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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kontrastmittel
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 Betreff des Beitrags: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 04.01.12, 00:01 
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Beiträge: 15
Hallo,

ich habe nächste Woche einen Termin für ein MRT des Kopfes, weil mir so oft schwindelig ist. Ich bin 33 und bin außer dem Schwindel gesund.
Ich habe keine Angst vor der Enge der Röhre, aber eine entsetzliche Angst vor dem Kontrastmittel. Man wird nämlich an ein Gerät angeschlossen, das dieses Kontrastmittel in den Körper pumpt. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten, weil auch die Halsschlagader untersucht werden soll. 30 Minuten pumpt dann das Gerät unaufhörlich Kontrastmittel durch die Vene in den Körper. Niemand überwacht das, denn man ist ja völlig allein in dem Raum. Ich kenne das, es wurde schon mal ein MRT von meinem Knie gemacht, aber ohne Kontrastmittel, und von daher weiss ich, dass man völlig allein ist. Was ist, wenn das Gerät zu viel Kontrastmittel einpumpt? Oder wenn es das Mittel zu schmell einpumpt? Wieviel Liter Kontrastmittel werden normalerweise gebraucht? Wenn zuviel gespritzt wird, was geschieht dann? Dann platzen doch die Adern, oder? Und man kann niemanden um Hilfe bitten, denn das Gerät ist so laut, da hört einen niemand. Und selbst wenn man eine Klingel bekommt, die Klingel hört doch bestimmt auch niemand bei dem Lärm. Was ist das überhaupt für ein Kontrastmittel? Ist das nicht giftig? Man muss sich doch sicher die ganze Zeit übergeben. Ich hab so schreckliche Angst, dass ich das MRT wohl absagen werde. Aber ich will ja wissen, warum mir immer schwindelig und taumelig ist.
Für eine Antwort bedanke ich mich sehr.
Sussi


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 04.01.12, 09:16 
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Beiträge: 968
Guten Tag Sussi,

das Kontrastmittel wird nicht völlig unkontrolliert in Ihren Körper abgegeben. Entweder erfolgt eine ferngesteuerte Bolusgabe, oder die kontinuierliche Abgabe eine gewissen vorprogrammierten Menge. Es befindet sich nicht mehr Kontrastmittel in der Spritzenpumpe, als für die Untersuchung maximal notwendig - eine massive Überdosierung ist daher ausgeschlossen. Wenn das Gerät nicht grob fahrlässig programmiert wurde, ist eine zu schnelle Applikation ebenfalls ausgeschlossen, da für die verschiedenen Untersuchungen Standardinfusionsraten vorgegeben sind.
Das Kontrastmittel selbst ist im eigentlichen Sinne nicht giftig, eine Reaktion des Körpers ist zwar sehr selten, aber nicht ausgeschlossen.

Sie erhalten entweder eine Klingel, die man im Kontrollraum ohne Probleme hört, oder haben die Möglichkeit über eine Sprechfunkverbindung mit dem Untersucher zu kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen,

_________________
der Matze,
(dieser Benutzer ist nicht mehr im DMF aktiv)

Info: Koma und Aufwachen auf der Intensivstation


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 05.01.12, 00:26 
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Interessierter

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Beiträge: 15
Hallo, Matze,

danke für Ihre etwas beruhigende Antwort.
Aber das Problem ist, dass man im Kontrollraum, der ja auch nicht immer besetzt ist (beim MRT von meinem Knie war die ganze Zeit niemand im Kontrollraum, auf mein Klingeln, weil ich Schmerzen hatte, hat niemand geantwortet), gar nicht merkt, wenn zu viel Kontrastmittel in den Körper läuft oder das Mittel zu schnell läuft. Woran können die das denn sehen? Dass alles richtig programmiert werden muss, ist klar, aber was ist, wenn die Technik versagt, wie so oft? Oder was ist, wenn die Schwester etwas falsch programmiert? Sie z. B. einen Liter eingeben soll, aber aus Versehen in der Hektik 10 Liter einprogrammiert?
Neben dem Gerät steht ja niemand und vom Kontrollraum aus kann man nicht sehen, ob und wie das Gerät funktioniert. Der Patient spürt ja sicher auch nicht gleich, wenn etwas nicht funktioniert, und wenn er spürt, dass zu viel Mittel oder zu schnell injiziert wird, dann ist es schon zu spät.
Ich habe mal von einem Fall gelesen, dass zu viel Kontrastmittel viel zu schnell von einem Gerät injiziert wurde, und als die Schwestern dann nach ca. 30 Minuten zum Patienten kamen, lag er schon im Koma und ist dann auch gestorben. Man ist so völlig hilflos einer Maschine ausgeliefert, und niemand kann merken, wenn etwas schief läuft.

