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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Akathisie oder Restless legs syndrom unter Neuroleptika
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BeitragVerfasst: 28.12.14, 17:33 
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Hallo,
ich musste seit Juni Neuroleptika einnehmen. Ich hatte in der Zeit sehr unruhige Beine. Ich musste immer viel laufen. Als ich dann eine Sorte abgesetzt hab abrupt stellte sich eine sehr quälende Unruhe ein. Ich konnte keine 2 Sekunden mehr sitzen. Auch schlafen war nicht mehr möglich. Die Unruhe betraf nur meine Beine. 2 Wochen ging das so bis ich ein neues Präparat bekommen habe. Meine Unruhe besserte sich nur ganz ganz langsam. Die Ärzte vermuteten ein Restless legs syndrom. Insgesammt hielt sie 3 Monate an. Mitte Dezember setzte ich auch dieses Präparat nach Absprache mit meinem Neurologen ab. Mir ging es besser. Nur ist diese seltsame Unruhe immer noch nicht ganz verschwunden. Im Internet las ich das Neuroleptika sogenannte tardive Akathisien auslösen kann. Ich habe Angst das sich das bei mir eingestellt hat und ich es nicht mehr wegbekomme. Der Neurologe schloss dies aus, da ich die Neuroleptika nicht lange genug genommen habe. Spätdyskinesien würden nach jahrelanger Neuroleptikabehandlung auftreten. Auch habe ich ein Zusammenhang zwischen Neuroleptika und RLS gefunden. Wo genau liegt der Unterschied? Wie genau fühlt sich eine Akathisie an? Weiß jemand Rat? Wie lange dauern Absetzerscheinungen?
Danke schon mal im Vorraus :)


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BeitragVerfasst: 28.12.14, 19:53 
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Hallo,
das Dyskinesien erst nach längeren Gebrauch auftreten, stimmt leider nicht. Hängt von Person, Mittel und Dosis ab. Ob sie anhalten ist was anders. Manchmal sind sie nur vorübergehend.

Falls es sich nicht legt, gibt es Mitteln die dagegen steuern - Dopaminagonisten.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 28.12.14, 20:15 
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Danke für deine schnelle Antwort :)

Aber tardive Akathisien verlaufen glaub ich persistierend. Das heißt wenn es erstmal in voller Intensität aufgetreten ist bleibt es auch in gleicher Intensität. Oder habe ich das falsch verstanden? Das schlimmste habe ich aufjeden Fall hinter mir :wink: Ich hoffe das legt sich wieder, ist halt ziemlich nervig.
Anfang Februar habe ich ein Termin bei meinem Neurolgen. Werde ihn damit nochmal konfrontieren.


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BeitragVerfasst: 17.01.15, 10:39 
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Hallo Anka,

habe auch sehr lange Neuroleptika bekommen und dann stellte sich ein Symptom ein, dass ich meine Beine nicht mehr unter Kontrolle hatte. Schlug plötzlich aus etc .... Hab die Neuroleptika abgesetzt, seitdem ist es nicht mehr aufgetreten.
Die Ärzte wollte es nicht wahrhaben, weil das angeblich untypisch gewesen sei (Dyskinesien würde man an dem trippelnden Gang erkennen, oder durch unwillkürliche Bewegungen im Gesichtsbereich9, eine neurologische Untersuchung hatte nichts ergeben und da haben sie es auf die Psyche geschoben.

Grüße.


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BeitragVerfasst: 23.02.15, 21:46 
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Kann Abilify nach 3 monatiger Einnahme überhaupt tardive Akathisie auslösen? Kann man mit Akathisie still 2 Stunden sitzen?


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BeitragVerfasst: 23.02.15, 23:35 
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Hallo,
eher nicht. Wenn es nur nachts oder in bestimmte Situationen auftritt, hat es eher andere Ursachen.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 25.02.15, 18:17 
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Danke für deine schnelle Antwort
Ich werde dies nochmal mit meinem Neurologen besprechen. Wie lange kann man denn mit Akathisie still sitzen bzw liegen?


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BeitragVerfasst: 26.02.15, 15:43 
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Hallo,
"normal" für Akathisie wäre der Drang sich ständig zu bewegen, das heißt, wiederholende Handbewegungen, Gesichtsbewegungen usw.
Akathisie heißt ja "Unfähigkeit zu sitzen".

Es gibt aber auch Unruhe bei psychische Störungen.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 09.03.15, 19:03 
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Weiß auch nicht, manchmal bin ich aufeinmal im ganzen Körper so erregt und voller Tatendrang. Das hatte ich vor der Medikamenteneinnahme nicht. Allerdings sind diese Zustände seltener geworden. Nehme seit 3 Wochen Baldrian und Hopfen. Dadurch hat es sich stark gebessert. Auch meine Ängste sind nicht mehr so schlimm. Ich war wegen des Problems auch nochmal beim Arzt und der schloss Akathisie als Ursache aus. Das RLS kommt scheinbar auch nicht mehr in Frage, habe ja keine Einschlafprobleme oder so.
Eine Möglichkeit wäre auch, die 8 Jahre anhaltene chronischer Erschöpfung, die sich im Dezember stark gebessert hat (Ursache war eine Allergie). Dezember war auch der Monat wo ich die Medis abgesetzt habe. Ich bin es gar nicht mehr gewöhnt so diesen Antrieb zu haben. Sonst bin ich jedes Mal wenn ich gesessen habe teilnahmslos weggedöst :?
Vlt war das Gefühl so fremdartig das ich es falsch eingeordnet habe. Das war zumindest die Theorie des Arztes. Eine Spätdyskinesie besteht zum Glück nicht :roll: Das konnte er mir versichern. Allerdings war die Unruhe die unter den Neuroleptika ein Warnschuss, dass ich keine Psychopharmaka dieseer Art mehr nehmen sollte. Ich vertrage sie einfach nicht.


