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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Diagnose Fruehkindlicher Hirnschaden
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BeitragVerfasst: 01.05.15, 01:16 
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Wie wird die Diagnose gestellt?
Welche Mindestsymptome sind ueblich?
Wer diagnostiziert - Neurologe oder Psychiater?
In welchem Alter tritt die Erkrankung auf?
In welchem Alter wird die Diagnose gestellt?


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 Betreff des Beitrags: Diagnose Fruehkindlicher Hirnschaden
BeitragVerfasst: 01.05.15, 01:18 
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Wie wird die Diagnose gestellt?
Welche Mindestsymptome sind ueblich?
Wer diagnostiziert - Neurologe oder Psychiater?
In welchem Alter tritt die Erkrankung auf?
In welchem Alter wird die Diagnose gestellt?


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 07:31 
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Apfelbaum80 hat geschrieben:
Wie wird die Diagnose gestellt?

Schriftlich oder muendlich, je nachdem.
Zitat:
Welche Mindestsymptome sind ueblich?

Es gibt keine Checkliste fuer Symptome.
Zitat:
Wer diagnostiziert - Neurologe oder Psychiater?

Wer auch immer die Diagnose stellt, das muss weder ein Psychiater noch ein Neurologe sein.
Zitat:
In welchem Alter tritt die Erkrankung auf?

In jedem Alter.
Zitat:
In welchem Alter wird die Diagnose gestellt?

In dem Alter, in dem die Diagnose gestellt wird.

Vielleicht sollten Sie ganz einfach anfangen: bei Wikipedia. Dann sollte Ihnen auffallen, dass ihre Fragen an der Krankheit vorbeigehen. Um eine Peroenlichkeitsstoerung aufgrund organischer Ursachen zu entwickeln, bedarf es keines bestimmten Alters. Die Diagnose wird von dem Arzt gestellt, dem der Zusammenhang auffaellt, und Persoenlichkeitsstoerung ist ein viel zu komplexes Bild, um in einer Liste von "Mindestsymptomen" festgehalten zu werden.

Diese Antwort gilt sinngemaess auch fuer ihre zweite Anfrage, mit der Einschraenkung, dass der Name "fruehkindlicher Hirnschaden" bereits andeutet, in welchem Alter die Erkrankung auftritt und welche Fachaerzte ihn wahrscheinlicher als andere erkennen.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 09:00 
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Hallo
1. ereignisabhängig. Muss ja ein Ursache für die Schädigung geben. Krankheit? Geburt schiefgelaufen? Unfall?

2. nein mindestsymptomen (was das heißen sollte?) gibt es nicht. Es gibt x Symptomen kognitiv, HOPS wie Frau Goretzsky beschreibt und körperlich. Jede Fall ist komplett anders.

Kognitiv: siehe ICD-10 F0er. Beschreibt aber nur wenig und unspezifisch
Körperlich ICD-10 quasi alle "G" Diagnosen möglich
Auch einige aus "M" und andere "F"
Frühkindliche Hirnschädigungen sind an sich nicht kodiert. Ist ein Überbegriff wie "Atemwegsentzündung"

Daher gibt es 1000-seitige Bücher über diese Thema. Komplex.

3. jedem Alter

4. wie Nr. 3 je nachdem wenn Symptomen festgestellt werden und auf das Ereignis zurückgeführt werden können. Diagnose erst im Erwachsenenalter kommt auch vor. Dann als "Xy vermutlich als Folge Frühkindliche Schädigung"

4. Arzt (einige Verschiedene) Psychologe, Neuropsycholgen....

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 12:47 
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Muesste bei den Diagnosen nicht auf dem MRT etwas pathologisches zu erkennen sein??

Es geht hierbei um mich selbst. Ich, ueber 30 Jahre, Abitur, habe die Diagnosen zufaellig auf einem Ueberleitungsbogen von 2014 gelesen. Gesagt hat mir davon NIEMAND etwas.
Ich habe keine Bewegungsauffaelligkeiten oder Sprachstoerungen oder sonst etwas. Hatte keinen Unfall, Entzuendung oder aehnliches.
Einzig eine langjaehrig bekannte Schwerhoerigkeit liegt vor.
Wie kann es sein, dass o.a. Diagnosen urploetzlich einfach so auftauchen??


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 14:58 
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Hallo,
bzgl. MRT - jein.
Wenn es jedoch nur ein lebenslange Hörschaden ohne MRT Auffälligkeiten ist, ist es vermutlich angeboren. Hörschaden gilt nicht als Hirnschaden, da das Hörnerv unter periphär und nicht zentral fällt. Zentrale Hörschaden gibt es nicht.

