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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hilfe....Trotz weiterer Beschwerden Gesundschreibung
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BeitragVerfasst: 27.10.11, 12:55 
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Registriert: 27.10.11, 12:39
Beiträge: 1
Guten tag,
ich wurde vor gut einem halben jahr nach einem dienstunfall bei der Bundeswehr am handgelenk operiert und bin seitdem arbeitsunfähig (mittlerweile bin ich nicht mehr bei der BW aber habe immernoch beschwerden und kann meine hand noch nicht voll belasten).
bei meinem letzten besuch kam er aufeinmal auf die idee das er mich ja nicht ewig krankschreiben kann und er mich nun wieder gesundschreiben würde! (trotz weiterer beschwerden) !!!!!!
und nun zu meiner frage....darf er denn sowas überhaupt!? zumal ich im handwerk tätig bin und meinen beruf nicht wieder voll ausüben könnte..!

meine sozialberaterin riet mir einen antrag auf schwerbehinderung zustellen und den grad der erwärbsunfähigkeit feststellen zu lassen....nach rücksprache mit dem arzt währen das aber auch nur 20% was mir mal original garnichts außer vielleicht einen nachteil bei der jobsuche bringen würde.

ich wär echt dankbar wenn mir jemand nen guten rat geben könnte wwas man da eventuell machen könnte..oder ob ichs einfach so hinnehmen muss -.-

MfG


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BeitragVerfasst: 27.10.11, 20:34 
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Registriert: 24.05.08, 20:16
Beiträge: 1114
Hallo,

generell ist es so, dass ein Arzt Arbeitsunfähigkeit nur bestätigen darf, wenn er davon überzeugt ist, dass diese vorliegt. Der Arzt entscheidet also, ob der Patient (aus seiner Sicht!) arbeitsfähig ist, oder nicht. Dabei muss der Arzt sich nicht nach der Meinung des Patienten richten. Es steht Ihnen natürlich frei, die Prüfung auch durch einen anderen Arzt vornehmen zu lassen (z.B. durch die Bundeswehrkrankenhäuser, sofern die krankschreiben dürfen, denn Kostenträger für die Behandlungen müsste ja weiterhin der Bund sein). Es wäre außerdem zu prüfen, ob bereits alle Maßnahmen ausgeschöpft wurden, die möglich / notwendig sind, um eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu erreichen (Physiotherapie, ggf. Ergotherapie oder Rehabilitationsmaßnahmen).

Was die Anerkennung eines GdB / MdE angeht, so ist auch hierfür nicht die Meinung des Arztes zuständig, der GdB / MdE wird durch das Versorgungsamt festgestellt und nicht durch den Hausarzt. Dieser muss zwar eine schriftliche Stellungnahme abgeben, jedoch werden auch weitere mitbehandelnde Ärzte befragt und bei Bedarf auch ein separater Gutachter hinzugezogen, der dann verbindlich entscheidet. In der Tat ist es aber so, dass ein GdB / MdE unter 50% wenig Zugewinn bringen wird, man sich also überlegen muss, ob man die Antragsprozedur durchläuft, oder nicht.

Dann muss man weitersehen. Sobald man auf die "Sozialschiene" abrutscht ist es so, dass man zwar eventuell gesundheitsbedingt in seinem ursprünglichen Job nicht mehr arbeiten kann, dann fordern die Ämter aber nach Möglichkeit eine Umschulung, um Sie in einem anderen Beruf unterzubringen (sofern das Arbeitsamt für Sie zuständig ist). Das sind aber alles Feinheiten, die Ihnen ihre Sozialberaterin erklären kann, da diese Ihre persönliche Situation kennt.

Viele Grüße
Barca

_________________
Once in a lifetime means there's no second chance ...

Informationen aus dem Internet dienen generell nur der ersten Orientierung, sind persönliche Meinungsäußerungen und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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