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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Borderline + ADS + Angst - und Schmerzstörung + Dysthymia
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BeitragVerfasst: 03.12.15, 19:17 
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Hallo! Ich bin ein neuer User und wollte mir einige Informationen holen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Ferndiagnose. Entscheiden wird der Facharzt vor Ort. Aber der Fall ist sehr komplex und es kann nicht schaden, noch andere Gedanken zu sammeln. Ich versuche alles vereinfacht darzustellen.

Patient, Mitte 20, seit acht Jahren in Behandlung, sechs davon Facharztbehandlung - erst bei Psychiater(n), dann der Wechsel zu einem Arzt, der Neurologe/Psychiater/Psychotherapie/Schmerzbehandlung ist. Es ist also ein sehr guter Arzt, die Compliance ist tadellos. Patient fühlt sich allem in allem sehr wohl bei diesem Arzt und empfindet es als Segen, bei ihm sein zu können.

Festgestellte Erkrankungen (Offiziell):
- Wahrnehmungsstörung vom Typ des Borderline-Syndroms
- ADS-Tests positiv

Das ist leider nicht alles . Der Patient leidet und einer "diffusen Angst", die manchmal ausbricht und sich als Angstattacke oder gar Panikzustand äußert. Des Weiteren hat ein Verkehrsunfall dazu geführt, dass der Patient an chronischen Dauerschmerz leidet. Seit Jahren leidet er an Dysthymia, welches sich immer in rezidivierenden, schweren depressiven Episoden äußert. Außerdem ist der ADS Test positiv und der Patient würde sich selbst auch als "ADS" einstufen. Aus der Mixtur der psychiatrischen Erkrankungen kommen dann immer weitere Symptome wie Schlaflosigkeit, passives Selbstschädigendes Verhalten und sein Verhalten ist einem nur mit einem Wort zu beschreiben: entweder wie gelähmt/verstört, oder "getrieben" von Angst und Schmerz. Gelegenlicht kommt es dann zu exzessivem Kontrollverlust. Beispiel: Patient trinkt drei Monate keinen Alkohol und plötzlich an irgendeinem Tag, an dem das Ganze psychisch nicht mehr auszuhalten ist, leert er eine Flasche Vodka und ist dann natürlich mehr oder weniger stark bewusstseinseingetrübt. Dann ist drei, vier Monate wieder Abstinenz angesagt bis wieder so ein extremer Exzess stattfindet.

Die Diagnose "Borderliner" ist relativ "neu", sie wurde erst vor sechs Monaten gestellt. Davor hieß es die ganze Zeit, er wäre eben chronisch depressiv und sei therapieresistent (dazu später). Der Patient hat das Gefühl, dass die Depression/Dysthymia kein eigenständiges Krankheitsbild ist, sondern lediglich ein Symptom, welches aus der Verbindung Borderline + ADS + Angst + Dauerschmerz + solziale Isolation + berufliches Versagen. Das Jahr 2015 war für alle Beteiligten sehr nervenaufreibend, man hatte das Gefühl, dass eigentlich alles "okay" wäre, aber während einigen höchst impulsiven und unüberlegten Momenten hat er seinen Selbstzerstörungstrieb nicht mehr unter Kontrolle gehabt und in diesen Situationen sein ganzes Leben mehr oder weniger dem Erdboden gleich gemacht. Aber nicht bewusst, absichtlich, dafür hasst er sich und empfindet extreme Schuldgefühle und er fühlt sich wertlos, missverstanden, verloren. Es ist keine Hoffnung mehr da. Vor kurzem hat er in so einem Moment sich wieder Schwierigkeiten eingehandelt und es ist nicht aushaltbar. Weder für ihn noch für die Beteiligten.


