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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze frage
BeitragVerfasst: 12.01.13, 23:42 
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So etwas wie es nun kommt, muss ein Patient heute machen, damit dieser wohl eine Chance hat leistungsfähiger zu werden.

Also dann lege ich mal auszugsweise mit drei dysmorphologischen Raritäten bei mir los, wie diese mich bis zur Abhilfe jeweils lebenslang quälten, wie es niemanden interessierte, wie ich suchte weil ich konstant im Leben stehen wollte, wie ich mir selbst helfen konnte und wie mir schlussendlich natürlich erst Ärzte eine richtige Lösung generieren konnten.

Zunächst einmal in einem ersten Teil zum Kranium, dann zum thorakalen Spinalkanalraum, dann zum Inguinalbereich und die restlichen Niedlichkeiten, obwohl mindestens eine Sache bisher einzigartig so von Fachleuten gesehen, lasse ich erst einmal weg, es auch schon so viel zu viel ist und ich versuche es kürzer zu fassen, obwohl meine kompletten Recherchen und Abhandlungen eine Ecke umfangreicher geworden sind, in der spinalen Angelegenheit ich auch in einem erfolgreich verlaufenen Forschungsprogramm eingebunden war, zu dem ich in Teilen auf öffentliche Quellen verweisen werde.

1. Auszug aus ärztlichen Diagnosen zum Kranium und etwas begleitend aus anderen Körperregionen:
  • Diagnostisch nicht eindeutig eingeordnetes Syndrom mit motorischer Entwicklungsverzögerung, Dysmorphiezeichen, offen gebliebenen embryonalen Strukturen und Skelettfehlbildungen. Prä- oder perinataler Hirnschaden bzw. DD Dysmorphiesyndrom z.B. bei Zellmigrationsstörungen.
  • Hemimakrozephalie links.
  • Schädelasymmetrie mit partiell verstrichene Sulci und Gyri parieto-occipital rechts.
  • Deutliche Asymmetrie des Gehirns mit insbesondere im occipitalen Bereich Überwiegen der li. Hemisphäre, die sich partiell auch hinter das Kleinhirn links und nach rechts hinüber verlagert.
  • Kraniozervikale Übergangsanomalie.
  • Kleinhirntonsillentiefstand.
  • Prämature Synostose.
  • Inkabeine im Bereich der Schädelkalotte.
  • Atypische Schädelkonfiguration.
  • Kräftige Verkalkung der Falx cerebri anterior.
  • Pathologische Weitung des Interhemisphärenspaltes.
  • Supratentoriell betontere Verkalkung der Plexus choroidei.
  • Supratentoriell betonte Verkalkung des Corpus pineale.
  • Betonung der äußeren Liquorräume.
  • Embryonale Versorgung der Arteria cerebri posterior rechts.
  • Kinking der A. basilaris.
  • Unregelmäßiges, okzipital betontes Alpha-EEG mit Überlagerung von Betawellen im Rahmen von Störungen in der Vigilanz. Alpha-Beta-Grundrhythmus mit schlecht ausgeprägtem 11 Hz-alpha-Grundrhythmus (Die Vigilanzstörungen waren in EEGs immer ein treuer Begleiter).

So bis hierhin erst einmal gut.
Die Verkalkungen, die Vigilanzstörungen und einige morphologische Auffälligkeiten hätten jeden Sachverständigen schon gleich nach jeder Literatur auf die Spur einer chronischen intrakraniellen Drucksteigerung bringen müssen.
Jedoch waren bei mir die Radiologen meistens immer mit dem Spruch "Da ist Nichts" ganz schnell dabei und so dauerte es eben etwas.
Das war für die spinalen Angelegenheiten auch nicht anders und es dazu ganz besonders spannend werden wird, versprochen, und alles mit Quellenangaben dann.
Jetzt lasse ich die, sorry, radiologischen Vollpfosten, mal noch! in Ruhe.

Und jetzt an dieser Stelle bevor ich nun dran bin mit meiner eigenen Diagnostik, die zum Teil Ärzte so nie stellten, haben die wohl noch übersehen und zum anderen Teil hatte ich das von oben ja auch schon entdeckt, eben vor diesen Diagnosen und ich immer brav schwieg, erst hinterher ich mein Geheimnis lüftete und irgendwo habe ich Ärzte wohl dann doch zu einem Werkzeug nur gemacht, ein paar Anmerkungen.

Ich weiß, gemein, aber was ich alles erlebte, das ich jetzt erst einmal nicht zum Besten geben werde, würde die Schuld nicht aufwiegen können, wobei in der Realität offene Konfrontation, Aussprache im Dialog und Verzeihen hauptsächlich oft meine Strategie ohnehin war und ist.
Ich wollte meine Lebenszeit einfach nicht mit solchen sinnlosen Fehlersuch- und Ausgleichsversuchen verschwenden, ich mit so einer konstruktiven Vorgehensweise der selbst betriebenen Forschung und der Lösungssuche und der Suche nach Lösungsgebern meine Zeit aus heutiger Sicht sinnvoller verbrachte, da ich wieder voll arbeitsfähig bin.

Ich hatte von Kindheit an u.a. mit zum Teil erheblichen Konzentrationsstörungen und motorischen Schwierigkeiten zu kämpfen, was aber niemanden interessierte.
Bis heute brauche ich mein Bewusstsein zum Gehen, was mir allerdings niemand mehr ansehen würde.
OK, auch hier würde es noch deutlich mehr geben.

Seit dem Jahre 2001 gab es eine erhebliche Verschlechterung mit Bewusstlosigkeiten, Lähmungen, etc. und wieder einmal Neurologen alles verniedlichten und somit meine Augenhintergründe wegen der da besonders aufgetretenen intrakraniellen Druckkrisen entsprechend ramponiert sind.

