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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Absetzen Risperidon
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 Betreff des Beitrags: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 21.06.14, 15:05 
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Registriert: 05.12.13, 18:23
Beiträge: 16
Hallo!
Dieses Medikament habe ich bekommen, weil ich Anst vor einer tödlichen Krankheit hatte (die durch meinen Krankheitsverlauf nicht ganz unbegründet war). Um es kurz zu machen: Ich habe auch tatsächlich eine autoimmune Erkrankung entwickelt (Hashimoto und mehr), was zu Sensibilitätsstörungen und leichtem Muskelabbau geführt hat. Das hat man anfänglich vermutet, dann wieder verworfen und auf die Psyche geschoben, jetzt ist es aber amtlich.
Das Risperidon habe ich langsam ausgeschlichen, auf Anraten verschiedener Ärzte (von 1,0 auf 0,5 auf 0,25 über 7 Monate). Jetzt ist es raus seit 11 Tagen. (Ich nehme noch 30 mg Mirtazapin)
1.) Meine alten Symptome sind plötzlich wieder da: Schluckstörungen, Kieferschmerzen wie verrückt (können das Entzugserscheinungen sein? Nach Einnahme von etwas Beruhigendem wird es besser..)
2.) Mein Neurologe möchte mir einmalig Biperidon spritzen, um den Dopamin-Serotonin-Haushalt wieder auszugleichen (ich habe ja nie eine Psychose oder ähnliches gehabt). Er sagt, ich habe unter dem Medikament eine Extrapyramidale Störung entwickelt. Es würde mir danach viel besser gehen.

Ich habe davor große Angst. Was meint ihr dazu? Ist das nach knapp 2 Wochen absetzen noch sinnvoll? Kann mir dabei etwas passieren?
(Wegen der Autoimmunerkrankung hat er mir Kortison verschrieben. Ob es hilft, kann ich noch nicht sagen. Plus Schilddrüsenmedikamente, die mir das Absetzen erleichtert haben, weil die Angst runtergegangen ist, die ja durch Hashi auch entsteht. Hashi kann aber auch Kieferschmerzen machen und ich weiß im Moment gar nicht, was von was kommt).


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 21.06.14, 19:21 
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Registriert: 05.12.08, 20:34
Beiträge: 728
Hallo DieWilde13!
Ich kann dir bei dein eigentliches Problem nicht helfen.
Aber können wirklich Sensibilitätsstörungen, Kieferschmerzen durch Hashi kommen? Hat dir das ein Arzt gesagt? Und hast du wegen Hashi Kortison bekommen und wie viel sollst du nehmen?
LG
Jessy


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 21.06.14, 19:47 
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Registriert: 05.12.13, 18:23
Beiträge: 16
Hallo,
ja, das ist alles im Programm von Hashi drin. Es gibt Foren, wo ganz viele darüber schreiben, und natürlich auch Bücher und ARtikel, wo das drin steht. Und, ja mein Arzt hat mir das auch bestätigt. Das ist nichts Ungewöhnliches.

Allerdings habe ich noch weitere Autoimmunerscheinungen. Zunächst hatte man bei mir auf Rheuma/Kollagenose getippt. Schließlich sind aber Antikörper gegen mein Nervensystem aufgetaucht, die das alles auch machen können. Es ist schwer, das zu trennen. Bis ein Neurologe das aber herausgefunden hat, hieß es schlicht "Somatisierungsstörungen". Daraufhin gab es dann die Psychomedikamente. Leider.

Mich hat halt nur gewundert, dass nach dem Absetzen des Risperidon einige der schlimmen Anfangssymptome wiedergekommen sind (Nervenschmerzen, Schluckstörungen). Mein Neuro sagt, das NL habe die Symptome unterdrückt. Dafür bekomme ich jetzt das Kortison - 0,5 mg erstmal, nicht viel (und nicht für die Schilddrüse, sondern wegen der Antikörper gegen mein Nervensystem. Muskelabbau macht Hashi nämlich eigentlich nicht. Schluckstörungen können durch die vergrößerte SD kommen, ist aber eher unwahrscheinlich, da es ja nach dem Absetzen von Risperidon erst wieder aufgetreten ist.).

Mir geht es jetzt hauptsächlich darum, ob ich diese Spritze nehmen soll, vor der ich echt Respekt habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 29.07.14, 07:04 
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Registriert: 29.07.14, 06:39
Beiträge: 1
Hallo meine Tochter ist jetzt 14 Jahre und nimmt das risperidon seit 4 Jahren ... Und hat in der zwischen zeit soviele Nebenwirkungen bekommen und das jedesmal bei einer Erhöhung ... Nun sind wir dabei es abzusetzen.. Dosis momentan: 0,75 - 0 - 1 mg

Durch Rat des Facharztes : 1 Woche : 0,75-0-0,75
2.woche: 0,5 - 0 - 0,75

Dann 3 Wochen die Dosis erst beibehalten... Und dann wird weiter in 0,25 mg reduziert...

Ist das normal dieses Medikament so langsam abzusetzen...

Der Arzt hat zwar bedenken wenn er es komplett absetzt...aber wenn dies nicht geschied bleiben ja die Symptome oder....

Sie nimmt dieses Medikament zur Beruhigung weil sie angststörung, verweigerunghaltung
Und Schlafstörung hat...

Ich habe in vielen Foren schon gelesen schreibe hier weil es aktuell ist...

