zu stellen. Und da gibt es, wie hier beschrieben, ja schon die ersten Schwierigkeiten.
In erster Linie gilt es deshalb, diesen Schwachpunkt durch bindende Vorgaben z.B. des Sozialministeriums zu beheben.


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BeitragVerfasst: 22.03.12, 15:17 
Am 12.11.2011 habe ich meine Petition zum Landtag BW geschickt, heute kam der "Erledigungs"bescheid. Über 4 Monate braucht man dort, um eine Petition zu bearbeiten! :evil: :evil:

Die Begründung der Nichtannahme ist an Ignoranz kaum zu überbieten: Fehlinterpretationen meines Schriftsatzes, ungebetene Feststellungen, irrelevante Schlußfolgerungen.

Quintessenz: Wenn mal die 116117 geschaltet ist, wird sowieso alles besser.

Also wurschtelt man bis auf Weiteres vor sich hin. Die Leute müssen hoffen und beten, hier in Nordbaden nie außerhalb der Sprechzeiten einen Arzt zu benötigen.

Aber wehe, diesen Sesselfvrznern sitzt einer quer....! :evil:


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BeitragVerfasst: 26.03.12, 14:28 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
In BW tut sich was...
vgl. NOTDIENST-REFORM
Zitat:
Eine möglichst geringe und gleichmäßige Dienstbelastung für alle Ärztinnen und Ärzte steht im Mittelpunkt der Neuordnung.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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BeitragVerfasst: 28.03.12, 23:45 
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Registriert: 03.06.07, 22:37
Beiträge: 28
Wohnort: Großraum Stuttgart
Zitat:
Eine möglichst geringe und gleichmäßige Dienstbelastung für alle Ärztinnen und Ärzte steht im Mittelpunkt der Neuordnung.

Das ist wenigstens eine ehrliche Aussage - im Umkehrschluß bedeutet dies, dass die Bedürfnisse der Patienten zukünftig sekundär sind!
Ihnen sind elend lange Anfahrten zur vielleicht einzigsten Notfallpraxis im Landkreis und lange Wartezeiten auf einen Hausbesuch ja zumutbar.
Sobald jemand drängelt oder die Lage dramatisiert darstellt wird er eben an den Rettungsdienst verwiesen oder die Notfallpraxis fordert auf Grund irgendwelcher Telefon-Verdachtsdiagnosen einen RTW zur Abklärung an. Die Fehlfahrtenquote wird dadurch noch mehr steigen und die RTWs sind für echte Notfälle blockiert.
Solche Szenarien erlebe ich übrigens auch jetzt schon regelmäßig in der Nachtschicht und ich bin mir sicher, dass das noch schlimmer wird.


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