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medizin-forum.de • Thema anzeigen - warum Dyspnoe bei IV-Injektion von Ascorbinsäure möglich?
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BeitragVerfasst: 09.10.17, 20:47 
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In der Fachinformation des hiesigen Injektionspräparats findet sich:
Bei Patienten mit
bekannten Atemwegsbeschwerden (wie z.B. obstruktive und restriktive Bronchialund
Pulmonalerkrankungen) kann es in Einzelfällen bei Behandlung mit
hohen Dosen (ab 7,5 g) von xxxxxxxxx® zu akuten Dyspnoen kommen.


Mein erster Gedanke war, dass dies an der Protonenzufuhr liegt, immerhin enthält so ein 7,5 g / 50 ml - Fläschchen 42,6 mmol Ascorbinsäure. Das Präparat enthält allerdings auch Natriumhydrogencarbonat, wobei die Angabe zum pH-Wert nicht in der Fachinformation enthalten ist, jedoch die Pressemappe von 6 - 7 spricht, also fast vollständig neutralisiert.
Nimmt man die Angabe zum Na-Gehalt, nämlich 42,3 mmol, bietet man mit der Injektion nominell 0,3 mmol an, was auf 5 l Blut verteilt nach Henderson-Hasselbalch gerade mal eine pH-Senkung von so um die 0,001 macht.

Gibt es eine sekundäre Bildung von Protonen im Blut, etwa auf dem Weg Ascorbat -> DHA und nach Reduktion wieder Ascorbinsäure, die dann zu Atemreiz und Atemnot führen? Oder schraubt das Redoxsystem an irgendwelchen anderen Gleichgewichten, die die Sauerstoffsättigungskurve verschieben und so Atemnot auslösen können?


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BeitragVerfasst: 10.10.17, 15:36 
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Beiträge: 2
Allmählich dämmert es mir. Es wird zwar eine annähernd neutrale Lösung gespritzt, aber Ascorbinsäure ist mit pKs = 4,1 wesentlich stärker als Kohlensäure mit pKs_eff unter physiologischen Bedingungen von 6,1. Die Ascorbinsäure wird also Protonen abgeben, was dazu führt, dass sich das Gleichgewicht der Kohlensäure dahingehend verschiebt, dass CO2 abgeatmet werden muss.

Gibt es dafür Rechner oder Nomogramme? Die üblichen, die ich kenne, gehen immer von einer Zugabe freier Protonen aus.


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