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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Welche Äußerungen im ärztlichen Bericht sind zulässig?
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BeitragVerfasst: 03.04.14, 20:30 
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Das Problem: bei manche psychisch Kranke:
X-Tests = o.B. Bericht wird Patient in der Hand gedrückt.
Bericht kommt beim Arzt nie an oder wenn an Arzt geschickt (was wir ja nur mit Schweigepflichtentbindung machen können) Arzt wird gewechselt.
Warum?
Krankheit bringt Aufmerksamkeit. Von Ärzte, Krankenschwester, Familie, Freunde.
Geht weiter: schon psychogene Patienten gehabt - organisch gesund. 80% Schwerbehinderung, EU Rente, Pflegestufe - auf Verdacht auf Diagnosen basiert. Die sich nie bestätigen ließen.
Aber alle "ohne Befunde" Briefe "verschwinden". V.a. erhalten wir.

Deswegen nicht so einfach wie du das dir vorstellst.
Habe X Gespräche mit solche Patienten geführt. 3 Monate später... Anfrage nach Befunde von der nächsten Krankenhaus....


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BeitragVerfasst: 03.04.14, 21:31 
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Daher finde ich einen Einblick ja so gut, dass man sowas in einem Forum auch erfährt, wie es manchmal eben geht oder halt auch nicht. Daher Danke :-D

Nein, leicht stelle ich mir nichts vor, denn wer den Leuten auch hinter die Stirn gucken kann, hat natürlich mehr Widrigkeiten zu bewältigen.

Als psychisch halbwegs gesunder Mensch ohne solche Kenntnisse kann man sich vieles eben nicht vorstellen. Denn eigentlich ist man ja sehr glücklich, dass die Abklärung positiv "endete", also "kein Befund". Ich kann nur erahnen, wie es für jemanden sein muss zB. bei Phantomschmerzen (Schmerzgedächtnis) dass man eben zwar sonst gesund ist aber eben dennoch leidet. Ein Hypochonder wird sich auch nie verstanden fühlen. Es ist eben sehr komplex und nur von Leuten nachzuvollziehen, die sich beruflich damit befassen. Wir sehen es doch schon bei Kindern, wenn sie "Bauchweh" haben, dass es oftmals ein Ruf nach Aufmerksamkeit und Umsorgung ist oder auch Druck. Und ich denke da wird auch die eine oder andere Wurzel liegen. Da könnte ich wieder "Romane" schreiben :wink:

Zitat:
Aber alle "ohne Befunde" Briefe "verschwinden". V.a. erhalten wir.
und genau da stellt sich für mich die Frage, auch wenn es hier und da fatal werden kann und auch solche Äußerungen oder vergleichbare (unabhängig des Wahrheitsgehaltes) dann mit reingeschrieben werden,wenn man das ganze elektronisch vernetzen würde. Würde ich also einem Arzt einen Brief "unterschlagen" und den ständigen Wechsel (der aber auch nicht unerschöpflich ist) vorziehen, muss also gegengesteuert werden, damit man im Falle des Falles auch informiert ist, wenn jemand eben die eine oder andere psychische Erkrankung hat. Und als Laie sehe ich es so: keine psychische Erkrankung ist ohne einen Grund. Und dem muss man dann nachgehen. Sei es eben der Ruf nach Aufmerksamkeit und Umsorgung (nicht nur bei Kindern, auch oft bei älteren Leuten) oder andere Sachen. Aber wie ich schon anbrachte, sind selbst bei einsichtigen Patienten oder die , die von sich aus Hilfe suchen, auch oft allein und die Wartezeiten auf professionelle Hilfe oft sehr lang. Und dann geht die Chose auch noch weiter: es gibt ja die eine oder andere Stelle, welche Patienten und Ärzte gleichermaßen "lieben" ( :o ), die einfach mal einen Schlüssel festlegt, wieviele Ärzte jeweiliger Fachrichtung in einem Ort praktizieren darf. Und da haben wir die nächste Wurzel allen Übels. Also sind andere ohnehin schon überlastete Fachärzte bei Unkenntnissen über die psychsiche Erkrankung des Patienten damit beschäftigt, wieder Diagnostik zu betreiben oder dorthin zu überweisen. Und so dreht sich auf fatale Art und Weise eine Mühle, die mehr mitreißt, als eine Kammer zugegen will, denn es wird ja sicher bekannt sein.

