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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Einschätzung der Situation
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 Betreff des Beitrags: Einschätzung der Situation
BeitragVerfasst: 02.09.15, 05:46 
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Registriert: 16.04.11, 10:45
Beiträge: 36
Ich wusste, nicht ob ich das hier posten soll oder im Praxismanagement Bereich...

Ehrlich gesagt habe ich länger überlegt, ob ich den Thread überhaupt schreiben soll.

Aber ich bin jemand der leicht verunsichert ist, gerade was das Verhalten anderer Menschen angeht.
Und hätte daher gerne Rückmeldungen anderer Leute, wie Sie die Situation beurteilen.


Vor Kurzem hatte ich einen Termin bei einem Psychologen bezüglich eines Erstgesprächs. Der Arzt ist Spezialist für mein Störungsbild und seine Praxis liegt leider am anderen Ende Deutschlands.

Vorweg gab es einige Schwierigkeiten meinerseits wegen der Terminvereinbarung, da ich möglichst kostengünstig reisen wollte und die Bahntarife zwischen Tag und Uhrzeit sehr variieren. Der Arzt war da sehr flexibel und entgegenkommend.

Ich bin dann am vereinbarten Tag nach einer fast 10 stündigen Nachtfahrt mit der Bahn, früh morgens angekommen und habe kurz vor dem Terminbeginn eine Absage des Arztes wegen persönlicher Probleme erhalten. Auf meine Bitte den Termin auf später zu verlegen, meinte der Arzt das leider alle weiteren Termine mit Patienten belegt seinen und von denen bislang auch keiner abgesagt hätte, den Vormittag selbst, sei er zudem anderweitig verplant.

War für mich jetzt nicht so tragisch, da ich mich nicht in einer akuten gesundheitlichen Notlage befand und auch die lange Bahnfahrt macht mir nicht so viel aus, abgesehen vom finanziellen Verlust vielleicht.

Dennoch war ich irgendwie ein wenig irritiert, da ich mir ohnehin etwas blöd vorkam 20Stunden Bahnfahrt für ein 1 stündiges Gespräch anzutreten. Da dieses nun ausfiel, kam ich mir noch blöder vor.

Ich frage mich jetzt, wie das Verhalten des Arztes zu werten ist, denn eigentlich war er sehr nett und hat sich auch für die Umstände entschuldigt. Andererseits frage ich mich aber wieso er nicht einem der anderen Patienten (einem mit kürzerem Reiseweg) abgesagt hat, um meinen Termin zu verschieben oder eine Stunde an seinen Arbeitstag angehängt hat.

Ich hätte jetzt gerne ne kurze Rückmeldung, möglichst von anderen Ärzten, wie Sie die Situation gehändelt hätten, wie angemessen das Ganze war, und ob sich daraus gar etwas schlussfolgern lässt.

Freundliche Grüße
Prothesengott


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschätzung der Situation
BeitragVerfasst: 02.09.15, 09:28 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Prothesengott hat geschrieben:
...wieso er nicht einem der anderen Patienten (einem mit kürzerem Reiseweg) abgesagt hat, um meinen Termin zu verschieben
Das geht keinesfalls. Man würde dann den einen Patienten den anderen vorziehen, und dafür gibt es keine Rechtfertigung. Bei einem Notfall wäre das etwas anderes, aber der liegt nicht vor. Und die Entscheidung des Patienten, 10 Stunden anzureisen, ist seine, nicht die des Arztes. Wenn man darauf reagieren würde, würde man dem Patienten die Hoheit über die Planung einräumen. Und das darf man nur in engen Grenzen.

Zitat:
... oder eine Stunde an seinen Arbeitstag angehängt hat.
Das wäre natürlich eine Option gewesen, gerade weil der Patient einen ewig langen Weg auf sich genommen hat (ich will ja nicht herumkritteln, aber: musste das mit der langen Fahrt wirklich sein? Oder hat man da Hoffnungen hineingelegt, die überzogen waren?). Ich würde die Entscheidung davon abhängig machen, aus welchem Grund ich den Ersttermin absagen musste. War es eine schwere Erkrankung? (eigentlich der einzige Grund, warum ich Termine kurzfristig absage) Dann wird man wohl auch am Abend nicht fit sein. Oder etwas, was einem am Abend noch die Luft lässt? Dann hätte ich das dem Patienten angeboten.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Einschätzung der Situation
BeitragVerfasst: 02.09.15, 17:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 16.04.11, 10:45
Beiträge: 36
Danke schon mal für das Feedback,

Zitat:
Das geht keinesfalls. Man würde dann den einen Patienten den anderen vorziehen, und dafür gibt es keine Rechtfertigung. Bei einem Notfall wäre das etwas anderes, aber der liegt nicht vor.


Gut zu wissen, das dies keine Option gewesen wäre, dann fühle ich mich auch nicht mehr so übergangen.

Zitat:
ich will ja nicht herumkritteln, aber: musste das mit der langen Fahrt wirklich sein? Oder hat man da Hoffnungen hineingelegt, die überzogen waren?).


Naja zu der langen Fahrt war ich persönlich bereit, und das stellt für mich auch nicht so eine Belastung dar. Zudem ging es ehr um eine Begutachtung, eventuell für die Krankenkasse. Der Arzt gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet und dessen Aussage zu meinem Krankheitsbild hat daher eventuell mehr Gewicht als das eines anderen Arztes. Bin da jedenfalls nicht hingereist mit der Hoffnung auf einem Wunderheiler ;)

Zitat:
Ich würde die Entscheidung davon abhängig machen, aus welchem Grund ich den Ersttermin absagen musste. War es eine schwere Erkrankung?


Die Absage beruhte auf einer Erkrankung des Kindes, also ein durchaus triftiger Grund. Die Situation konnte aber bereits am Morgen durch einen Kinderarztbesuch gelöst werden und daher war er gegen Mittag wieder geschäftsfähig.

Wenn ich aber davon ausgehe das er tatsächlich durchgehend Patienten hatte und am Abend vielleicht auch bereits verplant war, dann war die Terminabsage wahrscheinlich doch die angemessenste Lösung. Ist wohl einfach Pech gewesen :mrgreen:


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