Wieviel Liter des Kontrastmittels werden normalerweise injiziert? Wenn ein Patient nun etwas dünne Adern oder vielleicht brüchige Adern hat, dann können die ja leicht platzen, wenn das Kontrastmittel injiziert wird. Wenn dann eine Ader im Gehirn platzt, dann bekommt man ja einen Schlaganfall. Das ist sicher eine sehr häufige Nebenwirkung des Kontrastmittels. Und was geschieht, wenn das Kontrastmittel im Kopf aus den Adern austritt, weil diese dem Druck nicht standhalten? Dann bekommt man das Kontrastmittel ja nicht wieder aus dem Kopf heraus. Der Arzt weiss ja nicht vorher, ob die Adern des Patienten besonders dünn sind und kann die Menge des Kontrastmittels daher nicht richtig berechnen.

Wie sieht denn eine Reaktion des Körpers aus? Muss man sich übergeben? Das kann man aber doch in der Röhre nicht. Oder hat man rasende Schmerzen? Hat man einen allergischen Schock? Der ist doch lebensgefährlich, aber behandelt werden kann er ja erst nach 30 Minuten, und dann ist der Patient ja längst tot.

Wie viele Menschen (prozentual) sterben im Durchschnitt bei einer Kontrastmitteluntersuchung? Das sind sicher mehr als 30%. Wie viele bleiben ihr Leben lang geschädigt? Ich kann mir vorstellen, dass mehr als 50% Schäden haben.

Wie lange bleibt das Kontrastmittel im Körper? Das dauert doch sicher viele Monate, bis das abgebaut ist, und solange man das Kontrastmittel im Körper hat, wird man doch sicher krankgeschrieben. Wie lange ist man nach der Untersuchung nicht arbeitsfähig? Es wäre wahrscheinlich gut, wenn ich mich erst in meinen Ferien untersuchen ließe, dann habe ich Zeit, mich zu erholen.

Wie viele Menshen haben Sie schon in der Röhre durch Kontrastmittelgabe sterben sehen? Wie viele Menschen haben Sie nach 30 Minuten mit einem Schlaganfall oder einem allergischen Schock vorgefunden?

Vielen Dank fürs Lesen und für eine Antwort. Ich hab so schreckliche Angst und möchte alles genau wissen. Nur dann kann ich meine Panik überwinden.

Viele Grüße, sussi


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 05.01.12, 10:51 
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Registriert: 09.06.08, 09:46
Beiträge: 968
Guten Tag Sussi,

solche Eingriffe erfolgen niemals ohne Aufsicht. Dass ein MRT gefahren wird, ohne dass jemand dabei ist, halte ich für absolut ausgeschlossen. Warum in Ihrem Fall keine reagiert hat, weiß ich nicht.
Wenn die Pflegekraft 10l statt 1l programmiert dürfte nichts passieren, da es keine 10l Infusionssysteme für solche Zwecke gibt. ;-) Die Mengen die verabreicht werden belaufen sich deutlich unter einem Liter, wieviel genau verabreicht wird, müssen Sie den Arzt fragen.
Und so oft versagt die Technik nicht, mir ist in den ganzen Jahren kein einziger Fall untergekommen in dem ein Medizinprodukt nicht das gemacht hat, was es tun soll.

Selbst wenn Ihnen zu viel Flüssigkeit zu schnell infundiert werden würde, in den Mengen die hier potentiell zum Einsatz kommen könnten, würde das der Körper kompensieren, ohne dass irgendwo irgendetwas "platzt". Das ist übrigens keine mir bekannte Nebenwirkung des Kontrastmittels bzw. irgendeiner Infusion.


[...]

Wenn ich mir Ihre weiteren Fragen durchlese, komme ich für mich zu dem Schluss, dass ich sie Ihnen zwar wahrscheinlich alle beantworten könnte, das jedoch am eigentlichen Problem nichts ändern würde. Wenn Sie derart panische Angst vor dieser Untersuchung haben, sollten Sie dringend mit dem untersuchenden Arzt darüber sprechen und sich in aller Ruhe von ihm darüber aufklären lassen.

Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich noch nie einen Kontrastmittelzwischenfall erlebt habe, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man dabei stirbt meines Wissens nach verschwindend gering ist und dass die von Ihnen genannten Komplikationen entweder maximal unwahrscheilich oder sehr, sehr, selten sind.