In einem Zeitalter der Vernetzung und der immer wieder berichteten Bekanntheit des demografischen Wandels sollte man eigentlich reagieren. Es sind also Fachärzte, die ohnehin schon mächtig zu tun haben, die physisch Kranken zu behandeln und man kommt nur schlecht ran, wenn man wirklich ein Leiden hat oder erst in wasweißichwieviel Wochen, wenn überhaupt und dann hatten wir ja auch bei der "Gesundheitspolitik" das Thema, wie sich wer erdreistet, auch noch zu regulieren, wie man es managt. Und an der Stelle hört sicher nicht nur mein Verständnis auf. Es ist Ärzten wie auch Patienten, wie es derzeit läuft, nicht geholfen.

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"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 03.04.14, 22:10 
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Beiträge: 4216
Bei diese Patienten -> Prognose ist extrem ungünstig. Wir haben keinen Zauberwand. Und auch einsichtige Patienten weigern oft Behandlung.

Bzgl. Vernetzung - Datenschutz. Es gibt einen Krankenhaus (Kette) die zentral vernetzt sind und bieten Ärzte die Möglichkeit automatisch alle Befunde übers Internet zu erhalten. Finde ich äußerst bedenklich.
Ich persönlich will nicht, dass jeder meine Krankengeschichte einsehen kann. Ich arbeite ja im Krankenhaus.

Bei Beamtung - Psychodiagnose kann Karrieren zerstören.


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BeitragVerfasst: 03.04.14, 22:24 
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Beiträge: 89
Na gut, der GOMER kommt künftig in keinem Arztbrief mehr vor.

Was aber, wenn da plötzlich in vAzA-Briefen z. B. von einem HUMKS zu lesen ist? Adressaten des Briefes wissen dann, was los ist, und Nicht-Adressaten kommen natürlich ins Grübeln.

Klar, irgendwann kommt einer dahinter, und dann wird hier ein neuer Fred animiert - alter Wein in neuem Schlauch sozusagen.

Grüße von
Gerhard

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Besuche bereiten immer Freude - wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen!


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 06:16 
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Beiträge: 4216
Na klar.

Auf die eine Seite - ich verstehe überarbeitete Ärzte sind genervt, wenn jemand ständig auftaucht, bin auch genervt wenn Patienten meine Zeit verschwenden,

Anderseits bei jemand der 1 Mal auftaucht und hat nichts ernstes- woher soll der Patient das wissen, dass was er hat, nicht ernst ist?

Aber in beide Fälle sind Abkürzungen desrespektvoll.


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 10:28 
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Beiträge: 1152
Muppet:
Zitat:
Auf die eine Seite - ich verstehe überarbeitete Ärzte sind genervt, wenn jemand ständig auftaucht, bin auch genervt wenn Patienten meine Zeit verschwenden,
Anderseits bei jemand der 1 Mal auftaucht und hat nichts ernstes- woher soll der Patient das wissen, dass was er hat, nicht ernst ist?
genau das meine ich immer wieder und da gibts dann mindestens zwei Sorten Patienten: die einen, die erleichtert von dannenziehen und höchstens noch fragen, was man da selbst kaufen und tun kann (so handhabe ich das z.B) und die anderen vielen unterschiedlich psychisch Kranken, die das nicht glauben können bzw. wollen und dann wirklich den Nerv des Arztes ausreizen und das mal bewusst, auch sicher gelegentlich unbewusst.

