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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kniebeugen wie richtig ausführen?
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 Betreff des Beitrags: Kniebeugen wie richtig ausführen?
BeitragVerfasst: 10.09.14, 16:25 
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Registriert: 09.07.11, 08:21
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Hallo zusammen,

ist es für die Knie besser, gesünder, wenn man bei Kniebeugen ganz tief geht (ass to grass), so, wie das spielende Kinder in der Hocke machen, oder wenn man bei einem 90 Grad-Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel aufhört?

Wenn wenn man mögliichst tief geht, dann ist der Winkel zwischen im Kniegelenk ja sehr spitz und aufgrunddessen die Fläche im Kniegelenk sehr klein, auf dem die Spannung, die Kraft lastet. Wenn man nur so tief geht, bis die Beine einen rechten Winkel bilden, ist der Winkel im Kniegelenk größer und somit auch die Fläche größer, auf die die Spannung, die Kraft lastet.

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU

PS: Gibt es dazu eine aktuelle, unabhängige Studie?


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BeitragVerfasst: 09.12.15, 10:58 
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Interessierter

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Beiträge: 8
Hi,

ich mache jeden Tag 20 Kniebeugen im Rahmen meines morgendlichen Workouts. Dabei gehe ich nur so tief, bis die Beine einen rechten Winkel bilden. Damit ist, wie du auch schon sagst, die Fläche größer, die trainiert wird. Um ehrlich zu sein, sehe ich keinen Vorteil in der "Ass-To-Gras" - Taktik. Jeder den ich kenne macht es genauso. Ob es dazu eine Studie gibt? Hm, ich glaube eher nicht.


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BeitragVerfasst: 09.12.15, 20:41 
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Beiträge: 833
Hallo,
Kniebeugen sollten "nur" bis zum rechten Winkel ausgeführt werden.
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
Physiotherapeutin und
Gesundheitswissenschaftlerin

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BeitragVerfasst: 09.12.15, 20:56 
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Registriert: 09.07.11, 08:21
Beiträge: 130
Johanna Seeländer hat geschrieben:
Hallo,
Kniebeugen sollten "nur" bis zum rechten Winkel ausgeführt werden.
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
Physiotherapeutin und
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Hallo,

und warum?

Schöne Grüße


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BeitragVerfasst: 10.12.15, 12:46 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Der Unbeugsame hat geschrieben:
Johanna Seeländer hat geschrieben:
Hallo,
Kniebeugen sollten "nur" bis zum rechten Winkel ausgeführt werden.
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
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Hallo,

und warum?

Schöne Grüße


ich denke weil das zuviel Dehnung vorne im Knie gibt wenn man ganz runter geht.


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BeitragVerfasst: 10.12.15, 18:50 
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Beiträge: 3246
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Das Knie hat aber diesen Bewegungsumfang, die Bändern und Sehnen lassen ebenfalls die volle Beugung zu. Es gibt meines Wissens keine brauchbare Studie, die belegt, dass Kniebeugen weiter als bis zu den magischen 90 Grad Beugung irgendeinen Vorteil hätten. Die Scherkräfte, die bei einer teilweisen Beugung und anschliessendem Übergang in eine Streckung auf die Menisci wirken, dürften nicht unbeachtlich sein.
Gewichtheber gehen insbesondere beim Reißen extrem in die Hocke, die Beine in der Regel nicht parallel und die Knie weit über die Zehen nach vorne hinaus - machen also alles falsch, was man nur falsch machen kann.
Bild
Dennoch ist dieser Sport nicht für besondere Knieprobleme bekannt.

Mich würde daher auch interessieren, wie diese Anweisung begründet wird.

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BeitragVerfasst: 10.12.15, 19:06 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Das Knie hat aber diesen Bewegungsumfang, die Bändern und Sehnen lassen ebenfalls die volle Beugung zu. Es gibt meines Wissens keine brauchbare Studie, die belegt, dass Kniebeugen weiter als bis zu den magischen 90 Grad Beugung irgendeinen Vorteil hätten. Die Scherkräfte, die bei einer teilweisen Beugung und anschliessendem Übergang in eine Streckung auf die Menisci wirken, dürften nicht unbeachtlich sein.
Gewichtheber gehen insbesondere beim Reißen extrem in die Hocke, die Beine in der Regel nicht parallel und die Knie weit über die Zehen nach vorne hinaus - machen also alles falsch, was man nur falsch machen kann.
Bild
Dennoch ist dieser Sport nicht für besondere Knieprobleme bekannt.

