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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Geht es um Ausbildungsverbesserung oder um NA-Schelte?
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BeitragVerfasst: 25.06.11, 00:53 
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jaeckel hat geschrieben:
S_Steingrobe hat geschrieben:
Leider ist den meisten RA nicht bewusst, dass zum Beispiel die Intubation die sie beigebracht und geprüft bekommen haben, im Ernstfall von Ihnen erbracht werden muss im Zuge der Garantenstellung. Hier kannd er RA nicht sagen, ich kanns nicht weil ich es lange Zeit nicht gemacht habe. Pech gehabt. ER muss dafür sorgen, dass er sich in Maßnahmen dauerhaft trainiert, deren Anwedung in der täglichen Praxis recht selten zum tragen kommt!

Die Verpflichtung zu dauerhaften beruflichen Fortbildung ist unbenommen. Aber wenn ein RA wirklich meint, er könne etwas aus der Palette der erweiterten Versorgungsmaßnahmen nicht oder es sich mangels praktischer Erfahrung nicht zutraut, sollte und muss er es NICHT tun/anwenden. Dies nur zur Klarstellung, da man Ihre obige Aussage anders verstehen könnte.


Wollen wir hoffen, das das auch die Angehörigen und Gerichte dann so sehen ;).
Prinzipiell darf es gar nicht erst dazu kommen, das die Standardmaßnahmen nicht beherrscht werden. Gerade auch die erweiterten, die zum Teil weniger häufig durchgeführt werden.
Der RA muss (und das ist rechtlich belegbar) dauerhaft in der Lage sein, seine komplette Palette an ihm zugetragenen Maßnahmen durchführen zu können.
Kann er es nicht, begeht er ggf. eine Unterlassung beim Patienten, die dann je nach Situation auszulegen wäre.
Ich möchte mit der Aussage nur daraufhinweisen, dass der RA nicht einfach sagen kann: Ich habe jetzt seit 2 Jahren nicht intubiert, ich mache das nicht und weiterbilden muss ich mich darin auch nicht.
Diese Auffassung grasiert leider bei sehr vielen meiner Kollegen.

Anosnten d´accord. Was ich nicht kann, mache ich nicht.

Lieben Gruß,

S.Steingrobe

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Advanced Care Paramedic - Queensland Ambulance Service (Australia)


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BeitragVerfasst: 25.06.11, 13:57 
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Zitat:
In deinen letzten zwei Beiträgen springst du mit jedem Absatz von Thema zu Thema, was für dich vielleicht vollkommen logisch erscheint, weil du ja weißt, wovon du gerade redest.

Wirkt so, weil dazwischen eigentlich Zitate gehören. Werd ich ändern. Wenn du dir aus diesem Beitrag die Zitate weg denkst wird er so aussehen wie meine letzten Beiden ;)

Zitat:
... finde ich beleidigend. Ich kenne mich mit dieser Thematik sehr wohl aus und glaube, du benutzt da einfach die falschen Worte???

Ich habe nicht beabsichtigt zu beleidigen. Was hast du denn nicht verstanden? Welche Worte wären denn besser? Palliativmedizin vllt? Passt denke ich auch nicht ...

Zitat:
Du forderst eine bessere Ausbildung, aber bist nicht in der Lage, selbst nachzulesen, wieviel ASS wann gegeben wird? Du willst die gesamte Endokrinologie und Pharmakologie beigebracht bekommen, hattest aber noch nicht die Idee, selbst in ein Lehrbuch reinzuschauen oder auf Wikipedia zu schmökern?

Ich weiß doch wann wieviel ASS gegeben wird! Und natürlich kann ich Sachen selber nachlesen. Das problem ist aber, dann gelten die nicht als allgemein bekannt. Ich möchte doch, das jeder weiß: "Hey, die Person hat eine top Ausbildung. Dem muss ich nicht für alles nen NA schicken. Der kann auch mit mehr als einem WehWehchen allein Fertig werden". Es kann doch nicht sein, dass man sich bei jedem RA fragen muss, ob er mit ASS, Lasix, Vomex o.ä umgehen kann. Das fragst du dich ja auch nicht wenn der NA kommt.

