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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Umgang mit Ärzten bei Komplikationen / Problemen
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BeitragVerfasst: 03.03.14, 22:26 
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Registriert: 25.09.12, 09:29
Beiträge: 290
Hallo,

Katrin1 hat geschrieben:
Ich selbst habe wohlwissend um einige Eitelkeiten immer wieder betont, dass es nach der OP zunächst prima war, es also keine direkte Folge der Behandlung ist.

nach dieser Aussage in deinem ersten Beitrag habe ich spekuliert, ob nicht bei der OP oder vorher nicht schon einmal ein Behandlungsfehler aufgetreten ist. Denn warum solltest du das sonst betonen?
Dann hat schnuffeldi dir geantwortet. Dann hast du schnuffeldi geantwortet und geschrieben:
Katrin1 hat geschrieben:
Zum Umgang mit etwaigen "Behandlungsfehlern" ein kleiner Denkanstoss: Durch einen wohl tatsächlich vorliegenden Fehler bei einer Operation an der Schilddrüsse habe ich lebenslang eine seltene Stoffwechselstörung, die ähnlich wie Diabetes ist und auch Spätfolgen haben kann. Dies hätte man durch eine Reimplantation von Nebenschilddrüsen, die einfach nicht erfolgte, wahrscheinlich vermeiden können. Ich muss also lebenslang Medikamente nehmen und dies sehr regelmäßig, habe ien erhöhtes Narkoserisiko etc.
Ich habe nun aber zwei Möglichkeiten. Entweder ich werfe dies dem Operateur innerlich lebenslang vor und verbittere im Zweifelsfall darüber oder aber ich arrangiere mich damit und nehme es an, um damit gut leben zu können. Ich habe mich unterbewusst sehr schnell für diese Variante entschieden, die Krankheit hat so weniger Einfluss auf mein Leben und ich bin glücklich geblieben.

Daher mein Aha. Ich lag richtig mit meiner Vermutung.
Vielleicht hast unterbewusst Signale in diese Richtung ausgesendet. Im Internet kann das keiner so genau sagen, denn nur du hast die Situation erlebt. Mehr als ein Hinweis sollte das nicht sein. Da ich jedoch mit meiner Vermutung richtig lag, lass ich mich nicht so schnell vom Gegenteil überzeugen. Es ist auch nicht so bedeutend, ob hier irgendwer wen überzeugt.
Katrin1 hat geschrieben:
Deswegen habe ich dir heute Mittag auch noch einmal den Hintergrund erklärt.

Heute Mittag hast du mir erklärt:
Katrin1 hat geschrieben:
Sicher spricht man bei einer aus dem Nichts auftretenden Sehnenruptur darueber, wie der Verlauf nach der OP war, wenn dort die Sehnenscheide eben dieser Sehne geoeffnet wurde. Das Zitat " Folge derBehandlung" habe ich hier als Erklaerung geschrieben, ich aeusserte lediglich, dass der Heilungsverlauf prima war. So ergibt sich manchmal auch mehrfach.

Ich habe verstanden, dass es eine schwierige Gesprächsituation ist. Die erfordert eben Fingerspitzengefühl. Zur Kommunikation gehören immer zwei. Meiner Meinung nach ist nicht nur der Arzt und auch nicht nur der Patient schuld, wenn es mit der Kommunikation nicht klappt, sondern beide. Meine Erfahrung ist: Bei Komplikationen hat bis jetzt jeder Arzt nach einer Behandlung gesucht. Deswegen wollte einfach mal reflektieren, wie das auf mich wirkt, was du geschrieben hast.

Du hattest das Fach nicht genannt, deswegen hatte ich das Falsche angenommen. Nach 9 Jahren bist du wirklich Experte für deine Erkrankung. Die Endokrinologie kennt jedoch mehr Erkrankungen als eine oder zwei. Endokrinologin, bzw. vom Fach bist du deswegen noch nicht. Ich sehe da einen Unterschied. Ich bin weder Ärztin noch Endokrinologin.