Medikamentös wurde sehr viel gemacht, es wurden über die Jahre immer lange genug Antidepressiva verschrieben. Die Anzahl der Medikamente liegt bei 15. Ich nenne nur Klassen. SSRI, SSNRI, SDNRI, Tri - und Tetrazyklika, MAO-A-Hemmer (reversibel/irreversibel), SSRE, SSRM, Antipsychotikum Aripiprazol, Mood-Stabilisizer Lamotrigin, Pregabalin und weitere. Dazu dreistellige Stunden bei der Verhaltenstherapie, die alles nur noch schlimmer gemacht hat. Klinikaufenthalte. Nebenher natürlich noch Benzodiazepine. Er ist eingestellt auf einem Opioid (Oxycodon).

Im Grunde haben alle Medikamente (außer Benzodiazepine & Opioide) versagt. Die einzigen Medikamente, die anschlugen, waren kurzzeitig Bupropion und Methylphenidat. Bupropion wirkte irgendwann nicht mehr. Methylphenidat wirkte, der Patient war stabil, es ging im okay, alles war soweit in Ordnung. Er hatte aber eine schwere Nebenwirkung, die es unbedingt erforderlich machte, das Medikament abzusetzen. Kurze Zeit später ist er wieder kollabiert.

Das mag unübersichtlich aussehen, aber die Konstante ist, dass ihm zwei ADS-Medikamente geholfen haben. Der AD(H)S-Test bestätigte die Diagnose. Der Patient ist sehr intelligent und ein sehr umgänglicher Mensch, aber die vielen Rückschläge machen jeden kaputt, der Patient betreibt mit seinem exzessiven Verhalten (ob Verhalten, Nahrung, Schlaf, Medikamente, zwischenmenschliche Beziehungen, usw.) mehr oder weniger eine Art sehr schädliche und unbeholfene "Selbstmedikation".

Seit geraumer Zeit hat Patient sich abgekapselt und isoliert und studiert nur noch englische Fachinformationen bzgl. Borderline & ADS und Patient ist in letzter Zeit anders, sagt Patient hört, riecht, schmeckt und sieht besser, alles fühlt sich intensiver an, Patient kann zurückblicken auf sein Leben und erkennt den Faden. Patient ordnet seine Gedanken, studiert Fachinformationen und ist jetzt der Meinung, dass genau diese Krankheiten hinter seinem Problem stecken. Beteiligte Menschen die ihn sehr lange kennen bejahen dies.

Borderline ist offiziell und das erklärt wirklich die emotionalen und zwischenmenschlichen Probleme, egal wie sehr Patient sich anstrengt. Leider gibt es kein Medikament gegen die Krankheit, man kann nur die Symptome lindern. Das Einzige, was helfen würde, sagte Patient, ist, wenn Gespräche mit jemanden darüber stattfinden. Eine tiefenpsychologische Psychotherapie (stationär oder ambulant) soll es werden.

Gegen das ADS bekam er schon die richtigen Medikamente (Bupropion; Methylphenidat), welche aber die Wirkung verloren bzw. überhaupt nicht toleriert wurden. Patient hofft, dass sein Arzt auch die Zusammenhänge erkennt und Methylphenidat (andere galenische Zusammensetzung) oder Dexmethylphenidat NOCH einmal probiert. Allerdings hofft Patient darauf, dass er Dextroamphetamin (FAM im Handel) oder D/L-Amphetamin-Kapseln bekommt. Was natürlich schwierig ist, wenn man das teilweise extreme Verhalten auch gegenüber Medikamenten berücksichtigt. Patient hat sich wie gesagt nun eingebunkert und ist in 15 Minuten Intervallen am Lesen (länger kann Patient sich nicht konzentrieren) und Patient fand den Leitfaden der Behandlung von ADS/ADHS der FDA (USA).

Dort wurde wiedergegeben, dass Psychostimulanzien bei ADS/ADHS nicht weiter zur Sucht oder Abhängigkeit führen. Stattdessen konnten einige Studien sogar beweisen, dass "behandelte ADS-Patienten" im Verlauf von zehn Jahren weniger Abhängigkeiten/Suchterkrankungen vorzuweisen haben, als "unbehandelte ADS-Patienten". Ich kann die Quelle gerne hier posten.