Mich würde daher auch interessieren, wie diese Anweisung begründet wird.



da hast du aber einen verlinkt. Wenn ich dem ins Gesicht sehe kann ich mir fast vorstellen warum das keinen Spass macht :lachen:


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BeitragVerfasst: 11.12.15, 17:42 
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Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3246
Wohnort: Friesland
Das verkniffene Gesicht kommt daher, dass der in dieser Position die Pobacken zusammenkneifen muss. Sonst gibt es einen "Unfall". :christmas

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BeitragVerfasst: 12.12.15, 12:10 
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Beiträge: 833
Hallo,
um die Frage nach Studien zu beantworten, sollte man recherchieren. Das können Sie hier:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
Herzliche Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
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Johanna Seeländer M.Sc.
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BeitragVerfasst: 12.12.15, 23:09 
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Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3246
Wohnort: Friesland
Och nö. Frau Seeländer. Wer eine Behauptung aufstellt, sollte sie schon belegen können. Dem Frager zu sagen, er solle selber suchen, hat nichts mit einem sachlichen Austausch zu tun. So stellt man sich in wissenschaftlicher Diskussion lediglich ins Abseits.

Aber folgen wir Ihrer Aufforderung und suchen mal nach deep squats.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23821469 :
"Concerns about degenerative changes of the tendofemoral complex and the apparent higher risk for chondromalacia, osteoarthritis, and osteochondritis in deep squats are unfounded. With the same load configuration as in the deep squat, half and quarter squat training with comparatively supra-maximal loads will favour degenerative changes in the knee joints and spinal joints in the long term. Provided that technique is learned accurately under expert supervision and with progressive training loads, the deep squat presents an effective training exercise for protection against injuries and strengthening of the lower extremity. Contrary to commonly voiced concern, deep squats do not contribute increased risk of injury to passive tissues."

Oops.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22797000 :
"These data suggest that training for the knee extensors can be performed with low relative intensities but require a deep squat depth."

Oh oh.

Weitermachen?
Okay:
http://german-aesthetics.com/kniebeugen ... atten/5499
http://musqle.de/der-fall-der-tiefen-kniebeugen
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23085977

Die angegebenen Referenzen dürfen Sie sich selbst raussuchen. Nur soviel: ich habe keine Studie gefunden, die die von Ihnen aufgestellte These stützt.

Schade, ich hätte gerne dazu gelernt, aber da Sie nicht bereit sind, Ihre These fachlich zu untermauern, wird da wohl nichts draus

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BeitragVerfasst: 13.12.15, 09:39 
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Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 833
Sehr geehrte Frau Goretzky,
ich habe hier mit meinem Expertenwissen geantwortet. Unter Vordehnung maximale Kraft einzusetzen ist biomechanisch keiner Dauerbelastung gewachsen. Hierüber Studien zu recherchieren habe ich einfach kein Interesse.....Ich arbeite an anderen wissenschaftlichen Themen...Ich betreue dieses Forum schon sehr lange und ehrenamtlich.
Um zu verstehen, wie die Forscher zu ihren von Ihnen recherchierten Ergebnissen kommen, müsste man sich die Studien genauer ansehen. Wie groß war die Fallzahl, wie lange nach der Dauerbelastung wurde nachuntersucht, wurden Frauen und Männer untersucht...und so weiter..
JS

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Johanna Seeländer M.Sc.
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BeitragVerfasst: 13.12.15, 15:37 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3246
Wohnort: Friesland
Ich ziehe aus Ihrer Antwort für mich das Fazit, daß Sie eine Meinung kundgetan haben, die Sie nicht belegen können, und ansonsten kein Interesse an einem Austausch mit anderen haben. Daß Sie dieses Forum "schon sehr lange und ehrenamtlich" betreuen, ist ein Totschlagargument, welches jeder Moderator hier anbringen könnte.

Persönlich halte ich nichts von Experten, die die Quelle Ihres Wissens nicht offenlegen wollen. Zu oft verstecken sich dahinter völlig veraltete Ansichten oder gar urban legend.

