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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beschwerde Ärztekammer
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BeitragVerfasst: 31.12.08, 18:49 
Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

Ihr Hilfsangebot in allen Ehren, aber das einzige, worum es Ihnen geht, ist eine weitere Angriffsfläche für Ihre Argumente zu erhalten. Ärzte machen wohl keine Fehler, nur Patienten. Ich spiele nicht Katz und Maus und habe noch jedem Arzt meine Befunde vorgelegt, sofern Interesse daran bestand. Ich ziere mich alleine deshalb, weil ich zum einen hier nicht meine Krankengeschichte diskutieren wollte und zum zweiten schon gar nicht in einem öffentlichen Netz. Damit Sie Ihren Seelenfrieden bekommen und nachdem ich mich eh schon "halb nackig" gemacht hab, erhalten Sie noch etwas Kanonenfutter:

Zu ihren Fragen: Ja, ich nehme regelmäßig Schmerzmittel ein, allerdings nur welche, die frei in der Apotheke erhältlich sind. Die Wirbelsäule wurde noch nicht untersucht. Die Atemnot tritt sporadisch auf, unabhängig von Belastungs- oder Stresszuständen.

In Kurzfassung meine Krankengeschichte, Untersuchungs- u. Laborergebnisse:

Juni 2007:
Nach Entfernung einer Zecke Erythem über komplette Oberschenkelvorderseite

Laborwerte (2 Wochen später):
IgG negativ, IgM positiv
IgM-AK gegen B. burgdorferi senu lato (Spezis: burgdorferi sensu stricto, afzellii, garnii) nachgewiesen.
VlsE positiv, IgM-Blot positiv, VlsE positiv, Borrelien-WB 41 kDA positiv, TPHA negativ
Infektionsstadium I-II möglich. Kontrolluntersuchung nach 4-6 Wochen empfohlen
Therapie: 2 Wochen Doxy 2 x 100 mg, Kontrolle laut HA nicht notwendig

Aug/Sept. 2007: wieder Augenentzündung, die erstmals bei B. auftrat
Augenärztin verschriebt Salbe, Kontrolluntersuchung 2 Wochen später: Augenentzündung immer noch vorhanden. Laut Augenärztin wohl Allergie, solle künftig auf Kosmetika verzichten, dann wird’s schon weggehen

Okt. 2007:
Elisa negativ
MCV Fl erhöht, restl. Blutbild normal

Hausarzt überweist zum Neurologen mit V.a. Karpaltunnelsyndrom
Verdacht bestätigt sich nicht

Nov. 2007:
Über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen immer wieder Kontrollverlust der Blase
Beschwerden verschwinden wieder bis Febr. 2008

März 2008:
Hausarzt überweist zum MRT m. Kontrastmittel:
Einzelne Marklagerläsion, insgesamt altersentsprechend unauffällig

April 2008:
Auf Empfehlung anderen Allgemeinmediziner aufgesucht. ELISA negativ.
Solle mich damit abfinden.

April 2008: Frauenarzt (B. nicht erwähnt):
Einige frauenspez. Symptome erwähnt und um Hormonstatus gebeten
Meint, es seien evtl. vorgezogene Wechseljahre, versuchsweise Hormonpräparat
angeboten, dankend abgelehnt

Mai 2008:
Heilpraktiker: Mehrere Vit.B-Spritzen und Globulis
War der Meinung, ein altes Trauma sei aufgebrochen

Laborwerte Juni 2008 (im Rahmen einer Studie):

Leukozyten 4,4 Zellen/nl (Ref. 4,8-10,8 )
Ferritin 16 ng/ml (Ref. 10-291)
Erys, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV, MCH, MCHC, Thrombos im Normbereich

Verminderte Mikronährstoffspiegel:
Natrium, Magnesium, Zink, Coenzym Q10, Vit. B5, Vit. B6, Vit. D, Biotin

Erhöhter Kupferwert

Aminosäuren-Screening :
Vermindert waren Arginin, Glutaminsäure, Asparaginsäure, Taurin, Ornithin
Carnitin im Serum

Urin/Stuhluntersuchung :
Verminderter Aktivitätsgrad des Mukosaimmunsystems bei vermindertem sekretorischem IgA

Juli 2008:

ELISA negativ

Elispot:
Borellien—Antigen OspC positiv
Vollantigen positiv

Westernblot:
IgM negativ
IgG Banden p31, p30 und p17 positiv

Laut Labor immunologisch Hinweis auf aktive bzw. behandlungsbedürftige Borrelien-Infektion

Rocephin 2 g i.v. über 10 Tage

Oktober 2008:
Andere Augenärztin:
Sehr trockene Augen, Bindehaut extrem faltig
Kommentar: „Damit werden Sie noch Probleme bekommen“.
Verschreibt Hylo-Vision Augentropfen und Gel

Oktober 2008:
HNO-Arzt wegen Tinnitus aufgesucht (B. nicht erwähnt)
Hörvermögen links deutlich schlechter als rechts, jedoch noch im Normbereich
Verschreibt Gingo Bilboa für mindestens 3 Monate, vorher keine Kontrolluntersuchung notwendig

November 2008:
Besuch bei besagtem Neurologen, Diagnose „Psychische Probleme“

November 2008:
Ozontherapie über 6 Wochen

Dezember 2008:
Laborbefunde Check-up:
BSG, Bilirubin und Eisen erhöht
Krea, H-Sre, Calcium, Kalium, Natrium, GOT, GPT, GGT, AP, Cholesterin, Triglyceride, HDL-Cho, LDL-Cho, TSH basal, HABE, MCV, HK, HB, Erys, Leukos, Thrombos, MCHC, GesEW im Normbereich
Diagnose: Morbus Meulengracht

Ich hoffe, Ihre Neugier hiermit befriedigt zu haben und diese leidige Diskussion zum Abschluss bringen zu können. Dass meine Frage in diesem Forum absolut deplaziert war, habe selbst ich inzwischen bemerkt. Ich werde jedoch weiterhin tun, was ich für richtig halte, ungeachtet dessen, was Sie oder andere darüber denken mögen.