Seit Anlage eines VP-Shunts im Januar 2011, nachdem in einer mehrtägigen intraparenchymalen Hirndruckmessung hochpathologische Drücke aufgezeichnet wurden, auch zunächst zum Unglaube der Ärzte und der Sitz der Sonde mehrfach kontrolliert wurde, gab es keine negative Veränderung mehr und viele mit dem chronisch intermittierendem Hirndruck in Verbindung stehende Defizite waren wie weggeblasen, auch die Augenhintergründe sich nicht weiter negativ veränderten.

Das von außen "programmierbare" Ventil musste ein paar mal nachgestellt werden und dann kam da mal Mitte 2011 was dazwischen, das nicht so schön war und ich das ganz unten noch mal berichte.

Jetzt aber erst einmal zu meinem diagnostischen Ausflug in dieser Sache und wohl angemerkt sind diese, meine Aufzeichnungen seit dem Jahre 2002 nach und nach so entstanden, also lange vor dem mit genauen Methoden sicher diagnostizierten chronisch intermittierenden Hirndruck:

Zur Schädelfehlbildung mit meinem Wissen und meinen Worten:

Bei dieser Art einer Kraniosynostose handelt es sich nach allen diagnostizierten Merkmalen um eine seltene, unilaterale Lambdoidnahtsynostose, die oft kompressionsbedingten und chronischen Hirndruck bedingt, dies zusätzlich die retinalen, insbesondere vaskulären Zeichen dort, beweisen.
Weiterhin zeigt die transversale Formgebung der Schädelkalotte eine okzipitale Plagiozephalie ohne Parallelismus, damit eine lagebedingte Ursache sicher ausgeschlossen werden kann.
Damit ist es neben den anderen Merkmalen, wie z.B. den diagnostizierten Inkabeinen der Schädelkalotte, wegen eines bereits pränatal gestörten Ossifikationsprozesses der betreffenden Suturen, sehr sicher eine prämature Synostose.


Ganz kurz zum Hintergrund der Reihenfolge bei der embryonalen Entwicklung, so wächst das Gehirn nicht in eine Schädelhöhle hinein, sondern genau umgekehrt wächst der Schädel um das aus dem Neuralrohr ausgewickelte Gehirn herum.
Dennoch kann es grob gesagt in späteren Entwicklungsphasen durch Störungen beim Knochenwachstum dazu kommen, dass das bereits umhüllte Gehirn nicht mehr richtig mitwachsen kann, so wie es bei mir bei den nun kommenden Ausführungen und Bildern zu meinem Gehirn deutlich zu erkennen ist.

Damit also zum Hirnparenchym:

Sehen wir uns also zunächst mal dieses vergleichende Schnittbild in der Transversalebene und bei Bedarf die unmittelbar darüber und darunter liegenden Schichten in den kleinen Vorschaubildern ganz unten an.

Bild
Rechts seitlich hinten, die Region nennt sich in der Höhe parietookzipital, wobei Parietal für den Scheitel steht und Okzipital für das Hinterhaupt betreffend, dort jedenfalls ist eine Abflachung des Schädels zu sehen.

Dabei kommt es zum Druck auf den Parietal- und Okzipitallappen des Gehirns in diesem Bereich, eine Diagnose dabei von einer erloschenen Hirnoberflächenzeichnung schreibt, also dass dort keine typische Furchen- und Windungszeichnung erkennbar ist und dies ein ganz typisches Druckzeichen ist.
Weiterhin gab es dort keinen Platz mehr für ein weiteres Wachstum des Gehirns und ich neben anderen noch im vierten Teil beschriebenen einmaligen Auffälligkeiten ungefähr erkennen konnte, in welcher Entwicklungsphase das so begonnen haben muss.

Nun komme ich zu den Schäden oder Unterentwicklungen, die an der Hirnsubstanz entstanden sind.
Zunächst einmal betrachten wir uns im rechten Vergleichsbild die rote geschlängelte Linie, die ich da eingebracht habe.
An dieser Stelle gibt es einen ungewöhnlichen Übertritt von grauer Masse in die weiße Masse hinein, ich nenne dieses dort zu sehende Phänomen mal mit meinen Worten noduläre Impression.
Dort hat der hohe mechanische Druck dafür gesorgt, dass sich Hirnmasse in die Nervenfaserbündel knötchenförmig hineindrückt, daher mein Begriff dafür.
Dabei ist zu erwähnen, dass sich graue und weiße Substanz bei normalen Befunden glatt voneinander abgetrennt zeigen.
Weiterhin ist dort auch zu sehen, dass sich ohnehin die weiße Masse verschmälert mit Signalanhebung zeigt, was ebenso auf eine Verdichtung durch Druck hinweist, davon dort die Radiatio optica (Sehstrahlung) betroffen ist, ein wichtiger Signalweg in das Sehzentrum im Hinterhauptslappen hinein.
Andererseits könnte dieser Effekt auch dadurch entstehen, dass die abgehenden Nervenfasern sich zur anderen Seite gegenüber deutlich verkürzt zeigen, eben wegen dem druckbedingten Platzmangels, wer könnte schon sicher behaupten wie es wirklich ist.

Besonders prägnant ist aber die komplette Nichtanlage eines Signalweges (rote gestrichelte Linie), so wie ich die weiße Masse in der Form verbindender Nervenfaserbündel mal benenne, das ganze System sehr viel komplexer zu beschreiben wäre.
Und so fehlt klar zu sehen rechts die Verbindung vom hinteren Teil des Balkens oder auch Balkenwulst (Splenium corpuris collosi) genannt bis in den Hinterhauptslappen hinein.
Diese Verbindung ist ein Teil der bei Normalbefunden bilateral angelegten Balkenzwinge (Forceps occipitalis), deren Nervenfasern sich dann wie zu sehen U-förmig durch die Balkenwulst ziehen und der fehlende Signalweg eben dann dazu gehört und sich als Teil der sogenannten Balkenstrahlung darstellen müsste, was aber nicht so ist.