Daher halte ich es für richtig, dass sich Ärzte ansiedeln können, ohne dass Schlüssel festgelegt werden. Der "Markt" (letztendlich ist Gesundheitswesen ein Markt) wird es regeln, ob sich die x.-te Praxis der Fachrichtung x oder y rechnet. Und machen wir uns nichts vor: es entlastet alle Seiten.

ja, bei der Vernetzung gibt es wie bei allen Dingen Vor- und Nachteile. Wir als Patienten bzw. Laien kennen natürlich nicht jeden Hintergrund. Und ich kenne es zumindest von einer KH-Kette, dass man auch in anderen dazugehörigen Kliniken drauf zugreifen kann. Aber es wurde doch sicher bei anderen Gelegenheiten doch eh nie ein Arzt oder auch ein Patient gefragt, ob er das eine oder andere System richtig findet. Ich weiß nicht, ob man sich mit Ärzten kurzschließt, was für alle Seiten effektiv sein könnte. Aber irgendwoher muss aber auch das wenige positive herkommen. Denn es ist ja nicht alles mit Nachteilen behaftet.

GS:
Zitat:
Na gut, der GOMER kommt künftig in keinem Arztbrief mehr vor.

Was aber, wenn da plötzlich in vAzA-Briefen z. B. von einem HUMKS zu lesen ist? Adressaten des Briefes wissen dann, was los ist, und Nicht-Adressaten kommen natürlich ins Grübeln.

Klar, irgendwann kommt einer dahinter, und dann wird hier ein neuer Fred animiert - alter Wein in neuem Schlauch sozusagen.
? :shock:

Wenn das Thema schon besteht, könnte man ja verlinken und die Mods bzw. Admins darum bitte, die Posts zusammenzulegen, damit man nix XThemen zum selben Problem hat.

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BeitragVerfasst: 04.04.14, 11:52 
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Ich habe bei meiner Suche keinen Thread gefunden zu diesem Begriff.

Und bin gespannt darauf, ob mir jemand meine Frage im Eröffnungsthread beantworten kann.

Für alle, die den Überblick verloren haben:

Darf ein Arzt in einem ärztlichen Bericht einen Patienten als "GOMER" bezeichnen?
Ist das als Beleidigung einzustufen?
Welche Reaktion ist für den Betroffenen angemessen und empfehlenswert?


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 13:41 
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Apfelbanane hat geschrieben:
Für alle, die den Überblick verloren haben:
Darf ein Arzt in einem ärztlichen Bericht einen Patienten als "GOMER" bezeichnen?
Ist das als Beleidigung einzustufen?
Welche Reaktion ist für den Betroffenen angemessen und empfehlenswert?

Ob er das "darf", weiß ich nicht. Die Banker haben auch ihre Codes für "alt und reich und blöd" und "jung und reich und blöd" usw. Dort sind es aber interne Papiere. Hier bekommen Ärzte und Patient die Briefe an die Hand. Den rechtlichen Rahmen kann nur ein Jurist abstecken, wenn es denn Richtlinien gibt und es sollte mich schwer wundern, wenn es hier in unserem Lande keine für Arztbriefe gibt.
Und natürlich ist das eine Beleidigung aus Patientensicht, was sonst? Das Bewusstsein, unter dieser Bezeichnung als Patient gehandelt zu werden, stärkt nicht eben mein Selbstvertrauen, dass sich mein Arzt noch ein Quantum Mühe mit meinen Befindlichkeiten gibt, oder?
Als einzig angemessene Reaktion empfehle ich daher ganz persönlich: Hin zum Unterzeichner bzw. Verfasser des Briefes und um Erklärung und Korrektur bitten.

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 13:42 
Hallo,

ich verfolge den Thread schon von Anfang an, aber weil hier schon einige eine Meinung dazu hatten, habe ich mich mit einer Antwort zurück gehalten. Nun stellst Du schon zum 3. mal die gleiche Frage, deswegen nehme ich an, Dass Du noch nicht zufrieden mit den Antworten bist.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es durchaus erlaubt ist. Denn ein Arztbrief ist in erster Linie ein Brief an einen überweisenden Arzt und nicht für den Patienten bestimmt. Früher bekamen die Patienten oft gar nicht zusehen, was in einem Befundbericht steht.