Sehr geehrte Frau Goretzky,
als Wissenschaftlerin bin ich immer für neue Erkenntnisse offen. Aber das konnten Sie nicht wissen. Nur so einen Ton, wie Sie hier angeschlagen haben, dulde ich in diesem Forum nicht. Unten gehe ich fachlich auf Ihre Argumente ein....
JS

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BeitragVerfasst: 13.12.15, 16:55 
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Registriert: 13.06.10, 18:46
Beiträge: 225
hallo und (fast) schon guten abend,
ich bin zwar kein moderator und auch kein megaexperte, kann aber vielleicht aus sicht als ergotherapeut etwas dazu sagen.
:)
ich war neulich auf einer fortbildung (es ging zwar ums tapen..) und da hatten wir dieses thema zufällig aufgegriffen.
sowohl in meiner ausbildung als auch in der fortbildung war der tenor so, dass die belastung bei der 90 grad kniebeuge, also dem rechten winkel, höher ist, als wenn man bei der kniebeuge tiefer geht. dieser sogenannte anpressdruck soll angeblich niedriger werden wenn man über den 90 grad winkel hinausgeht. also scheinbar ist eine tiefere kniebeuge nicht unbedingt schlechter.
es kommt vor allem darauf an wie man die kniebeuge ausführt, wie sich die belastungsverteilung quasi auswirkt.
es ist auch so, je tiefer man geht, desto mehr werden die muskeln der rückseite mit eingesetzt, die belastung des kniegelenks wird somit auch wieder weniger.
dazu kommt noch dass man ja bei der 90 grad kniebeuge abbremst, hier wirken dann höhere kräfte wie wenn man es einfach "auslaufen" lässt in die tiefe variante.
ein österreichischer sportmediziner sagte dazu mal, dass dieses "hinhocken" eine natürlichere bewegung ist (naturvölker..kinder die hocken usw), als das abbremsen beim 90 grad "hofknicks". (darf man den namen des sportmediziners nennen?)
ich weiss nicht ob ich sinniges beitragen konnte, aber meiner meinung nach ist die 90grad variante nicht die bessere.
lg

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"In der Idee leben heißt, das Unmögliche behandeln, als wenn es möglich wäre!" ~~ Johann Wolfgang von Göthe


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BeitragVerfasst: 15.12.15, 21:06 
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Registriert: 15.09.04, 15:37
Beiträge: 833
Lieber Ergotherapeut,
Ihre Argumente finde ich sehr interessant.
Aber die angesprochene Hocke der Naturvölker ist für sehr viele unserer Patienten/Klienten und Sportler gar nicht möglich einzunehmen. Und wenn die physiologische Hockposition (gleichmäßige Belastung auf den Fuß und nicht nur auf dem Fußballen) nicht möglich ist, wird der Anpressdruck im Knie auf die Patella und die Menisken noch höher. Aber, auch die Naturvölker gehen zwar in die tiefe Hocke, üben aber keine tiefen Kniebeuge.
Es gibt beim Training im maximalem Bewegungsausmaß keinen Zugewinn an Trainingseffekten. (Deshalb hatte ich irgendwie wenig Lust gehabt, hier ausführlich zu antworten. Aber Sie haben so freundlich geschrieben...)
Und Sehnen und Bänder, wie hier die Patella-Sehne laufend aus der maximalen Vordehnung ständig zu stressen, kann nicht gut sein, auch wenn es vielleicht schwer ist, dies in einem Studiendesign nachzuweisen. Aber, um hier genaueres zu sagen, müsste man sich die oben genannten Studien näher ansehen. Z.B. Wie lange war der Zeitraum der Studie.
Ich habe mehrere Jahre Hochleistungssportler betreut und auch ehemalige Hochleistungssportler. Sehr viele von Ihnen hatten enorme diverse Gelenkprobleme...
Beste Grüße
Johanna Seeländer M.Sc.
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BeitragVerfasst: 15.12.15, 21:58 
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Registriert: 13.06.10, 18:46
Beiträge: 225
hallo fr seeländer :)
ich hatte in meiner ausführung tatsächlich eins nicht bedacht:
WER macht denn die kniebeuge. und unsere patienten, da haben sie wohl recht, kommen nicht so weit runter...
bei sportlern wie dem fragesteller ist die sache von der fitness natürlich wieder anders.
ich persönlich finde kniebeugen sowieso sehr schwer, liegt aber an meinem eigenen kaputten knie :wink:
lg

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