Er hat jedenfalls alle dauerhaften Medikamente - bis auf Oxycodon wegen den Schmerzen - abgesetzt und hofft auf den nächsten Arztbesuch. Seine "Therapiehoffnung" lautet:
- Oxycodon unverändert
- Dextroamphetamin; D/L-Amphetamin oder (D-)Methylphenidat (wobei Patient Angst hat, MPH wieder nicht zu vertragen)
- Alprazolam bei extremen Angst/Panikattacken
- tiefenpsychologische Psychotherapie

Wenn Sie das alles lesen und darüber nachdenken, würden Sie diese Kombination als sinnvoll erachten? Sehen und verstehen Sie ebenso die Zusammenhänge? Das jahrelang in die falsche Richtung therapiert wurde, sieht man daran, dass wie gesagt nichts angeschlagen hat. Patient ist überzeugt, dass dies endlich die richtige Behandlung für ihn ist. Patient würde sich auch freiwillig bereit erklären, jederzeit unerwartet ein Drugscreening mitzumachen. Patient will nur wieder zurechtkommen und sein Leben in Ordnung bringen und Patient braucht die pharmakologische Stütze, um mit Psychotherapie weiter Arbeit an sich zu leisten.

Danke, dass Sie den Text gelesen haben und bitte äußern Sie ihre Meinung, ihre Gedanken, usw. Patient will keine Fernbehandlung, lediglich konstruktiven Gedankenaustausch.

PS: Dennoch sagt Patient, Angst wäre momentan ein großes Problem. Angst, dass sein Arzt ihm nicht glauben wird, Angst das ihm die vielversprechende Linderung vorenthalten wird, Angst das Patient eine Zurückweisung erfährt. Patient bemühte sich vor Jahren schon einmal um eine tiefenpsychologische Psychotherapie und hatte Sitzungen mit dem Therapeut, der Patient ablehnte, da Patient zu der Zeit opioidhaltige Schmerzplfaster (Buprenorphin) gegen sein Schmerzsyndrom trug. Facharzt attestierte Patient, dass das Schmerzsyndrom nie mehr weggehen wird und das Patient nicht lebenslang mit Opioiden behandelt werden kann. Das erzeugt eine große Angst, da dass Schmerzsyndrom mit dem Oxycodon das einzige ist, was unter Kontrolle ist. Patient findet die Aussagen und Handlungen paradox und weiß nicht, was Patient tun kann, um die richtige Behandlung zu bekommen. Alleine ist Patient hilflos und kommt nicht zurecht.


Zuletzt geändert von Eukodal am 03.12.15, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03.12.15, 20:20 
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Hallo


mir ist das unverständlich wie man erst jetzt die Diagnose Borderline stellen kann, die Aussagen zu dieser Erkrankung trifft mehr wie zu. Angststörung,ADS, Bordeline,Dysthymia, hat man in der Regel ein guten Erfolg mit der Verhaltenstherapie.
Tiefenpsychologie wird angewandt bei Traumata und anderen Störungen, aber nicht wie Sie beschrieben haben. Da Bordeline als Diagnose ziemlich neu ist, würde ich mich erst einmal darauf Konzentrieren. Bordeline kann viele Symptome auslösen die Sie beschrieben haben, aber wenn der Patient sagt ihm hilft die Tiefenpsychologie dann muss es was sein, wo mit seiner Vergangenheit zu tun hat,wo man eventuell verdrängt hat, und sich selbst nicht daran erinnern kann, sowas gibt es auch. Ich denke nicht das Falsch Therapiert wurde, auch wenn er sagt es hat nichts angeschlagen. Medikamente sind nur Unterstützungen um stabil zu bleiben, und bei jeder Therapie bleibt immer eine Kleinigkeit hängen, bloß merkt man es selbst nicht,da man nur mit seinen ganzen Symptomen beschäftigt ist, ich würde alles aufschreiben was wichtig erscheint, ca. 4 Wochen danach nochmal lesen, irgendwas ändern tut sich immer. Zu den Schmerzstörungen kann ich leider nichts sagen, aber wenn es ihm Psychisch besser geht, lassen auch die Schmerzen nach.