Zitat:
Den Umgang mit Opiaten lernt man, wenn man diese selbstständig anwendet, weiß, ab welcher Dosierung man mit welchen Nebenwirkungen rechnen muss und wie man diese behandeln kann.
Genau
Entscheidest du in deinem Praktikum, wann wieviel Opiat gegeben wird?
Nein, ich entscheide sehr sehr wenig!
Glaubst du, du kannst mit Opiaten umgehen, weil du in der Prüfung abgefragt wirst, wieviel du wovon wofür geben würdest?
Nein!
Die Intubation wird dir verboten?
Jain, mir wird dringend von abgeraten!
Abgesehen davon, dass das so nicht stimmt(bspw. Reanimation) traust du sie dir doch nichtmal zu!!!
Doch, aber nicht bei Stark zugeschwollenen Atemwegen!
Dass diese beim inkorrekten Einsatz von Opiaten sogar notwendig sein könnte, ist dir aber klar?
Ja, nicht nur beim inkorrekten Einsatz von Opiaten!

All das zeigt doch gut, warum ich forder, sowas einheitlich, korrekt und strucktoriert auszubilden.

Zitat:
Das zeigt mir, dass du über Nitro leider auch wenig weißt.

Das da z.B. wäre?

Zitat:
Ob es in Köln ein Verbot dazu gibt, weiß ich nicht. Aber das hohe Komplikationsrisiko ist eben auch der Grund, weshalb es die ultima ratio sein sollte.

Ultima ratio ist ja auch für den NA. Jetzt frag ich mich warum man es dem NA überlassen sollte. Macht der das so viel öfter? Wenn ja, ok! Sonst kanns genau so gut der RA lernen.


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BeitragVerfasst: 18.08.11, 15:38 
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Beiträge: 277
deletet hat geschrieben:
Ich weiß doch wann wieviel ASS gegeben wird! Und natürlich kann ich Sachen selber nachlesen. Das problem ist aber, dann gelten die nicht als allgemein bekannt. Ich möchte doch, das jeder weiß: "Hey, die Person hat eine top Ausbildung. Dem muss ich nicht für alles nen NA schicken. Der kann auch mit mehr als einem WehWehchen allein Fertig werden". Es kann doch nicht sein, dass man sich bei jedem RA fragen muss, ob er mit ASS, Lasix, Vomex o.ä umgehen kann. Das fragst du dich ja auch nicht wenn der NA kommt.


Genau das soll nicht passieren. Genau deswegen erlangen Algorhitmen eine immer größer werdende Bedeutung. Es soll nicht so sein, dass der eine RA nur mit Wehwehchen fertig wird und für alles was darüber hinaus geht, einen NA nachfordern muß, während der andere RA mit Wehwehchen und auch allem darüber hinaus gehende fertig wird, ohne einen NA zu rufen. Die Entscheidung wer nun welcher RA ist, trifft der Disponent in Leitstelle der der Mensch, der das Personal für die Dienste einteilt !? Der entscheidet dann auch wer gut und wer schlecht ist !?

Dort wo ich bisher gearbeitet habe, hat man sich nicht gefragt ob ein RA mit den von dir genannten Medikamenten umgehen kann. Warum hat man das nicht getan ? Weil er mit diesen Medikamenten nicht umgehen muß. Punkt. Man sollte die Indikationen und Kontraindikationen kennen. Die üblichen Dosierungen zu kennen, ist sicherlich auch hilfreich. Aber man durfte diese Medikamente nicht geben. Also muß das Wissen auch nicht so umfangreich sein wie das von jemandem, der diese Medikamente gibt. Nirgendwo, wurde von mir verlangt ASS, Lasix oder vomex zu verabreichen. Wenn die Gabe eines solchen Medikamentes, nach Meinung des Disponenten nötig ist, hat er zusätzlich einen Notarzt alarmiert. (Und logischerweise auch aus anderen Gründen)
Hat der Disponent nicht damit gerechnet, dass eine Medikamentengabe erforderlich wird, hat er nur einen RTW geschickt. Die Kollegen, die ich bisher kennen gelernt habe, haben sich zur Gabe der genannten Medikamente einen NA nachgefordert. Sie sind dafür niemals ausgelacht oder angepöbelt worden.

Was findest du an dieser Arbeitsweise falsch !?