So, einmal habe ich bei Wikipedia das hier gefunden: "Prinzipiell gilt jedoch, dass Arztbriefe möglichst kurz und prägnant sein sollten." http://de.wikipedia.org/wiki/Arztbrief#Inhalt Die Abkürzung (Wortschöpfung) "GOMER" erfüllt genau diese Tatsache, es ersetzt eine lange Geschichte, die anderen Ärzte sind sofort informiert.

Ansonsten würde ich Dir vorschlagen, Deine Fragestellung im Schwesternforum (Unterforum Arztrecht) zu stellen. Dort dürften sich viel mehr damit auskennen. viewtopic.php?f=83&t=40986

LG
Paria


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 13:52 
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Registriert: 06.08.13, 13:05
Beiträge: 1152
Ich denke, dass man die evtl. vorhandenen Themen zu einer solchen Sache zusammenschieben kann, der Schreiber GS kann die Admins ja darin unterstützen, die Links zusammenzutragen und ja eigentlich könnte man es dahin verschieben ,wie Paria schon vorschlug ,dort zu fragen. Dann kann man ja Doppelposts vermeiden. Aber ich bleibe immernoch dabei , dass es nur ein Anwalt klären kann und ich denke, dass dieser , wenn es der Patient nicht vermag, eine Aufforderung zu Klärung bzw. evtl. Korrektur verfassen kann. Es muss für den schreibenden Arzt ja eine Begründung haben, worauf diese Bezeichnung zurückzuführen ist.

Ich weiß nicht, ob Rechtsberatung hier überhaupt möglich bzw. erlaubt ist. Ich bezweifle es, denn auch ein Forenbetreiber muss sich absichern. Man kann darüber diskutieren, wie wir es breits taten, aber das Rechtliche muss ein Anwalt klären, wenn der Arzt auf die Patientenaufforderung nicht innherhalb einer im Brief gegebenen Frist (ich tippe mal auf so 14 Tage) antwortet.

Mehr denke ich, kann man nicht bringen, was zu empfehlen ist. Und wenn nicht mal das Interesse an der Wahrheitsfindung besteht, deucht mir schon einiges 8)

Soviel nur noch von meiner Seite .

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BeitragVerfasst: 04.04.14, 14:36 
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Herzlichen Dank für die weiteren Antworten.

Der Patient strebt keine Konsultation eines Anwalts an und ich erbitte mir hier auch keine Rechtsberatung, sondern möchte lediglich wissen, ob eine solche Äußerung mit einer Beleidigung gleichzusetzen ist (das kann scheinbar nur ein Anwalt klären) und ob das gängige Praxis unter Ärzten ist, Patienten auf diese Weise zu betiteln.

Meines Erachtens spielt es keine Rolle, ob der Bericht nun für einen anderen Arzt oder für den Patienten selbst bestimmt ist. Bis auf wenige Ausnahmen hat der Patient ein Recht auf Akteneinsicht. Das muss an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden.

Ersetzt man den Ausdruck z.B. durch "Idiot", wären sich hier doch die meisten einig, dass man einen Patienten hinter seinem Rücken nicht auf diese Weise verunglimpfen darf, obwohl diese Bezeichnung vielleicht eine "lange Geschichte erspart" und die Einschätzung kurz und knackig auf den Punkt bringt. Und auch mag es, wie ich beschrieben habe, keine objektiven Kriterien dafür geben, im Sinne der "Wahrheitsfindung", ob der Patient tatsächlich als "Idiot" eingestuft werden kann bzw. darf.


Als ich diesen Thread eröffnet hatte, war mein Gedanke dieser, dass hier vielleicht auch einige Ärzte mitlesen und möglicherweise selbst aus dem Bauch heraus ein Statement zur persönlichen Einschätzung dieser Situation abgeben möchten. Zumindest scheint der betreffende Arzt, der dieses Vokabular zur Gestaltung seiner ärztlichen Berichte nutzt, davon auszugehen, dass seine Kollegen seine Sprache verstehen und darüber nicht empört die Nase rümpfen. Das hat mich durchaus erstaunt.