Das er sich wohl fühlt klingt ja super, aber würde gerne wissen was der Therapeut zu ihm sagt. Ob er nur Tipps gibt, oder den Patient selbst auch versuchen zu lassen auf die Lösung zu kommen, oder ihm auch mal klar sagt was Sache ist. Ich denke er brauch ein Therapeut, wo ihm ganz klar sagt was Sache ist, was er denkt über Ihn. Wo man aus der Therapie raus geht, und es ihm zwar schlechter geht, aber im nachhinein besser wird.

Ein Klinikaufenthalt wäre gar nicht mal so schlecht, wie wäre es mit dieser Klinik die beste wo es gibt und ich 100% sagen kann, das er von da etwas mit nehmen wird, Fehlsenland Klinik in Dahn. Nicht erschrecken ist eine Hypnose Klinik, Hypnose klingt gleich immer abschreckend, in Wirklichkeit ist man aber klar bei Bewusstsein, ist wach und hat einfach nur die Augen zu dazu noch Tiefen entspannt. In diese Klinik wird man sehr schnell aufgenommen, und hat keine lange Wartezeiten, es gibt ein Vorgespräch ob man geeignet ist für diese Klinik, ob die Ärzte auch sagen können das diese Therapie hilft,. Ich würde es wirklich mal da probieren, da kommen Menschen aus aller Welt hin, und sind sehr begeistert, Betreuung ist 1A und man fühlt sich nicht wie,wenn man in einer Klinik ist.

Hat er mal das Venlafaxin für Angststörung und Depression ausprobiert dosiert auf 225mg oder Dominal, denke Seroquel hat er schon bekommen.
Methylphenidat ist ein gutes Medikament gegen ADS, das würde ich auf alle Fälle so lassen, wenn er ist nicht Verträgt gibt es alternativen dazu, nicht jeder Verträgt das Medikament.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 03.12.15, 20:44 
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Tweety01 hat geschrieben:
Hallo


mir ist das unverständlich wie man erst jetzt die Diagnose Borderline stellen kann, die Aussagen zu dieser Erkrankung trifft mehr wie zu. Angststörung,ADS, Bordeline,Dysthymia, hat man in der Regel ein guten Erfolg mit der Verhaltenstherapie.
Tiefenpsychologie wird angewandt bei Traumata und anderen Störungen, aber nicht wie Sie beschrieben haben. Da Bordeline als Diagnose ziemlich neu ist, würde ich mich erst einmal darauf Konzentrieren. Bordeline kann viele Symptome auslösen die Sie beschrieben haben, aber wenn der Patient sagt ihm hilft die Tiefenpsychologie dann muss es was sein, wo mit seiner Vergangenheit zu tun hat,wo man eventuell verdrängt hat, und sich selbst nicht daran erinnern kann, sowas gibt es auch. Ich denke nicht das Falsch Therapiert wurde, auch wenn er sagt es hat nichts angeschlagen. Medikamente sind nur Unterstützungen um stabil zu bleiben, und bei jeder Therapie bleibt immer eine Kleinigkeit hängen, bloß merkt man es selbst nicht,da man nur mit seinen ganzen Symptomen beschäftigt ist, ich würde alles aufschreiben was wichtig erscheint, ca. 4 Wochen danach nochmal lesen, irgendwas ändern tut sich immer. Zu den Schmerzstörungen kann ich leider nichts sagen, aber wenn es ihm Psychisch besser geht, lassen auch die Schmerzen nach.

Das er sich wohl fühlt klingt ja super, aber würde gerne wissen was der Therapeut zu ihm sagt. Ob er nur Tipps gibt, oder den Patient selbst auch versuchen zu lassen auf die Lösung zu kommen, oder ihm auch mal klar sagt was Sache ist. Ich denke er brauch ein Therapeut, wo ihm ganz klar sagt was Sache ist, was er denkt über Ihn. Wo man aus der Therapie raus geht, und es ihm zwar schlechter geht, aber im nachhinein besser wird.