Verstehe ich deinen Beitrag richtig, wäre es dir lieber man schickt zu einer Atmenot, die z.B. aus einem Lungenödem hervorgeht, einen RTW ohne NEF weil der RA ja ein "guter" ist und das mit dem Lasix schon irgendwie schaukeln wird. Was anderes würde der NA schließelich auch nicht machen.
Genau diese Denke, ist die Grundlage für Übergaben ala : "Hier, da ist kaputt. Unterschreib` mal, damit ich wieder los kann".

btw : Zur isolierten Gabe von Vomex wird kein Notarzt alarmiert. Und wenn der Patient ausschließlich Erbrechen als Symptom gezeigt hat, wurde auch kein NA nachgerufen. Ich denke das hätte ich jetzt nicht extra schreiben müssen. Aber bei beispielsweise Lasix, dürfte da keine Diskusion nötig sein, oder !?


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BeitragVerfasst: 18.08.11, 18:08 
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Marc02 hat geschrieben:
deletet hat geschrieben:
btw : Zur isolierten Gabe von Vomex wird kein Notarzt alarmiert. Und wenn der Patient ausschließlich Erbrechen als Symptom gezeigt hat, wurde auch kein NA nachgerufen. Ich denke das hätte ich jetzt nicht extra schreiben müssen. Aber bei beispielsweise Lasix, dürfte da keine Diskusion nötig sein, oder !?


Ich denke durchaus. Zum einen hat auch Dimenhydrinat deutliche Nebenwirkungen und zum anderen ist es kein stand-alone-Notfallmedikament. An Erbrechen alleine ist noch niemand gestorben - daher wäre es nicht nur unsinnig, sondern auch nicht verhältnismäßig sich lebensrettender Medikamente zu entsagen, aber ein solches Medikament geben zu wollen...
unlogisch habe ich fast vergessen, denn erste Voraussetzung für die Medikamentengabe ist es ewaige Nebenwirkunegn und Komplikationen sicher beherrschen zu können. Das geht aber ohne weitere Medikamente eindeutig nicht.
Dimenhydrinat ist im RD für mich iniziert, wenn ein Erbrechen den Zustand des Patienten verschlechter könnte.
D.h. Pat. mit Myokardinfarkt, Schlaganfall, bekanntem (akutem) Aneurysma oder hypertensiver Krise.
Hinzu kommt ggf. eine NW-Therapie bei iatrogener Übelkeit, z.B. nach Morphingabe.
Alles andere ist nicht wirklich zweckdienlich, sonst müsste ich jedem C2-Intox und jedem zweiten Magen-Darm-Pat. nen Zugang legen und ein Medikament verabreichen... das wäre eindeutig over the top.

Furosemid ist zusätzlich ein schlechtes Beisiel, da das Medikament recht übersichtliche NW hat (auch wenn Taubheit z.B. recht dramatisch klingt) und zum anderen tatsächlich eine akut therapeutische Berechtigung in der Notfallmedizin.

Also, wenn schon nur BLS, dann bitte aber auch wirklich nur BLS!

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BeitragVerfasst: 19.08.11, 13:43 
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Ich glaube, ich bin falsch verstanden worden. :shock:

Während meiner RA-Ausbildung bin ich nicht darin ausgebildet worden Vomex oder Lasix zu geben. Indikationen, Kontraindikationen, Nebenwirkungen und die üblichen Dosierungen sind mir bekannt. Die Wechselwirkungen beispielsweise nicht. Diese beiden Medikamente waren durch ärztlichen Leiter auch nicht freigegeben. Bücher oder PDF-Datein lesen ersetzt keine Schulung und keinen Unterricht.

Also kann man zusammenfassend sagen, dass ich mit diesen Medikamenten nicht zu 100% umgehen kann. Ich vermute, dass es vielen anderen in Deutschland ausgebildeten und arbeitenden RA nicht anders geht. Gegenteiliges ist mir in meinem Umfeld noch nicht zu Ohren gekommen.

Meinst du wirklich, dass ich mich strafbar mache wenn ich kein Vomex oder Lasix gebe weil ich es selbst auszubügeln habe, dass das nicht Teil meiner Ausbildung war ? :?:


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BeitragVerfasst: 19.08.11, 16:45 
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Marc02 hat geschrieben:
Meinst du wirklich, dass ich mich strafbar mache wenn ich kein Vomex oder Lasix gebe weil ich es selbst auszubügeln habe, dass das nicht Teil meiner Ausbildung war ? :?:


Wer sagt das denn?

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BeitragVerfasst: 21.08.11, 12:39 
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Ich habe dein Posting verstanden, als wenn du das damit sagen willst.