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BeitragVerfasst: 25.03.15, 18:37 
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Sind denn schon Fälle bekannt wo atypika tardive Akathisie auslöse? Meist hört man nur anderen tardiven Syndromen.


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BeitragVerfasst: 25.03.15, 19:57 
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Hallo,
Zitat:
Sind denn schon Fälle bekannt wo atypika tardive Akathisie auslöse?

ja.
wenn du der "interessante" Thread über deine Med liest, findest du eine Tabelle. viewtopic.php?f=48&t=127509
Normalerweise lassen die Symptomen nach absetzen nach, kann aber ein paar Monaten dauern. 3-4.
Ggf. können Antihistamine die Wirkung verstärken. Auch bindet es an Serotonin - wenn man ein agonist absetzt, kann diese vorübergehend etwas aktiver werden. Upregulation. Kommt aber wieder ins Gleichgewicht. Braucht aber Zeit. 12-16 Wochen.
Deine vermutliche Grunderkrankung kann auch dazu beitragen (Autismus) da die Hirnrezeptorregulation dabei nicht in Ordnung ist.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 25.03.15, 20:16 
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Hm aus dem Link werde ich gerade nicht schlau. ok also ist die tardive Akathisie wenn sie durch Atypika verursacht wird in vielen Fällen reversibel. ich dachte immer tardive Syndrome bleiben ein lebenlang. Ich denke bei mir war das wirklich alles nur akute Akathisie, da es schnell zurückgegangen ist, bei Spätakathisien verstärken sich die Symptome wohl beim absetzen. Das war bei mir zum Glück nicht der Fall.

Ich habe gerde tatsächlich ein Fall gelesen da hatte jemand unter Clozapin und Olanzapin eine Spätakathisie entwickelt. Der Mann war erst Anfang 20 :(


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BeitragVerfasst: 29.03.15, 22:09 
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Also gehen Tardive Akathisie im Gegensatz zu Spätdyskinesien wieder weg?

Ich möchte gerne nochmal mit meinem Problem zu einem anderen Neurologen, weil meiner scheint noch nie was von einer tardiven Akathisie gehört zu haben. Ich möchte gerne sicher gehen, da wenn ich diese Form tatsächlich habe mein Fall gemeldet wird. Ich habe noch nie in meinem Leben typische Neuroleptika genommen. Immer noch plagen mich zwischendurch so ein komisches Gefühl (eher gesteigerter Antrieb) in den Beinen. Abends vor dem einschlafen bewegen meine Füße sich ständig.
Die Frage ist nur wo ich einen Arzt finde der sich mit Spätdyskinesien. Ich möchte nur sicher gehen und es ausschließen können. Ich möchte gerne Klarheit, bevor ich mich total verrückt mache.

Ist es besser wenn ich mich gleich in einer Institutsambulanz anmelde als beim niedergelassenen?


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BeitragVerfasst: 30.04.15, 16:22 
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Hallo, ich soll nun wieder niedrig dosierte NL nehmen. Halluz werden schlimmer. Kann ich sicher davon ausgehen das ich unter 5mg Aripiprazol (sehr geringe Dosis) keine Spätdyskinesien bekomme? ich habe Angst. Unter 10mg hatte ich Akathisie. Es gab wohl Studien, da wären Spätdyskinesien vorgekommen, aber meist erst ab einer höheren Dosis. Weiß nicht mehr weiter.


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BeitragVerfasst: 19.02.16, 22:52 
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Hallo,
ich habe eine Akathisie mit Bewegungsdrang und Sitzunruhe (Beinbewegungen) seit der Einnahme von nacheinander Risperdal, Fluanxol und letztlich Abilify über insgesamt 9 Wochen und jeweils mehrere Wochen. Das Absetzen von Abilify ist fast 2 Wochen her, daher mache ich mir Sorgen über eine eventuelle chronische Wirkung. Aber die Zeiträume von mehreren Wochen für die Nachwirkung die in diesem Thread zu lesen sind, beruhigen mich ein bisschen. Kann noch jemand die nachhaltige (aber reversible) Dauer dieser Nebenwirkung bestätigen oder hat jemand Erfahrung damit? (Der verlinkte Thread funktioniert für mich nicht.)

Es scheint für mich auch besser geworden zu sein, d.h. es war sicher schon stärker bei der Einnahme von Risperdal und Fluanxol. Allerdings lenke ich mich zur Zeit meist ab. Ich weiß, dass ich mich bewegen muss, wenn ich mich konzentrieren und dabei still sitzen will, bspw. beim Lesen eines Buches (was ein Grund ist, weswegen ich die Wirkung fürchte, wenn das nicht mehr gut möglich sein sollte).


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