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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Mangelnde Aufklärung der Patienten!
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 Betreff des Beitrags: Mangelnde Aufklärung der Patienten!
BeitragVerfasst: 24.03.13, 20:20 
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Beiträge: 4
Hallo zusammen! :mrgreen:

Ich arbeite in einem Krankenhaus in der Pflege und mir fällt immer wieder auf, dass Patienten anscheinend mangelhaft bis gar nicht aufgeklärt werden. Sie fragen mich ständig, was denn jetzt los ist, ob sie dies und das dürfen, was das für Tabletten sind, u.s.w. Es werden allen Ernstes Medikamente angeordnet, von denen die Patienten nichts wissen. Es wird ihnen nicht genau gesagt, was sie haben oder was noch gemacht werden könnte / sollte. Viele Patienten sind nach einem Arztbesuch unsicherer als davor. Ärzte leiden oft unter Zeitmangel bzw. Zeitdruck, aber ich finde es schon wichtig, dass man dem Patienten das Wichtigste erklärt. Es werden etliche Diagnosen durch die Luft geworfen und letztendlich googeln / recherchieren die Patienten auf eigener Faust und müssen sich ihre ''Sicherheit'' selbst erarbeiten. Häufig wissen die Patienten noch nicht mal etwas davon, dass sie z.B geröntgt werden. Ich gehe ins Patientenzimmer und sage dem Patienten, dass er jetzt geröntgt wird. Es kommt zurück:,,Warum?? :shock: Davon weiß ich nichts!" Das ist so, als würde man jemanden ins kalte Wasser werfen und sagen:,,Sieh zu, wie du jetzt klar kommst!" Zum Glück macht da nicht jeder Patient mit. Einige lehnen die Untersuchungen dann ab oder nehmen die ''unbekannten'' Medikamente nicht. Warum denn auch?!? Schließlich wurde ihnen nicht erklärt, wofür dies und das jetzt gemacht werden soll oder wofür die Medikamente gut sind. Auffällige Befunde werden oft auch nicht erwähnt oder ausreichend erklärt. Beispiel: Patientin ist im 10. Monat schwanger. Ihre Plazenta hat eine Verkalkung 3. Grades. In einer Woche muss eingeleitet werden, wenn das Kind bis dahin nicht geboren wurde. In dem Bericht für den behandelnden Frauenarzt war allerdings noch ein auffälliger Befund, von dem sie nichts wusste, d.h. der Arzt hat nichts davon erwähnt. Ist ja klar, dass sie dadurch sehr verunsichert ist. :roll:

Die Verhältnisse in meinem Krankenhaus sind zur Zeit ziemlich asozial (sorry!). Wie die Patienten teilweise behandelt und für dumm verkauft werden.... Echt schlimm.

:arrow: Ist das bei euch in den Krankenhäusern bzw. bei euren behandelnden Ärzten auch so? Hattet ihr schon einmal das Gefühl, dass ihr nicht ausreichend aufgeklärt wurdet oder wart ihr nach einem Arztbesuch noch unsicherer als davor?


Mit freundlichen Grüßen

Buttercup


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BeitragVerfasst: 03.04.13, 15:03 
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Na klar, steht sogar in meinen Abschlussbericht 2012, Patientin ist nicht ausreichend Aufgeklärt über Ihre Erkrankungsbilder. Daran hat sich leider nichts geändert bisher.

Grüße Biene

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Das Leben besteht aus vielen Höhen und Tiefen - man darf nur nicht im Tief steckenbleiben!


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BeitragVerfasst: 03.04.13, 19:03 
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Beiträge: 3413
hallo,

ich war die letzten Jahre zwei mal im KH und kann nur sagen, dass ich immer gut von meinen Ärzten aufgeklärt wurde. Es hängt doch aber auch oft am Patienten selbst, manche verstehen das garnicht was man ihnen erklärt und die fragen immer wieder das gleiche.