Trotz allem wünsche ich einen Guten Rutsch.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.01.09, 13:56 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Hallo timmie,

Zitat:
aber das einzige, worum es Ihnen geht, ist eine weitere Angriffsfläche für Ihre Argumente zu erhalten.

Schade, wenn Sie das so sehen. Wahrscheinlich habe ich nichts besseres zu tun, als andere User zu ärgern. :wink:

Zitat:
Ärzte machen wohl keine Fehler, nur Patienten.

Habe ich in diesem Thread etwas überlesen? Wo steht das denn?

Ich habe mehrfach versucht, Ihnen klarzumachen, das ohne gewisse Informationen eine Stellungnahme nicht möglich ist.
Zitat:
Ich ziere mich alleine deshalb, weil ich zum einen hier nicht meine Krankengeschichte diskutieren wollte und zum zweiten schon gar nicht in einem öffentlichen Netz.

Das verstehe ich nicht. Sie sind hier - im Gegensatz zu mir - völlig anonym. Wer soll denn durch diese Informationen auf Ihren Namen kommen? Die Nennung von Jahreszahlen und Monaten wäre nicht nötig gewesen.

Aber kommen wir nun zurück zu Ihrer Kernfrage
Zitat:
dennoch würde mich mal interessieren, ob Sie es für angebracht halten, dass ein Arzt nach so kurzem Gespräch mit einem ihm völlig unbekannten Patienten eine Diagnose stellt, ungeachtet dessen welche dies nun ist, ohne überhaupt einen Blick auf vorhandene Befunde zu werfen?


Anhand Ihrer nunmehr ausführlich geschilderten Krankengeschichte würde ich von hier aus sagen: Nein, das halte ich nicht für angebracht. Ich persönlich hätte mir die Befunde zeigen lassen. Und dann hätte ich Ihnen erklärt, warum ich evtl. Untersuchungen nicht mehr brauche.
Oder ich hätte Sie untersucht/weitere Untersuchungen veranlasst - das hängt vom Verlauf des Gespräches ab.

Und genau an diesem Punkt wird es problematisch:
Sie erwarten eine Stellungnahme , die in etwa lautet, es sei ja "völlig unmöglich" oder gar "falsch", so zu handeln, wie der Neurologe. Er hätte dieses oder jenes machen müssen!

Ich hingegen sage:
Ohne bei dem Gespräch dabei gewesen zu sein, kann man das Verhalten nicht endgültig beurteilen. Haben Sie vielleicht von einigen Befungen mündlich berichtet ? Kannte er Sie evtl. schon von vorangegangenen Gesprächen (Hausarzt überweist zum Neurologen mit V.a. Karpaltunnelsyndrom
Verdacht bestätigt sich nicht
) ?
Waren Sie evtl. unfreundlich ? Haben Sie sich selbst gleich auf Borreliose festgelegt ?

All´ diese Fragen können wir hier nicht endgültig beantworten.
Aber Sie haben ja auch einige Fragen noch nicht beantwortet:
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Und nun ?
Was wollen Sie mit Ihrer Beschwerde erreichen?
Soll der Neurologe an den Pranger gestellt werden?
Soll er eine Rüge bekommen?
Soll er das Geld zurückgeben?
Wer soll hier prüfen, was richtig /angebracht / falsch ist ?
Welche Kriterien würden Sie dafür anlegen?



Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.01.09, 22:07 
Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

sollte ich mich bezüglich Ihres Hilfsangebots geirrt haben, habe ich absolut kein Problem damit, mich hiermit öffentlich bei Ihnen zu entschuldigen. Allerdings kann ich die daraus resultierende Hilfe leider noch nicht erkennen. Nach wie vor beschleicht mich das dumpfe Gefühl, dass es Ihnen vorrangig darum geht, jeglichen Makel von der Ärzteschaft fernzuhalten. Sie erwarten von mir die Beantwortung sämtlicher von Ihnen gestellter Fragen, im Gegenzug erhalte ich auf meine Fragen größtenteils eine Gegenfrage. Meine Kernfrage hatte auch nichts mit einer Stellungnahme zu diesem leidigen Neurologenbesuch zu tun, sondern wurde meinerseits gestellt, um die Möglichkeiten bezüglich einer ordentlich gestellten Arztbeschwerde zu eruieren. Dennoch werde ich all Ihre Fragen wunschgemäß beantworten:

1. Über Befunde wurde in keinster Weise gesprochen. Es wurde lediglich von mir das Thema Laborbefunde angesprochen, worauf dieser Arzt mir deutlich machte, dass diese nach einer durchgemachten Infektion nicht von Bedeutung sind.

2. Dieser Arzt kannte mich weder von vorherigen Besuchen noch anderweitig. Der vorausgegange Besuch war bei einem anderen Neurologen.

3. Ich war absolut nicht unfreundlich, hatte auch keinen Grund hierfür. Schließlich ging ich zu dem Arzt, weil ich etwas von ihm wollte, nämlich Hilfe bezüglich meiner Beschwerden.

