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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Stark belastendes, komisches Gefühl
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 Betreff des Beitrags: Stark belastendes, komisches Gefühl
BeitragVerfasst: 17.06.12, 12:32 
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Hallo liebe Forumnutzer,

ich weiss nicht, ob ich hier in dem Unterforum richtig bin, aber glaube, dass es dem am nächsten kommt.

Als ich ca. 8 Jahre alt war, hatte ich eine eigentlich normale Grippe mit Fieber. In dieser Zeit hat sich merkwürdigerweise ein Alptraum entwickelt, der mit jedem weiteren Schlaf in der Zeit des Kranksein detaillierter wurde. An diesen Alptraum war ein Gefühl gekoppelt, das sehr schwer zu beschreiben ist:

Es fühlt sich an als wenn etwas ganz schweres auf mir liegt. Etwas hoffnungsloses. Es hat eigentlich etwas wahnsinniges. Ich weiss nicht so recht wie ich es beschreiben soll. Jedenfalls ist es nur ganz schwer auszuhalten und es macht mich total verrückt. Ich würde am liebsten aus der Haut fahren oder in diesem Moment einfach nicht existieren. Ich verzweifele und wünsche mir nichts lieber, als dass es verschwindet.

Dieses Gefühl kam immer dann wieder, wenn ich krank war. Später hatte ich es dann mehrere Jahre lang nicht mehr erlebt.

Es kam wieder, als ich ca. 19. Jahre alt war. Aber es war nicht mehr an eine Grippe mit Fieber gekoppelt, sondern es kam einfach. Vielleicht in Stresssituation, ich weiss es nicht genau. Vor ein paar Tagen bin ich morgens vorm Weckerklingeln einfach aufgewacht und musste ca. 10 Minuten lang wieder damit rumplagen.

Auch ist mir aufgefallen, dass in einer stillen Sitzmeditation dieses Gefühl hochkommt, aber eher auf eine positive Art. Es fühlt sich an, als wenn es an die Oberfläche dringt und verschwindet dann. Dies war eigentlich ein Zeichen für mich, dass ich dieses Gefühl auf diese Weise loswerden könnte.

Trotzdem frage ich mich, was dieses Gefühl sein könnte. Es gibt nicht was ich damit in Verbindung bringen kann. Ehrlich gesagt mache ich mir etwas Sorgen, dass es eines Tages so stark ist, dass ich nicht mehr weiss, was ich machen soll. Ich hab keine Ahnung was für ein Ausmaß es haben könnte. Zum Glück tritt es nur selten in Erscheinung.

Vielleicht habt ihr ja eine Idee.

lagun4


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BeitragVerfasst: 21.06.12, 13:18 
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Niemand eine Idee?


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BeitragVerfasst: 21.06.12, 14:35 
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Registriert: 28.04.08, 13:13
Beiträge: 1472
Was es sein könnte, wird hier niemand beantworten können.
Wenn Dir Sitzmeditationen helfen - prima, mach weiter damit. Wenn Du magst, kannst Du auch gerne mit anderen Entspannungstechniken experimentieren.
Wenn es Dich (trotzdem bzw. immer noch) belastet, sprich mit Deinem Arzt darüber, lass Dich gegebenenfalls zum Facharzt (= Psychiater) überweisen, für eine gründliche Abklärung und eventuell Therapie.


