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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Langjährige Bulimie, stationäre Therapie?
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BeitragVerfasst: 28.06.17, 09:46 
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Hallo ihr lieben,

Um das vorweg zu nehmen: ich nin mir durchaus bewusst dass ich eine Krankheit habe und habe auch schon Schritte dagegen unternommen. Seit dem hat sich viel getan, ich brauche aber vielleicht doch ein paar Meinungen und vielleicht einen Rat, sei es auch nur eine Tendenz.

Ich (23) bin seit über 9 jahren essgestört, es begann mit Magersucht und entwickelte sich zu einer Bulimie. In meinen schlimmsten Phasen konnte ich nicht einmal ein Glas Wasser trinken ohne mich danach zu erbrechen, generell zeigt sich die Krankheit auch eher so, dass ich weniger richtige Fressanfälle habe, als dass ich mich nach jeder Mahlzeit übergeben muss und dazu die Fressanfälle kommen. Ich habe mich seit ca. 4 Jahren jeden Tag übergeben und alles was ich nicht erbreche muss wenig Kalorien haben damit ich das nicht tun muss. Mit hinzu spielen Depressionen und ein starker Hang zu Drogen und Alkohol. Nichts desto Trotz erledige ich meine beruflichen Aufgaben ohne Ausnahme, auch wenn es mich viel Kraft kostet, mein Alltag ist nicht so sehr eingeschränkt.

Ich habe Anfang des Jahres erneut eine Therapie begonnen und meine Therapeutin meinte es wäre vielleicht besser eine stationäre therapie zu machen. Sie diagnostizierte bei mir zusätzlich eine Borderline Persönlichkeit. Ich habe jetzt angefangen endlich mit meinen engsten Freunden darüber zu reden und auch auf der Arbeit reinen Tisch zu machen und neben meinen engsten Vertrauten, meinem Freund und meinen Chefs rieten mir beinahe alle dazu eine stationäre Therapie zu machen.
Ich hab da irgendwie Angst davor denn ich denke mir, das ist der letzte Ausweg wenn man es garnicht mehr alleine hin bekommt (vielleicht weiß ich auch insgeheim dass es so ist und kann es mir nur nicht eingestehen). und andererseits denke ich mir wenn ich wirklich wollte könnte ich von heute auf morgen damit aufhören. Ich bekomme von allen seiten sehr posituve und unterstützende reaktionen auf mein "Outing".

Meine Frage jetzt: was sind denn erfahrungsgemäß Kriterien für einen Stationären aufenthalt bei meinem Krankheitsbild, wann wird es notwendig und wie läuft das ab, hat vielleicht jemand erfahrung mit kliniken? Ab wann ist es besser oder notwendig? ich habe da garkeine erfahrungswerte.

Ich bin nicht extrem untergewichtig (175, 54kg) und bin traurigerweise Profi, d.h. ich versorge mich regelmäßig über nahrungsergänzungsmittel mit den wichtigsten spurenelementen. Ich kann mittlerweile wieder bestimmte sachen essen dank meiner therapie aber schaffe es nicht ohne kontrolle und erbrechen, ich habe zu starke angst vor dem zunehmen.
Hoffe auf eure Hilfe, denn ich muss dringend eine Entscheidung treffen, die etwas für mich tut.

Grüße,
gutenachtfee


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