4. Ich habe lediglich angesprochen, dass die Beschwerden erstmals bei dieser Infektion auftraten, das war möglicherweise bereits zuviel. Es wird viel darüber diskutiert, ob eine derartige Infektion andere Krankheiten triggern kann. Ich bin kein Mediziner und kann dies nicht beurteilen, halte dies jedoch nicht für ausgeschlossen.

5. Mit meiner Beschwerde möchte ich erreichen, dass dieser Neurologe seine arrogante Haltung ggü. Patienten überdenkt. Dadurch, dass er sich zu einer Beschwerde äußern muss, entsteht ihm ein gewisser Arbeitsaufwand, den er sich hätte ersparen können. Meine bescheidene Hoffnung ist, dass sich dieser Arzt vielleicht zukünftig etwas mehr Gedanken bezüglich seines Auftretens macht. Das alleine würde ich bereits als Erfolg verbuchen, mehr kann ich wohl auch kaum erwarten.

6. Wer hätte einen Vorteil davon, wenn dieser Neurologe an den Pranger gestellt werden würde? Absolut indiskutabel.

7. Kaum vorstellbar, dass dieser Neurologe eine Rüge erhalten wird. Wäre meines Erachtens allerdings durchaus angebracht.

8. Mir persönlich ist kein Fall bekannt, in welchem ein Arzt in einem derartigen Fall sein Honorar zurückbezahlen musste. Allerdings war die Leistung, die er erbrachte absolut keinen müden Cent wert.

9. Niemand kann hier prüfen, was richtig oder falsch ist. Allein der Neurologe und ich wissen, was bei diesem Gespräch vorgefallen ist. Dennoch halte ich eine Arztbeschwerde durchaus für sinnvoll. Würden mehr Patienten von diesem Recht Gebrauch machen, wäre allein aufgrund des Verwaltungsaufwandes vielleicht sogar eine Ärztekammer dazu bereit, in Einzelfällen Handlungsbedarf zu hinterfragen. Dies wäre dem Ansehen der Ärzteschaft sicherlich dienlicher, als grundsätzlich jegliche Art von Kritik von sich zu weisen.

10. Es ist nicht meine Aufgabe, irgendwelche Kriterien hierzu aufzustellen. Allerdings steht ein Kassenarzt im Vertragsverhältnis mit der Krankenkasse und hat dementsprechend auch Leistungen zu erbringen. Sollte er mit deren Bezahlung oder sonstigen Gegebenheiten nicht einverstanden sein, so soll er dies bitte mit den hierfür zutändigen Stellen klären oder so konsequent sein und seine Kassenzulassung zurückgeben. Dies auf dem Rücken von Patienten auszutragen ist für mich absolut unakzeptabel.

Nachdem ich nun wirklich all Ihre Fragen beantwortet habe, würde ich mich freuen, auch auf meine offenen Fragen noch eine Antwort zu erhalten.

1. Für mich als Beitragszahler ist so ein Vorfall mehr als ärgerlich, denn solche Ärzte kosten die Kasse auch Geld. Geld das für engagierte Ärzte und notwendige Behandlungen nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn das System wird, verdienen die Ärzte am meisten, die das geringste Interesse an ihrer Arbeit und ihren Patienten haben. Halten Sie dies für korrekt?

2. Es geht hier nicht um Diagnosen oder Krankengeschichten, sondern um die Art und Weise, wie Ärzte mit Patienten umspringen. Nehmen Sie doch dazu mal Stellung!

3. Vielleicht können Sie mich aber darüber aufklären, wie man innerhalb eines 5-Min.-Gesprächs psychische Störungen von körperlichen Symptomen unterscheiden kann?

Da Sie sich so sehr für meine "eindeutigen Laborergebnisse" interessiert haben und ich diese sowie weitere Daten veröffentlicht habe, würde mich Ihre Stellungnahme hierzu natürlich brennend interessieren.

Herzlichen Dank.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.01.09, 00:00 
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Registriert: 25.09.08, 15:34
Beiträge: 125
Wohnort: Berlin
hallo timmie.

hier noch mal ein paar antworten zu folgendem: (deine antworten sind dick geschrieben)

Willst Du mir damit jetzt suggerieren, dass ich ein bissl "gaga" bin, weil ich mich über einen Arzt beschweren möchte?

:wink: ja, so ungefähr.

aber natürlich erkläre ich noch mal genauer.

ich finde, menschen welche wenig selbstbewusstsein haben (was ja auch unter psychisch zählt) können mit problemen schwer umgehen. für diese menschen ist die möglichkeit, bzw. die handlung der beschwerde ihre einzige möglichkeit für ihr inneres eine beruhigung zu finden. ich finde, bei deinem arztbesuch ist überhaupt nichts geschehen, kein behandlungsfehler liegt vor. daher sehe ich deine beschwerde nur als dem arzt eins auswischen wollen. also als psychisches problem(schwäche ) deiner seits.

es ist für mich gut nachvollziehbar, dass du dich über die kurze abfertigung deines arztes ärgerst. aber warum hast du dich abfertigen lassen, wenn du mehr wolltest, warum bist du nicht noch sitzen geblieben, bzw. wenn er womöglich raus ging, ihm nachgerannt ?

ich habe selber sehr oft solche ärzte, welche in meinen augen das "flasche" machen/untersuchen. oder auch in meinen augen das "flasche "mich fragen.
manche ärzte haben auch schon blöde bemerkungen über mich gemacht....

ich werde aber nie auf die idee kommen, einen arzt welchen solchen kleinigkeiten anzuklagen.
klar ich rege mich auch öfters drüber auf. (suche mir dann aber einen neuen arzt) aber oft rege ich mich auch über mich auf.

weil ich weiß, ärzte haben alle irgenwo ahnung von ihrem beruf, aber nicht jeder patient paßt mit jedem arzt zusammen.

so habe ich oft mal ganz andere vorstellungen , wie ich behandelt werden will.
oft beantworte ich die fragen der ärzte flasch, weil ich mich z.B. nicht gut genug beobachte, daher oft gar nicht weiß, wie mir was weh tut, wie mir schlecht ist.... oftmals sage ich auch nicht die ganze warheit....