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BeitragVerfasst: 20.10.11, 21:36 
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Wenn ich das alles hier so lese, stellen sich mir die Nackenhaar auf. :evil:

Grundsätzlich: ich glaube, dass es im deutschen Rettungsdienst - abhängig von der STADT, der involvierten Rettungsdienstschulen und der verfügbaren ärztlichen Kollegen- ein Ausbildungsproblem gibt bzw eben auch keins. Ich bin selbst in einer Großstadt als Notarzt unterwegs und bin immer wieder erstaunt wie sehr die Kentnisse und Fähigkeiten des Rettungsdienstpersonals auseinander klafft. Da gibt es zum einen den Chirurgen, der hervorragende Thoraxdraingen legen kann, der aber hilflos vor dem chronischen Schmerzptienten steht. Auf der anderen Seite den Internisten, der herragend das Polytrauma versorgt aber beim Kindernotfall blockiert ist.
Nun stellt sich aber die Frage, wie es beim Rettungssanitäter/ Assistenten ausschaut. "Erstaunlicherweise" auch sehr durchwachsen. Rettungsdienstpersonal, dass beim krampfenden Patienten gebannt wie Laien zuschaut, Altassistenten, die beim Myokardinfarkt nicht die Notwendigkeit einer RR- Messung sehen, Jungassistenten, die fast jegliche Notfalsituation ohne NA meistern und alles an Nuancen dazwischen.

Ich denke grundsätzlich MUSS man sich davon verabschieden, dass jeder alles gleich gut beherrschen kann. Man kann zwar alles trainieren, aber ist doch immer wieder die Inividualsituation, die darüber entscheidet, ob man blockiert oder nicht (schon mal jemanden versorgt, der polytraumatisiert ist und den man kennt?). Training senkt die Fehlerwahrscheinlichkeit, aber Fehler kommen immer wieder vor. Bei allen Menschen (und Berufsgruppen).
Es gibt nicht DEN GUTEN oder DEN SCHLECHTEN NA/ RettAs

ACLS, PHTLS, ITLS, ACTLS und Co: nette Sachen, helfen auch manchmal weiter. ABER: nie vergessen sollte man, dass die Kursinhalte zum Teil ganz deutlich (!) hinterherhängen und dass es sich um kommerzielle Veranstaltungen handelt. Zudem sind sie tlw auf nicht- europäische/deutsch Verhältnisse ausgelegt.

Training im Kombi mit Rettungsassis: hervorragende Idee. Hat bei mir nur einen Haken: damit ein eingespieltes Team entsteht, müßte ich mit ca. 300 Rettungsassistenten/ Sanis pro Jahr trainieren. Es bringt mir nichts mit Partner a zu trainieren und mit z am Unfallort zu sein.

Anlage von Thoraxdrainagen: ich gebe dem Kollegen Recht, dass es ein seltenes Ereignis ist. Zwei Thoraxdraingen vor Hubschraubertransport zu legen, Herr Stein., finde ich übrigens sehr ambitioniert, wenn Sie an die golden hour of schock (trifft auch auf andere Traumata zu) denken... Da passt was nicht zusammen! Ich denke, dass 20 Thoraxdrainagen PRO Bachelorabsolvent Rettungsdienst völlig utopisch sind. So viele medizinisch indizierte (!) Thoraxdrainagen und Körperspender bekommen Sie in vielen Region niemals zusammen. Zwei reichen meines Erachtens vollkommen - dabei bin ich jemande, der tatsächlich deutlich mehr gelegt hat und regelmässig legt.

Narkose: für mich als Anästhesisten schon fast regelhaft leider im Rettungsdienst durch zu führen gewesen. Hängt sicher vom EInsatzgebiet ab (Traumata/ viele Altersheime) Grundsätzlich zur Intubation: wenn schwer, dann schwer! Ist vielleicht gar nicht schlecht die Hemmschwelle nicht tiefer zu legen bei manchen Kollegen..50 oder 100 Intubationen pro Jahr führen hier nicht weiter.
Da stellt sich wieder die Frage zum Realitätsbezug!