Daher vermutlich ein Schreibfehler. Sollte frühkindliche Hörschaden heißen.
Man muss bedenken: man schreibt eine Stapel Berichte oft hintereinander weg. Kommt einem als Patient etwas spanisch vor, sollte man direkt den Arzt fragen und ggf. berichtigen lassen.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 19:27 
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Nein, es steht dort wie folgt:

Diagnosen
Haupt: Organische Persoenlichkeitsstoerung
Fruehkindlicher Hirnschaden
Neben: Eisenmangelanaemie, nicht naeher bezeichnet
Neben: Hoerverlust, nicht naeher bezeichnet


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BeitragVerfasst: 01.05.15, 21:36 
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Dann würde ich empfehlen mit den Arzt zu sprechen.

HOPS ist eigentlich nicht anders als manche andere nichtorganische Persönlichkeitsstörungen. Nur anders im ICD-10 kodiert. HOPS zeigt sich meistens durch mitunter fehlende Impulshemmung. Oft etwas aggressiv oder super freundlich aber kennen keine Intimsphäre andere Menschen. Können etwas zwanghaft sein, wenige Planungsfähigkeit.

Allerdings irritiert das Hörverlust aber keine weitere Auswirkungen.
Neuropsychologische Testung wäre sehr sinnvoll. HOPS hat kognitive Symptomen - Gedächtnis, Wortflüssigkeit usw.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 04.05.15, 15:24 
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Wenn ich wuesste, von welchem Arzt die Diagnose ist.

> Allerdings irritiert das Hörverlust aber keine weitere Auswirkungen.
inwiefern?

> Neuropsychologische Testung wäre sehr sinnvoll. HOPS hat kognitive Symptomen - Gedächtnis, Wortflüssigkeit usw.
muesste man nicht neuropsychologische Tests durchfuehren um zu der Diagnose zu kommen? Oder reicht fuer die Diagnose ein MRT und EEG?


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BeitragVerfasst: 04.05.15, 16:26 
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Hallo,
um ein HOPS zu diagnostizieren: neurologische Befunde + psychologische Befunde.
Meistens arbeiten Neurologen mit Neuropsychologen oder Psychotherapeuten in Kliniken zusammen. Außerhalb der Klinik gibt es zwar Kooperationen, sind aber leider noch selten und gehen nur mit Einverständnis der Patienten.

Sonst können Neuropsychologen alleine die Diagnose stellen (psychologisch und neurologisch ausgebildet).

Man kann ja eine Hirnschaden und eine Persönlichkeitsstörung haben - muss aber nicht unbedingt hirnorganisch sein. Gibt ja viele neurologisch erkrankte Borderliner.
Manchmal schwierig eine Grenze zu ziehen und alles zuzuordnen. Klassifikation ist hilfreich, aber auf "Prototypen" erstellt. Textbuchfälle gibt es nicht.

Zitat:
Allerdings irritiert das Hörverlust aber keine weitere Auswirkungen.
inwiefern?

Weil Horschaden periphär ist. Bei Hirnerkrankungen musste dann etwas am Hirnstamm nicht in Ordnung sein.

Zitat:
Oder reicht fuer die Diagnose ein MRT und EEG?

Nein.
EEG trägt gar nichts dazu bei und ein MRI ist ein nutzliche Hilfsmittel aber stellt keine Diagnose dar (außer bei Hirntumoren und da auch nicht 100%, da man oft eine Biopsie machen muss, um festzustellen,um was genau es sich handelt).


Zitat:
Wenn ich wuesste, von welchem Arzt die Diagnose ist.

In welchem Brief tauchte die Diagnose plötzlich auf? Das wäre die Antwort. Sonst alte Befunde anfordern und durchlesen. Organisch medizinische müssen ausgehändigt werden, rein psychologische/psychiatrische kann man bei Verdacht auf eine darausfolgende psychische Schädigung zurückhalten und die Ausgabe verweigern (z.B. Gefahr eine neue Auslösung von Trauma bei Traumapatienten usw.).

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 22.09.15, 13:17 
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Ich zweifel diese Diagnosen aufs Äußerste an (die tauchten plötzlich auf als man mich gegen meinen Willen in ein Wohnheim für geistig Behinderte verbracht hat), wie muss ich nun vorgehen?
Mir eine zweite Meinung holen?
Wäre also sehr wichtig für mich diese Diagnosen weg zu bekommen/löschen zu lassen!!

Müsste ich bei den Diagnosen nicht irgendwelche Symptome haben?
neurologisch kann ich nichts erkennen (bin 2006 wegen Apoplexieverdacht (Ergebnis dann wahrscheinlich Lagerungsschaden) in einer Neurologie durchgecheckt worden, aber die konnten nichts feststellen. Bin mit alles in Ordnung entlassen worden.
Hätte dort nicht etwas auffallen, diagnostiziert werden müssen?
kognitiv: habe allg. Hochschulreife von Abendgymnasium


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