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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beschwerde Ärztekammer
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 Betreff des Beitrags: Beschwerde Ärztekammer
BeitragVerfasst: 28.12.08, 20:51 
Hallo,
habe mich über einen Besuch beim Neurologen heftigst geärgert. Nach kurzem "Guten-Tag-Sagen", Dauer ca. 5 Min. wusste er schon, dass meine Beschwerden psychischer Natur seien. Vorhandene Laborbefunde hat er sich nicht angesehen, ließ sich auch auf keine Diskussion ein. Über dieses arroganteVerhalten war ich so verärgert, dass ich mich bei der Ärztekammer beschwert habe, natürlich ohne Erfolg. Sie haben mir geraten, mich nochmals mit dem Arzt in Verbindung zu setzen. Dies habe ich getan, habe ihm einen Brief geschrieben und um Stellungnahme gebeten - nach über 4 Wochen natürlich noch keine Antwort. Können sich Ärzte eigentlich alles erlauben? Ich bin nicht bereit, dieses Verhalten einfach so hinzunehmen, schließlich stehen auch Ärzte Ihren Patienten gegenüber in einer gewissen Pflicht! Was kann ich weiter tun, als nochmals die Ärztekammer und die Kassenärztl. Vereinigung anzuschreiben und mich nochmals zu beschweren?
LG timmie


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.12.08, 19:20 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Abend,

Sie waren beim Arzt und sind mit der Behandlung nicht zufrieden.
Solange allerdings kein Behandlungsfehler vorliegt, werden Sie kaum Unterstützung bei der Ärztekammer oder einer Krankenkasse bekommen.

Atmosphärische Störungen zwischen Arzt und Patient gibt es immer wieder. Wer soll nun entscheiden, was richtig oder falsch ist ?

Um was für "Beschwerden" geht es denn ?
Haben Sie sich "nur" unterhalten ( immerhin fünf Minuten!) ?
Fand eine körperliche Untersuchung statt ?

Zitat:
Ich bin nicht bereit, dieses Verhalten einfach so hinzunehmen,


Das müssen Sie auch nicht. Wechseln Sie einfach den Arzt, wenn Sie sich falsch behandelt fühlen.

Zitat:
schließlich stehen auch Ärzte Ihren Patienten gegenüber in einer gewissen Pflicht!


Richtig. Ihr Neurologe war der Meinung, mit einem Gespräch sei alles getan.
Sie sind anderer Meinung.
Aber wir alle hier wissen noch nicht einmal worum es geht.

Deshalb kann auch kein anderer Rat gegeben werden als bei Bedarf den Arzt zu wechseln.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.12.08, 21:01 
Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

es ist mir bekannt, dass unter Ärzten - wie sagt man so schön - "eine Krähe der andern kein Auge aushackt", dennoch würde mich mal interessieren, ob Sie es für angebracht halten, dass ein Arzt nach so kurzem Gespräch mit einem ihm völlig unbekannten Patienten eine Diagnose stellt, ungeachtet dessen welche dies nun ist, ohne überhaupt einen Blick auf vorhandene Befunde zu werfen?

"Athmosphärische Störungen" sind für mich etwas anderes und auch kein Grund, mich über einen Arzt zu beschweren. Das wird es immer wieder geben und in diesem Fall wäre Ihr Rat, sich einen anderen Arzt zu suchen, sicher richtig.

Im übrigen gehe ich nicht zu einem Neurologen, um ein Gespräch zu führen, sondern weil ich Beschwerden habe, welche ich abgeklärt und behandelt haben möchte.
Einen Behandlungsfehler kann ich ihm kaum vorwerfen, wenn er erst gar keine Behandlung in Erwägung zieht. Wenn dieser Arzt der Meinung ist, ordnungsgemäß gehandelt zu haben, dürfte es für ihn doch ein leichtes sein, mir seine Gründe für diese Diagnose zu nennen?

Ihr Rat, sich einen neuen Arzt zu suchen finde ich hier etwas unangebracht. Für mich als Beitragszahler ist so ein Vorfall mehr als ärgerlich, denn solche Ärzte kosten die Kasse auch Geld. Geld das für engagierte Ärzte und notwendige Behandlungen nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn das System wird, verdienen die Ärzte am meisten, die das geringste Interesse an ihrer Arbeit und ihren Patienten haben. Halten Sie dies für korrekt?

MfG timmie


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 10:33 
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Beiträge: 4393
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Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Aber wir alle hier wissen noch nicht einmal worum es geht.

Deshalb kann auch kein anderer Rat gegeben werden als bei Bedarf den Arzt zu wechseln.

