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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kiefer-OP im Rahmen der KFO Behandlung wirklich machen?
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BeitragVerfasst: 31.03.14, 21:35 
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Interessierter

Registriert: 31.03.14, 21:17
Beiträge: 18
Hallo zusammen,

folgendes beschäftigt mch gerade sehr: Ich bin 29, m und seit ca. 3 Jahren in KFO Behandlung weil die Zähne im Unterkiefer plötzlich schief wurden. Die Krankenkasse hat den Spaß genehmigt, da es "so relevant ist", dass ein chirurgischer Eingriff notwendig ist. Ich habe einen Überbiss, nicht zu doll aber schon so dass der Oberkiefer komplett an den unteren Zähnen vorbei beißt...die unteren Schneidezähne klopfen also von hinten an die oberen. Zudem fehlen mir unten hinten jeweils die vorletzten Backenzähne, verloren durch Wurzelentzündungen...

Nun stünde also die OP an, bei der der Unterkiefer nach vorn geholt wird. Ich würde dies stationär im KH und bei einem Arzt machen, der als einer der besten für diese Art OP gilt. Er meinte es sein aus medizinischen Gründen nicht nötig, wohl aber aus funktionalen (Artrosegefahr, Gelenkprobleme im Alter...)

Das ganze nennt sich wohl "bilaterale sagittale Spaltosteotomie..."

Meine Frage: Wie ist die Einschätzung hier im Forum:Sollte ich das machen lassen? Bisher habe ich keine echten Beschwerden, allerdings will ich natürlich nicht dass die 3 Jahre Spange umsonst waren. Ich bin halt sehr (schmerz) empfindlich und ängstlich und weiß dass die OP kein zuckerschlecken ist...daher will ich für mich natürlich wissen: Ist das notwendig oder soll hier Geld verdient werden? Ich müsste halt auch die ganze Behandlung selbst bezahlen wenn ich jetzt die OP ablehne.

Ich weiß dass es ohne genaue Daten schwer einschätzbar ist, aber es geht mir um eine allgemeine Empfehlung...wie risikoreich ist das ganze am Ende...lohnt es sich ... etc. ? Ggf. hat das auch schon jemand durch...

Danke und LG

Jens


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BeitragVerfasst: 31.03.14, 21:50 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

mit der Kieferorthopädie wird ja eigentlich darauf hingearbeitet, eine OP möglich zu machen. Wäre der momentane Zustand denn für Sie optisch sowie funktional tragbar? Spricht irgendwas eindeutig gegen die OP? Was sagt die Krankenkasse, wenn die vorbereitende KFO, nicht aber die OP durchgeführt wird (Rückzahlungen ??) ?

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 06.04.14, 11:38 
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Interessierter

Registriert: 31.03.14, 21:17
Beiträge: 18
Hallo,

also die KFO hat von Anfang an mit der OP geplant...aber die Angst (einfach allgemein...Schmerzen, Komlpikationen, nicht essen etc.) bleibt natürlich

Optisch und Funktional stört es bisher nicht bis kaum....es ist eher in Richtung Zukunft gedacht...Fehlbelastung etc.

Die Krankenkasse würde wohl die Behandlung nicht zahlen wenn die OP ausfällt...

LG


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BeitragVerfasst: 06.04.14, 21:20 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo Jens,

ich habe öfter Patienten mit dieser OP betreut. Die Schmerztherapie ist eigentlich kein Problem, die meisten Kliniken haben feste Standard- sowie Bedarfsmedikamente dafür. Außerdem wird auch immer eine Lokalanästhesie verabreicht. Für zuhause würden Sie Medikamente verschrieben bekommen.
Komplikationen können natürlich theoretisch vorkommen, von daher sollte der Eingriff in einer Klinik erfolgen, die so etwas regelmäßig macht und Kieferchirurgie nicht nur als Belegabteilung, sondern als Hauptabteilung führt.
Essen ist anfangs nicht möglich, daher würden Sie vorerst eine Magensonde (Schlauch in einem Nasenloch) haben, über
den Nährstoffe zugeführt werden können, ähnlich der "Astronautenkost". Außerdem wird über einen venösen Zugang Flüssigkeit verabreicht. Sobald möglich erhalten Sie klare Brühe, dann Joghurt / hochkalorische Drinks, usw.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 24.04.14, 20:15 
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Interessierter

Registriert: 31.03.14, 21:17
Beiträge: 18
Danke für die Informationen. Was ich mich halt Frage: Ist eine solche OP wirklich nötig oder soll hier Geld verdient werden? Steht der Nutzen dem Risiko in einer vernünftigem Verhältnis gegenüber?

Die Klinik bzw. der Arzt sind bekannt für die Art von Operation...da habe ich schon Vetrauen...aber es bleibt halt ein durchtrennter Kiefer...eine Magensonde will der Arzt wohl nicht legen...muss ich sehen...da ich bereits an Untergewicht leide, muss irgendeine Art von hochkalorischer Nahrung schon sein.

Es ist mehr eine allgemein Angst vor Dingen wie "Mund zunähen" (also die Kiefer werden ja wohl fixiert aneinander für 2 Wochen...) Die ganze Tortur weil vielleicht im Alter Artroste droht...ich weiß ja nicht :)

Na mal sehen, Termin ist gemacht...wenn noch jemand eigene Erfahrungsberichte hat, bitte gern hier posten!


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BeitragVerfasst: 25.04.14, 07:37 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo JensPla,

Der Mund wird auch nicht "zugenäht". Sie erinnern sich bestimm noch an die Gummiringe im Rahmen Ihrer KFO-Behandlung. So in etwa müssen Sie sich das vorstellen, nur aus Drahtschlingen. Im Bedarfsfall sind diese über eine am Bett befindliche bzw. (wenn Sie wieder mobil sind) von Ihnen mitgeführte spezielle sterile Schere schnell zu öffnen. Die Verdrahtung wird auch so schnell wie möglich wieder entfernt.
Zu Erfahrungsberichten gibt es spezielle Foren im Internet.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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