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medizin-forum.de • Thema anzeigen - MRT Bildqualität abhängig von Qualität der Röntgenmaschine?
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BeitragVerfasst: 20.07.17, 10:49 
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MRT BILDQUALITÄT ABHÄNGIG VON QUALITÄT DER MASCHINE?

Gibt es bezüglich der Bildqualität und den minimalsten Details von und auf MRT Fotos gravierende Unterschiede. Je hochqualitativer die Maschine desto genauer die Fotographie des Gehirns?


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BeitragVerfasst: 21.07.17, 23:20 
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Beiträge: 303
Hallo,

zunächst erst einmal ist ein MRT-Gerät keine "Röntgenmaschine", es wird nicht mit Röntgenstrahlen gearbeitet. Auch entstehen keine "Fotos", sondern die Schnittbilder werden über komplizierte Computervorgänge aus dem Verhalten von Molekülen berechnet.

Zur Frage selbst: Davon, dass technische Geräte mit höherem Preis bzw. in jeder neuen Generation meist etwas "besser" sind, sind auch MRT-Geräte nicht ausgenommen.

Maßgeblich ist u.a. die magnetische Flussdichte, angegeben in Tesla. Mit der Flussdichte steigt auch der Preis, weil die Spulenmaterialien und die Kühlung teurer sind. Die Flussdichte ist allerdings nicht endlos ausbaubar, weil bei mehr als 3 Tesla Befindlichkeitsstörungen des Patienten auftreten können.

Natürlich spielt auch die eigentliche Konstruktion eine Rolle. Offene MRT sind zwar bequemer für den Patienten und ermöglichen zudem Untersuchungen in speziellen Positionen, allerdings neigen sie eher zu inhomogenen Magnetfeldern, was auf Kosten der Darstellungsqualität gehen kann.

Nicht zuletzt ist die Software entscheidend, der die Aufgabe zukommt, Unmengen von Datenpunkten in eine möglichst scharfe Darstellung umzuwandeln. Eine große Herausforderung ist bspw. das Herausrechnen von Atmungsartefakten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Qualitätsunterschiede bei den Geräten und somit auch bei den Aufnahmen gibt, diese i.A. aber nicht so gravierend sind, als dass es dadurch zu abweichenden Befunden kommt. Die Radiologiepraxen sind schon rein gesetzlich dazu verpflichtet, keine zu stark veraltete Technik einzusetzen. Darüber hinaus ist die Anbieterauswahl sehr überschaubar, so dass es kaum Exoten gibt. Viel wichtiger beim Befundungsprozess sind diejenigen, die im MRT liegen (jede kleinste Bewegung im falschen Moment kann Bildstörungen verursachen), und diejenigen, die die Aufnahmen beurteilen (es bedarf trotz aller Software eines großen Erfahrungsschatzes).

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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