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Dr. A. Flaccus
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 13:17 
Es geht hier nicht um Diagnosen oder Krankengeschichten, sondern um die Art und Weise, wie Ärzte mit Patienten umspringen. Nehmen Sie doch dazu mal Stellung!


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BeitragVerfasst: 30.12.08, 13:25 
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Guten Tag,

natürlich geht es hier um Details.

Sie haben Ihrem Neurologen fünf Minuten (!) Ihre Beschwerden geschildert.
Danach hielt er es nicht für nötig, Sie zu untersuchen.
Er bewertete Ihre Beschwerden allein nach dem Gespräch ( = Anamnese) als "psychisch".

Er hält das für richtig.
Sie halten das für falsch.

Was soll man dazu ohne Detailkenntnisse noch sagen ?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 13:55 
Für Sie als Notarzt ist es notwendig, innerhalb weniger Minuten eine Diagnose erstellen zu müssen. Für einen Hausarzt zur Diagnose einer banalen Erkältung o.ä. mag die Zeit auch noch ausreichen, aber Sie wollen mir jetzt bitte nicht damit sagen, dass bei komplizierteren Krankheitsverläufen 5 Min. ausreichend sind - ohne Blick auf Laborwerte - um sich hierüber ein Urteil erlauben zu können? Genauso wenig wie man alle Ärzte in eine Schublade stecken sollte, sollte man von Ärzten erwarten dürfen, dass sie nicht alle Patienten über einen Kamm scheren.

Mit der Diagnose "psychische Störung" entzieht sich meiner Meinung nach der Arzt lediglich seiner Verantwortung. Vielleicht können Sie mich aber darüber aufklären, wie man innerhalb eines 5-Min.-Gesprächs psychische Störungen von körperlichen Symptomen unterscheiden kann?


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BeitragVerfasst: 30.12.08, 15:11 
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Hallo,

Zitat:
Vielleicht können Sie mich aber darüber aufklären, wie man innerhalb eines 5-Min.-Gesprächs psychische Störungen von körperlichen Symptomen unterscheiden kann?


Ja. Vielleicht kann ich das tatsächlich.
Wenn Sie mir nur noch kurz sagen, worüber in diesen fünf Minuten gesprochen wurde...

Gruß

Dr. A. Flaccus

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 17:23 
Da sage nochmal einer, ich sei hartnäckig

Ich teilte diesem Neurologen mit, dass sich die Beschwerden erstmalig im Frühjahr 2007 nach einer Infektion einstellten, welche mit 3 Wochen Doxy behandelt wurde. Auf seine Frage, welche Beschwerden ich denn habe:

Gleichgewichtsstörungen, Einschlafen von Händen, Füßen, li. Gesichtshälfte, tagelange heftige Kopfschmerzen, starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm, ständiger Tinnitus, Anfälle von Atemnot.

Irtümmlich hatte ich ihm noch Kreislaufprobleme genannt. Wie ich jetzt weiß, handelte es sich allerdings eher um Unterzuckerungen, die ich seitdem im Griff habe.

Weitere Beschwerden wagte ich mich schon gar nicht mehr aufzuzählen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 17:39 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Abend,

hat der Neurologe auch nach "schon durchgeführten Untersuchungen" gefragt ?
Wurden welche gemacht ?
Ergebnisse ?

Ach - und sicher gab es doch eine Überweisung zum Neurologen, oder ?
Von wem ?
Was stand drauf ?

Gruß

Dr. A. Flaccus

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 Betreff des Beitrags: Beschwerde
BeitragVerfasst: 30.12.08, 19:58 
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Interessierter

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Beiträge: 13
Also wenn die Sache nicht so ernst und traurig wäre könnte ich schon wieder drüber lachen!!!

Ich muss mich hier ganz klar auf die Seite von timmie stellen. Ich kenne selber solche Probleme und könnte regelmäßig die Wände hochgehen. Es scheint in Deutschland einfach nicht möglich zu sein sich über einen Arzt zu beschweren. Die Krankenkassen verweisen auf die Kassenärztliche Vereinigung, diese wiederum auf den Patienteninformationsdienst und dieser wiederum auf die unabhängige Beschwerdestelle. Komisch ist nur, dass am Ende nie einer zuständig ist. Da fragt man sich doch warum? Arzt ist im Grunde genommen ein Beruf wie jeder anderer auch und somit sollte man auch die Möglichkeit haben sich zu beschweren, wenn man mit der Arbeit nicht zufrieden ist. Abgesehen davon hat timmie auch vollkommen recht damit, dass durch solche Ärzte eine Menge Geld verschwendet wird, was dann wieder an derer Stelle fehlt.

timmie ich kann dir nur raten den Weg weiter zu gehen und einfach nachzugeben. Denn der Arzt behandelt nicht nur dich, sondern auch täglich viele andere Patienten!