Ich kämpfe seit 1 1/2 Jahren darum, einen Arzt zu finden, der meine Beschwerden ernst nimmt, Untersuchungen und evtl. notwendige Behandlung einleitet

na ich finde, bei dir wurde schon sehr viel untersucht. da scheinen dich ja schon viele ärzte ernst genommen zu haben.

Mit meiner Beschwerde möchte ich erreichen, dass dieser Neurologe seine arrogante Haltung ggü. Patienten überdenkt. Dadurch, dass er sich zu einer Beschwerde äußern muss, entsteht ihm ein gewisser Arbeitsaufwand, den er sich hätte ersparen können. Meine bescheidene Hoffnung ist, dass sich dieser Arzt vielleicht zukünftig etwas mehr Gedanken bezüglich seines Auftretens macht. Das alleine würde ich bereits als Erfolg verbuchen, mehr kann ich wohl auch kaum erwarten.

woher weißt du den eigentlich, dass andere patienten überhaupt mit diesem arzt ein problem haben ?

mit ärzten wo ich "probleme" habe, haben ganz viele (oder sogar alle anderen) patienten keine problem , sondern sind mit dem arzt total zufrieden. wie gesagt es gehören immer zwei dazu.

zumal ich auch denke, die meisten patienten wechseln dann doch den arzt, wenn sie mit ihm nicht zufrieden sind. daher ist es echt quatsch, dass er etwas überdenken soll und muss. weil es bringt für keinen einen nutzen, NUR für deine psyche die genugtum.

:wink: einen zusätzlichen arbeitsaufwand wird er auch nicht haben, schließlich hat er ja sprechstundenhilfen, oder sogar eine angestellte, die nur die abrechnungen macht und auch den schriftwechsel für ihn erledigt.

daher eß ein stück schokolde und spar du dir die arbeit der beschwerde.

hierzu auch meine gedanken:

Für mich als Beitragszahler ist so ein Vorfall mehr als ärgerlich, denn solche Ärzte kosten die Kasse auch Geld. Geld das für engagierte Ärzte und notwendige Behandlungen nicht mehr zur Verfügung steht.

ich bin mir nicht soooo ganz sicher, aber ich glaube er hat in dem fall an dir gar nichts, oder nur sehr wenig verdient.

Vielleicht können Sie mich aber darüber aufklären, wie man innerhalb eines 5-Min.-Gesprächs psychische Störungen von körperlichen Symptomen unterscheiden kann

diese frage ist sehr gut.
aber auch ganz leicht zu benantworten. obwohl ich jetzt auch super lang werden könnte.

ich versuche es mal kurz. da ich ja auch keine lösungen/tricks verraten will.

es reichen echt 5 minuten oder weniger aus, um zu erkennen, ob ein mensche ein psychisches problem hat.
dies zeigt schon die körpersprache. (wie man läuft, wie man die hand gibt, wie man sich hinsetzt, wie man guckt.....)
auch ist ganz leicht an bestimmten worten zu erkennen, wie der mensch/patient drauf ist.
bestimmte sachverhalte sagt man je, wie man in stimmung ist(ob psychisch gut drauf, ob depressiv...) mit verschieden worten.
der arzt kann echt an deinen antworten, die auch ganz kurz sein können, vieles erkennen. weil viele worte (betonung, welches wort) bestimmtes in der psyche bezeichnen.


suche weiter einen arzt für dich, mit dem du so zufrieden bist. dass du ihn so nehmen kannst wie er ist, ohne dass du ihn verändern willst und musst.


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BeitragVerfasst: 03.01.09, 10:01 
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Guten Morgen Timmie!

Vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Jetzt haben wir endlich mal "Butter bei die Fische", wie wir Norddeutschen zu sagen pflegen. :wink:

Gerne gehe ich auf Ihren Beitrag ein.

Zitat:
Meine Kernfrage hatte auch nichts mit einer Stellungnahme zu diesem leidigen Neurologenbesuch zu tun, sondern wurde meinerseits gestellt, um die Möglichkeiten bezüglich einer ordentlich gestellten Arztbeschwerde zu eruieren.

Das hab´ ich schon verstanden. Sie wollten "nur" eine einfache Antwort.
Ich habe versucht, Ihnen zu erklären, das man das "so einfach" nicht beantworten kann.
Die Fragen meinerseits waren notwendig, um Klarheit in den Sachverhalt zu bringen.

Zitat:
Mit meiner Beschwerde möchte ich erreichen, dass dieser Neurologe seine arrogante Haltung ggü. Patienten überdenkt. Dadurch, dass er sich zu einer Beschwerde äußern muss, entsteht ihm ein gewisser Arbeitsaufwand, den er sich hätte ersparen können. Meine bescheidene Hoffnung ist, dass sich dieser Arzt vielleicht zukünftig etwas mehr Gedanken bezüglich seines Auftretens macht. Das alleine würde ich bereits als Erfolg verbuchen, mehr kann ich wohl auch kaum erwarten.

