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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Halslappen unter dem Kinn entfernen?
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 Betreff des Beitrags: Halslappen unter dem Kinn entfernen?
BeitragVerfasst: 06.12.13, 21:14 
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Gruss und bitte um Rat
bei Männern in höheren Alter entsteht oft unterhalb des Kinns zum Kehlkopf hin überflüssige Haut, die sich als eine Art Segel ausbildet.
Falls man das nicht mehr haben will ergibt sich der naive Gedanke, diesen Hautlappen einfach unter dem Kinn bis zum Kehlkopf linsenförmig rauszutrennen und den Rest zusammen zu nähen. Es ensteht dadurch eine Narbenlinie, das ist klar, kann aber ohne weiteres hingenommen werden. D.h. im individuellen Fall muss das kein Problem sein, es ist Ansichtssache.
Die Frage wäre eigentlich nur: wäre dies aus chirurgischer Sicht möglich? Bitte einmal von der sonst üblichen kosmetisch operativen Verfahrensweise absehen und rein chirurgisch denken! geht das oder geht das nicht und was würde das privatärztlich in etwa kosten?
danke für fachmännisch -frauliche Auskunft


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BeitragVerfasst: 07.12.13, 16:06 
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.., die, wie so oft, nicht erfolgt


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BeitragVerfasst: 07.12.13, 16:36 
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Hallo,
nennt sich unteren Facelift bzw. Halsstraffung. Methode ist jedoch wohl etwas anders als Ihren Vorschlag.
Preise müssen Sie beim Chirurg erfragen.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 08.12.13, 19:05 
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weiss ich dass es normalerweise anders gemacht wird, weil man keine sichtbaren Narben mag, aber das war nicht meine Frage. Es könnte doch sein, dass die "direkte" Methode, wie von mir geschildert unter rein chirurgischen Gesichtspunkten einfacher und wirksamer wäre. Das hat mich interessiert. Ist die Frage so absurd, dass man sie nicht beantworten kann oder will?
Gruss


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BeitragVerfasst: 09.12.13, 23:32 
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Hallo,
ja, die Frage ist ziemlich absurd. Kein Arzt auf diesem Planet wird absichtlich jemand entstellen - was dann dabei passieren würde.
Ist ein sehr guten Art und Weise die Zulassung zu verlieren. Nennt sich "Kunstfehler".
Warum ist das dann wirksamer? Wenn es wirksamer wäre, würde man es ja machen.


Zitat:
würde das privatärztlich in etwa kosten?

Wenn jemand das tatsächlich machen würde - vermutlich genauso viel wie die Version ohnen Narben.
Kosten entstehen ja durch - Stundenlohn Arzt, Assistenten, Krankenschwestern, Narkosenarzt, OP-Saal, Übernachtung, Verpflegung, Sonderverbände, Medikamenten, Voruntersuchung, Nachuntersuchungen usw. usw. Wenn es schief geht -wird es erst recht teuer. Die Krankenkasse wird nichts übernehmen. Ist ja genauso als würde man sich eine Piercing machen lassen.


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BeitragVerfasst: 10.12.13, 01:04 
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nouvaleur hat geschrieben:
Gruss und bitte um Rat
bei Männern in höheren Alter entsteht oft unterhalb des Kinns zum Kehlkopf hin überflüssige Haut, die sich als eine Art Segel ausbildet.
Herrliches Beschreibung! :D

Ob die Methode risikolos anwendbar wäre, kann ich dir natürlich auch nicht sagen. Aber ich denke auch, du wirst keinen Arzt finden, der das macht. Sie haben einen Ruf zu verlieren. Stell dir vor, man spricht dich auf die auffällige Narbe an und du sagst: war ein Best-Price-Face-Lifting bei Dr. Dr. Segelschneider im örtlichen Klinikum! - Der Mann wird keine Patienten mehr und sich und sein "Werk" in der Bildzeitung wieder finden. Köstlich. :mrgreen:

Wenn du eine preiswertes Lifting möchtest, kannst du mal nach Angeboten in Ungarn oder Rumänien schauen. Dort sind solche Sachen sehr viel günstiger als hier.

LG f.


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BeitragVerfasst: 11.12.13, 17:44 
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danke auch für die recht unwirschen Antworten
trotzdem verstehe ich nicht die "Entstellung" des solcherart Operierten. Die Folge wäre doch "nur" eine dünne Narbenlinie, die sich unterhlb der Kinnspitze Richtung Kehlkopf zieht. Am Bauch, Knie, Schädel Brust, etc muss der Mensch gelegentlich recht grosse Narben hinnehmen. und diese soll jetzt besonders entstellen nur weil man sie sieht bei genauem Hinsehen? Wäre, wie gesagt Ansichtssache. Der kleinbürgerliche Horror vor sichtbaren Narben muss doch im Einzelfall gar nicht vorliegen.
Chirurgisch müsste es doch günstiger sein, wenn man dass, was da zuviel geworden ist direkt raustrennt und eben die Ränder zusammennäht, als wenn man wegen der ästhetischen Anforderungen der Narbenlosigkeit ganze Gewebezonen "verziehen" muss, um denselben Effekt zu erreichen. Oder irre ich mich da? Ich stelle es mir einfach vor: das weg, was zuviel ist und an dem Ort, wo es entstanden ist. Kann Wegschneiden Sünde sein? Der Arzt könnte sich vom Patienten entsprechend bevollmächtigen lassen. Nochmal gesagt: meine Frage bezieht sich auf das rein chiurgisch günstigste Vorgehen auch wenn es unüblich ist.


