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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Brustkrebs - Rekonstruktion - jetzt Bauchdeckenschwäche
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BeitragVerfasst: 27.04.14, 12:22 
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Beiträge: 3
Ich hatte vor einem Jahr eine Mastektomie mit gleichzeitiger Rekonstruktion aus dem Abdomen mittels Tram-Lappen. Geplanter Diep-Flap war leider nicht machbar. 9stündige OP habe ich total gut überstanden und Rekonstruktion ist hervorragend gelungen. Es war ein super plastisches Chirurgenteam. Allerdings musste aufgrund des pathologischen Untersuchung des entnommenen Gewebes noch zwei mal nach operiert werden. Dadurch fiel das Ergebnis nun nicht mehr ganz so toll aus zumal nachträglich noch Brustwarze entfernt werden musste die wiederum mit einem Hautlappen aus der Hüftgegend abgedeckt wurde. Auch damit kann man gut leben.
Musste etliche Wochen einen Bauchgurt tragen, was ich auch konsequent getan habe. Jedoch schon kurz danach zeichnete sich eine Bauchwandschwäche ab. Diese versuchte man mit einer erneuten OP im letzten Oktober zu beheben indem man ein großflächiges Mashnetz über den gesamten Bauchraum einsetzte. Danach natürlich wieder bis Jahresende Bauchgurt tragen. Auch hier habe ich mir nichts vorzuwerfen da ich diesen konsequent benutzt habe. Leider war das Ergebnis gleich Null. Meine Bauchwandschwäche ist wieder da und zwar gewaltig. Meine Innereien drücken ganz massiv einseitig links nach außen. Ein CT zeigte, dass alles ordnungsgemäß liegt und dass es sich um keine Hernie handelt also nur ein kosmetisches Problem wäre. (Mein linker Bauchmuskel ist quasi nicht mehr vorhanden.) Das sehe ich allerdings anders. Ich habe das Gefühl meine ganze körperliche "Statik" stimmt nicht mehr. Habe ganz gravierende Knie und Rückenprobleme hinzu kommt natürlich auch dieser unangenehme Druck aus dem Bauch
Hat jemand auch Erfahrung mit diesem "Phänomen"? Bzw.hat jemand eine gute Adresse eines Arztes, der mit derartigen Bauchproblemen Erfahrung hat? Ich wäre gerne bereit mich einer erneuten OP zu unterziehen wenn ich einigermaßen Gewissheit erhielte, dass dieser Bauch "bezähmbar" wäre, denn mein Leben lang einen Bauchmieder tragen zu müssen ist keine sehr angenehme Aussicht.
Würde mich sehr freuen hier ein Feedback zu bekommen.

LG Aries55


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BeitragVerfasst: 30.04.14, 11:26 
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Registriert: 16.10.07, 07:45
Beiträge: 240
Hallo,
das hört sich ja nicht so gut an.
Ich dachte, wenn ich eine Rekonstruktion brauchen würde, gäbe ich gern meinen Bauch her.
Aber wenn da solche Probleme auftauchen?, denkt man garnicht daran.
Es ist eben doch so, jeder Eingriff hat so seine Tücken.
Ich wünsche Dir, daß sich alles wieder bessert, viel bessert.
Und auch der Krebs nicht wieder auftritt.
Viele Grüße
Altmann


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BeitragVerfasst: 02.05.14, 23:04 
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Registriert: 13.01.06, 17:08
Beiträge: 347
Hallo Aries,

