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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Therapie nur, wenn
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 Betreff des Beitrags: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 24.02.15, 21:11 
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Beiträge: 24
1. der Klient zeitnah Fortschritte macht
2. wieder ganz gesund wird, damit er dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung steht
3. nicht den Unmut der Therapeuten auf sich zieht
4. die Meinung der Realität des Therapeuten angepasst ist
5. wenn der Klient akitiv mitarbeitet, sprich, wenn er ohne Therapie in einem halben Jahre seine Symptome abgestreift hat, darf er sich wieder melden, um Therapie zu machen


u.s.w .....


Grenzen setzen ja, aber wenn sie zuviel sind geht alles nach hinten los ....


Wenn ich es mit allem nicht schaffe, dann ist es besser, wenn die Erde einen (furchtbaren und schrecklichen) Borderliner weniger hat .....


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 25.02.15, 07:43 
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Registriert: 01.03.06, 21:04
Beiträge: 58
Hallo Schafswolf,

was davon sagt dein Therapeut tatsächlich und was dein Innenleben?

LG Samy


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 26.02.15, 15:32 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
Punkt 2. interessiert Therapeuten weniger. Es wird versucht Patienten dahin zu kriegen, da es die Selbstwertgefühl steigert und Teilnahme in normalen Leben ist ja ein Therapieziel. Ist jemand jedoch arbeitsunfähig ist es halt so.

Aktive Mitarbeit: pünktlich sein, Motivation, Wunsch für Veränderung und nicht nur da sitzen und oberflächlich so tun als ob. Das bringt Therapeuten in eine Rage.

Dass Patient und Therapeuten Meinungen nicht immer die gleiche sind, ist normal.

Vielleicht schilderst du das Problem genau?

Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 01.03.15, 18:58 
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Registriert: 17.01.15, 10:11
Beiträge: 24
Ich hatte eine Intervalltherapie in einer DBT-Klinik gemacht und noch ein Intervall offen. Alle viertel Jahr ein Telefontermin mit der Thera.
Da sagte sie mir, dass ich in 6 Monaten nochmal anrufen darf, wenn ich folgende Bedingungen erfülle, sonst nicht.


  • kein Alkohol: das verstehe ich, wenngleich ich Totalabstinenz schwierig finde
  • keine Akutklinikaufenthalte, als ob ich das das letzte Mal mit Absicht gemacht hätte ... die in der Akutklinik sagen mir, ich kann zur Krisenintervention aufgenommen werden, habe halt Schwierigkeiten Hilfe anzunehmen, das hat aber Ursachen und die Thera sagt auch ich solle mir im Falle Hilfe holen. Ich finde das ein ziemlich großen Widerspruch
  • keine schweren Selbstverletzungen mehr, keine ITS mehr --> das letzte Mal war im Sommer 2014. Deshalb finde ich diese Forderung verletzend und unnötig. Allem in allem unterstellt sie mir ja, ich würde nicht mitarbeiten wollen oder was verändern wollen
  • was mich aber am meisten trifft, ist, dass ich gefälligst eine Beschäftigung zu haben habe, obwohl ich seit Frühjahr 2014 in Ausbildung bin und sogar ein Extraprojekt angenommen habe, an dem ich Wochenende arbeite. Diese Forderung impliziert eigentlich den Vorwurf, dass ich faul wäre und sie müsste was dagegen unternehmen. Ich habe mich immer bemüht, beruflich wieder Fuß zu fassen, reisse mir für die Ausbildung den A... auf und sie sagt mir sowas. Das ist ein Schlag ins Gesicht.

Sie hat noch ein Buch von mir. Ich soll ihr einen frankierten Rückumschlag schicken. Hab ihr auch per Mail mitgeteilt, wie sehr ich verletzt bin, aber da wird nichts mehr kommen. Und das ist auch wieder verletzend und es tut sch...weh.
Ich werde nicht mehr aktiv nach einer ambulanten Therapie suchen, weil man eh nur verletzt wird. Und anrufen werde ich auch nicht mehr, das hab ich ihr auch mitgeteilt, aber es interessiert sie eh nich.
Und Vorwürfe habe ich schon damals von einem Therapeuten gehört, dass ich faul wäre und nichts machen würde, obwohl ich z.T. wirklich schwere Depressionen hab. Er hat auch gesagt, dass ich nur genügend f... muss (am besten noch mit Tätern), dann würde sich der Knoten lösen.