Ihnen Dr. Falccus möchte ich nur fragen, warum Sie nicht einfach die gewünschte Information weitergeben, anstatt hier diese komischen Frage-Antwort-Spielchen zu machen? Denn schließlich ist doch dieses Forum da um Informationen auszutauschen, oder?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 20:21 
Weitere Untersuchungen? Ist das von Interesse? Gemacht wurden einige aber gefragt hat er mich danach nicht. Meine Angaben bezüglich Beschwerden waren für diesen Arzt völlig ausreichend, um eine Diagnose zu stellen. Als ich ihn danach auf Laborbefunde ansprach, bekam ich eine Antwort die ich schon so oft hören musste: Laborbefunde nach dieser durchgemachten Infektion sind völlig bedeutungslos.

Eine Überweisung zum Neurologen hatte ich nicht. Nachdem ich bei meiner Krankenkasse einen Antrag auf teilweise Kostenübernahme von Behandlungs- und Laborkosten für meine privatärztliche Behandlung gebeten hatte, wurde dies zuerst mit dem Kommentar abgelehnt: Diese Krankheit kann jeder Hausarzt behandeln. Daraufhin habe ich solange bei meiner Krankenkasse nachgebohrt, bis mir dieser Arzt als
B...-Facharzt empfohlen wurde. Die Kostenübernahme wurde trotz zweimaligen Einspruchs abgelehnt, als Alternative wurde mir eine Reha angeboten, die ich jedoch ablehnte, weil mir eine Reha ohne Behandlung auch nicht weiterhilft.

So, Herr Dr. Flaccus, jetzt bin ich aber gespannt auf Ihren Kommentar. Derweilen schließe ich mich dem Kommentar von lift23 an:" Wenn's nicht so ernst und traurig wäre, könnte ich schon wieder drüber lachen"


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.12.08, 20:50 
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Registriert: 25.09.08, 15:34
Beiträge: 125
Wohnort: Berlin
@ timmie

in einem punkt muss ich dir recht geben, es ist zur zeit sehr große mode, dass man von ärzten (besonders haus und allgemeinmedizinern ) als psychisch gaga (psychische Störung)
eingestuft wird.
nur zu so einem bild gehören immer zwei. ein arzt und ein patient. und mit seinem ganzem auftretten, seinen gesten, seiner wortwahl... wie man sich gibt.... wie man die beschwerden beschreibt.... setzt man schon ein zeichen und gibt dem arzt überhaupt erst die möglichkeit so über einen zu denken.

ich halte überhaupt nichts davon, wenn patient wegen jedem kleinem bissel (das was dir passiert ist, ist in meinen augen nicht der rede wert)
sich beschweren rennt.

ich halte absolut gar nichts von beschwerden gegen ärzte.

ganz salopp meine meinung, wer bei solchen fällen wie es bei dir war, zur ärztekammer rennt, der ist psychisch schon belastet.

warum musst du dich beschweren ? was mancht es dann bei dir im inneren leichter ?
deine gesundheitlichen beschwerden sind trotzdem noch da.

es ist NUR ein genugtum für deine psyche, wenn du die möglichkeit hast dich zu beschweren.

und die energie, welche du für die beschwerde brauchst, kannst du auch für die neue arztsuche nehmen.

es ist schon richtig, bissel ausgibiger hätter der arzt schon auf deine beschwerden eingehen sollen. nur warum suchst du dir jetzt keinen anderen, warum klammerst du so an diesem? mit diesem hast du nun "schlechte" erfahrungen gemacht, das wird auch nicht besser, wenn du dir bei ihm eine neue behandlung erzwingst.

ihr beide passt einfach nicht zusammen.


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BeitragVerfasst: 30.12.08, 23:03 
Willst Du mir damit jetzt suggerieren, dass ich ein bissl "gaga" bin, weil ich mich über einen Arzt beschweren möchte? Oder mache ich für Dich hier den Eindruck, als wäre ich etwas "gaga"? Ich habe diesem Arzt lediglich ganz sachlich meine Beschwerden geschildert, ohne Gejammer, ohne Vorwürfe, einfach nur eine schlichte einfache sachliche Schilderung.

Ich kämpfe seit 1 1/2 Jahren darum, einen Arzt zu finden, der meine Beschwerden ernst nimmt, Untersuchungen und evtl. notwendige Behandlung einleitet und hab in dieser Zeit mächtig viel schlucken müssen, ohne mich zu beschweren. Darunter hat meine Psyche tatsächlich gelitten. Diese Art von Ignoranz ist mir jedoch noch nicht untergekommen. Für Dich mag es nicht der Rede wert sein, ich sehe das anders. Wenn ich in meiner Arbeit Mist baue, folgt die Retoure sofort.