Viele Grüße
LilyG


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BeitragVerfasst: 03.03.14, 23:40 
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Registriert: 04.09.11, 12:21
Beiträge: 56
Hallo,
ach herrjeh, sind wir nun auf dem Niveau der Hobbypsychologie gelandet?
Du " spekulierst", weist aber "Unterstellungen" kategorisch zurueck?
Eigentlich mulesste dir da selber etwas auffallen. Das wird ein wenig muehsam gerade.

Ich werde mich auch nicht noch einmal wiederholen.

Nur eines noch einmal in aller Deutlichkeit:
Ich habe nie von einem Fehler gesprochen. Mir war es auch nicht Recht, dass Schnuffeldi das Wort aufbrachte. Sie meinte es in ihrer Antwort ja aber nicht boese und um dies nicht einfach unkommentiert im Raum stehen zu lassen, nahm ich Stellung dazu und zwar eindeutig:
Ich sah und sehe keinen Behandlungsfehler. Darum geht es mir auch gar nicht, sondern darum, zeitnah und ohne die Gefahr eines Sehnenrisses, der eine groessere OP und sehr lange Rekonvaleszenzphase nach sich ziehen wuerde, wieder laufen und Sport treiben zu koennen.
Mein persoenliches Beispiel in Bezug auf die Nebenschilddruese fuehrte ich an, um ihr, der es gerade nicht gut ging, einen positiven Weg aufzuzeigen, um ihr Mut zu machen, wie man mit so einem Problem auch umgehen kann. Das hat rein gar keine Verbindung zur Ausgangsfrage, sondern ergibt sich aus dem Kontext.

Gruß
Katrin


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BeitragVerfasst: 04.03.14, 10:20 
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Registriert: 06.08.13, 13:05
Beiträge: 1152
Zitat:
Durch einen wohl tatsächlich vorliegenden Fehler bei einer Operation an der Schilddrüsse habe ich lebenslang eine seltene Stoffwechselstörung, die ähnlich wie Diabetes ist und auch Spätfolgen haben kann. Dies hätte man durch eine Reimplantation von Nebenschilddrüsen, die einfach nicht erfolgte, wahrscheinlich vermeiden können. Ich muss also lebenslang Medikamente nehmen und dies sehr regelmäßig, habe ien erhöhtes Narkoserisiko etc.
Diesen Satz haben wir wohl beide so aufgefasst, also LilY G und ich. Und so manche Betonung auch. Da bin ich bei Lily G. In einem sind wir uns aber alle einig, es müssen beide Seiten Patient und Doc ordentlich kommunizieren. Oftmals hilfts zwar auch nicht, aber zumindest macht man sich nicht lächerlich. Am Ende entscheidet der Arzt und das kann im Guten zu einer Behandlung kommen oder schiebt es immer wieder auf oder weigert sich ganz. So wie ich es auch erlebte. Also ist nicht bei jedem Doc das Interesse da, den Patienten zur Heilung zu verhelfen.

_________________
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 11.03.14, 17:10 
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Registriert: 04.09.11, 12:21
Beiträge: 56
Hallo noch einmal,

meiner Meinung nach uebt kein Mensch diesen Beruf aus, der kein Interesse an der Heilung seiner Patienten hat. Da sucht man sich bei der langen Ausbildung und bei dem stressigen Arbeitsalltag ganz schnell einen anderen Beruf.

Der Besuch beim Spezialisten hat sich gelohnt. Endlich gibt es wahrscheinlich eine Erklaerung fuer die Sehnenprobleme. Er suchte gezielt nach einem sehr seltenen Knochensporn am seitlichen Fersenbein, an dem die Peronaeussehnen reiben. Er ist der erste Arzt, dem dieser Knochensporn und nicht nur der am Anker aufgefallen ist.