Die funktionellen Probleme mit diesen Fehlbildungen könnten mir lebenslange von mir bis heute zu kompensierende Defizite erklären und das alles was ich da ermittelt habe und noch einiges mehr, eigentlich die Arbeit von Ärzten sein müsste.

Auf jeden Fall habe ich solche Ausprägungen noch in keinem Fallbericht in Datenbanken finden können und ich habe schon verdammt viel gefunden.

OK, jetzt also auch hier erst einmal Schluss, da es noch mehr Tiefgang von mir geben würde.

Dann noch zu Mitte 2011 nur mal in Stichpunkten:
  • Juni 2011 bis August 2011 - Fatalkaskade aus Appendizitis -> Peritonitis -> Meningoenzephalitis -> Begleitung mit rezidivierender Nephrolithiasis -> VP-Shunt-Explantation -> Externe Ventrikeldrainage -> intravenöse und intrathekale Antibiose -> VP-Shunt-Neuanlage -> OK.
  • Ab Oktober 2011 berufliche Wiedereingliederung, ab April 2012 voll arbeitsfähig. Alles OK.

Bild

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Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze frage
BeitragVerfasst: 13.01.13, 23:36 
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Was haben meine Berichte mit diesem Ursprungsbeitrag und mit diesem Thema Patient- Arzt-Beziehung zu tun?
Ganz einfach, denn meine Fragen waren anfangs auch nur so trivial und weiterhin zeige ich hier auf, dass ich regelhaft von Ärzten schlecht und falsch behandelt wurde und ich auf meiner Abenteuerreise durch das teutonische Medizinwunderland immer wieder Menschen mit ähnlichen Erfahrungen traf und somit einfach nur ein vernichtendes Urteil übrig bleiben würde, wenn ich nicht auch genau das Gegenteil, wenn auch extrem spärlich, kennengelernt hätte.

Mir ist überhaupt nicht klar, warum wir so ein teures Gesundheitssystem haben, wenn es so viel bewiesene Inkompetenz gibt.
Es wird für die reichen, die sich ohnehin selbst vernichten durch Rauchen, Saufen, Fressen, etc..
Jedoch reicht es nicht für Menschen wie für mich, die leistungsfähig werden und bleiben wollen und ohne so eine Hilfe durch unsere ach so hoch gelobte Supermedizin leider nicht für diese Leistungsgesellschaft einsatztauglich gemacht werden können.

Ich hätte mich ja auch der Rente und dem Siechtum widmen können und damit wohl allen einen Gefallen getan.
Oder hatte ich es einfach nur falsch verstanden, wie diese s soziale Gesellschaftssystem funktioniert?
Ich dachte immer, dass es doch erstes Ziel sein müsste eine gesunde, arbeitsfähige Bevölkerung aufrecht zu erhalten.
Ich dachte immer, dass Rente und Versorgungsbezüge nur für den äußersten Notfall sein dürften, also wenn tatsächlich Hände, Arme und Kopf, und zwar nur alles so zusammen, nicht mehr ausreichend für eine Arbeit funktioniert.

Daher lehnte ich auch immer wieder an mich herangetragene Behinderungsgrade ab und habe somit einen GdB von 0, da eben genau das mein Ziel war, eben wieder arbeitsfähig zu werden und dazu brauche ich auch keinen Verhindertenstatus.
Wer hat das nur erfunden und zugelassen?
Es ist doch völlig klar, dass ein Solidarsystem so nicht gut und lange funktionieren wird.

Ich benannte im letzten Beitrag so nebenher Radiologen gar nicht nett, möchte das auch nicht zurücknehmen, für die, die einfach nur faul und arrogant sind und möchte differenziert mitteilen, dass ich aber auch genau das Gegenteil kennenlernte, fleißig forschende und handelnde Radiologen mit einem ordentlichen Charakter, diese aber leider nur eine seltene Ausnahme von der Regel sind.
Das ist speziell mit Neurologen so auch gewesen.

Mir ist bis heute unklar geblieben, warum sich zu viele Mediziner so schwer tun, mit sich selbst, mit dem anderen und mit der Realität.
Nirgendwo habe ich eine ausgeprägtere Mimosenhaftigkeit kennengelernt, als in diesen Kreisen.
Warum nur ist das so?

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Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze frage
BeitragVerfasst: 13.01.13, 23:41 
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Komme ich also im zweiten Teil meiner Raritäten-Show zu der bei mir bis 2009 dorso-thorakal lokalisierten spinalen intraduralen Arachnoidalzyste.
Am Ende meines Berichts hier stelle ich noch Fragen mit Verweisen auf dafür notwendige Quellen.

Vorgeschichte
Im Jahre 2001 wurden bei mir die ersten MRT-Aufnahmen von HWS und LWS gemacht, obwohl ich seit meiner Kindheit jeden Tag mit Schmerzen in der BWS aufgewacht bin, ich das aber wie so vieles bei mir, zu kompensieren, zu ignorieren hatte, da auch das niemanden interessierte.

