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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Lokalanästhetikum bei i.O. Zugang
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 Betreff des Beitrags: Lokalanästhetikum bei i.O. Zugang
BeitragVerfasst: 14.03.10, 00:40 
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Registriert: 16.08.09, 15:25
Beiträge: 11
Wohnort: Viersen
Hallo zusammen,
laut den Richtlinien bekommt der i.O Zugang eine immer wichtigere Bedeutung. Es ist schnell, sicher und relativ leicht anzuwenden. Beim bewusstseinsklaren Patienten wird jedoch immer wieder vor Applikation von Infusionen oder Medikamenten eine Gabe von Lidocain 1% gefordert. Aber warum? Meines Wissens nach befindet sich innerhalb des Knochenmarks keine Nervenbahnen?!
Danke für die Antwort


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BeitragVerfasst: 14.03.10, 11:35 
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Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Hallo Cleo
interesantes Thema. Bei der titrierten Medikamentengabe habe ich bisher noch keine Schmerzen ausgelöst. Bei der Volumengabe sieht es natürlich anders aus. Ein großteil der Schmerzen werden durch Dehnung des Periosts ausgelöst (depolarisation der periostalen Nozizeptoren), gleichzeitig gibt es aber auch afferenzen aus dem Endost ( eondostale Nozizeptoren). Aus meiner Erfahrung macht es beim ansprechbaren Patienten nur Sinn ein Lokalanästhetikum zu geben wenn Volumen substituiert wird. Ob man sich die Zeit dann nehmen wil, ist jedem selbst überlassen.
Vieleicht kann ja einer unser Ärzte die inner klinische Sichtweise vertreten.

Mfg Marcus


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BeitragVerfasst: 14.03.10, 21:46 
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Registriert: 05.11.06, 22:59
Beiträge: 275
Wohnort: Köln/Magdeburg
Jop, bei bis zu 12% der Patienten tritt der von Markus beschriebene viszerale Injektionsschmerz auf. Deiser wird im Mittel mit einem VAS-Wert von 5 anngegeben, wobei 25% der Patienten 7-8 als Schmerzmaximum angeben.
20-50mg Lidocain 2% (Beispielsweise) senken den Schmerz schon auf VAS 1.
Beim bewusstseinsklaren Patienten also nicht schlecht wenn man das auch so macht.
Vorsicht nur beim Kind, hier können Erwachsenendosen Lidocain lebensgefährlich sein!
(Also auf die Dosierung achten)

Neufeld JD, Marx JA, Moore EE, Light AI. Comparison of intraosseous, central, and
peripheral routes of crystalloid infusion for resuscitation of hemorrhagic shock in a swine
model. J Trauma 1993; 34: 422–8

und

Davidoff J, Fowler R, Gordon D, Klein G, Kovar J, Lozano M, Potyka J, Racht E,
Saussy J, Swanson E, Yamada R, Miller L. Clinical evaluation of a novel intraosseous
device for adults: prospective, 250-patient, multi-center trial. JEMS 2005; 30: s20–23

_________________
Quid pro quo?


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