Mit freundlichen Grüßen,

_________________
der Matze,
(dieser Benutzer ist nicht mehr im DMF aktiv)

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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 05.01.12, 17:36 
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Beiträge: 4729
Sussi hat geschrieben:
Wie viele Menschen (prozentual) sterben im Durchschnitt bei einer Kontrastmitteluntersuchung? Das sind sicher mehr als 30%. Wie viele bleiben ihr Leben lang geschädigt? Ich kann mir vorstellen, dass mehr als 50% Schäden haben.

Wie lange bleibt das Kontrastmittel im Körper? Das dauert doch sicher viele Monate, bis das abgebaut ist, und solange man das Kontrastmittel im Körper hat, wird man doch sicher krankgeschrieben.
Wie wärs, wenn Sie nicht nur mit dem behandelnden Arzt, sondern auch mit einem Psychologen über Ihre Ängste reden? Sie glauben ja nicht ernsthaft, dass eine Untersuchung mit 30% Letalität überhaupt durchgeführt würde. Oder erlauben Sie sich hier nur einen Spaß?

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 05.01.12, 23:35 
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Beiträge: 15
Hallo, Matze,

danke für Ihre Antwort. Das klingt ja doch schon ziemlich beruhigend.
Es wird also weniger als ein Liter Kontrastmittel gespritzt und der Körper kann das verkraften. also können die Adern nicht platzen. Das ist schon mal sehr beruhigend. Das Kontrastmittel vermischt sich ja mit dem Blut und wird dadurch in alle Körperteile gespült. Kann es denn wirklich keinen Schaden z. B. in dem empfindlichen Gehirn anrichten, so dass man vielleicht nicht mehr richtig denken kann oder irre Kopfschmerzen hat? Wie muss man sich danach verhalten? Muss man liegen, viel trinken, wird man krankgeschrieben? Wie lange dauert es, bis man wieder so gesund ist wie vorher? Welche Schäden können auftreten, wenn man z. B. gegen das Kontratsmittel allergisch ist?
Es wäre super lieb, wenn sie mir diese Fragen auch noch beantworten könnten. Ich werde auch ausdrücklich verlangen, dass jemand die ganze Zeit im Kontrollraum anwesend ist.
Ich hab versucht, mit dem untersuchenden Arzt über diese Fragen zu sprechen, aber der hatte keine Zeit und sagte nur, dass ich an ein Gerät angeschlossen werde, das mir das Kontrastmittel verabreicht. Dann stand er auf, so dass ich gehen musste.
Ärzte sind heutzutage doch so überlastet, dass sie absolut keine Zeit haben, Fragen der Patienten zu beantworten. Haben Sie schon mal einen Arzt erlebt, von dem man sich 'in aller Ruhe' aufklären lassen kann? Das gab es früher mal, beim alten Hausarzt (meine Oma hatte so einen), aber heute hat kein Arzt mehr Zeit, auch nur eine Frage zu beantworten.

Viele Grüße, Sussi


Hallo, Humungus,

also ich erlaube mir hier nun ganz bestimmt keinen Spaß! Das ist mir alles sehr ernst, weil ich wirklich totale Panik habe, bei der mir Matze schon sehr geholfen hat.
Es gibt doch viele Untersuchungen, die zum Tod führen oder zu bleibenden Schäden. Eine Nachbarin hat bei einer Herzkatheteruntersuchung einen Schlaganfall erlitten, und eine Bekannte liegt nach einer Lumbalpunktion seit drei Wochen platt auf dem Rücken. Sobald sie hochkommt, hat sie irre Kopfschmerzen. Sie sagte neulich am Telefon, dass sie nicht glaubt, je wieder gesund zu werden. Ein Blutpatsch ist schon gemacht worden, war aber umsonst. Wie viele Menschen durch ärztliche Untersuchungen sterben oder bleibende Schäden erleiden, darüber gibt es bestimmt Statistiken, aber die werden sicherlich nicht veröffentlicht. Neulich stand in der Zeitung, dass jedes Jahr in den Krankenhäusern Deutschlands allein durch falsche Medikamente über 17 000 Menschen sterben. Das ist so schrecklich! Man muss also immer auf der Hut sein.