ich kann Dir leider auch keine definitive Lösung für Dein Problem anbieten. Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall weitere plastische Chirurgen kontaktieren, die mit derartigen OP´s Erfahrung haben, um sie nach ihrer Meinung dazu zu befragen. Ich selbst hatte eine DIEP-Flap -Rekonstruktion vor 8 Jahren. Es wurde primär auch die Brustwarze entfernt und rekonstruiert aus der anderen Brustwarze ein Jahr später. Ich hab auch gewisse postoperative Probleme, aber nicht in dem Ausmass wie Du. Keine Bauchwandschwäche. Da ich vor der OP nur wenig überschüssiges Bauchfett hatte (ich wog 51 kg bei 157 cm) führte die Bauchfettentnahme mit Hautstraffung dazu, dass ich bis heute eine stark erhöhte Spannung im Bauch habe. Ich kann damit leben, aber vergessen kann ich es nicht. Ich muss immer Gymnastik und Dehnübungen sowie Schwimmen beibehalten, um das im Griff zu behalten. Es darf nichts passieren, ich hätte z. B. eine extreme Angst vor einer Bauch-OP aus irgendwelchen anderen Gründen. Außerdem habe ich Rücken- und Knieprobleme, wie Du auch. Allerdings denke ich nicht, dass bei mir die Knieprobleme damit im Zusammenhang zu sehen sind, sie waren vorher schon da, wenn auch geringer. Die linke Schulter (links war der BK) steht bei mir höher als die rechte, ich habe allerdings auch eine Skoliose und Bandscheibenvorfälle in der HWS, das ganze bereitet mir seit ca. 5 Jahren zunehmende Probleme. Vor meiner Brust-OP hab ich davon praktisch nichts bemerkt. Inwiefern dafür tatsächlich die Rekonstruktions-OP verantwortlich zu machen ist, kann ich auch nicht definitiv sagen, ich denke aber schon, dass es da einen Zusammenhang gibt. Die Spannung im Bauch führt dazu, dass ich praktisch nicht ganz aufrecht gehe, wodurch meine Wirbelsäule mehr gebeugt wird, die Skoliose wird dadurch schlimmer, die Muskeln verkrampfen sich.

Ich hatte vor einigen Jahren hier im Forum einen PN- Kontakt zu einer Frau, die das gleiche Problem hatte, das Du jetzt hast. Sie ist aber hier nicht mehr aktiv und ich weiss nicht wie ich sie befragen könnte, wie sich die Sache bei ihr entwickelt hat mittlerweile. Bei ihr war auch ein TRAM-Lappen verwendet worden, es waren beide Brüste rekonstruiert worden. Das Risiko von Bauchwandhernien oder ähnlichen Problemen ist wohl beim TRAM signifikant höher als beim DIEP-Flap. Wobei Du ja schreibst, dass bei Dir keine eigentliche Hernie vorliegt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es funktionell das gleiche ist, weil ja der Bauchmuskel mit seiner stützenden Funktion fehlt.

Mich würde interessieren: Hast Du denn im Vorfeld Dein Einverständnis zu dieser erweiterten OP geben müssen? Bei mir war es so, dass DIEP-Flap besprochen und durchgeführt wurde, was anderes stand nicht zur Diskussion und ich hätte das auch nicht gewollt, weil ich von den Problemen vorher wusste. Sogar in meiner Einverständniserklärung stand damals, dass es zu Bauchdeckenschwäche kommen könnte, auch nach DIEP. Trotzdem muss ja vor der OP auch über eine mögliche notwendige Erweiterung des Eingriffs gesprochen worden sein, oder?

In welcher Region von Deutschland lebst Du denn? Hast Du Dein Problem nur mit den Operateuren bisher besprochen oder noch mit anderen plastischen Chirurgen?

Bei der ganzen Sache muss einem halt bewusst sein, dass diese bei uns durchgeführten Operationen sehr große Eingriffe sind, die letztendlich doch mit einem sehr hohen Risiko behaftet sind. Das war mir damals nicht in dieser Deutlichkeit klar wie heute. Damals dachte ich, na gut, die OP dauert halt lange. Also lange Narkose, vielleicht etwas mehr Schmerzen danach , das kann man in Kauf nehmen. Dafür ist man mit einem Eingriff fertig, hat also nicht das Risiko von immer weiteren späteren OP´s wie das bei Siliconimplantaten der Fall ist. Es ist aber letztendlich nicht nur eine große OP im Sinne einer langen OP-Dauer, sondern sie hat auch große Folgen für den Körper. Mir ging es nach dieser OP so schlecht wie sonst nie in meinem Leben. Die ersten 2 Tage dachte ich , ich überlebe das nicht. Das Problem war immer nur der Bauch, nicht die Brust. Alles in allem kann ich froh sein, dass es mich nicht so schlimm getroffen hat wie Dich, denke ich. Ich weiss nicht genau, wie es heute ist, aber vor 8 Jahren gab es nicht allezuviele Ärzte überhaupt, die den DIEP-Flap operiert haben. Und nicht viele, die damit viel Erfahrung über viele Jahre hinweg gesammelt haben. Wenn Du nochmal eine andere Meinung dazu einholst, solltest Du auf jeden Fall so einen erfahrenen Arzt kontaktieren.

Liebe Grüße und alles Gute für Dich von Schneefrau


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