Das ist eine klar definierte Zielsetzung. Wenn Sie sich falsch behandelt fühlen, sollten Sie sich beschweren - das ist Ihr gutes Recht.
Sie haben sich beschwert - ohne Erfolg. Ich denke, auch diese Tatsache sollten Sie respektieren, oder ? Es besteht ja auch die entfernte Möglichkeit, das Sie die Sache falsch einschätzen.
Bemerkenswert finde ich in diesem Zusammenhang auch, das Sie sich jetzt "privat" behandeln lassen. Also ist auch Ihre Krankenkasse der Meinung, hier müßte nichts mehr gemacht werden ?

Zitat:
steht ein Kassenarzt im Vertragsverhältnis mit der Krankenkasse und hat dementsprechend auch Leistungen zu erbringen.

Dann beschweren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, wenn Sie meinen, der Arzt hätte seine Leistung nicht "vertragsgemäß" erbracht.

Zitat:
Für mich als Beitragszahler ist so ein Vorfall mehr als ärgerlich, denn solche Ärzte kosten die Kasse auch Geld. Geld das für engagierte Ärzte und notwendige Behandlungen nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn das System wird, verdienen die Ärzte am meisten, die das geringste Interesse an ihrer Arbeit und ihren Patienten haben. Halten Sie dies für korrekt?

Ich kann Ihre Frage leider nicht beantworten, denn Ihr Ansatz stimmt nicht. Schließlich könnte der Neurologe auch völlig richtig gehandelt haben. Dann hat er "dem System" unnötige Kosten erspart. Das mag Sie persönlich sehr ärgern - aber für das System ist der Verzicht auf weitere Untersuchungen sehr vorteilhaft.
Übrigens: Geld verdient der Kassenarzt heute nicht mehr mit Gesprächen. Das, was Sie erfahren haben, ist eine "Beratung" (Ziffer 1 GOÄ) und das ergibt beim aktuellen Punktwert nicht mal 5 Euro brutto!
Hätte Ihr Neurologe es auf´s Geld abgesehen, hätte er Sie einigen Geräte-Untersuchungen unterzogen und Ihnen dazu noch ein paar "Individuelle Gesundheitsleistungen" (IGeL) angeboten - natürlich gegen Bares!
Dies Geld verdient sich ja jetzt Ihr Privatarzt...

Zitat:
Es geht hier nicht um Diagnosen oder Krankengeschichten, sondern um die Art und Weise, wie Ärzte mit Patienten umspringen. Nehmen Sie doch dazu mal Stellung!

Um zu beurteilen, ob das Verhalten eines Arztes richtig war (hier: Einstufung als "psychisches Problem"), muß man sehr wohl wissen, welche Krankheiten dahinter stecken. Da machen Sie es sich zu einfach.
Ich habe dazu auch schon Stellung genommen:
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Anhand Ihrer nunmehr ausführlich geschilderten Krankengeschichte würde ich von hier aus sagen: Nein, das halte ich nicht für angebracht. Ich persönlich hätte mir die Befunde zeigen lassen. Und dann hätte ich Ihnen erklärt, warum ich evtl. Untersuchungen nicht mehr brauche.
Oder ich hätte Sie untersucht/weitere Untersuchungen veranlasst - das hängt vom Verlauf des Gespräches ab.


Zitat:
Vielleicht können Sie mich aber darüber aufklären, wie man innerhalb eines 5-Min.-Gesprächs psychische Störungen von körperlichen Symptomen unterscheiden kann?

Ich war nicht dabei (schrieb ich auch schon mal...), deshalb kann ich auch nicht sagen, warum der Kollege zu dieser Einschätzung kam.

Zitat:
Da Sie sich so sehr für meine "eindeutigen Laborergebnisse" interessiert haben und ich diese sowie weitere Daten veröffentlicht habe, würde mich Ihre Stellungnahme hierzu natürlich brennend interessieren.

Das haben Sie mißverstanden. Ich wollte diese Werte nicht, weil ich eine Diagnose stellen kann, sondern um den Sachverhalt zu beurteilen. Sie schrieben "eindeutig" - ich habe das aufgegriffen und nachgefragt.
Und wenn Sie meine Meinung als absoluter Laie in Sachen Borreliose hören wollen:
Sie hatten offensichtlich eine Borreliose, die innerhalb von 1,5 Jahren zweimal mit Antibiotika behandelt wurde. Nach der 2. Behandlung im Oktober fehlen spezifische Untersuchungen bzw. Titerverläufe in Sachen Borreliose.
Von "eindeutigen" Werten oder Symptom-Konstellationen kann hier keinesfalls die Rede sein - soviel vermag ich wohl zu sagen...

Wie behandelt Sie denn der Kollege, der das ganze privat abrechnet ?
War es nicht möglich, mit Hilfe der Krankenkasse einen Vertragsarzt zu finden ?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
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BeitragVerfasst: 03.01.09, 11:43 
Ich hatte eine simple Frage gestellt, auf die ich mir einige Antworten erhofft hatte. Wie bereits gesagt - Möglichkeiten, die ich in Erwägung ziehen kann. Welche Klarheit hat diese Diskussion denn nun gebracht - dass ich doch "gaga" bin? Hätte ich ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein, hätte ich mich kaum hier auf solch eine Diskussion eingelassen. Dass sich hier zwei Personen zu Wort gemeldet haben, die in Sachen Borreliose eindeutig Laien sind, kann ich allerdings nur unterstreichen.