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BeitragVerfasst: 03.04.13, 21:52 
Ich denke eher es liegt ganz stark am Arzt, bzw. an der Klinik-Philosophie. Ich habe selber im Krankenhaus gearbeitet (im OP) und dort kamen immer wieder Patienten an die Schleuse, die nicht wußten, was bei ihnen operiert wird. Das kann ab und zu an dem Patienten liegen. Kommt das aber öfters vor, kann ich mir nur eine fehlende oder allzu oberflächliche Aufklärung des/der behandelten Artzes/Ärzte vorstellen...und das kann nicht sein. Meine Oma war vor kurzem im Krankenhaus und wurde katastrophal "aufgeklärt". Sie wusste nicht, was sie für Medikamente bekommt, wußte nicht welche Untersuchungen anstehen usw. Erst durch stäniges drängeln bei dem Pflegepersonal bekam man eine Antwort. Ärzte hat man kaum gesehen. Und wenn es zu einem "Gespräch" (wenn man Gespräch als Monolog mit maximaler Dauer von 2 min versteht) kam dann nur zwischen Tür und Angel. Ich finds zum Kotzen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die meisten Ärzte überhaupt nicht wissen was dem Patienten fehlt. Gucken eben in die Patientenakte und geben ne dämliche Diagnose. Alles in allem wurde meine Oma 3 Tage! sinnlos im KH behalten. Naja, ich kann nur hoffen, dass man nicht selber mal ins Krankenhaus kommt. Aber das hört man von fast allen die in Krankenhäusern arbeiten.


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BeitragVerfasst: 04.04.13, 09:33 
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Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Morgen!

Zitat:
Ich finds zum Kotzen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die meisten Ärzte überhaupt nicht wissen was dem Patienten fehlt. Gucken eben in die Patientenakte und geben ne dämliche Diagnose. Alles in allem wurde meine Oma 3 Tage! sinnlos im KH behalten. Naja, ich kann nur hoffen, dass man nicht selber mal ins Krankenhaus kommt. Aber das hört man von fast allen die in Krankenhäusern arbeiten.


ist das nicht etwas zu pauschal geurteilt?

Die meisten Ärzte?
Dämliche Diagnose?

...immer feste druff auf die blöden Mediziner, oder?

So kann man aber keine sachbezogene Disklussion führen.

Das Thema ist etwas komplexer.
Zugegeben: Es gibt Ärzte, die nicht vernünftig aufklären und Dinge verharmlosen. Jeder Fachbereich hat seine schwarzen Schafe, die findet man innerhalb von Krankenhäusern ebenso wie bei der Bahn, der Post oder im Autohaus...

Aber aus meiner persönlichen und langjährigen Erfahrung - wir haben eine Anästhesieambulanz mit täglich 50 Patienten die aufzuklären sind! - darf ich Ihnen sagen: Der Dialog zwischen Arzt und Patient ist oft schwierig.

"Ich bin völlig gesund Herr Doktor..." ... "Ach, die Medikamente?" ... "Ja die nehme ich wegen Herz und Blutdruck, aber davon spüre ich ja jetzt nichts mehr, ist ja jetzt alles gut"
(Okay: 3 Bypässe wurden nicht erwähnt, ebenso wie der starke Blutverdünner und der Schlaganfall vor 5 Jahren...es blieb ja nicht zurück)

Das ist die andere Seite.
Und die gibt´s mindestens genau so häufig.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Und unbestritten ist mangelnde Zeit beim Personal ebenso ein Faktor wie zuviele Fachbegriffe oder schlicht mangelndes Interesse auf beiden Seiten.

Doch wie will man das verbessern?
Was wünscht sich der Patient?
Wieviel Zeit braucht man, um zu verstehen, was die Entfernung einer Gallenblase bedeutet und was für Risiken darin verborgen sind?
Kann man als Laie diese Risiken überhaupt vernünftig abwägen?
Muss es eine Pause geben zwischen Aufklärung und dem: "Unterschreiben Sie jetzt und hier!" ?

Diese Fragen wären interessant.

Gruß

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 04.04.13, 11:19 
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Beiträge: 3413
Zitat:
Wieviel Zeit braucht man, um zu verstehen, was die Entfernung einer Gallenblase bedeutet und was für Risiken darin verborgen sind?
Kann man als Laie diese Risiken überhaupt vernünftig abwägen?
Muss es eine Pause geben zwischen Aufklärung und dem: "Unterschreiben Sie jetzt und hier!" ?

Diese Fragen wären interessant.


wieviel Zeit man dazu braucht liegt am Intellekt des Patienten. Mancher versteht schnell mancher garnicht. Ebenso ist es m.E. mit der Abwägung des Risikos.
Ich meine wenn jemand von HA oder FA ins KH eingewiesen wird, sollte von dort schon mal vorab eine gute Aufklärung statt finden ( was auch meist geschieht ). Was an Fragen dann noch offen ist kann in der Klinik mit den Ärzten geklärt werden, dafür sind die da und machen das in der Regel auch. Ob der Patient nun noch Zeit haben sollte vorm unterschreiben ist eine gute Frage, aber das zögert doch im Endeffekt alles noch zeitlich hinaus ?


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BeitragVerfasst: 04.04.13, 12:16 
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Beiträge: 969
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Guten Tag,

nein, ich möchte nicht draufhauen Herr Dr. A. Flaccus es gibt eben solche und solche. Genauso wie es auch anstrengende Patient gibt die eben es nicht verstehen würden.

