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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Facharztausbildung Psychiatrie als ehemals Betroffene
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BeitragVerfasst: 11.12.16, 18:13 
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Registriert: 11.12.16, 18:06
Beiträge: 1
Liebe Leser!

Ich werde nächstes Jahr eine Facharzt Ausbildung im Bereich Psychiatrie beginnen, was schon immer mein Ziel war. Nun ist es aber so, dass ich zu Beginn meines Studiums an schweren Depressionen erkrankt war, was in weiterer Folge zu selbstverletzendem Verhalten geführt hat. Ich habe mehrere Therapien gemacht und bin seit einiger Zeit stabil und verletze mich nicht mehr. Dennoch habe ich deutlich sichtbare Narben an beiden Armen (und Beinen, aber diese kann man besser verstecken). Bisher habe ich immer lange Ärmel bzw 7/8 Ärmel getragen, weswegen die Narben kaum aufgefallen sind. Nun überlege ich aber weiter. Soll ich meinem zukünftigem Chef von den Narben erzählen? Gerade im beruflichen Kontext fällt es mir sehr schwer die Narben offen zu zeigen. Privat bin ich da erheblich weiter. Sie gehören zu meiner Vergangenheit, dennoch habe ich desöfteren schlimme Kommentare und tlw auch Diskriminierungen erlebt, wenn ich sie nicht verbergen konnte (ZB im OP). Daher habe ich große Angst, dass es wieder so laufen könnte.

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen oder Kollegen, die SVV Narben haben?
Soll ich meinem Chef besser davon erzählen oder diese weiter verstecken?
Ich habe wenig Angst vor der Reaktion der Patienten, da ich von diesen bisher nur positive Rückmeldungen bekommen habe bzw. mir klar ist, dass es eine Gratwanderung ist bei welchen Pat. man diese zeigen kann und bei welchen nicht.

Vielen Dank für eure Meinungen schonmal,
Liebe Grüße,
Loudlikelove


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BeitragVerfasst: 11.12.16, 21:12 
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Registriert: 04.11.06, 11:35
Beiträge: 676
Hallo Loudlikelove,
meine Meinung dazu: zuerst die Facharzt Ausbildung abschleßen.
Bis dahin um Diskriminierung zu vermeiden, die Narben verbergen.
Erst nach aufgebautem Vertrauen vorsichtig eruieren was das
Gegenüber von selbstverletzendem Verhalten hält.
Finde es großartig, wenn Sie durch Ihre eigene Erfahrung anderen
Betroffenen helfen können, das kann keiner mit theortischen Wissen
gleich tun.
Lg. heidu


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