Viele Grüße, Sussi


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 06.01.12, 10:56 
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Beiträge: 1472
Sussi hat geschrieben:
Ich hab versucht, mit dem untersuchenden Arzt über diese Fragen zu sprechen, aber der hatte keine Zeit und sagte nur, dass ich an ein Gerät angeschlossen werde, das mir das Kontrastmittel verabreicht. Dann stand er auf, so dass ich gehen musste.
Ärzte sind heutzutage doch so überlastet, dass sie absolut keine Zeit haben, Fragen der Patienten zu beantworten.

Das mit dem Aufstehen hat ein Arzt bei mir auch schon versucht. Als ich dann aber noch eine Frage gestellt habe (höflich), hat er sich wieder hingesetzt und mit mir geredet.

Ein andermal, ich hatte gerade Hausarzt gewechselt, habe ich alles, was ich bei meinem (neuen) Hausarzt angesprochen haben wollte, zusammen geschrieben und habe den Zettel ein paar Tage vorher in der Praxis abgegeben (Ich neige selbst dazu, nicht alles, was ich wissen will, anzusprechen - selbst wenn ich für mich selbst einen Zettel schreibe). Der Arzt hat sich gefreut, weil er sich so auf das Gespräch vorbereiten konnte und er ist dementsprechend auch auf alles eingegangen.

Der Arzt muss wissen, dass noch Klärungsbedarf besteht, dann wird er sich auch Zeit nehmen (das ist zumindest meine Erfahrung). Gerade bei einer MRT ist ja niemandem geholfen, wenn der Patient z. B. eine Panikattacke bekommt und die Untersuchung deshalb gar nicht durchgeführt werden kann oder abgebrochen werden muss. Da verliert der Arzt weniger Zeit, wenn er vorher ausführlich mit dem Patienten redet und auf dessen Sorgen und Ängste eingeht. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 06.01.12, 14:45 
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Registriert: 30.09.04, 19:04
Beiträge: 294
Sussi hat geschrieben:
Hallo, Matze,

Das Kontrastmittel vermischt sich ja mit dem Blut und wird dadurch in alle Körperteile gespült. Kann es denn wirklich keinen Schaden z. B. in dem empfindlichen Gehirn anrichten, so dass man vielleicht nicht mehr richtig denken kann oder irre Kopfschmerzen hat?

Nein.
Zitat:
Wie muss man sich danach verhalten? Muss man liegen, viel trinken, wird man krankgeschrieben? Wie lange dauert es, bis man wieder so gesund ist wie vorher?

Wie Sie sich danach verhalten sollen, fragen Sie am besten direkt vor Ort nach. Krankgeschrieben wird man wegen einer Kontrastmittelgabe nicht, da man ja dadurch nicht krank bzw. arbeitsunfähig wird.

Das Risiko einer MRT-Untersuchung ist SEHR gering und nicht zu vergleichen mit einer Herzkatheteruntersuchung. Aber selbst bei einer Herzkatheteruntersuchung ist das Risiko schwerwiegender Komplikationen nur bei etwa 0,4 -1 %

Ich habe das Gefühl Sie haben ein wenig falsche Vorstellungen von der MRT-Untersuchung.
Falls Sie Fragen und/oder Bedenken bezüglich der Untersuchung haben, sprechen Sie vorher nochmals mir Ihrem Arzt.

Grüße

Lizard

_________________
Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
Mein Beitrag ist eine Stellungnahme, die auf den vorliegenden Angaben beruht. Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 06.01.12, 21:20 
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Registriert: 03.01.12, 23:41
Beiträge: 15
Hallo, Renate,

danke für deine Antwort.
Ich hab auch versucht, zu fragen, nachdem der Arzt aufgestanden war, aber er hat mir nur einfach die Tür aufgemacht und auf Wiedersehen gesagt. Von dem konnte man wirklich keine Auskunft bekommen.

Hallo, Lizard,

wahrscheinlich habe ich wirklich falsche Vorstellungen von der Kontrstmittelgabe bei einem MRT. Aber wie soll man denn die Wahrheit erfahren, wenn der behandelnde Arzt keine Fragen beantwortet, sondern nur aufsteht und einem die Tür aufmacht? Man ist ja doch ein Laie und versteht nicht, was da mit einem geschieht.
Du hast mich, genau wie Matze, nun schon ein großes Stück weit beruhigt. Wenn man nach der Kontrastmittelgabe normalerweise nicht krankgeschrieben wird, dann wird man normalerweise durch das Kontrastmittel also gar nicht krank. Das zu wissen ist wirklich sehr beruhigend. Ebenso beruhigend ist es zu erfahren, dass gar nicht mehr Kontrastmittel in den Patienten hineingepumpt werden kann als notwendig ist.
Vielleicht kann ich ja meine Angst doch noch überwinden und die Untersuchung machen lassen. Wenn das Risiko unter 1% liegt, dann kann man sich ja sagen, dass man wahrscheinlich zu den 99% gehören wird, bei denen alles gut geht.