Doch wie will man das verbessern?
Ich denke das kommt auf den einzelnen Arzt an.
Was wünscht sich der Patient?
Einen Arzt der aufklärt und nicht drumherum redet oder garnichts sagt.
Einen Arzt der auch Befunde bespricht und nicht alles so laufen lässt mit desinteresse, handelt wenn es notwendig ist. Der einen Patient eigentlich leitet bei komplexen Dingen.
In Angelegenheiten ernst genommen zu werden, denn ich besuche einen Arzt nicht aus Spass und Langerweile.
Zuhören und vieleicht mal einen Patienten vertrauen wenn der was sagt.
Dazu verstehe ich als Patient, wenn Zeitmangel herrscht und ein Arzt in seiner Praxis stress hat.
Ist ein Patient mal richtig aufgeklärt spart das auch weitere Fragen und Zeit.


Mein früherer HA war darin Spitze hat leider aufgehört aufgrund seines Alters, kurze Aufklärung aber gründlich mit immer klaren Ansagen. Man wußte wo es lang geht, was man hat, wenn man was fragt hatte man eben eine Antwort. So hatten wir über Jahre ein sehr gutes Verhältnis. Das schaft vertrauen, was bisher bei dem jetzigen nach 4 Jahren leider immer noch nicht da ist.

Ist das heutzutage zuviel verlangt? Ein Patient kann erst verstehen, wenn der selber weiß was überhaupt los ist und eben nicht im Regen stehen gelassen wird.

Wieviel Zeit braucht man, um zu verstehen, was die Entfernung einer Gallenblase bedeutet und was für Risiken darin verborgen sind?
Das kommt immer drauf an wie man es erklärt bekommt.

Kann man als Laie diese Risiken überhaupt vernünftig abwägen?
Nein kann man nicht, dafür hat man eigentlich einen Arzt.

Muss es eine Pause geben zwischen Aufklärung und dem: "Unterschreiben Sie jetzt und hier!" ?
Das kommt immer auf den Fall an (umstände) und wie gut man es erklärt bekommt.



Grüße Biene

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BeitragVerfasst: 04.04.13, 12:30 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Was ich im Krankenhaus oft erlebe: Patienten haben seit Jahren eine Erkrankung. Sie wissen aber oft nichts über der Krankheit oder nicht mal welche Medis die (seit Jahren) nehmen.

Ich erlebe auch Patienten die mehrfach aufgeklärt worden sind, aber einfach ihre Erkrankungen nicht wahrhaben wollen und blenden es einfach aus, stimmen Behandlungen zu, und sich dann aufregen, weil sie nicht aufgeklärt worden sind,

ich erkläre immer im Vorgespräch was ablauft und warum - Ich erkläre es dann nochmal vor ich mit der Untersuchung anfange und sage sie können jederzeit Fragen stellen. Bei paranoide Patienten sehr schwierig, da sie meinen alle würden sie anlügen - da hilft mehrfach Aufklärung nicht, da es nicht geglaubt/verstanden/zugehört wird. Diese Patienten sind nicht so selten wie man denkt und spinnen sich wilde Sachen zusammen und werden dann aggressiv.

Dann gibt es die 3. Gruppe: die Fantasie Erkrankungen: eine Patientin erklärte mir mehrmals sie habe durch ein Unfall BSE. Da sie auf 2 Beine ging und kein Fell hatte, schien hier etwas schief gelaufen zu
sein :-). Auch habe ich viele Patienten die nicht in die Lage sind überhaupt zu verstehen. Von die hört man auch wilde Geschichten über verschieden Ärzte/Krankenhause und wie sie misshandelt worden seien.

Als Patientin hake ich immer nach. Mir würde letztes mal einfach Tabletten ohne Erklärung in die Hand gedruckt. Die Krankenpflegerin war sehr genervt als ich fragte was es dann sei. Solches Verhalten erlebe ich aber eher von Pflegepersonal als Ärzte.

Ein großes Problem - oft jüngere Ärzte erklären Patienten mit Fachsprache auf. Wenn ein Patient einem IQ von 70 hat, entstehen sehr schnell Missverständnisse. Patient würde zwar aufgeklart, Arzt hätte genauso gut japanisch sprechen können.


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BeitragVerfasst: 04.04.13, 13:30 
@Dr. A.Flaccus

Hallo.