Natürlich kam da 2001 wieder dieser radiologische Standardspruch "Da ist Nichts" und der überweisende, wie eben sonst auch alle anderen Neurologen, unverzüglich die Gaga-F-Diagnostik-Patientenentsorgung einleitete.
Ich wollte es aber nicht glauben, hatte ja ohnehin zu diesem Zeitpunkt mit schlimmen Gehirnproblemen zu tun, was ich da noch nicht wusste.
Jedenfalls führte das in diesem Zusammenhang ungeheuerlichster Fehlbehandlungen + Patientenverwechslung dazu, dass ich mich an dem Tag, als ich das alles erfuhr und an diesem Morgen dieses Tages mit den einstürzenden Neubauten, am 11.09.2001, als die fünfte Revision zu meiner Inguinalhernienproblematik anstand, dass ich mir schwor mich nun erstmals in meinem Leben mit Medizin zu beschäftigen.

Das hatte ich dann auch so begonnen und wunderte mich, trotz schlechtester, alternierender Gesundheitszustände, wie schnell ich im Thema war.
Ich kannte zunächst auch alles nur in Englisch, da eben das meiste im anglo-amerikanischen Sprachraum zu finden war und ist.

So fand ich auf meinen MRT-Filmen mit der HWS und der LWS die eigenartigen Gebilde sehr suspekt und sich diese in den folgenden Jahren immer wieder zeigen sollten.
Diese veranlassen aber grundsätzlich keinen Radiologen, irgendetwas dahinter vermuten zu können, obwohl, wie ich es gleich im Verlauf mitteilen werde, dies die entscheidenden Momente sind, genau deshalb weiter nach den Ursachen zu fanden.
Aber nein, es sind ja nur! Artefakte und/oder Strömungsphänomene.
Na so etwas, bei Artefakten weisen die hoffnungslos veralteten Radiologie-Leitlinien aus, dass die Aufnahmen zu wiederholen sind.
Das hatte bis 2008 nie ein Radiologe gemacht und erst 2008 hatte man mich dreimal in die "Röhre" geschoben, weil man nicht wusste, was das war, was da zu sehen war.
Es waren dann im hilflosen Diagnosebericht auch nur wieder "naheliegende Strömungsphänomene"
Wie kann einem nur minimal an der Welt und der Natur interessierten Menschen so etwas nicht interessieren, was hinter Strömungsphänomenen steckt?
Haben denn die Ärzte niemals an einem fließenden Gewässer mit Steinen im Gewässerverlauf gespielt?
Ja genau, und da sind eben die Steine der Grund für die Strömungsphänomene.
Warum also interessiert es bis heute regelhaft keinen Arzt, welche "Steine" da also im Spinalkanal so herumliegen?

Mich hatte es jedenfalls interessiert, ich hatte ja auch zu leiden, unter starken Schmerzen, besonders wenn ich mich hingelegt hatte, hatte immer mehr zunehmende Ausfälle in Form von deutlichen Schwächen in den Beinen, konnte kaum noch eine Treppe hinuntergehen mal von den ewigen Spastiken im Knie seit meiner Kindheit ganz abgesehen.

Der erste echte Versuch zur Klärung
Somit fand ich also viele Vergleichsbefunde im Internet und immer wieder den Begriff der spinalen Zysten, die eben auch meine Symptomatik ausmachten.
Dann fand ich auch schon 2001 die damit oft vergesellschaftete Erkrankung Syringomyelie.
So traf ich Online eine Betroffene, die mir sehr menschlich gegenüber war und mich auch in meiner damaligen Verzweiflung auffing, mir ging es ja ohnehin körperlich sehr schlecht.
Aus Dank machte ich ihr einen Online-Auftritt, der bis heute besteht und leider ist Sie vor zwei Jahren an einer anderen, schweren Krankheit verstorben, gerade in der Zeit, als ich mein Dilemma mit der Meningoenzephalitis zu überstehen hatte.

Das hier ist ein Auszug aus den sagittalen Schichten zur HWS und zum Glück auch ein Teil der BWS zu sehen war und genau dort finden sich die suspekten Gebilde, die kaum einen Arzt bequemen so etwas zu hinterfragen, die haben eben überhaupt gar keine Ahnung und ahnen noch nicht einmal etwas:
Bild
HWS sagittal vom 30.10.2001

Ich sandte meine Aufnahmen also zu einem der wenigen Spezialisten für die Syringomyelie und bekam eine Antwort, dass nichts pathologisches zu sehen wäre.
Ausgerechnet dieser sonst sehr gute Neurochirurg machte auch noch 2005 eine Eingabe beim DIMDI zur Aufnahme dieser spinalen Diagnose, die er bei mir nicht erkennen konnte, da diese bis heute keinen ICD-Schlüssel hat und die Ärzte mit einer Hirnzyste abrechnen müssen, siehe http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/d ... noidal.pdf .
Jedenfalls gab er ja später zu, dass dieser Befund oft übersehen wird und sich das mit sämtlichen internationalen Berichten und Fallsammlungen deckt.

Ich war frustriert, versuchte mich wieder zu regenerieren, war ich ja so von Kindheit an gewohnt und suchte zunächst auch nicht mehr konkret bei Ärzten, sondern nur im Internet weiter.
Im Jahre 2008 ging es mir wieder sehr schlecht und ich mir eine Neurologie suchte, die, oh Wunder, tatsächlich mal im Gegensatz der hier nicht geschilderten und gruseligen Reinfälle mit anderen Neurologien seit dem Jahre 2002, an einer fundierten Diagnostik interessiert war und so auch durchführte.
Somit hatte ich zwar immer noch keine Lösung, jedoch eine Heilung vom Neurologentrauma und ordentliche, diagnostische Unterlagen, dort die Fehlbildungen Erwähnung fanden und besonders eben mein zweifellos geistig normaler Gesundheitszustand, es von dort auch erstmals von Neurologen überhaupt keine F-Entsorgungsdiagnose gab.

