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 Betreff des Beitrags: Verordnung
BeitragVerfasst: 19.11.09, 17:28 
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Interessierter

Registriert: 19.11.09, 16:49
Beiträge: 7
Hallo,

ich bin 24 Jahre alt und leide von Geburt an an einer linksseitigen Hemiparese. Als Kind/Jugendliche habe ich regelmäßig Physiotherapie bekommen. Aber mit zunehmendem Alter wurden andere Dinge wichtiger, sodass ich irgendwann darauf verzichtete, mir neue Verordnungen ausstellen zu lassen.

Seit etwa einem halben Jahr habe ich nun allerdings durch überwiegend sitzende Tätigkeit im Beruf und durch die Fehlhaltungen im Alltag starke Rückenschmerzen und habe mir aus diesem Grund im September eine Verordnung von meiner Ärztin geholt. Als ich gemerkt habe, wie gut mir die Therapie tut, die Schmerzen viel geringer wurden und sich mein kompletter Bewegungsablauf erheblich verbessert hat, bin ich erneut zu meiner Ärztin gegangen, die mir den Rat gab, ich solle zum Neurologen gehen und mir dort eine Langzeitverordnung zur Behandlung von ZNS-Erkrankungen geben lassen. Den Termin beim Neurologen habe ich nun heute Nachmittag hinter mich gebracht und er hat mir leider wieder nur sechs Einheiten aufgeschrieben (trotz meiner Bitte um eine Langzeitverordnung --> Zitat: "Wir machen erstmal nur sechs.").

Das bedeutet für mich bei zwei Einheiten pro Woche, dass ich in drei Wochen schon wieder zum Arzt muss. Bei Terminvorlaufzeiten von acht Wochen (Aussage der Arzthelferin) heißt das doch, dass ich auf jeden Fall wieder fünf bis sechs Wochen Pause zwischen den Therapien habe. Das möchte ich aber gern verhindern, da eine so lange Pause in Anbetracht der Tatsache, dass es gerade anfängt, wirklich zu helfen, wohl eher negativ wäre.

Kann ich grundsätzlich auch ohne vorhergehende Untersuchung (sprich: ohne Terminvereinbarung) eine Folgeverordnung verlangen? Wie sieht es mit "Verordnungen außerhalb des Regelfalls" aus? Denn dies wäre dann voraussichtlich der nächste Schritt, da ich mit der nächsten Verordnung 18 Einheiten erreicht hätte. Was ist da im einzelnen zu beachten? Und wie bekomme ich es doch noch hin, eine Langzeitverordnung zu bekommen?


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BeitragVerfasst: 19.11.09, 20:48 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 836
Hallo Michelle,
weder der Neurologe noch der Hausarzt müssen Ihnen diese Langzeitverordnung ausstellen. Aber bei Therapien, wie bei Ihnen bei neurologischen Erkrankungen sind 3 mal 10 Behandlungen der Regelfall. Aber der Arzt entscheidet, ob er Ihnen diese 3 mal 10 Behandlungen auch verordnet. Es bleibt Ihnen also "nur" hartnäckig zu bleiben. Und wenn Sie sehr hartnäckig sind, vielleicht verordnet er dann auch "nur", um Sie loszuwerden. Das ist ein Tipp. Und versuchen Sie doch telefonisch ein Rezept zu bekommen. Der Arzt ist zwar angehalten, jeden Patienten vor Ausstellung auch eines Folgerezeptes, zu sehen, aber vielleicht macht er es doch, weil er ja keine Termine hat. Das funktioniert aber nur innerhalb eines Quartals. Ich wünsche Ihnen viel Glück!
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
Physiotherapeutin
Gesundheitswissenschaftlerin


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BeitragVerfasst: 24.06.10, 18:13 
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Interessierter

Registriert: 19.11.09, 16:49
Beiträge: 7
Hallo nochmal,

nachdem ich mich bei meinem Neurologen durchgesetzt und regelmäßig KG-Verordnungen bekommen habe, dachte ich eigentlich, ich könne mich nun drauf verlassen, dass alles "läuft"... Aber die Ruhe war nicht von langer Dauer, sodass ich hier noch einmal nachhaken muss, wie ich mich jetzt am besten verhalte:

Ich war gestern Abend zur Behandlung bei meinem Physiotherapeuten. Dort habe ich noch vor Behandlungsbeginn erfahren, dass es Probleme mit meiner Verordnung gibt. Und zwar hat der Arzt eine vierte und eine fünfte Folgeverordnung mit dem Schlüssel ZN2a ausgestellt und dabei versäumt, ein Kreuz im Feld "Verordnung außerhalb des Regelfalles" zu machen, was zuerst weder mir, noch der Physiotherapie-Praxis aufgefallen ist. Als die Nun meint der Physio, dass es da "eventuell Probleme mit der Krankenkasse" geben könnte, weil diese die Verordnung eigentlich vor Behandlungsbeginn hätte genehmigen müssen. Mit dem Versuch, telefonisch Kontakt mit der Kasse aufzunehmen, bin ich während meiner Mittagspause kläglich gescheitert (knapp zwanzig Minuten Warteschleife, dann wurde die Verbindung getrennt).

Wie soll ich nun am geschicktesten vorgehen? Ist es wirklich denkbar, dass die Krankenkasse im Nachhinein Probleme macht und die nachträgliche Genehmigung verweigert? Und was wäre in diesem Fall zu tun?


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BeitragVerfasst: 24.06.10, 18:58 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 836
Hallo,
das Problem ist bestimmt zu lösen! Die meisten Krankenkassen verzichten auf das Recht ein Rezept außerhalb des Regelfalles zu genehmigen, d.h. es ist automatisch genehmigt. In welcher Krankenkasse sind Sie denn versichert?
Eigentlich sollte die Praxis mit Ihrer Krankenkasse telefonieren, nicht Sie, denn ich rufe immer direkt die Abrechnungsstelle an. Die Mitarbeiter in den Filialen wissen über Heilmittel meist so gut wie nichts.
Das Vorgehen ist ganz einfach: Das Rezept sollte von Ihrem Arzt noch auf "Außerhalb des Regelfalles" geändert werden. Dazu schreibt Ihre Therapeutin eine kurze Begründung, die der Arzt ebenfalls auf der Verordnung notieren sollte und dann prüft Ihre Physiotherapeutin, ob sie die Verordnung überhaupt genehmigen lassen muss, oder ob die Kasse nicht auf dieses Recht verzichtet hat.
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
Physiotherapeutin


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BeitragVerfasst: 24.06.10, 22:04 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 21.06.08, 21:36
Beiträge: 107
.... nur ist es bei der AOK schier unmöglich, die Verordnung nachträglich genehmigen zu lassen. Das ist nämlich nicht gestattet.
Dann kann der Kollege das Rezept abhaken (es wird nicht bezahlt) als "aus Fehlern lernt man" und es wird ihm sicher nicht nocheinmal passiern.

Angie111


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BeitragVerfasst: 25.06.10, 08:19 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 836
Hallo,
die AOK hier im Rheinland hat ebenfalls auf dieses Recht verzichtet, das heißt, es ist kein Problem... In welcher AOK sind Sie versichert?
Beste Grüße
Johanna Seeländer


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 Betreff des Beitrags: Re: Verordnung
BeitragVerfasst: 08.05.11, 09:58 
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Interessierter

Registriert: 30.09.09, 06:46
Beiträge: 14
Hallo Frau Seeländer,
ist das mit den 3 x 10 Behandlungen immer noch aktuell? Dann wäre ja auch das Problem meiner Tochter gelöst.
Hier hat ja sowohl der Hausarzt als auch der Neurologe Angst um sein Budget und mom. haben wir für Juni überhaupt keine Verordnung und es sieht so aus, als wenn auch weder der eine noch der andere Arzt ein weiteres Rezept ausstellen will.
Liebe Grüße,
Jasmin2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Verordnung
BeitragVerfasst: 08.05.11, 10:57 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 836
Hallo,
ja, dass mit den 3X 10 Verordnungen ist immer noch aktuell. Es soll sogar weitere Erleichterungen gerade für chronisch kranke Menschen geben, so dass die Ärzte keine Angst um Ihr Budget haben müssten.
LG
Johanna Seeländer


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 Betreff des Beitrags: Re: Verordnung
BeitragVerfasst: 09.05.11, 07:01 
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Interessierter

Registriert: 30.09.09, 06:46
Beiträge: 14
Hallo Frau Seeländer,
besten Dank für die Info. Wir haben heute wieder einen Termin bei der Physiotherapeutin und morgen beim Neurologen, bin mal gespannt, wie das ganze ausgehen wird.
LG
Jasmin2009


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