Nein, ich wollte auf keinen Fall die Ärzteschaft unter einen Generalverdacht stellen! Ich kenne auch viele gute Mediziner. Aber sie haben recht. Überall merkt man sich leider nur die inkompetenten Leute (ist in der Schule nicht anders; da gibts auch nur faule und dumme Lehrer) jeder kann hier auch lustig mitdiskutieren, weil jeder schonmal einen Arzt kennengelernt hat. Ich finde aber, dass solche Ärzte, über die wir hier ja reden, entsprechend "ausfindig" gemacht werden sollen. Wir reden ja nicht über mal einen schelchten Tag haben, sondern über permantes Fehlverhalten mancher Ärzte. Ich weiß selber, wieviel Ärzte leisten müssen und oft ist es viel zu viel. Sind dauerübermüdet und müssen dann noch einem Patienten erklären, was er hat, obwohl man es eventuell selber nicht. Aber die Belastung, die der Beruf mit sichbringt sollte man abwägen bevor man Medizin studiert. Und da Arzt ein sehr sozialer Beruf ist, sollten auch hier vorher die entsprechende Kompetenzen getestet werden. Ich selber kenn nur gute Ärzte, weil ich mir vorher ein Bild mache. Nur im Krankenhaus hat man meistens nicht die größte Auswahl.


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BeitragVerfasst: 30.06.13, 22:28 
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Registriert: 28.06.13, 16:59
Beiträge: 98
Ich war in der letzten Zeit 2 x im KH.
Beidemale war ich nicht besonders zufrieden obwohl beim erstenmal nur eine sehr blöde Krankenschwester schuld war.
Bei einem kleinen Problem klärte ich sie über meine Angststörung auf wegen den ich ja auch Medikamente nehme.
Ihr Kommentar..Das ist ihr Problem nicht meins und ich wäre ja auch nur Kassenpatient.
Beim zweiten Aufenthalt hatte man ersten kein Kopfkissen für mich..die Beleuchtung am Bett ging nicht...
Dann sagte mir die Ärtztin in 2 minuten das ich auf grund meiner erkrankung etwas am Herzen veröden lassen könnte.
Als ich dann die Entlassungspapiere bekam hatte sie schon den Termin für eine Pulmonalvenenisolation gemacht.
Ich fagte ganz verdutzt..ich habe doch noch nicht gesagt das ich irgendetwas machen lassen möchte ..ihr Kommentar...wenn sie es nicht möchten können sie den Temin ja telefonisch absagen.
Mir wurde NICHT gesagt was das ist...warum ich es machen lassen sollte ...musste mich erst im Internett darüber erkundigen.
Als ich mich darüber schlau gemacht habe war ich erstmal für 1 Woche völlig fertig.


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BeitragVerfasst: 30.06.13, 22:35 
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Registriert: 28.06.13, 16:59
Beiträge: 98
Im übrigen bin ich genau aus diesem Grund hier ins Forum gekommen.
Mangelnde Aufklärung ..oder besser gesagt keine.


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BeitragVerfasst: 09.07.13, 10:37 
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Registriert: 28.06.13, 16:59
Beiträge: 98
Titat von 2 Beiträgen höher "Ein großes Problem - oft jüngere Ärzte erklären Patienten mit Fachsprache auf. Wenn ein Patient einem IQ von 70 hat, entstehen sehr schnell Missverständnisse. Patient würde zwar aufgeklart, Arzt hätte genauso gut japanisch sprechen können."

Ich denke das es gerade dann die Pflicht des Arztes ist den Patienten so aufzuklären das er es versteht.
Grösse bedeutet "wenn ich jemandem Überlegen bin ..ihn das nicht anmerken zu lassen "

Natürlich sind nicht alle Ärtzet so....natürlich kommt man öffter in Foren wenn man nicht zufrieden war.
Bei Patenten wo alles gut verlaufen ist und sie mit ihrer Behandlung zufieden waren melden sich selten oder garnicht in Foren.
Daher muß man daß mit der Bewertung von Foren immer in Betracht ziehen.

Leider verdienen gerade die Menschen im Gesundheitswesen zu wenig.Ein besseres Gehalt und der Verdienst dürfte sich nicht nach Fallzahlen von OPS richten.

Es geht hier bei Patienten doch meistens nur um Zeit.....die braucht man aber um eine richtige Entscheidung zu treffen.

Aber zwischen Tür und Angel oder ohne richtige Augklärung werde ich als Patient nur verunsichert und würde dann eine wichtige OP vieleicht nicht machen lassen.


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BeitragVerfasst: 28.07.13, 14:54 
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Registriert: 20.11.05, 11:16
Beiträge: 293
Hallo,

wenn man das Gefühl hat, bei einen Arzt oder im KH nicht gut aufgeklärt oder aufgehoben zu sein, dann muss man wechseln.
Oder so lange fragen, bis man verstanden hat, was einen gesagt wurde.