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BeitragVerfasst: 23.06.12, 17:23 
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Beiträge: 56
Dies albtraumhafte Gefühl hat wahrscheinlich mit den Belastungen Deiner Kindheit zu tun, also der sozialen Situation mit Deinen unmittelbaren Bezugspersonen (Eltern, Geschwistern...), ihrem Verhalten Dir gegenüber, Forderungen, Streitereien, "Erziehung". Als Kind ist man solcher belastenden Umgebung gewissermaßen rettungslos ausgeliefert, und prägt sie sich ins Gehirn tief ein, ab dem Moment anfangend, ein Eigenleben zu führen. Normaler Weise wird solch Konflikt ins Unbewusste "verdrängt", das kostet aber Kraft, die im Falle einer Infektion weniger vorhanden ist, so hebt sich die Verdrängung in solchen Momenten tendenziell auf... Deine positiven Erfahrungen mit dem Meditieren lassen sich wiederum so erklären: Dadurch näherst Du Dich dem Unbewussten willentlich an und öffnest eine Art Ventil, in das sich die Energie des Konflikts auf 'vergeistigte' Weise entladen kann, das Emotionelle umgehend. Eine Erklärung der genauen Ursachen findet man so natürlich nicht; es ist praktisch das gleiche, wie wenn Du die im Konflikt gebundene Energie per Jogging oder Urschrei'therapie' entladen würdest.

Ein m.E. fundierter Weg, der Herkunft Deines Problems auf den Grund zu gehen, wäre die Psychoanalyse, nicht so sehr Gespräche - die kreisen nur um das , was einem mehr oder weniger sowieso bewusst ist -, als vor allem Traumdeutung. Leider ist es keine kurzfristig wirkende die Methode, die Kindheit kann logischerweise nur nach und nach verarbeitet werden.

Wenn Du willst, lasse ich Dir gern genauere Infos zukommen, wie die Traumanalyse arbeitet. Ansonsten bekämest Du über einen Anruf bei Deiner Krankenkasse Adressen von Analytikern in Deiner Umgebung, imbegriffen das Angebot, dich mit einigen von ihnen für ca. 4 Sitzungen "auf Probe" zu unterhalten. Hausarztbesuch kannst Du Dir schenken. Sei denn, Du stehst zwischenmenschlich gut mit ihm...

Einen "Psychater" würde Dir auch nicht als erste Anlaufstelle empfehlen. Der Unterschied zum "Psychologen" /- z.B. die "tiefenpsychologische" Richtung nach Freud) stellt dar, dass Du dort ggf. Psychopharmaka verschrieben bekämst, also Antidepressiva, Stimmungsaufheller. Es geht nicht um Erforschung der "psychischen" Ursachen, sondern um Symptombehandlung. Das kann u.U. sinnvoll sein, nach dem was Du sagst glaube ich aber nicht, dass Du gleich "Betablocker" schlucken musst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!


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BeitragVerfasst: 27.03.14, 20:27 
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Hallo nochmal und ein verspätetes "danke" für die Antworten.

Seit über einem Jahr hatte ich es nicht mehr. Ich war erstaunt, dass dieser Beitrag nur ca. 1,3 Jahre alt ist.

Ich hab mich vorhin schlafen gelegt und länger geschlafen, als geplant. Jedenfalls glaube ich in einer Phase aufgewacht zu sein, in der es mir nicht einfach gefallen ist, direkt fit zu sein. Vielleicht eine der Tiefschlafphasen.

nach ca. 2-3 Minuten, kam seit langem wieder dieses Gefühl. Ich wusste, wenn ich mich da jetzt hineinsteigere, würde es nur schlimmer werden, aber jeder weitere Gedanke an das Gefühl, hat die volle Rückkehr unvermeidlich gemacht. Ich war dann wieder ca 10-15 Minuten aufgeschmissen und es hat mich bewegt sofort rauszugehen und einen spaziergang zu machen. ich hab meine mutter angerufen, die mich etwas davon ablenken konnte.

was mich eigentlich am meisten stört ist, dass ich nicht weiß, wie es zu definieren ist. ich würde am liebsten mit worten beschreiben können, wie sich es anfühlt, aber das ist mir nicht möglich!

ich hatte die letzten tage etwas mehr zu tun als sonst, aber eigentlich würde ich sagen, dass ich in letzter zeit sehr positiv gestresst war, viel geschafft hab und einen ausgeglichenen lebensstil pflegen konnte.

es würde mir fast schon reichen, wenn es jemande gäbe mit ähnlichen erfahrungen. Ich kenne sonst niemanden, der sowas hat.

vielleicht hilft es zu sagen, dass es sich so anfühlt, als wenn man für einen moment nicht richtig im leben steht. als wenn irgendetwas ausgerastet ist. als wenn man irgendwo zwischen hängt. es ist ein gefühl des erbrechens, der hoffnungslosigkeit. fast als wenn man gleich zerbersten würde. ohne ton allerdings. es fühlt sich an, als würde sensibilität auf einem nagelbrett sitzen. ich glaub das beschreibt es ganz gut.