Ein Klinikaufenthalt wäre gar nicht mal so schlecht, wie wäre es mit dieser Klinik die beste wo es gibt und ich 100% sagen kann, das er von da etwas mit nehmen wird, Fehlsenland Klinik in Dahn. Nicht erschrecken ist eine Hypnose Klinik, Hypnose klingt gleich immer abschreckend, in Wirklichkeit ist man aber klar bei Bewusstsein, ist wach und hat einfach nur die Augen zu dazu noch Tiefen entspannt. In diese Klinik wird man sehr schnell aufgenommen, und hat keine lange Wartezeiten, es gibt ein Vorgespräch ob man geeignet ist für diese Klinik, ob die Ärzte auch sagen können das diese Therapie hilft,. Ich würde es wirklich mal da probieren, da kommen Menschen aus aller Welt hin, und sind sehr begeistert, Betreuung ist 1A und man fühlt sich nicht wie,wenn man in einer Klinik ist.

Hat er mal das Venlafaxin für Angststörung und Depression ausprobiert dosiert auf 225mg oder Dominal, denke Seroquel hat er schon bekommen.
Methylphenidat ist ein gutes Medikament gegen ADS, das würde ich auf alle Fälle so lassen, wenn er ist nicht Verträgt gibt es alternativen dazu, nicht jeder Verträgt das Medikament.

Liebe Grüße

Guten Abend.
Patient sagt immer, er habe Todesangst. In der Kindheit hat Patient einen geliebten Menschen verloren, was Patient nie verkraftet und verarbeitet hat. Vor kurzem ist wieder ein geliebter Mensch gestorben, seitdem ist Patient wie verstört. Facharzt sagt, Patient ist momentan delirant (Delirium) und Patient weiß, dass gerade etwas ganz und gar nicht stimmt. Vielleicht könnte das auch noch wichtig sein?

Patient war als Kind bis zu Todesfall komplett normal, danach bestimmte Angst sein Leben, Angst etwas verkehrt zu machen beispielsweise. In der Pubertät veränderte sich Patient komplett. Als Kind war Patient sehr aktiv, aufgeschlossen, hatte viele Freunde, war sehr beliebt. Mit etwa 13 wurde er sehr ruhig, zog sich ruhig, kapselte sich von anderen Menschen ab und war gleichzeitig von der Einsamkeit betroffen, sehnte sich nach Kontakt und Anerkennung, aber Patient konnte es nicht, Patient hatte immer das Gefühl, nicht die Erwartungen anderer Erfüllen zu können, zu versagen, etc. In der Schule trat dann massive Prüfungsangst auf, die keiner erkannte. Trotz Versuche, viel zu lernen und zu können, konnte Patient es nie in DEM Moment abrufen. Angst bis zum Blackout, die Noten rutschten in den Keller. Patient versuchte sich zu konzentrieren, verstand aber nicht, konnte nicht dem Unterricht folgen. Patient war nie zappelig, sondern eher ein Träumer. Mit 18 hatte Patient eine Nahtoderfahrung, schwerer Verkehrsunfall, ist nur wenige Millimeter selbst am Tod vorbeigeschramt. Folge war, dass der Körper kaputt war, Dauerschmerz. Patient betrieb damals - vorallem nach dem Unfall - exzessiv Sport. Patient fühlt sich auch sehr, sehr häufig gereizt, entnervt, zeigt es aber nie. Patient lässt nie seine negativen Emotionen vor anderen Menschen raus, er kämpft dagegen an, was sehr kräftezehrend ist. Wenn Patient einmal unmäßig gegenüber anderen Menschen wird, ist Patient fünf Minuten später mit Tränen in den Augen bei dem Mensch und entschuldigt sich für Dinge, die keiner Entschuldigung wert wären. Patient hat sich tausende Male entschuldigt und fühlt sich jedes Mal wie ein Heuchler, obwohl die Entschuldung von Herzen kommt, aber Patient glaubt, dass sich seine Entschuldigungen abgenutzt haben und wertlos sind. Vater von Patient hat sich in seinem ganzen Leben noch nie bei ihm für einen Fehler entschuldigt.