Bei Borreliose gibt es nunmal leider keine "unangreifbar eindeutigen Laborergebnisse". Das kann Ihnen sicher jeder Arzt bestätigen, der sich auch nur annähernd mit dem Thema Borreliose auseinandergesetzt hat. Dennoch müssen meine Beschwerden ja irgendwo herkommen. Ich kann nicht ausschließen, dass sich die Borreliose für mich inzwischen erledigt hat, dennoch habe ich nach wie vor Beschwerden. Zur den ewig "psychischen" Vorwürfen möchte ich hier nur noch anfügen, dass von den Ärzten, bei denen ich die Borreliose nicht angesprochen habe, seltsamerweise keiner davon auch nur andeutungsweise psychische Probleme angesprochen hat. Sobald ich aber das Wort Borreliose ggü. den Ärzten auch nur erwähnte, wurde ich sofort als psychischer Fall abgehakt. Da kann ich zappeln und diskutieren, soviel ich will, aus der Schublade komm ich dann nicht mehr raus. Deshalb werde ich es bei künftigen Arztbesuchen tunlichst vermeiden, diese auch nur ansatzweise anzusprechen - es sei denn, ich werde danach gefragt. Soviel zum Katz- und Maus-Spiel.

Das Problem bei der Borreliose ist leider, dass man mit dieser Vorgeschichte nur die Wahl hat zwischen Pest und Cholera. Auf der einen Seite Ärzte, die eine Borreliose nach erfolgter Behandlung für absolut unmöglich halten, weshalb man wohl nur psychische Probleme haben kann. Auf der anderen Seite die sog. Spezialisten, die nahezu jedem mit Beschwerden, die nicht eindeutig zuzuordnen sind, eine Borreliose diagnostizieren und den Patienten mit wochen- und monatelangen Antibiosen behandeln. Auf die Nebenwirkungen solcher Therapien muss ich hier sicher nicht weiter eingehen. Wären diese Therapien so erfolgreich, gäbe es nicht so viele Patienten, die nach wie vor große gesundheitliche Probleme haben. Dazwischen klafft ein riesengroßes Niemandsland. Ich hatte wirklich großes Glück, in diesem Niemandsland einen Arzt zu finden, der von dieser Problematik weiß und mir mit weiteren Therapien hilft, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Dieser Arzt ist im übrigen nicht nur Internist, sondern auch Psychotherapeut - Sie sehen, ich bin in den besten Händen - und er ist sein Geld allemal wert. Jedoch muss ich mich jetzt nicht nur fragen, was ist an Untersuchungen bzw. Behandlungen sinnvoll, sondern zusätzlich was davon kann ich mir finanziell erlauben. Deshalb hätte ich mir gewünscht, einen Kassenarzt an meiner Seite zu haben, der mich diesbezüglich im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt. Aus diesem Grund habe ich mich auch an die Krankenkasse gewandt. Leider war es auch mit Hilfe der Krankenkasse nicht möglich, einen Vertragsarzt zu finden. Wäre die Krankenkasse der Meinung, es müsste nichts mehr gemacht werden, hätte sie mir kaum eine Reha angeboten. Aber auch eine Krankenkasse kann keinen Arzt zu Untersuchungen oder Behandlungen verpflichten.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.01.09, 12:24 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Hallo timmie,

Zitat:
Ich hatte eine simple Frage gestellt, auf die ich mir einige Antworten erhofft hatte. Wie bereits gesagt - Möglichkeiten, die ich in Erwägung ziehen kann.

Nun - Sie haben Antworten erhalten. Aber diese Antworten gefallen Ihnen nicht.

Zitat:
Leider war es auch mit Hilfe der Krankenkasse nicht möglich, einen Vertragsarzt zu finden.

Das verstehe ich jetzt nicht.
Ist Ihre Behandlung so teuer, das es sich für einen Vertragsarzt nicht lohnt, Sie zu behandeln?
Oder ist es tatsächlich so, wie Sie schon schrieben: Es will Sie kein Kassenarzt behandeln, weil das Problem nicht gesehen wird ?

Zitat:
Ich hatte wirklich großes Glück, in diesem Niemandsland einen Arzt zu finden, der von dieser Problematik weiß und mir mit weiteren Therapien hilft, die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Jetzt würde mich schon interessieren, was dieser Kollege macht!
Welche Beschwerden werden genau behandelt?
Wie wird behandelt ? (Das interessiert hier sicher viele mitlesende User, denn Borreliose ist im DMF immer wieder ein Thema!)
Hat der Arzt auch eine Kassenzulassung oder behandelt er ausschließlich Privatpatienten ?

Zitat:
Wäre die Krankenkasse der Meinung, es müsste nichts mehr gemacht werden, hätte sie mir kaum eine Reha angeboten.

Welcher Art sollte die Reha denn sein ? Bezog sich das auf die Folgen der Borreliose ?
Haben Sie die Reha angetreten ? Muß eine Reha nichjt ärztlich verordnet werden ?

Sie sehen - ich frage weiter nach. Nicht, um Sie hier bloßzustellen, sondern weil mich Ihr Fall wirklich interessiert.
Sie formulieren klare Symptome.
Sie haben eine Krankengeschichte, die Hinweise auf mögliche Ursachen gibt.
Aber offensichtlich ist es nicht möglich, Sie im Rahmen des "normalen" Krankenkassen-Systems adäquat zu behandeln.

Und wenn das alles wirklich so ist, wie Sie es hier darstellen, dann gebe ich Ihnen recht: Hier stimmt etwas nicht.

Deswegen würde ich gerne wissen: Was macht der ärztliche Kollege, der Sie jetzt behandelt ?

