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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Amitriptylin und Betäubung beim Zahnarzt
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BeitragVerfasst: 03.05.16, 21:02 
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Interessierter

Registriert: 01.04.16, 11:31
Beiträge: 10
Schönen guten abend
Ich möchte hier eine frage stellen auf die ich bis jetzt keine eindeutige Antwort finden konnte.
Eine Psychiaterin verschrieb mir kürzlich aufgrund chronischer schulterschmerzen und daraus resultierenden Depressionen Amitriptylin. Am abend der ersten Einnahme las ich mir zuvor den beipackzettel durch und entdeckte folgenden Hinweis: -sprechen sie mit ihrem Arzt oder Apotheker wenn ihnen ein (zahn)chirurgischer Eingriff bevorsteht, bei dem ein Betäubungsmittel eingesetzt wird.
Ich habe das Medikament darauf nicht eingenommen, da es für mich eine Horrorvorstellung ist das sich während der Einnahme evtl.ein Zahn entzünden könnte und dann auf Grund des Medikaments, die Betäubung evtl.nicht wirkt.So interpretiere ich zumindestend den Hinweis auf dem Beipackzettel.
Ich fragte also meinen Zahnarzt. Dieser kannte das Medikament nicht.Meinte aber das MAO hemmer möglicherweise das Adrenalin in den Betäubungsspritzen abbaut und dadurch evtl.die Betäubung nicht so gut wirkt.Er machte mir aber einen unsicheren Eindruck bei seiner Aussage. Also fragte ich heute meine Psychiaterin. Diese meinte das Amitriptylin erstens kein MAO hemmer wäre, sonder aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva.Und zweitens würde es nicht stimmen,das die Betäubung dann nicht wirkt.Auserdem müsste in der zeit in der ich das Mittel nehme,ja nicht unbedingt etwas mit meinen Zähnen passieren.Sie ging aber sonst nicht weiter auf das Thema ein.
Was stimmt denn nun?Die Hersteller des Medikaments geben doch nicht ohne Grund einen Hinweis an!Und was genau ist mit diesem Hinweis gemeint? Betäubungswirkung?erhöhte Blutungsneigung durch das Medikament bei Eingriffen?? Leider wird in dem beipackzettel nicht auf das wieso weshalb warum eingegangen.
Weiß jemand die Antwort?lg


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BeitragVerfasst: 04.05.16, 20:55 
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Interessierter

Registriert: 29.06.13, 19:11
Beiträge: 18
Hallo,

ich nehme auch Amitriptylin und hatte den Hinweis leider vorher nicht gelesen. :?

Bei mir war es so, dass die Betäubung ganz normal gewirkt hat, ich danach aber Probleme bekam, weil die Spritze im ganzen Körper wirkte (beduselt, nicht mehr geradeaus denken können, schläfrig). Das Betäubungsmittel war das gleiche wie immer (hatte ich sonst immer gut vertragen) und der Zahnarzt war auch nicht "ungeschickt" beim Spritzen, er könnte natürlich trotzdem ein Gefäß getroffen haben. Leider war ich mit dem Auto da, das musste ich direkt abstellen unterwegs...

Ich schiebe die Nachwirkungen jedenfalls auf das Amitriptylin.

LG, Gärtnerin


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BeitragVerfasst: 05.05.16, 05:29 
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Interessierter

Registriert: 01.04.16, 11:31
Beiträge: 10
Vielen Dank, das beruhigt mich schon etwas das bei Ihnen die Betäubung wohl gegriffen hat.
Weiß vielleicht jemand hier den genauen Grund für den Hinweis auf dem beipackzettel? Würde mich jetzt wirklich interessieren.


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BeitragVerfasst: 05.05.16, 14:29 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

der Grund, warum (potenzielle) Nebenwirkungen im Beipackzettel aufgeführt sind, ist der, dass während der Studien zur Zulassung des Präparates bestimmte Symptome / Beschwerden / Krankheiten bei den Probanden aufgetreten sind. Ob die direkt, indirekt oder gar nicht in Zusammenhang mit der Gabe des Präparates zusammenhängen, wird nicht immer ersichtlich und ist manchmal auch einfach nicht klar. Trotzdem muss das im Beipackzettel angesprochen werden.
Ähnlich verhält es sich mit den Wechselwirkungen zu anderen Wirkstoffen.


Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 05.05.16, 15:41 
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Interessierter

Registriert: 01.04.16, 11:31
Beiträge: 10
Vielen Dank, das klingt einleuchtend. Ich habe beim durchsuchen des www auch keine Fälle finden können die schreiben das sie Amitriptilyn einnehmen und dadurch die Betäubung versagt hätte. Ausser einen Fall aber auch das kann ja an anderen Gegebenheiten gelegen haben.


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