Die Entdeckung
Na ja, so nahm ich also nach diesem Klinikaufenthalt später einen neuen Anlauf und sandte meine neuesten Errungenschaften aus 2008 zu einem anderen Spezialisten der Neurochirurgie, obwohl genau das gleiche zu sehen war wie 2001, was ja hier jeder im Vergleich zu oben erkennen sollte.
Bild
HWS sagittal vom 10.10.2008

Somit hatte ich später einen Termin bei diesem Neurochirurgen, zeigte ihm mein Bildmaterial und er sofort sagte, dass er "heftige Flussstörungen" erkennen würde und wir somit einen mehrtägigen Termin zu einer umfangreichen MRT-Diagnostik der gesamten WS verabredeten.
Am Ende des diagnostischen Marathons, es waren 3x45 Minuten MRT wegen einer pulsgesteuerten Liquor-Flussstudie, zeigte mir der Neurochirurg in einem kleinen MRT-Film wie dort deutlich die hirnwasserblockierende Zyste zu erkennen war, die das Myelon komprimierte.
Somit wurde ein OP-Termin vereinbart.

Einen Tag vor der OP wurde mir mitgeteilt, dass noch einmal im Rahmen einer Forschungsarbeit mit einem 3T-Gerät und einer dort selbst weiterentwickelten Software zur Erfassung von hochauflösenden Echtzeit-CISS-Sequenzen, die BWS aufgenommen werden sollte.
So lag ich also eineinhalb Stunden in diesem Höllengerät, was mir aber gar nichts ausmachte.
Der Radiologe sagte dann auch, dass beeindruckende Aufnahmen gemacht wurden, was ich auch selbst danach mit ansehen konnte, also wie die große Zyste das Rückenmark im Takt des Pulses förmlich "verhauen" hatte.
Mein Neurochirurg sagte dann noch später, dass bis dahin einmalige Aufnahmen dieser Art entstanden seien.

Die Behandlung
Hier einleitend erst einmal ein Auszug aus dem OP-Bericht zur Indikationsstellung einer großen spinalen intraduralen Arachnoidalzyste mit maximaler Adhäsion BWK 3/4 und Myelonkompression:
Auf der markierten Höhe zentrierter Hautschnitt von etwa 5 cm Lange. Präparation bis zum Dornfortsatz und dann stumpfes Abpräparieren des M. deltoideus und auch der autochtonen Rückenmuskulatur sowie Darstellung des interlaminaren Fensters. Hier nochmalige Durchleuchtung. Man ist in der gewünschten Höhe.
Mit der Fräseanlage eine Hemilaminektomie BW 3. Erweiterung nach medial unter den Domfortsatz, so dass die Dura komplett eingesehen werden kann. Längsinzision der Dura. Hochnahen der Duraränder. Man erkennt nun, unter der Arachnoidea ein quer- und längsverlaufendes Segel, das teilweise fluktuiert, exakt wie es aus den dynamischen CISS-Sequenzen zu erwarten war. Von der Arachnoidea und vom Myelon abpräparieren der Adhäsion. Histologie. Nach kaudal erkennt man noch ein weiteres Segel, deswegen Erweiterung der Freilegung nach kaudal und hier auch Durchtrennen des Segels.
Nun mit dem Murphyscope Inspektion des Subarachnoidalraums. Nach kaudal ist die Freilegung genügend weit, nach kranial findet sich noch ein weiteres Segel, das fast ventilartig den Subarachnoidalraum verschließt. Deshalb wird auch nach kranial die Freilegung nun erweitert und das Segel noch durchtrennt. Nach einer weiteren Inspektion mit dem Murphyscope findet man zumindest keine Quersegel mehr, sondern nur noch ein Längssegel das über die ganze Strecke zu Gehen scheint (Membrana dorsalis).
Spülen mit Nepacitin Lösung. Kontrolle der Blutstillung. Einnaht eines bovinen lyophilisierten Durapatches.
Zentrale Durahochnaht. Augmentation der Duranähte mit Fett- und Fibrinkleber. Einlage einer nach kaudal ausgeführten subfascialen Robinson-Drainage. Schichtweiser Wundverschluss. Steriler Pflasterkleberverband.


Die Operateure waren sehr glücklich, da der Befund exakt so aussah wie dieser in der speziellen MRT-Diagnostik vorab schon zu erkennen war.

Das Ergebnis
Unverzüglich nach der OP stellten sich die ersten Verbesserungen ein.
Ich hatte keine Schmerzen mehr und später, als ich wieder herumlief, war das viel leichter, konnte Treppen wieder absteigen aber auch besser aufsteigen, die Kraft in den Beinen da war.
Es dauerte ein wenig mit dem Laufen, da ich wegen eines spinalen Liquorlecks ein wochenlanges Unterdrucksyndrom mit allen Symptomen dazu hatte.

Da ich von Kindheit an meinen Rumpf immer kontrolliert hatte, da dieser zur rechten Seite fallen wollte und ich auch eine rechtskonvexe Skoliose entwickelt hatte, musste ich das nach dieser OP zu meinem Erstaunen seitdem nie wieder machen.

Auf meinem linken Schulterblatt etwa in Höhe des Eingriffes zur Hemilaminektomie, befand sich ebenfalls seit meiner Kindheit eine sich immer wieder verändernde große und sehr lästige Hautstelle.
Da hatten Hautärzte schon so ziemlich alles diagnostiziert und man behandelte mich sogar zweimal vergeblich auf Herpes Zoster, eine richtige Diagnostik erachtet ein Hautarzt ja heute nicht mehr für nötig, alles nur Sichtkontakt und Erfahrung, ja ja, was für ein Quatsch.
Und nun geschah im Verlauf von etwa zwei bis drei Wochen ein kleines Wunder, das meine Frau ja auch kaum glauben konnte, sie das ja auch von mir schon ewig kennt, also seit 1986.
Denn diese Hautveränderung verschwand bis Mitte 2009 dann vollständig, bis heute hatte sich dort nie wieder etwas entwickelt.
Niemand konnte das erklären und so war ich wieder einmal im Internet unterwegs und fand folgende naheliegende Begründung als anzuklickende Verknüpfung, die ähnlich bei mir ja eine Rolle gespielt haben könnte:
Spinal arachnoid cyst containing nevus cells in a patient with a large congenital melanocytic nevus: case report.

