Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Arbeitsgerichtsurteil Hanau - RettAss auf RettSan Stelle
Aktuelle Zeit: 23.10.17, 05:45

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 24.09.11, 20:22 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.08, 20:59
Beiträge: 262
Wohnort: Queensland - Australien
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

endlich hat ein Arbeitsgericht sich der Klage eines Rettungsassistenten angenommen, der von seinem Arbeitgeber auf einer Rettungssanitäterstelle angestellt war und auch nur als Rettungssanitäter bezalt wurde.

Es wurde vom Arbeitsgericht festgelegt, dass auch dann wenn er als Rettungssanitäter eingestellt wurde, seine Rettungsassistentenaufgaben wahrnimmt, bzw. wahrnehmen muss (bundesgesetzliche Verpflichtung) und es dabei keine Rolle spielt, ob er mit einem anderen Rettungsassistenten den Dienst auf einem Fahrzeug verrichtet, als Rettungsassistent bezahlt werden muss.

Damit wurde der Arbeitgeber, eine deutsche große HiOrg eines Ritterordens, zu einer Nachzahlung von über 16.000 EUR verklagt.
Das Gericht gabe dem Kläger Recht.

Damit wurde, wenn das Urteil nun rechtskräftig wird, ein Meilenstein gelegt, das man auch nur RettAss einstellen kann, wenn man sie bezahlen kann. Die Ausbeuterei von RettAss sollte damit bekämpfbar sein und viele RettAss die sich in dieser Situation befinden, können nachdem das Urteil in kurzer Zeit rechtskräftig ist, ggf. den Arbeitgeber zu einer höhren Lohnzahlung und Nachzahlung zwingen.

Ich freue mich über dieses Urteil und das hier RettAss zu einer ihrer Tätigkeit gehörenden Bezahlung gelangen, auch wenn diese immer noch viel zu gering sein mag.

Link zum Urteil:

http://www.kanzlei-drschka.de/aktuell1.htm

Mit freundlichen Grüßen,

S.Steingrobe

_________________
Advanced Care Paramedic - Queensland Ambulance Service (Australia)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.09.11, 15:14 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Das sind ja endlich mal gute Nachrichten...

Grüße und noch schönes WE

Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 26.09.11, 15:55 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.08, 20:59
Beiträge: 262
Wohnort: Queensland - Australien
und noch ein Beispiel:

Zitat:
ArbG Hannover - 4 Ca 468 / 01
RETTUNGSASSISTENT IST ALS RETTUNGSASSISTENT EINZUGRUPPIERENDER FALL:
Der Kläger arbeitete beim DRK in Niedersachsen. Er hat die Ausbildung zum Rettungsassistenten, wurde aber als Rettungssanitäter eingestellt und eingruppiert. Im Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist er entweder auf dem KTW oder als Fahrer auf dem RTW eingesetzt. Der DRK TV sieht eine höhere Eingruppierung für Rettungsassistenten bei entsprechender Tätigkeit vor. Der Kläger, vertreten durch die Kanzlei Spengler & Kollegen, verlangte die Eingruppierung entsprechend seiner Berufsurkunde, das beklagte DRK meinte, der Kläger übe nur Tätigkeiten eines Rettungssanitäters aus

DIE ENTSCHEIDUNG:
Das Arbeitsgericht Hannover bejahte den Anspruch des Klägers als Rettungsassistent auf einer Planstelle als Rettungssanitäter auf Höhergruppierung. Das Gericht folgte der Argumentation des Klägers und unserer Kanzlei, wonach die Tätigkeit des Klägers quasi zu 100 % solche eines Rettungsassistenten war. § 3 RettAssG definiert nämlich auch den Krankentransport, das Assistieren des Notarztes und die eigenständige Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen als Aufgabe des Rettungsassistenten. Diese Tätigkeiten übte auch der Kläger aber nachweislich aus. Welche Tätigkeiten des Klägers hingegen die eines Rettungssanitäters sein sollten, vermochte der Arbeitgeber nicht darzulegen


MfG Steingrobe

_________________
Advanced Care Paramedic - Queensland Ambulance Service (Australia)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 07.03.12, 12:57 
Offline
noch neu hier

Registriert: 07.03.12, 12:46
Beiträge: 2
Ist ja auch eine Frechheit Sondersgleichen dass hier differenziert wird.

Auf Intensivstationen gibts (zumind. in öffentlichen Häusern) auch keinen so komischen Stellenkegel.

Meine Frau arbeitet auf einer solchen, und sobald sie die Fachweiterbildung fertig hat wird sie als Intensivpflegerin eingruppiert, egal wie viele Its-Pfleger dort arbeiten. - Das ist dann ein ordentlicher Lohn, davon kann man im RD nur träumen und man wird noch frustrierter.

Da muss man sich schon fragen, ob man als RS eingestellter RettAss nicht diskriminiert wird, und dieses ominöse Anitdiskriminierungsgesetz

nicht auch in diesem unseren Fall greift!

gruss,

al


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10.04.12, 16:45 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 07.10.04, 02:38
Beiträge: 33
Wohnort: Nahe Karlsruhe
Wenn sich aber Deine Frau mit Fachweiterbildung auf einer Normalstation anstellen lässt dann steht ihr auch nur das Gehalt einer "Normalstationsschwester" zu.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!