Weiß jemand wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das die ganzen Nebenwirkungen des Medikaments wieder verschwinden. Sie hat erbrechen (wird behandelt mit pantoprazol)Übelkeit, Zittern in der linken Hand und jetzt im rechten Bein ,Muskelkrämpfe, Bauchschmerzen, wurde eine Allergie ausgelöst (laktose), Lustlosigkeit, Verstopfung (nimmt movicol dagegen) unvollständige Entleerung der Blase geht Abend öfters auf Toilette, und und und...

Wegen den ganzen Symptome wahr sie schon mehrfach im KH und niemand kam auf die Idee das es das Medikament sein kann, obwohl ich das schonmal angesprochen hatte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 21.08.14, 05:57 
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Interessierter

Registriert: 25.05.14, 22:36
Beiträge: 6
Wohnort: HH
hallo die wilde,

ich habe u.a. von risperidon einen tremor bekommen und bekam biperiden als tabletten.
ich hatte keinerlei nebenwirkungen davon und das zittern ließ nach.

_________________
LG starchild

“Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.”
inidianisches Sprichwort


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 10.09.14, 14:16 
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Registriert: 10.09.14, 14:11
Beiträge: 3
Mein Sohn wurde von Risperidon umgestellt auf Abilify. Es geht ihm damit besser, das Zittern ist jedoch ziemlich stark. Da er parallel Clomipramin nimmt, kann ich nicht eindeutig sagen, welches Medikament das Zittern verursacht.
Nur, falls das mit dem Ausschleichen nicht klappt, könnt ihr ja mal wegen Abilify ansprechen. Soll angeblich verträglicher sein und wir haben das Medikament einfach ersetzt (also ohne Ausschleichen).

Viel Erfolg, dass das Absetzen bei euch klappt. Ich wünschte, wir könnten es absetzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 26.03.15, 18:41 
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lernt Mediquette

Registriert: 11.12.06, 18:30
Beiträge: 244
Lien hat geschrieben:
st das normal dieses Medikament so langsam abzusetzen..

Oh ja. Der Arzt ist sogar sehr verantwortungsbewusst. ich hatte durch zu schnelles Absetzen einmal eine Absetzpsychose, das war ziemlich schlimm. Je langsamer man raus geht, desto besser kann sich das Gehirn darauf einstellen.

Mit freundlichen Grüßen Lisa

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Stets weiß man für jedes menschliche Problem eine Lösung — sauber, einleuchtend, und falsch
Henry Louis Mencken


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 10.08.16, 02:34 
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Interessierter

Registriert: 05.04.16, 20:44
Beiträge: 12
Hallo, ich habe ca. 5 Jahre ein Risperdal Depot (37.5mg) alle zwei Wochen bekommen. Wegen einer hebephrenen Schizophrenie, später stellte sich heraus, dass ich nie eine Psychose hatte, sondern eine schwere Sozialphobie und inzwischen ist mir klar, dass ich an einer komplexen PTBS leide......aber zurück zum Thema Absetzen von Risperidon. Ich habe nach ca. 5 jähriger Zwangsmedikation das Zeug Knall auf Fall abgesetzt ohne Ausschleichen etc., natürlich gegen den Rat aller Ärzte weit und breit, aber auf Anraten meiner eigenen Intuition, nachdem mir klar wurde, dass die meisten Psychiater etc., dermaßen Bullshit labern, dass es auf jeden Fall mehr Sinn macht auf den eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen.
Während ich Risperdal "bekam" hatte ich Nebenwirkungen wie leichte Steifigkeit und Zittern der Hände und ganz klar kognitive Einbußen sowie eine sehr seltene Nebenwirkung - eine Art Sehstörung, die das perverseste war, was ich je erlebt habe, laut der Ärzte damals, war es keine Nebenwirkung des Medikaments, sondern ein Symptom meiner Psychose, seltsamerweise war sie ein paar Wochen nach Absetzen des Zeugs weg und kam auch nie wieder.....
Ich kann persönlich nur empfehlen Neuroleptika zu meiden, in den meisten Fällen sind sie kontraindiziert und machen die Leute krank/kränker und leider auch gefügig. Mein Freund hat damals Citalopram und Seroquel bekommen gegen seine schweren Depressionen und Ängste, er wollte es dann auch ohne probieren und seit ca. 2-3 Jahren nimmt er nichts mehr und es geht ihm besser wie vorher.
Meiner Erfahrung nach werden Psychopharmaka heute verschrieben wie Schnupfenmittel und die Leute lassen sich verarschen und krank machen. Viele seelische Probleme haben Ursachen, die nichts mit irgendeinem Hirnstoffwechsel zu tun haben, sondern im zwischenmenschlichen Bereich etc. angesiedelt sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetzen Risperidon
BeitragVerfasst: 10.08.16, 18:13 
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lernt Mediquette

Registriert: 11.12.06, 18:30
Beiträge: 244
hollysshit hat geschrieben:
Ich habe nach ca. 5 jähriger Zwangsmedikation das Zeug Knall auf Fall abgesetzt ohne Ausschleichen etc., natürlich gegen den Rat aller Ärzte weit und breit, aber auf Anraten meiner eigenen Intuition,


ging das denn gut? Da hattest du entweder unverschämtes Glück oder warst ohnehin ein non-responder, will sagen, Risperidon wirkte bei dir ungefähr wie eine Tüte Smarties.http://www.medizin-wissen-online.de/ind ... izophrenie
Für alle anderen gilt: NICHT nachmachen! Neuroleptika müssen über einen längeren Zeitraum ausgeschlichen werden.

liebe Grüße Lisa

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