Gruß

Dr. A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
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BeitragVerfasst: 03.01.09, 12:39 
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Beiträge: 596
gelöscht nach lesen der letzten postings von timmie
Konnte meine Meinung z.T. revidieren, vorher war zuvieles unklar....
MfG
error6


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BeitragVerfasst: 03.01.09, 14:25 
Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

über die Reha kann ich leider keine weitere Auskunft geben. Nachdem ich mehrere Gespräche mit der Krankenkasse führte, hatte ich tatsächlich eine Sachbearbeiterin am Telefon, die sich wohl bereits mit dem Thema Borreliose beschäftigt hatte und mir erklärte, dass es der gesetzliche Rahmen nicht zulässt, für eine privatärztiche Behandlung Kosten zu erstatten. Danach hat Sie mir angeboten, mir einige Kliniken für eine geeignete Reha zu nennen. Da es für mich derzeit jedoch keinen Sinn macht, eine Reha anzutreten, haben wir über weitere Details nicht mehr gesprochen.

Ihr Kollege behandelt ausschließlich privat, hat keine Kassenzulassung und das sicher aus gutem Grund. Auf meinen Wunsch wurde erneut ELISA und Westernblot sowie Elispot veranlasst. Nach positivem Laborbescheid schlug er mir die Rocephin-Therapie vor, die ich dankend annahm, da es mir zu diesem Zeitpunkt wirklich extrem schlecht ging. Im Anschluss an die Antibiose habe ich sofort mit der Karde-Therapie weitergemacht (Karde-Elixier, pflanzliches Mittel zur Immunstärkung, Basenpulver, verschiedene Mittel zur Darmsanierung und Magnesium/Calcium). Da weiterhin Beschwerden bestanden, wurde eine Ozontherapie parallel zur Karde-Therapie angehängt. Die Karde-Therapie mache ich weiterhin. Weitere Therapieansätze wurden angesprochen, letztendlich ist jeder Ansatz jedoch nur ein Versuch. Die anschließenden Werte beim Check up (erhöhtes BSG und Eisen = Entzündungsmarker) bestätigen jedoch mein Empfinden, das weiterhin etwas am Laufen ist. Dennoch werde ich erst einmal versuchen, mich soweit es mir möglich ist um mein "normales Leben" kümmern, das ich durchaus auch noch habe und erstmal sehen, wie ich damit klar komme.

An Beschwerden bestehen nach wie vor immer wieder Gleichgewichtsstörungen, starke Kopf- und Rückenschmerzen (die jedoch in der Heftigkeit nachgelassen haben), häufiges Einschlafen von Händen und Füßen bzw. Teilen des Gesichts, "gefühlte Entzündungen" der Atemwege mit teilweiser Atemnot (keine Erkältung) und eine Art Reizhusten sowie immer wieder starke Stimmungsschwankungen (von depressiv bis aggressiv). Des weiteren hat sich wohl eine Nahrungsmittelunverträglichkeit eingeschlichen, allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, gegen was. Ich merke jedoch, dass es mir körperlich besser geht, wenn ich möglichst wenig esse. Sobald ich versuche, mich normal zu ernähren, bekomme ich immer wieder heftige Bauschmerzen mit anschließend wässrigem Druchfall. Danach sind die Bauchschmerzen auch wieder verschwunden. Mit dem Tinnitus werde ich mich wohl nach dieser relativ langen Zeit anfreunden müssen. Weiterhin habe ich immer wieder heftige Magenschmerzen. Da ich jedoch bereits vor über 20 Jahren wiederholt Probleme mit Gastritis hatte, welche mit entsprechender Ernährung seitdem keine Probleme mehr bereitete außer bei extremen Stresszuständen, würde ich diese tatsächlich der psychischen Belastung zuordnen. Die restlichen Beschwerden sind sicher nicht der Rede wert.

Die Frage, warum sich kein Vertragsarzt finden lässt, kann ich Ihnen letztendlich leider auch nicht beantworten. Allerdings kann ich Ihnen nur zustimmen, dass in diesem "normalen Krankenkassensystem" einiges schief läuft.

Gruß t.


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BeitragVerfasst: 03.01.09, 14:57 
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Hallo, Timmie!

Ich habe mich im letzten Jahr arg über einen Zahnarzt aufgeregt, der mir gar zu sehr die Igel Schiene fuhr.
Also hab ich mir einen neuen Zahnarzt gesucht, mit dem ich auch sehr gut klar komme.

Es passiert nun mal, das die Chemie nicht stimmt...also, nicht aufregen und bitte nicht verallgemeinern....Sie haben ja wohl nun auch einen Arzt Ihres Vertrauens :wink:
Kalli


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BeitragVerfasst: 03.01.09, 15:51 
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Hallo,

obwohl die Diskussion nun weitgehend abgeschlossen scheint, möchte ich dennoch kurz ein paar Dinge kommentieren:

Zitat:
Danach hat Sie mir angeboten, mir einige Kliniken für eine geeignete Reha zu nennen.

Aha. Die Krankenkasse hat Ihnen keine Reha angeboten, sie hat nur geeignete Kliniken genannt. Das ist ein grosser Unterschied, denn die Indikation zur Reha muß vom Arzt gestellt werden.

Zitat:
(...)und mir erklärte, dass es der gesetzliche Rahmen nicht zulässt, für eine privatärztiche Behandlung Kosten zu erstatten.

Richtig. Kassen dürfen nur Leistungen von zugelassenen Vertragsärzten erstatten.

Zitat:
Auf meinen Wunsch wurde erneut ELISA und Westernblot sowie Elispot veranlasst. Nach positivem Laborbescheid schlug er mir die Ceftriaxon (geändert in Wirkstoff)-Therapie vor,

Sie schrieben eine Beiträge vorher, Ihre Kasse hätte gesagt, das könne jeder normale Arzt behandeln. Stimmt.
Laborkontrollen und Therapie entsprechen dem Standard, den wohl jede Kasse bezahlt hätte. Die Frage ist nun: Wie kann es sein, das kein Kassenarzt Ihre Symptome ernstnimmt und Sie fachgerecht behandelt ?
Aus der Ferne scheint das schwer glaubhaft, zumal es ja bereits die festgestellte Diagnose "Borreliose" gibt. Und keiner der konsultierten Ärzte wollte das kontrollieren ?
Selbst Ihr jetziger Arzt des Vertrauens handelte erst "auf Ihren Wunsch" hin ?

