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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Gesundes Training, um stark zu werden/bleiben
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BeitragVerfasst: 05.07.17, 05:30 
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Hallo,

ich, m, 40, seit 25 Jahren "pumpend" unterwegs habe in den letzten Monaten ein paar Diagnosen erhalten, die mich mein Training anzweifeln lassen, was geht, was geht noch, was geht nicht mehr, was kann, darf, sollte noch ...

HWK 7 Schmetterlingswirbelkörper (unbekannt, ob Folge eines Sturzes, Unfalls oder von Geburt an, wobei Ersteres am wahrscheinlichsten ist)
Wirbelkanalverengung C7
Beginnende zervikale Myelopathie in der HWS
Verdacht Morbus Scheuermann, evtl. Brustwirbelkörper aufgrund Sturz, Unfall frakturiert
Rectusdiastase
BSV LWK 5 S1

Diese ganzen Diagnosen machen mich zzt., zugegebenermaßen, echt fertig

Ich trainiere seit über 25 Jahren, hab nie wirklich lange Pause gemacht, ist eben mein Hobby. Ich brauch das zum Abschalten, bin aber auch ein wenig stolz auf meinen trainierten und starken Körper.

Ich habe fast ausschließlich die Grundübungen nach Beyond Brawn (vielen komischerweise wohl als WKM-Plan bekannt!?) trainiert, um die sechs Bewegungsmuster des Körpers abzudecken.

Ich war jetzt bei mehreren Physios und auch Personal Trainern. Der eine sagt dies, der andere das.

Einerseits üben gewissen Übungen zu viel Zug und Druck auf HWS und LWS aus (Kreuzheben, Kniebeugen, Military Press), andererseits muss man mit einem gewissen Reiz trainieren, damit nicht nur Muskeln wachsen, sondern auch Knochen, Wirbelkörper (gabs da von Gottlob nicht mal eine Studie?).

Ich will nicht mehr "blind" für kurzfristige Erfolge trainieren, sondern langfristig fit durchs Leben gehen, vielleicht mit ein wenig mehr Muskeln und Kraft, als die meisten haben.

Ist Maximalkraft schlicht und ergreifend zu viel, zu schwer, zumindest ab einem gewissen Alter oder bei und ab gewissen Krankheitsbildern? Ist es ähnlich mit Hypertrophietraining? Bleiben "nur" noch Kraftausdauer und Cardio? Was ist mit der guten alten Adaption und Progression? Gelten diese nicht, wenn man eben ein gewisses Alter oder einen gewissen Krankenstand erreicht hat und dann schon die leichtesten Progressionen zu schwer und viel sein können?

Welche physiotherapeutischen oder andere Übungen (vielleicht z. B. aus dem Yoga!?) gibt es, mit denen man den ganzen Körper gesund trainiert, aber vielleicht dennoch so viele Reize setzt, dass man stärker und muskulöser wird, als wenn man nur Luftbankdrücken macht?

Oftmals ist zu lesen, dass z. B. das Training mit normalen Therabändern überhaupt nichts bringt, weil die Kraftkurve zu gering und ungleichmäßig ist, man nur immer im letzten Bereich die Muskeln, Sehnen und Bänder, wenn überhaupt, beansprucht. Ist das wirklich so? Bringt also Training mit Therabändern gleich Null? Ist es mit Powerbändern genauso?

Was ist dann mit isometrischen Training, wie Planks? Die dürften dann ja auch nichts bringen, oder!? Dabei hat man ja überhaupt keine Widerstände, noch nicht einmal Therabänder? Gibt es für alle Muskelgruppen entsprechende isometrische Übungen?

Ich war nie so ein Kraftausdauer- und Cardiotyp (He said Cardio! WTF is Cardio?). Hab immer mittelschwer bis schwer trainiert. Dass ich an Kraft und Masse verlieren werde und auch schon habe, ist ok. Damit kann ich leben. Im realen Leben benötigt ja eh niemand die Gewichte, die man im Training bewegt. Da würde es ja rein theoretisch reichen, wenn man sich beim Kreuzheben z. B. mit dem Gewicht einer vollen Wasserkiste begnügen würde. Aber trainiert man in Kraftausdauerbereich und mit Cardio den Körper immerhin noch ausreichend und ist das in Bezug auf Kraftausdauer und gewissen Übungen (Kreuzheben) überhaupt sinnvoll oder nicht sogar kontraproduktiv?

Ich hatte es eingangs schon erwähnt. Der eine sagt dies, der andere das. "Hör auf deinen Körper. Der wird dir schon sagen, was geht und was nicht." Ja, aber was jetzt geht, kann morgen schon zu viel sein und das heutige Training kann morgen zu Schmerzen führen. Ihr merkt vielleicht, dass ich sehr verunsichert bin. Ich habe in den letzten Monaten einiges durch und an Diagnosen erhalten. Mir sagt man zwar auch, dass auf einem MRT-Bild etwas zu sehen sein kann, was aber gar keine Probleme hervorrufen muss. So, wie mein BSV. Aber irgendwann kann er es. Und da will ich nichts riskieren, dass dieser schlimmer wird. Oder mit meiner "Halsgeschichte". Da will ich am wenigsten, dass sich da was verschlechtert.

Was soll ich bloß tun? Ich bin einerseits seit 25 Jahren "traingsverrückt", ohne Sport länger als zwei Wochen gings nie. Andererseits fühle ich mich nach gewissen Trainingseinheiten mittlerweile so schlecht - psychisch, nicht physisch -, weil ich einfach ein schlechtes Gewissen habe, dass das, was ich vorher gemacht habe, mittel- bis langfristig nicht gut für meinen Körper ist.

Bester Kumpel macht seit Jahren Yoga. Schwört drauf. Er ist fit, ausgeglichen, gar nicht mal so unmuskulös und schwach, obwohl Bürohengst und sonst kein Muskeltraining.

Wo ich meine größten Ängste und Bedenken habe, dass man aber z. B. mit Yoga oder physiotherapeutischen Übungen seinen Körper in Bezug auf die sechs Bewegungsmuster gar nicht ausgewogen trainieren kann, weil es da z. B. gar keine Klimmzüge gibt. Oder irre ich mich?

Ich bin sehr gespannt auf eure Rückmeldungen.

Vorab Dankeschön.

Grüße

Salud


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