Seit meiner Kindheit hatte ich eine gemeine Spastik im rechten Knie, ich sprach immer von Fehlimpulsen, die den Unterschenkel plötzlich ohne Vorankündigung nach innen drehte mit belassener Oberschenkelstellung.
Das führte unweigerlich und ungezählt oft zum Sturz und mit großen Schmerzen drehte sich der Unterschenkel dann auch wieder zurück.
1986 wurde festgestellt, dass Innen- und Außenmeniskus abgerissen waren, wohl schon länger her.
Bei zwei Knie-OPs dann in dem damaligen Jahr wurde das repariert, festgestellt, dass ich einen stabilen Bänderapparat habe und neurogene Ursachen geäußert, denen, wie ja schon anzunehmen, natürlich nie ein Neurologe nachging.

Seit dieser Arachnolyse der spinalen intraduralen Arachnoidalzyste im April 2009 hatte ich nie wieder so ein sehr unangenehmes Ereignis in meinem Knie.
Somit hatte ich also sehr profitiert, wie ich übrigens immer von solchen Fehlbildungs-Korrektureingriffen profitierte, wenn auch so spät in meinem Leben.
Im nächsten Teil kommt noch so ein Kalauer von 1987 mit einem ebenso fast unglaublichen Vorgang.

Die angewandte Operationsmethode war auch schonend und risikoarm und dazu ein Studienbericht verfasst wurde:
3. Teil: Arachnoscopy: A Special Application of Spinal Intradural Endoscopy - Results
4. Teil: Arachnoscopy: A Special Application of Spinal Intradural Endoscopy - Discussion

Ich war im 3.Teil der Studie der Patient mit dem Prädikat: "One of the patients without syringomyelia had a favorable course".

(Es kann sein, dass die Verknüpfungen nicht funktionieren. Dann muss eben der Titel in einer Suchmaschine eingegeben werden. Von dort aus ist der Artikel dann ohne Anmeldung abrufbar. Klingt komisch, ist aber so.)

Warum nur ist es so schwierig?

Wozu brauchen wir so viele spitzenverdienende Radiologen, so viel unnötiges und teures Equipment, so viel unnützes bilddiagnostisches Material, wenn es ja doch nur völlig unberechtigt und falsch zu häufig heißt: "Da ist Nichts".
Auf so eine Aussage antwortete ich mal einem Radiologen, als meine Hirnfehlbildung noch so oft nicht erkannt wurde: "Herr Doktor, machen Sie keinen Ärger, bis vorhin war doch da noch ein Gehirn".
Der Spielverderber fand es noch nicht einmal lustig.
Genau wie der eine Radiologe, einer von 2001, der nach meiner Konfrontation plötzlich das Bildmaterial nicht mehr hatte.
Ach Mensch, alles Spielverderber. Dabei wollte ich ihm doch gar nichts böses, er hätte doch nur mal lernen sollen. OK, das wäre wohl das böseste gewesen.

Um zurückzukommen, so darf bei den veralteten Radiologie-Leitlinien, bei dem schlechten Equipment, denn z.B. ist die spinale Bilddiagnostik bis heute noch zu schlecht, bei der schlechten Ausbildung der Radiologen, bei oftmals dokumentierter Übersehenshäufigkeit, kein Radiologe mehr arrogant und fahrlässig behaupten "Da ist Nichts"!

Ich hatte es nur mal speziell für die spinale intradurale Arachnoidalzyste, hier einleitend zu verstehen, in meinem Kurzbericht mit Verweisen dort mit dem anzuklickenden Titel Spinale Arachnoidalzyste - Das unbekannte Wesen zusammengefasst.

Dabei ist doch alles schon so lange bekannt und es wohl auch verschüttetes Wissen ist.
Und so hatte ich da mal was ausgegraben, das für unsere heutige Medizin einfach nur beschämend wirken sollte.
Viele Jahrzehnte vor unserer modernen Bilddiagnostik waren Ärzte damals mit einer heute mir nicht mehr bekannten Hingabe, außer den mir persönlich bekannten Neurochirurgen, und einem Dokumentationseifer in der Lage etwas erstaunliches festzustellen.
Denn, dass viele der Allerwelts-Bandscheibendiagnosen gar nicht stimmten und in allen dort dokumentierten Fällen nach dem "Aufmachen" sich nicht der Diskusprolaps, sondern die arachnoidalen Veränderungen als die Ursachen für die Verschlechterungen entpuppten.
Siehe den von mir veröffentlichen Bericht mit dem hier anzuklickenden Titel Über spinale und intrakranielle Arachnoiditiden

Und was machen wir nun mit unseren guten Radiologen, mindestens mit den zu vielen überflüssigen um die Ecke?

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Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze frage
BeitragVerfasst: 14.01.13, 08:33 
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Hallo Beitragszahler,

vielen Dank für die beeindruckenden und lehrreichen Berichte.

Ich möchte die Problemstellung noch um einen Aspekt erweitern, der sich aus meiner praktischen Arbeit ergibt:

Ich habe ebenfalls viele Patienten, die eine Odyssee verschiedener Untersuchungen bei unterschiedlichsten Spezialisten hinter sich haben. Die Mehrzahl passt genau in die Schublade, in die Sie oftmals zu unrecht gesteckt wurden: Ihre Beschwerden sind psychosozial zu klassifizieren.