Zitat:
Die anschließenden Werte beim Check up (erhöhtes BSG und Eisen = Entzündungsmarker) bestätigen jedoch mein Empfinden, das weiterhin etwas am Laufen ist.

Die Werte sind nun wahrlich keine Borreliose-Marker. Sie reagieren so ziemlich auf jede Entzündung, die sich im Körper abspielt.

Karde-Therapie und Ozonbehandlung sind wahrscheinlich keine generellen Kassenleistungen.
Aber alles andere hätte eine guter Hausarzt durchaus behandeln können.
Ihr Hausarzt hat das nicht getan, obwohl er Ihre Krankengeschichte kannte.
Warum? Hat er das begründet ? Haben Sie ihn einmal mit den aktuellen Ergebnissen konfrontiert ?

Sie sehen, mein Interesse ist weiterhin geweckt...

Gruß

Dr. A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
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BeitragVerfasst: 03.01.09, 18:42 
Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

einen Hausarzt habe ich schon lange nicht mehr. Die Erstdiagnose Borreliose stellte ein Arzt, den ich jetzt einfach mal als Hausarzt betitelt habe, der mich damals allerdings zum ersten Mal gesehen hatte, da zuvor ja so gut wie nie krank. Ich bin auch weiterhin zu ihm gegangen, allerdings war er der Meinung, die Beschwerden könnten nicht mehr von der Borreliose kommen, da bereits mit 3 Wochen Doxy behandelt. Einem Elispot (zahlt keine Kasse) hatte er nach langem Diskutieren zugestimmt, mir aber gleich gesagt, dass er diesen Test nicht kennt und nichts davon hält. Daraufhin habe ich von diesem Test erst einmal Abstand genommen. Der endgültige Knackpunkt war allerdings, dass ich ihn bat, die Blutabnahme zur Studie vorzunehmen, welche mir zuerst zugesagt wurde. Während ich im Wartezimmer saß und meine Röhrchen bereits abgegeben hatte, kam die Auszubildende und teilte mir mit, dass sie die Blutabnahme nicht durchführen können, da sie leider keine Zentrifuge besitzen (Gemeinschaftspraxis mit 3 Ärzten!) und mir meine Röhrchen zurück gab. Ich hätte durchaus auch für die Blutabnahme bezahlt, da dies ein größerer Aufwand war, der nicht über Kasse abgerechnet werden konnte.
Danach war dieser Arzt für mich Geschichte. Ich habe ihn auch nicht mit den aktuellen Ergebnissen konfrontiert.

Mein jetziger Arzt war - wenn ich dies richtig verstanden habe - der Meinung, dass diese Beschwerden eindeutig von der Borreliose kommen und eine Laborkontrolle nicht unbedingt notwendig ist. Ich wollte diesen Test allerdings, da ich mir selbst nicht mehr sicher war, ob ich mich nicht an der Borreliose festgebissen hatte.

Dass die Entzündungsmarker auf jegliche Entzündung reagieren, ist mir absolut bewusst. Dennoch kenne ich inzwischen meinen Körper ziemlich genau und habe deutlich gespürt, wo die Entzündung abgelaufen ist. Dass bei Borreliose immer wieder Entzündungsherde auftreten, ist durchaus bekannt. Natürlich kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass diese auf die Borreliose zurückzuführen sind.

Die Reha hätte sich für mich - so wie es aussieht - sowieso erledigt, da ich keinen Arzt habe, der mir die Indikation zur Reha stellt. So genau habe ich mich jedoch nicht mit diesem Thema beschäftigt.

Gruß t.


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BeitragVerfasst: 03.01.09, 19:00 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
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Wohnort: Hildesheim
Hallo,

Zitat:
Okt. 2007:
Elisa negativ
MCV Fl erhöht, restl. Blutbild normal
Hausarzt überweist zum Neurologen mit V.a. Karpaltunnelsyndrom

Zitat:
März 2008:
Hausarzt überweist zum MRT m. Kontrastmittel:

Zitat:
April 2008:
Auf Empfehlung anderen Allgemeinmediziner aufgesucht. ELISA negativ.


Was waren das für Ärzte?
Warum wurde zum MRT überwiesen ?
Das macht man ja nicht ohne Grund.

Ich versuche weiter zu ergründen, warum sich kein Arzt um Ihre Probleme gekümmert hat...

Gruß
Dr. A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
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BeitragVerfasst: 03.01.09, 21:03 
Hallo Herr Dr. Flaccus,

es waren Allgemeinmediziner. Die Überweisung zum Neurologen mit V. a. Karpaltunnelsyndrom sowie die Überweisung zum MRT zum Ausschluss einer MS erfolgten von demselben Arzt, der die Borreliose diagnostizierte.

Gruß t.


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BeitragVerfasst: 04.01.09, 10:06 
Ich denke, wir können diese Diskussion hiermit abschließen und bedanke mich für die gutgemeinten Ratschläge, wenngleich mich die Argumente nicht überzeugten. Für mich ist es nach wie vor ein sehr großer Unterschied, ob die Chemie zwischen Arzt und Patient nicht stimmt oder ob sich ein Vertragsarzt komplett seiner Pflicht entzieht.

timmie


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