Juristisch gibt es übrigens eine ganz eindeutige Lage: der Arzt vor Ort ist für ALLE Mitarbeiter und deren Tun verantwortlich. Dies gilt insbesondere für invasive Maßnahmen - und da der Arzt vor Ort ist, kann er im Zweifelsfall invasive Maßnahmen selbst durchführen und muss sie nicht delegieren. Tut er es doch, steht ER dafür grade (klar muss der Assistent Maßnahmen ablehnen, die er nicht durchführen kann)


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BeitragVerfasst: 20.10.11, 21:55 
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Zum Studiengang: wer sich mal ernsthaft das Curriculum anschaut, der merkt sofort, dass es im vielen Dingen eben ein "kleineres" Studium ist als das Medizinstudium. Und zwar in allen Punkten bis auf die Aspekte, die in der Rettungsassistenten/ OrgEL Ausbildung vorkommen. Wer nun anfängt hier erradisch Jahre gegen Jahre aufzurechnen, verkennt die Realität. Ganz klar: ich sage nicht, dass Mediziner eine bessere notfallmedizinische Ausbildung während des Studium erlangen! Ich ausschließlich, dass die Studiengänge nicht vergleichbar sind.
Der Inhalt und der Erfahrungsschatz sind komplett unterschiedlich.
Vielleicht sollte man sich auch Gedanken machen, ob so ein Studiengang vor dem Hintergrund "Arbeitswelt" sinnvoll ist und ob er wirklich 15000 Euro wert ist oder ob man da nicht einer schönen Illusion aufsitzt.

Notarztausbildung: in vielen Bereichen verbesserungswürdig, aber man sollte bedenken, dass Notfallmedizin nicht nur aus Präklinik besteht, sondern grade aus innerklinischen Komponenten, namentlich Intensivstation, Notaufnahme, OP, Notfälle auf peripheren Stationen. Der NA ist also nicht jemand, der an Tag 1 auf dem NEF den ersten Menschen in Notfallsituationen erlebt, sondern bereits im Normalfall auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.

Generell: Macht eure NAs bitte nicht schlechter als sie sind! Macht euere RettungsAss nicht schlechter als sie sind. Lobt euch auch doch mal gegenseitig, wenn etwas gut läuft!! Es bricht hier keinem ein Zacken aus der Krone!!


Wirklich abschließende Bemerkung: solange ich beim Polytrauma die Frage höre: "Dipi oder Morphin?" ."Ketamin ist doch harmlos". "Vomex?" (Übelkeit bei beginnendem anaphylakt Schock), bin ich ein moderater Gegner der Medikamentenfreigabe an Rettungsdienstpersonal. Manchmal ist einfach doch das BREITE Erfahrungs- und Wissensspektrum des Arztes lebensnotwendig, um Interaktionen abzusehen und Komplikationen zu vermeiden. Und es ist kein BA- Studium, was mich vom Gegenteil überzeugt sondern das Lernengagement mit Prüfung


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BeitragVerfasst: 21.10.11, 23:16 
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thomasrie78 hat geschrieben:
ACLS, PHTLS, ITLS, ACTLS und Co: nette Sachen, helfen auch manchmal weiter. ABER: nie vergessen sollte man, dass die Kursinhalte zum Teil ganz deutlich (!) hinterherhängen und dass es sich um kommerzielle Veranstaltungen handelt. Zudem sind sie tlw auf nicht- europäische/deutsch Verhältnisse ausgelegt.


Ich bitte darum sich erst zu informieren und dann zu urteilen.
Haben Sie einen der genannten Kurse besucht?
1. Handelt es sich definitiv nicht um kommerzielle Veranstaltungen.
Die Instructoren bekommen allenfalls eine Aufwandsentschädigung (die so "hoch" ist, dass man definitiv nicht jedes Mal seine Kosten raus bekommt) oder werden lediglich durch erstattete Anreise/Kost und Logie "entschädigt". Ich würde gerne eine Fortbildungseinrichtung/Schule sehen die so arbeitet...

2. Muss man sich nicht wundern wenn man AHA-Kurse nennt und sich dann beschwert, dass sie nicht auf europäische Verhältnisse gemünzt sind.
ACLS und Co = AHA = Amerika(nisch)
ALS, EPLS, NLS, ETC = ERC = Europäisch und dank GRC/ARC auch sehr Deutsch.
ITLS und PHTLS stammen zwar aus den USA sind aber über die Landesorganisationen an die lokalen Gegebenheiten (an Deutschland) angepasst.
Was die ERC, PHTLS und ITLS Kurse angeht ist es hingegen ihrer Behauptung außerdem so, dass die Kurse sowohl von inhaltlich/fachlicher, als auch didaktischer Seite kontinuierlich an den Stand der Wisschschaft angepasst werden. Es handelt sich um empirische Kurse! Mir ist keine Fortbildungseinrichtung/Rettungsdienstschule bekannte die ähnliches leisten kann - was aber auch nicht verwundert, wenn man sich überlegt, wie viele und was für Menschen in den entsprechenden Boards sitzen, bzw. den Boards zuarbeiten.