Zur Veranschaulichung ein kleines Fallbeispiel:

Rüstiger Mittsechziger, (mir zufällig als ehemaliger Vermieter bekannt), kommt zu mir in die Praxis mit einem ausgedehnten Beschwerdebild von Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustschmerzen, Schwindel, Herzrasen. Er hat eine weitgehende Diagnostik bei Kardiologen, Neurologen, Orthopäden, interdisziplinär in der hiesigen Uniklinik hinter sich, jeweils OHNE ERGEBNIS. Seit ca 8-10 Wochen konnte keiner die Beschwerden einsortieren, trotz Schädel-MRT, Komplettem Wirbelsäulen MRT, EKG, EEG und diversen anderen Untersuchungen.

Ich habe daraufhin eine sehr ausführliche Anamnese durchgeführt, bei der sich zeigte, dass der Ausgangspunkt in einer Nackenschmerz Episode mit Ausstrahlung in den Augenbereich begann. Diese war dem Mann sehr unheimlich, er befürchtete eine ernsthafte Erkrankukng, u.A. auch, weil er so gut wie nie krank gewesen war. Im Lauf der daraufhin durchgeführten ergebnislosen Diagnostik breiteten sich die Beschwerden dann recht rasch aus. Ein Schmerzmuster war nicht zu erkennen, eine genaue Zuordnung zu Vaskulären, Mechanischen, Entzündlichen oder anderen Prozessen also nicht möglich.

In der darauffolgenden körperlichen Untersuchung zeigte sich eine (vermutlich auf altersentsprechende Degeneration und temporären Bewegungsmangel bei etwas ungünstiger Haltung zurückzuführende) schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bewegungssegment zwischen Occiput und C1, den oberen Kopßfgelenken. Die Degeneration war freilich in den MRT Aufnahmen zu sehen, für sich erklären sie aber natürlich keine scheinbar kardiogenen Beschwerden.

Nach einer Aufklärung über meine Hypothese, dass der Ausgangspunkt in obigem Problem zu finden sei, der Rest im weitesten Sinne durch Angst hinzugekommen ist und zwei bis drei mobilisierenden Behandlungen dieser Kopfgelenke war der Mann Beschwerdefrei.

Weitere Überlegungen hierzu werden folgen.

Viele Grüße,

_________________
Wolfgang Pokorski, Physiotherapeut
Praxis Klaus Orthmayr in Essen


Die Körper wären nicht schön wenn sie sich nicht bewegten
(Johannes Kepler)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze frage
BeitragVerfasst: 14.01.13, 19:11 
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Hallo Wolfgang,

vielen Dank für den differenzierenden Beitrag und so sollte nach meiner Vorstellung eine erfahrungsbasierende Diskussion auch geführt werden.

Und so fange ich mal mit eigenen Erfahrungen an, bevor ich, na was denn schon, wenigstens zu einem Punkt Veto einlegen werde, obwohl ich da noch mehr hätte.

Vorab gesagt, so habe ich mit Physiotherapeuten regelhaft gute Erfahrungen gemacht, da diese oftmals den von faulen und arroganten Ärzten F-ausgekehrten Patientenmüll übernehmen und das Beste daraus machen müssen.
Ja, es mag etwas überspitzt dargestellt sein, jedoch bieten solche Kontraste die Möglichkeit schnell die Problematik erkennen zu können.
Auch in den Rehabilitationseinrichtungen sind die Physiotherapeuten doch oftmals die einzigen proaktiv wirksamen Fachleute.
Diese übernehmen dann nämlich gleich noch die Rollen von Ärzten und Psychotherapeuten, da sich beide recht rar machen.

Mein erster Kontakt zur manuellen Therapie war einer mit tiefgehender und mich bis heute sehr beeindruckender Art.
Mir wurde in einer Abschiebe-Reha 2002, als ich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand war, es war da wegen der unerkannten Hirndruckkrisen und ich in dieser Zeit meine Augenhintergrundschäden davontrug, wegen der fahrlässig-vorsätzlichen F-Entsorgungsdiagnostik, und die Reha-Einrichtung meinen Fall eigentlich ablehnen wollte, vom Chefarzt der Klinik eine mehrwöchige Feldenkrais-Therapie mit der Methode der funktionalen Integration verschrieben, wir alle eben das Beste aus dem Dilemma machten.

Ich hatte damals überhaupt gar keine Vorstellung von dieser Therapie, ich lief ständig mit Schlagseite herum und mir zog es immer die Füße weg, u.v.m.
Dann war es so weit und die Therapeutin fasste meine Füße und Beine an und begann diese zu bewegen.
Obwohl so fremde Berührungen mich immer erschreckten, es da aber schon besser war, also ganz anders so wie meine heutige Frau mich 1986 kennenlernte, wunderte das die Therapeutin schon etwas, sie aber weitermachte.

Nach einer ganzen Zeit sollte ich dann aufstehen und was dann geschah, habe ich in Wirklichkeit bis heute nicht verstanden, obwohl ich mich danach mit der Theorie und der Geschichte zu den Feldenkrais-Methoden beschäftigte.
Jedenfalls waren meine Füße ganz anders, so leicht und wollten jede Bewegung viel besser mitmachen.
Sicherlich musste ich wie von Kleinkind an auch weiter ansteuern und nachtriggern, ich konnte ja erst sehr spät laufen, lief dann jahrelang als Kind mit Blick auf meine Füße, die Bilder habe ich heute noch im Kopf und schaute mir ohnehin viele Jahre alles mögliche von anderen ab, was aber niemand registrierte, so wie es eben nun einmal auch noch in den 1960er und 1970er-Jahren war.
Da hatten noch nicht pathologisch überbesorgte Eltern ihren bewegungshilflosen Nachwuchs nicht gleich in Gehhilfen und Rollstühle setzen lassen, insofern ich also Glück hatte, dass sich mein geschädigtes ZNS für die Herausforderungen des Lebens dennoch zufriedenstellend bis hervorragend entwickeln konnte.

