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medizin-forum.de • Thema anzeigen - "rangfolge am unfallort"
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 Betreff des Beitrags: Re: "rangfolge am unfallort"
BeitragVerfasst: 03.02.11, 11:13 
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Registriert: 14.01.07, 21:02
Beiträge: 4
Schade auch, das es schon so lange her ist, das hier geschrieben wurde, aber ich habe lust hier meinen Senf dazu zu geben.

Komme ich an einen Einsatzort, bin ich (RA) Chef. Kommt ein Heilpraktiker, und er gibt mir wie oben schon einmal beschrieben einen´guten Rat, kann ich ihn befolgen. Oder auch nicht. Ist der Heilpraktiker mein Praktikant auf dem RTW, dann hat er Praktikantenstatus, nicht mehr und nicht weniger. Wenn dieser Praktikant meine Freundin wäre, würde ich mich sicher mit ihr Kurzschließen. Muss ich aber nicht.

Dabei würde ich euch von einem Fall erzählen wollen, der bei uns so passiert ist:

Ein Medizin Student - seines Zeichens RA ist früher ehrenamtlich als 2. Mann gefahren, um sein Studium zu finanzieren. Jetzt ist er Plötzlich fertiger Arzt und fährt zusammen mit einem RA als 2. Mann ehrenamtlich! Er selbst sagte, das ihm keine weitere Kompetenz zugesprochen wird, wie die eines RA. Sonst könnte er ja auch aus jedem Einsatz einen NAW abrechnen :-D
Klar - wäre seine Kompetenz als Arzt gefragt (rea oder so) hätte er auch so Handeln müssen. Als RA und RA waren wir ein Team, theoretisch wäre ich als der 1. Mann ihm weißungsbefugt... sowas wie geh mal die Trage holen. :lol: Aber ich wäre ja blöd, wenn ich nicht auf seine Kompetenz zurück greifen würde, oder????


Heute ist er Notarzt, und ich muß sagen, es macht einen Mörderspaß an seiner Seite zu arbeiten :-D

Grüße B


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 Betreff des Beitrags: Re: "rangfolge am unfallort"
BeitragVerfasst: 03.02.11, 18:49 
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Registriert: 02.09.10, 17:30
Beiträge: 21
Wohnort: Kassel
Babs82 hat geschrieben:
Ein Medizin Student - seines Zeichens RA ist früher ehrenamtlich als 2. Mann gefahren, um sein Studium zu finanzieren. Jetzt ist er Plötzlich fertiger Arzt und fährt zusammen mit einem RA als 2. Mann ehrenamtlich! Er selbst sagte, das ihm keine weitere Kompetenz zugesprochen wird, wie die eines RA. Sonst könnte er ja auch aus jedem Einsatz einen NAW abrechnen :-D
Klar - wäre seine Kompetenz als Arzt gefragt (rea oder so) hätte er auch so Handeln müssen. Als RA und RA waren wir ein Team, theoretisch wäre ich als der 1. Mann ihm weißungsbefugt... sowas wie geh mal die Trage holen. :lol: Aber ich wäre ja blöd, wenn ich nicht auf seine Kompetenz zurück greifen würde, oder???


Zu diesem Thema ein Ausschnitt aus einem Schreiben der Bezirksärztekammer Südwürttemberg:

Zitat:
Arbeitsrechtlich und ehrenamtsrechtlich ergibt sich noch ein weiteres
Problem. Wenn der approbierte Arzt als Rettungssanitäter oder als
Rettungsassistent arbeitet, wünscht der Arbeitersamariterbund oder eine
andere Rettungsdienstorganisation nur den Sorgfaltsmaßstab eines
Rettungsassistenten bzw. Rettungssanitäters. Wenn der Arzt aber, was er als
Arzt muss, über diesen Sorgfaltsmaßstab hinausgeht und den eines Arztes
erbringt, haftet dafür die Hilfsorganisation im Rettungsdienst nicht. Der
Arzt haftet damit allein in vollem Umfang. Gegen diese Haftpflicht muss er
sich unbedingt versichern.


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 Betreff des Beitrags: Re: "rangfolge am unfallort"
BeitragVerfasst: 06.02.11, 11:49 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Für solche Fälle (gelegentliche Hilfeleistung außerhalb der Praxis/Klinik/Dienstes) hat überlicherweise jeder Arzt eine Haftpflichtversicherung.
Zitat:
wünscht der Arbeitersamariterbund oder eine
andere Rettungsdienstorganisation nur den Sorgfaltsmaßstab eines
Rettungsassistenten bzw. Rettungssanitäters.

Bei Ärzten gilt nach der Approbation automatisch das ärztliche Berufsrecht.

Darin in §2(4)
Zitat:
Ärztinnen und Ärzte dürfen hinsichtlich ihrer ärztlichen Entscheidungen keine Weisungen von Nichtärzten entgegennehmen.

Babs82 hat geschrieben:
theoretisch wäre ich als der 1. Mann ihm weißungsbefugt

könnte also theoretisch Konflikte geben. Im Team - und da hab ich nur Lob und Anerkennung aus der täglichen Erfahrung - never.

Für einen solchen Jung-Kollegen sähe ich aber auch andere theoretisch mögliche Probleme/Verwicklungen. Ist z.B. ein NEF verhindert, kann man sich Situationen vorstellen, in denen er als Arzt die Regie übernehmen muss. Im Team mit Freunden sicher kein Problem.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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