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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beschwerde über Psychotherapeutin?
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 Betreff des Beitrags: Beschwerde über Psychotherapeutin?
BeitragVerfasst: 05.06.15, 17:50 
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Registriert: 05.06.15, 17:28
Beiträge: 1
Hallo,

ich bin gerade ziemlich verärgert über die Art und Weise wie ich von meiner Psychotherapeutin behandelt wurde und überlege, eine schriftliche Beschwerde an die Krankenkasse und die Psychotherapeutenkammer zu schicken. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht vielleicht überreagiert und würde mich daher über die Meinung anderer freuen.

Ich bin seit Anfang Januar in ambulanter Behandlung bei einer Psychotherapeutin. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die Chemie nicht stimmt und habe mich oft nicht richtig verstanden oder als Mensch gesehen gefühlt. Nach 10 Sitzungen habe ich dann beschlossen, die Therapeutin zu wechseln. Da mein Therapeutin dann erstmal drei Wochen im Urlaub war und anschließend die Therapie aufgrund von Feiertagen ausgefallen ist, habe ich ihr per Email mitgeteilt, dass ich in der nächsten Sitzung gerne mit ihr über die therapeutische Beziehung und einen möglichen Wechsel sprechen möchte. Ich bekam von ihr eine Antwort, dass wir das in der nächsten Sitzung besprechen und ich auch problemlos innerhalb der Praxis (dort arbeiten 17 Therapeuten) wechseln könnte.

Der nächste Sitzungstermin wurde dann eine Stunde vorher von der Praxis wegen Krankheit meiner Therapeutin abgesagt. Als ich den Anruf aus der Praxis erhielt, wusste die Dame am Telefon bereits von meiner Therapeutin, dass ich gene innerhalb der Praxis wechseln möchte und meinte, das wäre kein Problem, ich müsste aber erst noch einen Termin mit meiner Therapeutin machen bevor ich wechseln kann und ich bekam einen neuen Termin. Bei diesem Termin war meine Therapeutin sehr kurz angebunden, meinte nur, sie hätte auch das Gefühl, dass die Chemie nicht passt und würde mich gerne an eine Kollegin verweisen. Die Gründe für meine Unzufriedenheit mit der Therapie wollte sie nicht wissen. Sie gab mir dann noch eine Schweigepflichtsentbindungserklärung zum Unterschreiben, damit sie meine Unterlagen an die neue Therapeutin weiterreichen kann und meinte, ich würde in den nächsten Tagen von der Kollegin kontaktiert werden. Wir haben uns dann freundlich von einander verabschiedet.

Keine zwei Stunden später erhielt ich eine Email aus der Praxis, dass sie mir leider keinen geeigneten Therapieplatz anbieten können. Ich war erstmal sprachlos, da mir meine Therapeutin mehrmals versichert hatte, dass ich innerhalb der Praxis wechseln kann. Einem Abbruch der Therapie bei ihr hatte ich auch nur zugestimmt, weil ich sicher war, dass ich zeitnah bei einer Kollegin von ihr meine Therapie fortsetzen kann. Ich brauche momentan eine ambulante Therapie und für mich ist es der Horror jetzt erstmal für unbestimmte Zeit auf Wartelisten zu stehen bis ich irgendwo einen Platz bekomme.

Mir lag viel daran, die Therapie mit meiner alten Therapeuten im Guten zu beenden und als ich die Praxis verlies, hatte ich das Gefühl, dies sei auch gelungen. Nach der Email keine zwei Stunden später fühle ich mich jedoch ziemlich veräppelt. Ich habe meiner Therapeutin dann eine freundliche Email geschrieben und sie um eine Stellungnahme bezüglich der zunächst gemachten Zusage und der anschließend für mich unverständlichen Absage gebeten. Daraufhin erhielt ich heute eine Antwort, dass Sie bitte nicht mehr kontaktieren soll.

Vermutlich ist es die freie Entscheidung der Praxis, wen sie als Patient aufnehmen oder nicht, aber ich finde die Vorgehensweise der Praxis nicht in Ordnung. Warum haben sie mir den internen Wechsel erst angeboten und ihn kurze Zeit später abgelehnt? Und ist es zuviel verlangt dafür zumindest eine Erklärung haben zu wollen?


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BeitragVerfasst: 05.06.15, 18:37 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
erste Schritt wäre die Praxis zu kontaktieren (nicht die alte Therapeutin da das wohl nichts bringt)

Krankenkasse über die Situation bescheid geben, dass es von dir aus kein Therapieabbruch war, sondern eine Wechsel versprochen wurde, sonst muss du 2 Jahre warten, bis es wieder genehmigt wird. Du weiß ja nicht was die Therapeutin die Kasse meldet.

Psychotherapeutenkammer - wird schwierig, weil es kein nachweisbaren Fehlverhalten in dem Sinn gab. Unmögliches Verhalten aber keine Fehler der in ihre Zuständigkeitsbereich fällt. Eine Therapeutin hat das Recht eine Therapie abzubrechen und keine Therapeut ist gezwungen dir aufzunehmen. Vermute da passiert wenig.

Sonst hilft es nur andere Therapeuten anrufen und erklären dass ein Therapie schon genehmigt wurde und hoffen dass du schnell zumindest eine Beratungstermin kriegst.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 06.06.15, 19:05 
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Registriert: 17.01.15, 10:11
Beiträge: 24
Hallo Orchidee,

das ist ja unmöglich, was Dir da passiert ist. Eine Beschwerde kann vielleicht für Dich gut sein, dass Du Dir es quasi von der Seele schreibst und dann abhaken kannst. Auch wenn da vielleicht nichts passiert.

Ansonsten hat Muppet ja schon geschrieben was man machen kann, kennt sich da sicher auch gut aus ;)

Wenn man die 2 Jahres Frist umgehen will, kann man auch einen Methodenwechsel anstreben. Wartezeiten sind natülich mist, wenn es akut ist. Dort wären die Anlaufstellen anders ....

Grüße, schafswolf


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