Ich habe keine Kraft mehr für solche Spielchen ..... und fühle mich erpresst.

Bin früher schon mit wochenlangen Schweigens seitens der Mutter erzogen worden. Ich brauch das echt nicht mehr, es tut einfach nur noch weh. Wieder ein Kontaktabbruch .....

schafswolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 07.03.15, 09:08 
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Registriert: 17.01.15, 10:11
Beiträge: 24
Ist das normal, dass man versucht, den Patienten so zu erpressen ?
Ich weiß, dass Therapeuten in der Therapie konfrontieren müssen (zumindest glauben sie das), v.a. bei Borderlinern und Narzissten. Und wenn der Patient dann den Kontakt abbricht, ist das egal. Er wollte halt nicht.

Ich bin müde, krank (neben totaler Erschöpfung noch grippalen Infekt). Ich müsste so viel machen, und das Aufraffen ist so schwer. Selbst Einkaufen ....

Sie wollen mich nicht, dass beweist auch das nicht antworten auf meine Mail ..... es ist nur schlimm, dass ich diese Erfahrung schon mehrmals machen musste. 2 Theras haben Kontakt von sich aus abgebrochen. Wenn ich eine ambulante Therapeutin gesucht habe, habe ich meine Diagnosen meist mit angegeben, um sicher zu sein, dass sie überhaupt das wollen. Aber es gab auch welche, die die Arme hochgerissen haben und meinten, dass sie keine Borderliner oder Narzissten behandeln ..... damit ist aber von vornherein klar.

Wenn ich im Internet querlese, stoße ich auf so viel Hass auf Menschen wie mich, dass ich keinen Kontakt mehr zu Menschen haben möchte. (muss sie ja auch vor mich schützen). Ich lebe seit Ende des Studiums sehr isoliert und alleine. Hatte auch noch nie eine Beziehung ....

Schade, dass keiner was zu Schreiben weiß.

schafswolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 07.03.15, 09:45 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
Behandlungsablehnung von Therapeuten ist vermutlich eher, weil sie nicht auf Borderliner spezialisiert sind. Es nutzt dir ja nichts ein Therapie zu machen, bei jemanden der auf Angststörungen oder Depression spezialisiert ist. Sie haben mit Borderliner kaum Erfahrung.

Emails können leicht übersehen werden. An der Arbeit kam ich oft nicht dazu sie zu lesen.
Wenn es brennt anrufen und Nachricht hinterlassen.

Warum es manchmal Probleme gibt: einige Borderliner sehen nicht ein, dass sie Borderliner sind. Sagen es oberflächlich, machen oberflächlich Therapien mit, arbeiten aber nicht mit. Können hochdestruktiv sein. Andrerseits sind die Partner oft Leute die vorher nicht ganz stabil waren. Schlechte Kombination.

Ablehnung von Therapeuten: sie sind Leute die ein Job machen. Nicht Freunde. Wissen sie nicht weiter oder das Therapie einfach nicht klappt, beendet man es. Blind weiter zu machen kann ein Patient schaden.

Sich zu isolieren, macht die Sache nicht besser. Ablehnung und Akzeptanz gehören zum Leben.

Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 07.03.15, 10:16 
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Registriert: 17.01.15, 10:11
Beiträge: 24
Hallo Muppet,

es ist eine Unterstellung, dass ich nicht mitgearbeitet habe. Ich reisse mir für die Ausbildung ein Bein aus und dann bekomme ich sowas wie oben gesagt. Ich finde schon, dass das zu hart ist.
Warum fällt es Therapeuten so schwer, dann zu sagen, dass das vielleicht überzogen war ? Da wird dann einfach nicht reagiert, weil es ist ja nur so ein dummer Patient, der ja nicht mitarbeitet. Das stimmt einfach nicht. Therapeuten stehen oft über den Dingen ... anrufen kann ich ja nicht, hat sie mir ja verboten.
Ich hab ja auch gesagt, dass ich die sache mit dem Alkohol verstehe ...
Partner hab ich nicht, werde ich auch nie haben. Kann mich anderen nicht zumuten.
Zitat:
sie sind Leute die ein Job machen. Nicht Freunde.


Ja, das ist klar .... trotzdem arbeiten sie in einem sensiblen Bereich, in dem es auch um Beziehung geht. Sie machen ihren Job, und sonst nichts weiter. Also sie verdienen Ihr Geld und das ist es dann auch, worum es geht.
Es gibt ja auch genug Leute, die Schlange stehen .....

Überhaupt wird die Schuld immer auf den Patienten abgewälzt ... mitarbeitsunwillig, destruktiv, oberflächlich

Ich werde nicht mehr anrufen, und ich werde auch keine neue ambulante Therapie suchen. Ich brauche ständige Verletzungen einfach nicht mehr ...

Muppet, ich verstehe, dass Du deinen Berufsstand verteidigen willst .... ein Therapeut sind auch nur Menschen, das weiß ich, aber wenn ich ungerechter Weise ständig angegriffen werde, hat das bei mir einfach eine Grenze. Letztens habe ich einen Artikel gelesen, dass der Therapeut keine Klagemauer, kein Abreaktionsobjekt, kein ... insofern, würde ich nichts mehr preis geben, weil einfach solche Dinge in jedes Wort interpretiert werden könnte.

schafswolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 08.03.15, 08:16 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
die Bemerkung für nicht mitarbeiten galt für die Horrorgeschichten die man im
Internet ließt und die darausentstehende Hassgefühle.


Ein bisschen konfrontieren muss man schon und bei Borderliner feste Regeln und Grenzen setzen. Fehlen euch oft.

Besser dich nur als Borderliner zu beschreiben, da alle Borderliner mehr oder weniger narzisstische Zügen haben. Reine Narzissten ohne Borderline sind ein Nummer für sich. Ob abgelehnt, weil die Chancen, dass sie tatsächlich das Therapie durchziehen sind gegen 0.

Wenn du in einem Ausbildung bist, bist du relativ organisiert oder?

Wieso hast du die Therapien abgebrochen?

Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapie nur, wenn
BeitragVerfasst: 08.03.15, 21:03 
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Registriert: 17.01.15, 10:11
Beiträge: 24
Ich weiß, dass viel Hass auf Leute wie mich besteht. Auch ein Grund, warum ich Kontakte meide. Und Selbstwert ist bei mir so schon im Keller, denke oft, dass ich schlecht bin.

Konnte mir nicht vorstellen, dass jemand freiwillig mit mir Kontakt hat. Und dann war ein bösartiger Psychoanalytiker noch Supervisor von ihr (der mit dem F...wörtern) ... ganz schlimmer Therapie. Hab dann schlimme Mails an sie geschrieben, damit sie den Kontakt zu mir abbricht. Hat geklappt.

Letztes Jahr die hab ich abgebrochen, weil es nichts brachte und sie glaub ich nicht genug Erfahrung hatte und es einige Ungereimtheiten gab. Und weil ich das Gefühl hatte, dass ich jemandem einen Therapieplatz wegnehme.

Na ja, insofern ist das Ende wohl auch wieder positiv .... wegen der Schuldgefühle.

Isolation scheint mir die einzigste Lösung zu sein, weniger verletzt und weniger verletzend zu sein .... ich beeinflusse Menschen negativ, manchmal nur mit meiner Anwesenheit. Ist nicht gut.

Kraft hab ich fast keine mehr für die Umschulung ..... Erschöpfung, aber man muss das ignorieren und einfach weiter machen.

schafswolf


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