Patient fühlt sich mittlerweile auch nicht mehr gut. Patient weiß, dass die Differentialdiagnose richtig ist, dass er nur richtig auf Dextroampehtamin oder Methylphenidat eingestellt werden muss und dann wieder klar kommt, um stabil seine Probleme anzugeben. Aber Patient ist gerade sehr ängstlich, weil er fürchtet, dass sein Arzt ihm das nicht verschreiben wird und dass jede Klinik ihn abweisen wird, weil er auf Opioide eingestellt ist. Patient sagt sein Gefühl ist, dass Patient alles geben will - und keiner will es haben.


Patient wurde zwei (!) Mal auf Venlafaxin eingestellt und er funktionierte sehr gut vor Jahren, aber eines Tages blickte Patient in den Spiegel und erkannte sich nicht mehr wieder. Er war nach außen hin sehr lieb, lustig, alle mochten ihn, er leistete sehr gute Arbeit, wurde von seinem Arbeitgeber und KollegenInnen sehr geschätzt. Doch innerlich fühlte Patient sich ausgezehrt, leer, geplagt von Schuld und Angst, gegeißelt vom Schmerz. Patient sagt, dass das Gefühl auf Venlafaxin so war, als würde Patient jeden Tag eine Maske aufziehen. Patient führte sich entfremdet und setzte das Medikament ab und dann ging diese Entfremdung wieder weg. Patient war innerlich dann lange abgestumpft und leer, bis sich das Szenario umgekehrte und Patient hypersensibel war und immer weinen musste. Patient schämt sich dafür. Wofür? Patient weiß es nicht. Patient schämt sich, weil er nicht das erreicht hat, was alle von ihm erwartet haben. Ironischerweise hat Patient alle Erwartungen übertroffen und viel mehr aus seinem Leben gemacht, als ihm das alle prophezeit haben, dennoch fühlt Patient einen Stich und hat das Gefühl, an der Erwartungshaltung der Anderen zu zerbrechen, weil Patient es niemanden recht machen kann. Das ist eine große Belastung und schürt wiederum Angst. Patient denkt, dass Patient in mehreren negativen Kreisläufen gefangen ist und Patient versuche, daraus endlich auszubrechen, doch Patient schafft es nicht alleine.

Patient hat mehr erreicht, als alle erwartet haben. Und in den letzten Monaten hat Patient impulsiv sein Leben demontiert und ist jetzt da, wo Patient sein soll, sein muss. Ganz, ganz unten. Immerhin sind sich alle einig, dass das den Fakten entspricht. Patient ist ganz unten. Vielleicht kann Patient endlich neu anfangen.

Patient hofft, dass diese Informationen weiterhelfen.

Liebe Grüße.


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BeitragVerfasst: 03.12.15, 21:03 
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Guten Abend


so wie Sie das beschreiben, liegt das ganze Problem in der Kindheit, also dann doch eine Tiefenpsychologie
würde ich in betracht ziehen und als sehr Sinnvoll. Man muss zurück in die Kindheit, auf den Todesfall eingehen
sich langsam hoch arbeiten, aber das wird werden mit der Tiefenpsychologie. Das genervte und aggressive ist ganz Normal eine Folge des ganzen Schema und der Diagnosen vom Bordeline Typ.