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BeitragVerfasst: 12.12.13, 18:20 
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Beiträge: 4216
Verstehe nicht warum ein vertikalen Schnitt sinnvoller sein sollte, wenn ein horizontalen so gut wie keine sichtbaren Narben lässt und gängig ist. Oder warum vertikal billiger als horizontal sein sollte...
Und Narben durch notwendigen OPs sind etwas anders. Da geht es ja nicht um Aussehen aus.


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BeitragVerfasst: 14.12.13, 11:32 
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@muppet
Der Hautlappen verlaeft senkrecht und dann waagrecht schneiden? Das ist nicht sehr verstaendlich wie der dann weg sein soll, jedenfalls fuer einen Laien. Ausserdem: wie soll dabei eine Narbe vermieden werden oder weniger sichtbar sein? gut, ich verstehe von der Kunst nichts und ihren rafinierten Methoden, das dann hinzukriegen. Ich denke nur rein mechanisch. Das wegmachen, was erkennbar zuviel geworden ist im Laufe des Alters, und zwar in der Richtung wie es gelagert ist, also hier von oben nach unten. Was ist daran so unverstaendlich?
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Fachchiurgen so sehr auf die aesthetischen Anforderungen fixiert sind, dass sie sich das direkte Vorgehen gar nicht mehr vorstellen wollen oder koennen. Ich wollte ja nur wissen, ob die senkrechte Schnittfuehrung vom chiurgischen Standpunkt moeglich ist oder ob dabei unabsehbare Risiken entstehen. Der Hautlappen ist beweglich und mit den darunter liegenden Strukturen nicht fest verwachsen, also koennte man ihn raustrennen. Aber ich sehe schon: es wuerde keiner machen, weil er dann Klagen befuerchtet, da der Kandidat in Ohnmacht fallen koennte, wenn er dann spaeter die kleine helle Narbenlinie sieht ueber der Krawatte. Man kann nichts machen. Die Leute sind nun mal so.


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BeitragVerfasst: 06.01.14, 09:25 
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Wohnort: Hannover
Hallo,
wir kennen das Problem der Hautlappenbildung am Kinn/ Hals, bei Männern und Frauen, gerne auch nach drastischer Gewichtsreduktion. Diese Veränderung wird auch Truthahnhals genannt. Neben den Methoden des Face/Halslifts gibt es natürlich auch die direkte Halsstraffung, häufig angewendet in den USA - dort leben weit mehr adipöse Menschen als hier. Entweder wird über einen geraden Schnitt in Halsmitte die Haut entfernt, der Schnitt wird dann durch eine Zickzacklinie aufgelöst. Alternativ bieten wir in Deutschalnd die direkte Halsstraffung über einen Schnitt paralell zum Unterkieferast an. Dieser läßt sich gut kaschieren (nicht unsichtbar!). Wir stellen fest, dass sich gerade Männer nach entsprechender Aufklärung für einen derartigen Eingriff entscheiden. Das hat nichts mit Entstellung und Kunstfehler ztu tun, sondern damit, ein Problem so anzugehen, dass die Patienten in Kenntnis der Möglichkeiten, Alternativen und Risiken zufrieden sind.
Beste Grüße
Dr. Sixtus Allert

_________________
Arzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Sana Klinikum Hameln - www.dr-allert.de


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BeitragVerfasst: 24.01.14, 23:06 
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Beiträge: 122
vielen Dank Herr Doktor
parallel zum Unterkieferast? Das verstehe wer kann. Heisst das quer rüber? Was soll das bringen, wenn doch die überflüssige Haut von oben nach unten verläuft? Ich habe immer noch nicht verstanden wieso man nicht einfach die Hautvermehrung so wegschneidet, wie sie nun mal durch die Laune der alternden Natur entstanden ist, also linsenförmig von oben nach unten und dann eben die Schnittränder zusammennähen. Das verstehen ich unter der "direkten Halsstraffung"
Die irrationalen oder meinetwegen auch rationalen Arztängste kann man durch Unterschriften beheben. Wichtig wäre allein, dass das Vorgehen rein chirurgisch vertretbar ist, nicht ästhetisch nach üblichen Erwartungen. Wieso ist das eigentlich so schwer zu verstehen? Liegt das an Überprofessionalisierung?


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BeitragVerfasst: 27.01.14, 10:11 
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Beiträge: 1020
Wohnort: Hannover
Der Unterkiefer ist am Hals wie ein U geformt. Parallel dazu würde geschnitten.
Die direkte Halsstraffung haben Sie richtig verstanden. Das Problem der Narbe habe ich erläutert.
Wir Ärzte sind gerade in der Plastischen Chirurgie grundsätzlich vorsichtig und versuchen die Wünsche der Patienten genau zu ergründen und in einigen Fällen auch nicht zu operieren. Desweiteren zwingt uns der Gesetzgeber zu vielfältigen Vorsichtsmaßnahmen - ebenso wie solche Patienten, die trotz intensiver Betreuung und vieler Unterschriften, gerne aufgehetzt von Krankenkassen, Rechtsanwälten oder irrrationalen Äußerungen in Internetforen klagen.
Im übrigen empfehle ich auch gerne das direkte Arztgespräch außerhalb dieses Rahmens. Vieles läßt sich dann besser erläutern und verstehen.
Beste Grüße!

_________________
Arzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Sana Klinikum Hameln - www.dr-allert.de


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