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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Befund, ausreichend für KG oder weiter Diagnostik sinnvoll?
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BeitragVerfasst: 08.04.15, 01:56 
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Registriert: 05.12.08, 20:34
Beiträge: 728
Hallo,
es wurde bei mir, Anfang 30, vor ca. 2 Jahren bei einer allgemeinen Körperlichen Rheumatologischen Untersuchung folgendes als Zufallsbefund festgestellt.

Leicht vermehrte Kyphosierung mit leichter Skoliose der BWS mit Hyperlordosierung der LWS. ISG beidseitig frei

Es wurde keine Röntgenuntersuchung der WS usw. damals gemacht. Damals hatte eigentlich keine Rückenbeschwerden.

Nur heute habe ich häufiger leichte Rückenschmerzen und Schulterblatt,, hauptsächlich an der BWS nachmal leicht brennend. Die Schmerzen machen sich am meisten im Sitzen bemerkbar. Schmerzmittel nehme ich wegen den Rückenschmerzen nie ein, wenn es mal stärker ist, reicht Diclofenac oder Ibu Salbe.
Was ich dazu noch sagen muss, das heute meine Rückenmuskulatur um einiges schlechter ist als vor 2 Jahren.
.
Ich habe dazu jetzt folgende Fragen.
Wäre es mit dem Befund sinnvoll, KG zu machen oder ist der Befund dafür zu geringfügig?

Oder wäre es evtl. doch noch notwendig vorher zum Orthopäde zu gehen? Würde das aber eigentlich gerne umgehen.
Aber Befund ist ja leider schon älter und sehr Oberflächlich.
Und es wurde vor 1 Jahr bei einer Thorax Aufnahme mal zufällig folgendes Festgestellt
"Verkalkungen Projektion auf den linke Lungenunterfeld, am ehesten Rippenknorpelverkalkungen entsprechend"
Und was ist auch kürzlich festgestellt habe ist das am Sternum Link eine Rippe "höher" steht , als auf der rechten Seite. Selten leichte Schmerzen am Sternum.
Könnte das beides vom der Kyphosierung der BWS kommen? Kurz gefragt, kann es sein, das sich mein Brustkorb durch die BWS immer mehr verformt? Wenn ja, könnte da KG weitere Verschlechterungen vorbeugen oder andere mass nahmen sinnvoll sein?


Gruß
Jessy


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BeitragVerfasst: 08.04.15, 07:24 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

ich kannn jetzt nur mal in Bezug auf die Skoliose antworten.
Es handelt sich nur um einen klinischen Befund, der nicht per Bildgebung belegt / spezifiziert wurde. Wenn aktuell nichts gegen ein Röntgenbild spricht, sollten Sie sich einen Orthopäden suchen, der Ganzaufnahmen der Wirbelsäule im Stand machen kann. Alles andere ist zum Ausmessen der Krümmungswinkel nutzlos bzw. die Gefahr von Falsch-Messungen steigt.
Eine Liste mit entsprechenden Ärzten finden Sie in speziellen Foren zu diesem Krankheitsbild über google.
Bis 10° nach Cobb spricht man nur von einer skoliotischen Fehlhaltung. Haben ca. 90% der Deutschen, ist nicht behandlungsbedürftig.
Ab >10° sollte KG, bestenfalls nach Schroth, durchgeführt werden. Adressen von Therapeuten würden Sie über die beiden spezialisierten Kliniken erhalten.
Ab >20° bzw. über 40-50° ist KG alleine nicht mehr unbedingt ausreihend.

bezüglich der Kyphose kann ich leider nicht mit Zahlen dienen.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 08.04.15, 12:57 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 833
Hallo,
ich möchte mich meiner Vorrednerin anschließen, nur noch folgendes ergänzen:
Die Indikation zur Physiotherapie bestimmt der klinische Befund, also Ihre Beschwerden, nicht allein der Krümmungswinkel. In Deutschland muss bis heute die Therapie vom Arzt verordnet werden. Es ist aber egal, welcher Arzt: Hausarzt, Facharzt oder Zahnarzt. Zur Therapie: Für die Behandlung der Skoliose ist die Therapie nach Schroth sehr sinnvoll! Aber es gibt ähnliche Therapien, die ebenfalls sinnvoll sind. Der Enkel von Katharina Schroth, ein Orthopäde und Physiotherapeut und jahrelanger Chefarzt der Skoliose-Klinik in Sobernheim hat z. B. ein eigenes Konzept entwickelt, welches der Therapie nach Katharina Schroth angelehnt ist.
Wenn es aber um die Schmerzbehandlung geht, kommen weitere Therapien infrage. Desweiteren wirkt auch die Vojta-Therapie bei der Skoliose zur Aufrichtung der Wirbelsäule.
Zu der Frage: "Kann es sein, dass sich mein Brustkorb immer weiter verformt?" Ja, aber man kann was dagegen tun! (siehe oben)
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
Physiotherapeutin und
Gesundheitswissenschaftlerin


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BeitragVerfasst: 13.04.15, 00:51 
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Registriert: 05.12.08, 20:34
Beiträge: 728
Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich habe bloß noch ein paar kurze Fragen. Hilft die Vojta-Therapie überhaupt bei der Kyphose? Das scheint bei das zu sein, was die Beschwerden verursachen und scheint auch nicht so ganz minimal zu sein, Brustwirbel sind zb. sehr stark im stehen, sichtbar. Die Skoliose scheint, wenn überhaupt nur minimal zu sein.
Mit der Therapie nach Schroth, hört sich gut an, scheint aber er schwierig zu sein jemand zu finden, der das macht.

Und wäre es sinnvoll, den Thorax Befund mit zum Orthopäde mitzunehmen? Oder ist auszuschließen das es von der BWS kommt und ohne Bedeutung? Würde es dann lieber lassen, den Bericht mitzunehmen

Und wäre Funktionstraining oder Rehasport noch zusätzlich sinnvoll?

Gruß
Jessy


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BeitragVerfasst: 13.04.15, 09:48 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

bezüglich der Therapeuten: ja, Schroth bieten nicht so viele an. Sie können in den beiden Fachkliniken eine halbwegs aktuelle Liste mit Therapeuten in der Nähe Ihres Wohnortes anfordern. Einfach anrufen, aber in Frage kommenden PLZ-Bereich parat haben!

Gruß
Die Anästhesieschwester


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