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BeitragVerfasst: 07.04.14, 17:02 
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Wohnort: Baden-Württemberg
Wie geht es Dir inzwischen damit?
Gruß Daya


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BeitragVerfasst: 11.05.16, 10:40 
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Mittlerweile merke ich, dass dieses Gefühl in sozialen Situationen vorkommt, in denen das Gespräch gereizt ist oder wenn ich spüre, dass es von der anderen Seite eine Abneigung hinsichtlich meiner Person gibt.

Weiterhin kann sagen, dass sich dieses Gefühl in meditativen Übungen womöglich auflöst. Zumindest wird es präsent, kommt an die Oberfläche und verschwindet wieder.

So richtig schlimm war es seit 2014 nicht mehr, also es gab keine Situationen, in denen ich damit kaum umgehen konnte.


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BeitragVerfasst: 23.01.17, 20:19 
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Beiträge: 25
Hallo zusammen,

ich würde dieses Thema gerne nochmal aufgreifen. Es ist eigentlich nicht mehr akut, allerdings hatte ich es vor zwei Monaten im November wieder ein paar Mal. Speziell während einer längeren Bronchitis mit Fieber. Aber auch danach noch, in Situationen, wo ich es mir nicht erklären kann (also stressigen Situationen). Ich hab mir am 3.12.2016 ein paar Notizen gemacht. Darunter befindet sich: Ich bin müde. / Es gibt einen automatischen Lauf von Gedanken. / Es gibt Bedürfnisse, die das Gefühl verstärken. /Es hilft zu sagen, dass das Gefühl nur vorübergehend ist und mich nicht als Person definiert./ Gespräche lenken mich davon ab.

Gerade eben allerdings hab ich nach einem geschäftigen Tag eine Stunde lang geschlafen. Als ich aufgewacht hab, überkam mich dieses Gefühl zeimlich stark. Bei mir ist zur Zeit alles super. Ich bin total entspannt, fröhlich, unternehme viel, komme meinen Dingen in der Uni nach usw... Warum hat mir dieses Gefühl wie ein Hammer vor's Gesicht? Das ist echt extreme kacke :-D. In der Situation, wo es da ist, würde ich am liebsten aus der Haut fahren. Es ist oft sogar so, dass es noch nichmal richtig da ist. Ein Gedanke daran zieht mich erst so richtig da rein.

Ist es ein unverarbeitetes Trauma? Kann man das behandeln lassen? Also ich mein, ich muss es nicht unebdingt behandeln lassen, aber das sag ich auch eher immer dann, wenn es vorbei ist.

LG
Christoph


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BeitragVerfasst: 22.02.17, 14:53 
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Interessierter

Registriert: 29.05.15, 14:39
Beiträge: 19
Wohnort: Kassel
Ich denke nicht, dass es etwas dramatisches sein wird. Aber vielleicht hilft es Dir, wenn Du einmal eine psychologische Beratung machst. Über ein Forum wird man das Problem nicht klären können, aber ein guter Psychologe wird sicherlich mit Dir im Gespräch eine Lösung oder Hilfestellung für Dich entwickeln können. Ich empfehle Dir einfach mal ein Beratungsgespräch zu machen. Eine Erstberatung ist häufig kostenlos. Viele Adressen findest Du unter heil-verzeichnis.de.

_________________
Es ist oft gut seine Meinung zu sagen, aber manchmal solltest Du Deine Meinung für dich behalten.


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