Wenn ich Glueck habe, erledigen sich die Sehnenentzuendungen von selbst. Zur Zeit muss sich der Fuß auch erstmal erholen ( und ich auch). Bei einem erneuten Termin in drei Monaten mit aktuellem MRT werden wir sehen, wie die Sehnen den bald endlich wieder aktiven Sport und die Physiotherapie verkraften. Mit Glueck komme ich somit um eine erneute und leider relativ umfangreiche OP herum, denn die Sehnen wuerden vernaeht und die Haltebaender verstaerkt werden muessen.

Aber ich gehe erstmal davon aus, dass ich den Sommer nach drei Jahren Fußproblemen hoffentlich mal wieder schmerzfrei genießen kann.

Viele Gruesse
Katrin


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BeitragVerfasst: 07.10.14, 01:06 
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Beiträge: 201
Katrin1 hat geschrieben:
...meiner Meinung nach uebt kein Mensch diesen Beruf aus, der kein Interesse an der Heilung seiner Patienten hat....Viele Gruesse Katrin


VÖLLIG FALSCHER DENKANSATZ

Leider ist es genau anders herum: es gibt immer mehr Ärzte, die ihren Beruf nicht aus Leidenschaft ergriffen, sondern weil es deren "Mainstream" entsprach bzw. die Eltern das halt so wollten. Das fängt doch schon beim Abi an. Mal ehrlich: so viel kann kein Normalo streben, um ein Einser-Abi hinzulegen, das sind echte Wunderkinder, wovon es nur sehr wenige gibt. Der Rest sind einfach nur Protegès, wie sie doch jeder von uns schon selbst erkannt und erlebt hat. Hat Paps 'ne profitable Firma und spendet/sponsert der Schule löbliche Summen, wird das Kind hofiert. So entstehen dann auch Einser-Abiturienten :-) Und wenn die dann die freie Studienwahl kriegen (wegen's Nummerusso...maffioso), dann kann freilich nix Kluges dabei herauskommen. Wir bilden dann Mode-Ärzte aus, die sich einen Dreck um Medizin oder/und Kranke kümmern.
Wenn ich in die Klinik gehe zum Staging, dann kann ich es Euch genau sagen, wer zu welcher Gruppierung gehört. Die lernst Du schon beim Studium zu unterscheiden.
Sie haben diesen Nymbus einen leichten Größenwahns, fahren meist schon "dicke Autos" und haben einen besonderen Habitus.
Da sind mir die seit letzten Jahren herbeigerufenen "Migranten-Docs" zehnmal lieber: sie haben kämpfen gelernt, sind meist mit LEIB & SEELE Arzt und bemühen sich um die ihnen anvertrauten Patienten wirklich rührend, soweit es ihre Zeit und ihre Ressourcen hergeben.

DAS IST DOCH DIE TRAURIGE WIRKLICHKEIT HIERZULANDE :shock:

Grüsse in die Nacht
INTER

_________________
Vorsicht! Bissiger Mund:-)


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BeitragVerfasst: 07.10.14, 01:11 
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Beiträge: 201
NACHTRAG:
_________

Jedem Erkrankten kann ich nur raten, nach Möglichkeit immer eine Zweit- und auch Drittmeinung einzuholen.
Zweifelt man eine Diagnose oder Therapie an, sollte man den Arzt darauf ansprechen.
Ich mache das immer so, dass ich dann entweder ein Familienmitglied mit zur Konsultation nehme
oder einen Einschreibe-Brief schicke mit entsprechender Fragestellung.

Alles andere wäre Geplänkel, was nicht viel bringt.
Ein 4-Augen-Small-Talk kann von jedem anders interpretiert werden und Arztnotizen am Bildschirm sind veränderbar,
insofern rate ich hier zu Vorsicht und gesundem Misstrauen :-)

_________________
Vorsicht! Bissiger Mund:-)


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