Eine letzte Frage: Wie soll man sich deiner Meinung und Erfahrung entsprechend nach der Untersuchung verhalten? Du schreibst, ich soll vor Ort fragen, aber ich glaube nicht, dass mir der wortkarge Arzt darauf eine Antwort geben wird. Ich lass die Untersuchung nächsten Freitag machen und hab mir für den Tag freigenommen. Dann hab ich noch den Sonnabend und den Sonntag zum Regenerieren, falls mir von dem Kontrastmittel doch schlecht wird und ich Schmerzen bekommen.

Viele Grüße, Sussi


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 07.01.12, 11:47 
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Beiträge: 968
Guten Tat Sussi,

bei der Untersuchung ist nicht nur der Arzt anwesend, sondern auch eine MTRA. Die kann Ihnen sicherlich sagen, ob Sie am Tag noch etwas beachten müssen.


Mit freundlichen Grüßen,

_________________
der Matze,
(dieser Benutzer ist nicht mehr im DMF aktiv)

Info: Koma und Aufwachen auf der Intensivstation


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 Betreff des Beitrags: Re: Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 14.01.12, 00:18 
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Beiträge: 15
Guten Abend an alle, die mir Mut gemacht haben.

Heute habe ich das MRT mit Kontrastmittelgabe hinter mich gebracht. Es war nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte, aber ein Zuckerschlecken war es auch nicht.

Es wurde sehr schnell ein Zugang gelegt, dann wurde ich in die Röhre geschoben und die Pumpe, die das Kontrastmittel in meine Venen pumpen sollte, begann ihre Arbeit. Am Anfang habe ich überhaupt nichts gespürt und war schon dabei, mich richtig zu entspannen, als ich merkte, dass mir etwas übel wurde. Die Übelkeit wurde schnell stärker, aber ich habe nicht geklingelt. Die 30 Minuten zogen sich endlos hin, aber als ich merkte, dass ich den Brechreiz soweit unterdrücken konnte, dass ich mich nicht übergeben musste, wurde ich etwas ruhiger. Aber durch die Übelkeit wurde mir flau, und ich hatte Angst, in Ohnmacht zu fallen. Zum Glück blieb ich aber wach. Aber mir war sehr schwindelig.

Als ich aus der Röhre herausgeholt wurde und mich aufrichtete, wurde die Übelkeit wieder stärker und mir war sehr schwindelig. Das Ziehen des Zugangs geschah auch ganz schnell und tat ziemlich weh. Ich hab mich schnell angezogen und bin zur Toilette gegangen, wo ich mich übergeben habe. Danach wurde es etwas besser. Mein Kreislauf war auch ziemlich im Eimer, ich hatte kalten Schweiß auf der Stirn und mir war immer noch sehr schwindelig.

Ich ließ mir ein Taxi kommen und habe mich zu Hause gleich hingelegt. Erst gegen Abend konnte ich etwas essen und trinken. Eine leichte Übelkeit ist immer noch vorhanden, aber es wird besser. Mein Kreislauf hat sich auch etwas stabilisiert, obwohl mir der Drehschwindel immer noch Probleme macht. Aber ich hoffe, das wird morgen besser. Gut, dass jetzt das Wochenende kommt.

Übrigens habe ich keinen Arzt zu Gesicht bekommen, und ob die Schwester, die mir den Zugang gelegt hat, wirklich die ganze Zeit im Kontrollraum anwesend war, wage ich zu bezweifeln. Während nämlich der Patient, der vor mir dran war, in der Röhre lag, wuselte sie ständig hin und her, von einem Raum in den anderen, ins Sekretariat, ins Wartezimmer etc. Sie sagte mir als sie den Zugang legte, sie hoffe bei mir ginge alles glatt, denn sie sei heute alleine, weil ihre Kollegin krank sei.

Jedenfalls hab ich es hinter mir und bin heilfroh, dass ich es durchgezogen habe.
Nun heißt es warten. In zwei Wochen habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt, um den Befund zu besprechen. Drückt mir die Daumen, dass ich nichts Schlimmes habe und dass die Übelkeit und der Schwindel morgen ganz weg sind.

Viele Grüße, Sussi


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