Es geht mir hier nicht um Rachegedanken oder ähnliches, es geht mir auch nicht um Genugtuung, aber dieser Arzt sollte dringend seine Haltung ggü. Patienten überdenken - auch im Interesse künftiger Patienten.

Die weitere Arztsuche werde ich mir ersparen, denn das will ich mir wirklich nicht mehr antun, zumal ich glücklicherweise einen Arzt meines Vertrauens gefunden habe, allerdings keinen Kassenarzt...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.12.08, 15:27 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Tag,

zunächst einmal halte ich fest: Noch immer wissen wir nicht, worüber wir hier eigentlich genau sprechen, denn timmie verrät uns nicht, welche Laborbefunde vorliegen, die ja so "eindeutig" sind.

Wenn Sie mit Ihren Ärzten auch so "Katz´ und Maus" spielen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn man Sie nicht ernst nimmt.

Ich habe Ihnen angeboten, Hilfestellung zu leisten. Aber Sie nehmen das Angebot nur teilweise an und werfen immer wieder Bruchstücke in die Runde.
So funktioniert das nicht.

Dennoch werde ich den Teil, den Sie jetzt - endlich - preisgegeben haben kommentieren. Das habe ich ja zugesagt.

Warum frage ich immer wieder nach ? Will ich jemanden ärgern ?

Nein. Ich möchte vernünftige Informationen haben, bevor ich eine Aussage treffe.

Nur durch meine letzten Nachfragen wissen wir jetzt:
Der Neurologe hat offensichtlich nicht nachgefragt.
Das allerdings wäre bei den geschilderten Beschwerden
Zitat:
Gleichgewichtsstörungen, Einschlafen von Händen, Füßen, li. Gesichtshälfte, tagelange heftige Kopfschmerzen, starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm, ständiger Tinnitus, Anfälle von Atemnot.
m.E. wichtig gewesen.

Fragen wie:
- Gab es schon eine Kernspintomografie?
- Nehmen Sie regelmäßig Schmerzmittel ein ?
- Hat ein Orthopäde schon die Wirbelsäule untersucht ?
- Hat ein HNO-Arzt zum Tinnitus Stellung genommen ?
- Tritt die Atemnot bei Belastung / in Ruhe / in Stress-Situationen auf ?

wären hilfreich, um das ganze einzugrenzen.

Aber vielleicht hatte der Neurologe auch Gründe, nicht danach zu fragen. Ich will mal Lindel zitieren:
Zitat:
nur zu so einem bild gehören immer zwei. ein arzt und ein patient. und mit seinem ganzem auftretten, seinen gesten, seiner wortwahl... wie man sich gibt.... wie man die beschwerden beschreibt.... setzt man schon ein zeichen und gibt dem arzt überhaupt erst die möglichkeit so über einen zu denken.


Sie kommen ohne Überweisung und haben damit evtl. signalisiert: Ich hab´ das jetzt mal selbst entschieden. Auch so etwas ist ein Signal. (Es fehlt die Empfehlung vom Hausarzt, der mit seiner Überweisung die Notwendigkeit eines Neurologen quasi "bescheinigt").
Zusammen mit Ihrem Auftreten und mit Art und Inhalt Ihrer Erzählung ( was wir hier lesen ist ja auch nur Ihre Version!) haben Sie dem Neurologen ein Bild vermittelt. Und er hat für sich entschieden: Ich brauche keine weiteren Infos. Mir reicht das so.

Ich schrieb das schon mal:
Sie halten das für falsch.
Er hält das für richtig.
(Und ich hätte evtl. doch die o.g. Fragen gestellt...)

Und nun ?
Was wollen Sie mit Ihrer Beschwerde erreichen?
Soll der Neurologe an den Pranger gestellt werden?
Soll er eine Rüge bekommen?
Soll er das Geld zurückgeben?
Wer soll hier prüfen, was richtig /angebracht / falsch ist ?
Welche Kriterien würden Sie dafür anlegen?

Was machen Sie, wenn Sie sich in deiner Apotheke schlecht behandelt/beraten fühlen? Wenden Sie sich dann an die Apothekerkammer oder die Kasse?
Ich denke, das werden Sie nicht tun. Sie wechseln einfach die Apotheke, oder ?

Und so ende ich mit einem Zitat vom Beginn dieses Threads:
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Deshalb kann auch kein anderer Rat gegeben werden als bei Bedarf den Arzt zu wechseln.


Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für 2009!

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
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