Und so lief ich nach dieser Feldenkrais-Stunde so leicht, wie ich noch nie in meinem Leben gehen konnte und kam erst ein paar Stunden später zurück in die Klinik.
Seitdem ist diese neue Sucht von ausgiebigen und schnell gegangenen Spaziergängen mit den neuen Gedanken aus diesen Feldenkrais-Stunden zu meinem ständigen Hobby geworden, ich gehe locker schwingend aufrecht, ziehe mich dabei an einem gedachten Gummiband nach oben und rolle über die gesamte Fläche der Sohle ab, mit einer unglaublichen Leichtigkeit, trotz stark geschädigter Knorpel im Knie, die dann auch nicht mehr zu spüren sind, von der verbesserten Körperphysik also der gesamte Haltungsapparat profitiert.

Mittlerweile musste ich ein paar mal feststellen, dass ich nicht so selten deutlich besser gehe, als so manch gleichaltriger, der immer den Luxus hatte nicht auf sein Gehen achten zu müssen.

OK, jetzt wo es so schön war, nun noch einmal meine Meinung zu der Antwort:

granreserva hat geschrieben:
...Die Degeneration war freilich in den MRT Aufnahmen zu sehen, für sich erklären sie aber natürlich keine scheinbar kardiogenen Beschwerden...
Das ist genau so eine Aussage, die mich nur noch fürchterlich aufregen würde, wenn ich dazu nicht mittlerweile meine Emotionen abgebaut hätte.
Wie kann von einem radiologischen Material, das dem normalen Equipment eines Standard-Radiologen ohne spezieller Schulung und ohne Kenntnissen zu speziellen Untersuchungssequenzen und den dazugehörigen Analysewerkzeugen entnommen ist, dessen Bildqualität nach seriöser Expertenmeinung viel zu schlecht ist, dazu benutzt werden, um solche kühnen Annahmen oder Behauptungen aufstellen zu können?
Selbst die wenigen geschulten Anwender der speziellen hochauflösenden CISS-Technologie, die es wegen der Erkenntnisse der schlechten Bildqualität gerade für den spinalen Raum bereits ein paar Jahre nach Einführung der MRT gab, würden keine Aussagen zu mikrostrukturellen Veränderungen wagen wollen, gerade eben solche Experten nicht.

Und würde ich den Vorträgen einiger Experten zur rätselhaften Funktionsmechanik der Umschaltstellen im Rückenmark glauben wollen, diese Experten sich eben nicht mehr so festlegen wollen, in welcher Höhe was genau alles geschieht, dann könnte ich mir viel vorstellen, eben so wie es uns die Natur in dieser unendlichen Vielfalt beschert.
Von daher möchte bitte wer mit welchen abgesicherten Praxisbeweisen hinreichend darlegen können, wo genau und wie exakt der zentrale Anteil kardiogener Prozesse abläuft?

So ist es auch mit dieser, sorry, dämlichen Behauptung, also von der Mär der angeblichen seltenen Erkrankung an sich, als Entschuldigung und Ausweichargument für alles mögliche, vor allem, um es nicht wissen, behandeln oder bezahlen zu müssen.
In meiner angekündigten Beitrags-Trias fehlt ja noch dieser letzte Teil und in dem etwas ganz fürchterliches geschehen wird, denn wie echt viele Ärzte mein damals halbes Leben lang eine triviale Erkrankung, aber sehr wohl mit nicht zu unterschätzendem Gefährdungspotenzial, ebenso nicht erkennen und damit nicht behandeln konnten, obwohl es eine Allerweltserkrankung war, das Erstaunen dann zum Schluss entsprechend groß war.

Aber noch einmal zu so einer angeblichen seltenen Erkrankung, wie es ja auch bei der spinalen intraduralen Arachnoidalzyste so behauptet wird, ich das für Quatsch halte, aufgrund meiner Fragen dazu:

Wie kann behauptet werden, dass eine Erkrankung selten ist, wenn diese ständig übersehen wird?
Wie kann behauptet werden, dass eine seltene Erkrankung keine oder irgendwelche Symptome macht, obwohl diese gar nicht bekannt sein kann, da diese ständig übersehen wird?
Warum haben Ärzte der 1910er bis 1940er Jahre die Erkenntnis gewinnen müssen, trotz fehlender moderner Bilddiagnostik, dass die vermuteten Bandscheibenleiden in keinem der Fälle so eines war, sondern arachnoidale Krankheitsprozesse und warum wird das heute ignoriert?
Wie können also Ärzte ohne ausreichender Diagnostik noch so sicher behaupten, dass es nur Diskusschäden sind?
Ist es nicht denkbar, dass die Nutzlosigkeit so mancher Bandscheiben-OP darin begründet ist, dass es ein unentdecktes, arachnoidales Problem gibt?
Ist eigentlich klar, dass solche arachnoidalen Veränderungen bis zur Invalidität und Querschnittslähmung führen können, ohne dass es der Normalo-Radiologe, Neurologe, Orthopäde um die Ecke jemals erahnen würde, die ja dann immer noch die F-Entsorgungsdiagnostik haben?

Mit welcher Antwort könnte ich aufhören noch mehr solcher Fragen stellen zu müssen?

Herzliche Grüße

Robert

_________________
Hier schreibt ein Unwissender, der sonst nur weniges und für Ärzte zu viel weiß.


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