Sollten Sie einen solchen (zertifizierten!) europäischen Kurs besucht haben und trotzdem noch Inhalt gefunden haben die ihrer Meinung nach nicht dem Stand der Dinge entsprechen, so kann ich Ihnen gerne die entsprechenden Ansprechpartner vermitteln.

thomasrie78 hat geschrieben:
Training im Kombi mit Rettungsassis: hervorragende Idee. Hat bei mir nur einen Haken: damit ein eingespieltes Team entsteht, müßte ich mit ca. 300 Rettungsassistenten/ Sanis pro Jahr trainieren. Es bringt mir nichts mit Partner a zu trainieren und mit z am Unfallort zu sein.


Dieses Statement zeigt in meinen Augen, dass sie sich bisher zu wenig mit den aktuellen Forschungsergebnissen zur Weiter- und Fortbildungsgestaltung in der Medizin beschäftigt haben. Simulatorschulungen, CRM, CIRS, Teambuilding und eben Teamtraining haben nicht ohne Grund einen immer höheren Stellenwert.
Ziel hierbei ist es nicht jeden mit jedem bekannt zu machen. D.h. sie müssen nicht mit jedem ihrer 300 RettAss trainieren und die nicht alle mit ihnen. Es geht lediglich darum Handlungsabläufe und Teamkommunikation im gesamten Team und vollständigen Ablauf zu simulieren und evaluieren. Das heißt sie müssten regelmäßig mit Rettungsassistenten trainieren, genau so wie alle anderen NAs in ihrem Gebiet und die RettAss eben mit NAs aus dem Einsatzbereich. Jeder sollte dieses Training durchlaufen – das jeder mit jedem trainiert hat ist für den Trainingserfolg gar nicht notwendig. So sehr unterscheiden sich die Handlungsabläufe und Therapieschemata schließlich nicht (oder zumindest sollten sie es nicht).

thomasrie78 hat geschrieben:
Notarztausbildung: in vielen Bereichen verbesserungswürdig, aber man sollte bedenken, dass Notfallmedizin nicht nur aus Präklinik besteht, sondern grade aus innerklinischen Komponenten, namentlich Intensivstation, Notaufnahme, OP, Notfälle auf peripheren Stationen. Der NA ist also nicht jemand, der an Tag 1 auf dem NEF den ersten Menschen in Notfallsituationen erlebt, sondern bereits im Normalfall auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.


Präklinische Notfallmedizin ist aber eben nicht klinische Notfallmedizin. Desweiteren gibt es in D bislang keine echten Notfallmediziner – Ihre Argumentation ist also nicht ganz schlüssig. Denn es ist zwar wünschenswert, dass Notärzte aus einer breiten klinische Erfahrung schöpfen können, entspricht aber immer seltener der Realität. Noch gibt es Zentren die sich einen solchen Luxus leisten können. Immer öfter sind es allerdings blutjunge Weiterbildungsassistenten die gerade mal so die Mindestanforderungen für die Zulassung zum Notarztdienst erfüllen oder Freelancer die Tag ein, Tag aus nichts anderes mehr machen und daher ebenfalls ohne jede Routine für seltenere Tätigkeiten sind.

thomasrie78 hat geschrieben:
Generell: Macht eure NAs bitte nicht schlechter als sie sind! Macht euere RettungsAss nicht schlechter als sie sind. Lobt euch auch doch mal gegenseitig, wenn etwas gut läuft!! Es bricht hier keinem ein Zacken aus der Krone!!