Ich war bisher - bis auf eine Ausnahme (das war ein kleines KH, sonst gehe ich immer an die Uni) - mit meinen Ärzten
immer zu frieden. Es wurde ausführlich aufgeklärt, meine Fragen wurden vorher und auch nachher alle beantwortet und
vor allem war das ganze Personal super nett!

_________________
Gruß muffin


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BeitragVerfasst: 22.07.14, 08:18 
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Registriert: 30.05.14, 09:51
Beiträge: 109
"Mangelnde Aufklärung der Patienten!"

:shock:

Warum fragt sich keiner wie viel anhand der Aufklärungsphase der Patient verarbeitet bekommt sei's durch Medikationen die dieser verordnet bekommt oder gar OP's?

Wie viel Aufklärung dürfen überhaupt die behandelnde Mediziner von sich geben und wie viele Patienten nutzen eine Zweitmeinung oder gar dritte sich ein zu holen?

Nicht alles ist auf Ärzte und Pflegekräfte als Fehl- und Schuldzuweisung abzudrücken.

Wenn ich von OP's nix wissen will, jedoch mehr um andere Optionen der Behandlung hören will, dann liegt das nicht am Arzt, weder noch an Pflegekräften, sondern an mir als Patient und an sonst KEINEM n.m. E. und Sicht der Dinge.


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BeitragVerfasst: 06.08.14, 10:18 
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Registriert: 03.08.14, 19:44
Beiträge: 75
Wohnort: bei Berlin
Ich habe insgesamt 9 stationäre Aufenthalte hinter mir zw. 10 Monaten bis einen Tag.

Lediglich 2 KH-Aufenthalte fand ich unersprieslich, die Kommunikation und Behandlung mit den Ärzten war schlecht, einen dieser Aufenthalte habe ich auf eigene Verantwortung mit den Worten "ich suche mir jetzt ein richtiges Krankenhaus" abgebrochen (das KH, in das ich gewechselt bin, hatte dann 10 Tage stationär und weitere 4 Wochen ambulant zu tun, die Behandlung des vorhergehenden KH auszubügeln).

Trotzdem eher Ausnahme, meistens fühlte ich mich sehr gut aufgehoben, gut aufgeklärt - im Zweifelsfall frage ich nach und bekomme Antwort, auch Ärzte, mit denen ich "nicht warm" werde, antworten bei gezielten Fragen für gewöhnlich so, daß ich als Patientin damit auch was anfangen kann.


Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Was wünscht sich der Patient?
Wieviel Zeit braucht man, um zu verstehen, was die Entfernung einer Gallenblase bedeutet und was für Risiken darin verborgen sind?
Kann man als Laie diese Risiken überhaupt vernünftig abwägen?
Muss es eine Pause geben zwischen Aufklärung und dem: "Unterschreiben Sie jetzt und hier!" ?

Diese Fragen wären interessant.



Alle Risiken wird Arzt eh nicht aufzählen können, würde mich als Patientin wohl auch nur unnötig belasten. Die wesentlichen - insbes. im Zusammenhang mit der Anästhesie - will ich wissen, außerdem hätte ich's seinerzeit schon gut gefunden, zumindest in groben Zügen über die Nachbehandlung aufgeklärt zu werden, denn: damals war ich Single, am 4. Tag nach der OP zu hören, das KH sei kein Urlaubsort, ich könne genauso gut zu Hause gesund werden in Verbindung mit dem Verbot, Schweres zu heben, war für mich eher ungünstig - vorher über solche Dinge aufgeklärt zu werden hätte mir ermöglicht, bereits im Vorfeld ausreichend vorzusorgen.


Nachtrag: Pausen zwischen Aufklärung und Unterschrift unbedingt!

Die Unterschrift zu der o.erwähnten "vermurksten" OP habe ich damals unter Einfluß von Morphium (war eigentlich wegen eines Bandscheibenvorfalls eingeliefert worden, nach der OP war der Blinddarm zwar weg, die Bandscheibe aber noch immer unbehandelt) geleistet - bei klarem Verstand hätte ich eher reagieren können, der Anlaß für diese "Not-OP" waren erhöhte Leukozyten, die ich fast immer schon hatte.

Im Gespräch (meist ja die Anästhesie-Vorbereitung) ist Pat. ohnehin in einer Ausnahmesituation, da schaden ein, zwei Tage zw. Gespräch und Unterschrift sicher nicht (soweit möglich, natürlich).

_________________
Gruß, Fritzie


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