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 15:24 
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Beiträge: 2029
Apfelbanane hat geschrieben:
Als ich diesen Thread eröffnet hatte, war mein Gedanke dieser, dass hier vielleicht auch einige Ärzte mitlesen und möglicherweise selbst aus dem Bauch heraus ein Statement zur persönlichen Einschätzung dieser Situation abgeben möchten.


Sie hätten sofort eingangs den gewünschten Gesprächspartnerkreis einschränken sollen. Dann hätte ich mich gar nicht erst geäußert.
Evtl. meldet sich noch ein Arzt mit seinem Bauch. Wenn nicht, werden vielleicht gerade neue Codierungen erdacht.
:mrgreen:
Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 04.04.14, 16:30 
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Beiträge: 4216
Bin zwar keine Ärztin aber ich finde GOMER gehört nicht einem Bericht - ich persönlich wurde das nicht machen. Ich schreibe natürlich auch Berichte im Rahmen meiner Arbeit

Ist ein Patient sehr schwierig oder Beleidigend -> "unkooperativ"

Hypochonder - "psychosomatisch geprägt", " beschäftigt sich stark mit körperliche Symptomen", oder "subjektive Beschwerden die sich jedoch nicht objektivieren ließen"

Sehr anstrengend, fordert ständig Aufmerksamkeit -> kläglich, unangepasst, fordernd

Grappscher - "unpassendes Verhalten" "enthemmtes Verhalten"

So kann man sich sachlich ausdrucken, ohne jemand zu beleidigen.


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BeitragVerfasst: 07.10.14, 00:52 
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Registriert: 30.10.05, 23:51
Beiträge: 201
*G*O*M*E*R* gehört mit Sicherheit nicht zu den zulässigen Begriffen in einem Arztbrief oder Befundung oder was auch immer, das sollte wohl jedem hier klar sein :lol:
Deshalb verstehe ich das Herumeiern auf diesem , zugegebenermassen doch recht unschönen Begriff nicht.

Ein Arzt, der einen "ungeliebten Patienten" derart begrifflich verstümmelt und verunstaltet, gehört disziplinarisch belangt, basta.
Ich würde in Kenntnis eines solch eklatanten Vorgangs

a) die yellow press einbeziehen, die freuen sich doch über solche publikumswirksamen Skandälchen
b) für Furore sorgen, indem ich einen Fachanwalt hinzuzöge und Anzeige wegen Diskriminierung erstattete :!:
c) ich würde mich beim betreffenden Arzt c/o Klinilkleitung sowie Ärztekammern lautstark beschweren und richtig Krach machen :D

Ich verspreche Euch: da käme eine Enscthädigung oder eine (öffentliche) Entschuldigung bei raus und: dieser Arzt würde dieses "BonMot"
mit an 100% grenzender Sicherheit NIE wieder in seinem Arztleben verwenden.

Alternativ müsste ich, sollte man daselbst betroffen sein, meinen Onkel Mischa aus Kiew um seinen "Beistand" bitten und der könnte
[Vorsicht: Satire!] durchaus um einiges schmerzvoll(er) ausfallen ...hahahaha .... :roll:

Deshalb rate ich auch stets dazu, ruhig mal bei den Ärzten auf's PC-Display zu schielen, da kann man auch so manches erkennen...!

FAZIT: FÜR MICH BEDEUTET EINE SOLCHE "PATIENTEN-KLASSIFIZIERUNG" EINE FRECHHEIT UND EINEN KLAREN VERSTOSS ÄRZTLICHER ETHIK!
GAR KEINE FRAGE!

Mich deucht, so langsm kriegen wir die Ergebnisse unseres stupiden Numerus-Auswahlsystems zu spüren:
Ärzte von Papa's Konto-Gnaden mit Einser-Abis, wie sie kein Normalsterblicher je schaffen würde,
und verdammt wenig Liebe zum Arzt-Beruf, na dann: Gute Nacht :-)

Grüsse in die Nacht
von Eurer empörten Mitleserin
-Inter-

_________________
Vorsicht! Bissiger Mund:-)


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