Eine Klinik lehnt nicht immer ein Patient ab, bloß weil dieser Opiade nimmt, einfach mal probieren und die Sache
ins laufen bringen. Ich bin jetzt sicher das die Fehlsenlandklinik Ihnen helfen wird, und da werden Sie auch aufgenommen.
Auch auf die Angst wird man eingehen, Sie haben Angst weil das vertrauen fehlt zu anderen, und sie immer die Kontrolle über alles behalten müssen.
Ein Todesfall, kann diese geschilderten Symptome alle Auslösen, eine stationäre Therapie wäre sehr angebracht.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 03.12.15, 21:26 
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Registriert: 03.12.15, 18:15
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Tweety01 hat geschrieben:
Guten Abend


so wie Sie das beschreiben, liegt das ganze Problem in der Kindheit, also dann doch eine Tiefenpsychologie
würde ich in betracht ziehen und als sehr Sinnvoll. Man muss zurück in die Kindheit, auf den Todesfall eingehen
sich langsam hoch arbeiten, aber das wird werden mit der Tiefenpsychologie. Das genervte und aggressive ist ganz Normal eine Folge des ganzen Schema und der Diagnosen vom Bordeline Typ.

Eine Klinik lehnt nicht immer ein Patient ab, bloß weil dieser Opiade nimmt, einfach mal probieren und die Sache
ins laufen bringen. Ich bin jetzt sicher das die Fehlsenlandklinik Ihnen helfen wird, und da werden Sie auch aufgenommen.
Auch auf die Angst wird man eingehen, Sie haben Angst weil das vertrauen fehlt zu anderen, und sie immer die Kontrolle über alles behalten müssen.
Ein Todesfall, kann diese geschilderten Symptome alle Auslösen, eine stationäre Therapie wäre sehr angebracht.

Liebe Grüße

Guten Abend!

Patient teilt diese Meinung und wird weiterhin seinen Arzt sagen, dass eine stationäre tiefenpsychologische Psychotheraie sehr wichtig ist. Und dass das ADS endlich eingestellt und unter Kontrolle gebracht werden muss. Falls der Arzt ihm dann immer noch nicht glaubt, will Patient die Informationen nutzen, die Patient hier "notiert" hat, weil Patient ist momentan recht vergesslich.

Patient glaubt, dass man nicht Medizin oder Psychologie studiert haben muss, um hier die offensichtlichen Zusammenhänge zu erkennen. Patient ist ratlos warum er nicht schon vor langer Zeit darauf aufmerksam wurde, oder warum es keiner sonst gemerkt hat. Patient hat heute sich den wenigen Menschen ein ganz kleines bisschen anvertraut und hier geschilderte Zusammenhänge erklärt und alle scheinen zu verstehen. Patient hat für seinen Arztbesuch schon 20 Seiten zusammengeschrieben, aber es fehlt immer Zeit um das alles zu erklären, oder Patient ist zu eingeschüchtert um mit dem Problem herauszurücken und lenkt dann ab. Patient hat sich Studienunterlagen besorgt, Quellmaterial, die zeigen, dass Psychostimulanzien bei ADS eher suchtunterdrückend sind und Patient stellt sich für Drogenscreenings zur Verfügung. Patient wollte nie irgendeine Substanz missbrauchen, auch wenn es dazu gekommen ist, da Patient Kontrollverlust hatte und Selbstzerstörung betrieb, weil es in den Momenten die einzige heilsame Emotion war, die Patient aus sich herauskitzeln konnte. Patient will das nie mehr in seinem Leben machen MÜSSEN. Viele denken, Patient hat sich mit Substanzen oder Verhaltensweisen oder sonst irgendwas berauscht, tatsächlich hat Patient sich nie berauscht gefühlt, sondern viel mehr betäubt. Die Angst, Schmerz, Depression, die Minderwertigkeitskomplexe u. v. m. ist nur sehr schwer auszuhalten und irgendwann ist Patient eingeknickt und um sich selbst zu schützen, musste Patient das tun. Das mag paradox klingen und Patient weiß nicht, ob das jemand verstehen kann. Es war wie eine Art "Abwehrhaltung"/Selbstschutz. Natürlich kann man sich nicht schlechter selbst schützen, aber Patient wusste nicht was alternativ geholfen hätte. Dafür schämt sich Patient sehr.

Viele liebe Grüße!


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