Hier muss ich Ihnen dann allerdings zustimmen. Recht haben Sie, denn gelobt wird in Deutschland noch viel zu selten.
Was das schlechter machen angeht – das glaube ich hingegen nicht. Denn jeder gute Retter, egal ob akademisch oder nicht, weiß seinen fähigen Konterpart zu schätzen… Jeder Rettungsassistent weiß einen kompetenten NA zu schätzen, genau so wie ein guter NA einen fähigen RettAss zu schätzen weiß. Nicht umsonst ist man ein Team und weiß genau, dass man häufig genug ohen den anderen verloren wäre.
Wenn also gemeckert wird, dann meist leider auch mit Grund…

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BeitragVerfasst: 23.10.11, 08:26 
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Registriert: 17.09.11, 09:21
Beiträge: 13
VK-Retter hat geschrieben:
Haben Sie einen der genannten Kurse besucht?
1. Handelt es sich definitiv nicht um kommerzielle Veranstaltungen.
Die Instructoren bekommen allenfalls eine Aufwandsentschädigung (die so "hoch" ist, dass man definitiv nicht jedes Mal seine Kosten raus bekommt) oder werden lediglich durch erstattete Anreise/Kost und Logie "entschädigt". Ich würde gerne eine Fortbildungseinrichtung/Schule sehen die so arbeitet...


Japp, sogar verschiedene erfolgreich abgeschlossen. Erstaunlich ist und bleibt für mich der Kostenaspekt und -hier lasse ich mich gerne berichtigen- eine Art Preisbindung. Es bleibt für mich die Frage offen, wie Ärztekammern es schafften für zT weniger Geld tagelange, sehr gute Kurse zu organisieren (hier meine ich allerdings andere Kurse, die jedoch einen wahrscheinlich vergleichbaren personellen Aufwand besitzen) Positiv finde ich an den genannten Kursen eins: die Re- Zertifizierung der Teilnehmer

VK-Retter hat geschrieben:
2. Muss man sich nicht wundern wenn man AHA-Kurse nennt und sich dann beschwert, dass sie nicht auf europäische Verhältnisse gemünzt sind.


Darum schrieb ich "zum Teil". Wohingegen ich mich tatsächlich verwehren möchte ist die Idealisierung dieser Kurse - und oft eben auch UNKRITSCHE Betrachtungsweise. Zudem beschwere ich mich nicht, möchte aber eben ins Bewußtsein rufen, dass es sich nicht immer Kurse handelt, die 1:1 für Deutschland oder gar die einzelnen "Rettungsdienstkreise" übernommen werden können.


VK-Retter hat geschrieben:
Sollten Sie einen solchen (zertifizierten!) europäischen Kurs besucht haben und trotzdem noch Inhalt gefunden haben die ihrer Meinung nach nicht dem Stand der Dinge entsprechen, so kann ich Ihnen gerne die entsprechenden Ansprechpartner vermitteln.


Ich bedanke mich für dieses Angebot, denke aber, dass ich in der Lage wäre mir entsprechende Infos auch selbst zu besorgen :)


VK-Retter hat geschrieben:
Dieses Statement zeigt in meinen Augen, dass sie sich bisher zu wenig mit den aktuellen Forschungsergebnissen zur Weiter- und Fortbildungsgestaltung in der Medizin beschäftigt haben. Simulatorschulungen, CRM, CIRS, Teambuilding und eben Teamtraining haben nicht ohne Grund einen immer höheren Stellenwert.
Ziel hierbei ist es nicht jeden mit jedem bekannt zu machen. D.h. sie müssen nicht mit jedem ihrer 300 RettAss trainieren und die nicht alle mit ihnen.


Das es um eine Automatisierung der Handlungsabläufe im Allgemeinen geht, ist mir durchaus bewußt. Als Anästhesist darf ich Ihnen auch versichern, dass "uns" die Wichtigkeit dieser Trainings durchaus bewußt ist. Nicht umsonst gibt es schon seit Jahren Dinge wie PASOS, Simulatorentraining etc, die in der Anästhesie fest etabliert sind.
ABER: Effektiv werden Simulatorentrainings ab einem Punkt -dem, wo ich weiß, wann ich was mache- nicht mehr durch Wiederholungen, sondern durch Wiederholungen im bekannten (!) Team. Dies trifft umso mehr zu, je komplexer die Situation wird. Können Sie wirklich sagen, dass Sie mit einem außerörtlichen Team genauso gut gearbeitet haben wie mit Ihnen bekannten Teams?

Was die Teamkommunikation angeht, so greift hier selbiges: es müssen alle die gleiche Sprache sprechen, um sich zu verstehen. Klappt das mit den REttungsasistenten, den regelmäßig fahrenden Sanis bei uns sehr gut bis hervorragend, so stößt man an seine Grenzen, wenn man auf einmal den Feuerwehrmann trifft, der nur wiederwillig und dann auch nur alle paar Wochen bis MOnate im Rettungsdienst unterwegs ist und in der Regel auch nicht gewohnt ist komplexe Situationen abzuarbeiten (Bsp: Polytraumamangement mit Reanimation)

VK-Retter hat geschrieben:
Präklinische Notfallmedizin ist aber eben nicht klinische Notfallmedizin. Desweiteren gibt es in D bislang keine echten Notfallmediziner – Ihre Argumentation ist also nicht ganz schlüssig.


Es geht auch nicht darum die Klinik auf die Strasse zu holen! Es geht darum den innerklinisch erworbenen Erfahrungsschatz - der oft den jungen Assistenten unberechtigterweise abgesprochen wird- in die Präklinik mit einzubeziehen. Wer richtige Rettungsmedizin macht, wird meiner Meinung nach, eben nicht nur "Lunge" oder "Herz" oder "kaputter Knochen" behandeln. Und eben an genau diesem Punkt geht es nicht mehr nur um das Abarbeiten von Algorithmen...

VK-Retter hat geschrieben:
Denn es ist zwar wünschenswert, dass Notärzte aus einer breiten klinische Erfahrung schöpfen können, entspricht aber immer seltener der Realität.


Also, ich kenne eigentlich nur noch Kollegen -grade Jungkollegen- die immer mehr und immer länger in der Klinik sind und darüber hinaus immer mehr und immer komplexer erkrankte Patienten versorgen müssen. Wie da die klinische Erfahrung sinken soll...? Zumal nun ja auch nicht mehr nach ein paar Monaten Klinik jeder Fahren auf dem NEF eingesetzt werden darf.

VK-Retter hat geschrieben:
Immer öfter sind es allerdings blutjunge Weiterbildungsassistenten die gerade mal so die Mindestanforderungen für die Zulassung zum Notarztdienst erfüllen oder Freelancer die Tag ein, Tag aus nichts anderes mehr machen und daher ebenfalls ohne jede Routine für seltenere Tätigkeiten sind.


Sie wiedersprechen sich hier leider: Blutjung können die Assistenten gar nicht sein, da sie für die Zusatzbezeichnung entsprechend lange Berufserfahrung aufweisen müssen (mind. 2 Jahre), zudem anästhesiolog. oder in der Notaufnahme/ Intensiv tätig gewesen sein müssen. Das ein blindes Bescheinigen unseren Qulifizierungsgedanken kontakariert ist eine andere Sache und in den Bezirken, in denen ich gefahren bin, eher die Ausnahme gewesen. Hier sind allerdings mehr die Chefs und die Kollegen gefordert (auch aus Eigenschutz) als die BÄK mit Ihren Vorgaben.
Was verstehen Sie denn übrigens unter "seltenere Tätigkeiten"? Ich kann Ihrem Gedanken nicht folgen: zum einen bemängeln Sie die Routine, dann bemängeln Sie, dass Freelancer regelmäßig im Rettungsdienst arbeiten?
Übrigens müssten Sie dann auch die Aubildung des übrigen Rettungsdienstpersonals reformieren, wenn Ihnen zwei Jahre als Mindestanforderung zu kurz erscheinen.

Gedanke am Rande: Nach zwei Jahren ist man Rettungsassistent. Der "unerfahrene, blutjunge" Assistenzarzt hat während seines Studiums 1,5 Jahre Vollzeit in der Klinik gearbeitet (PJ+ Famulaturen) und eben dann noch nach dem Studium zwei Jahre in der Klinik verbracht bevor er auf dem NEF unterwegs sein kann, also kann er auf mind. 3,5 Jahre Klinik zurückblicken.

VK-Retter hat geschrieben:
Was das schlechter machen angeht – das glaube ich hingegen nicht. Denn jeder gute Retter, egal ob akademisch oder nicht, weiß seinen fähigen Konterpart zu schätzen… [...]
Wenn also gemeckert wird, dann meist leider auch mit Grund…


Das wäre schön, allerdings ist der Notarzt oft per Definition bei -Gott sei Dank wenigen- Kollegen der arrogante Doktor, der noch nie im Leben gearbeitet hat und keine Ahnung hat und der Rettungsassistent der Krankenwagenfahrer ohne Ahnung.
Nicht desto trotz gibt es mal (!) auch beide :D Man blättere mal ein paar Seiten zurück, um zu sehen, was Vorurteile angeht :lachen:


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