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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Problem mit Seniorenheim
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 Betreff des Beitrags: Problem mit Seniorenheim
BeitragVerfasst: 15.06.14, 15:29 
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hallo,

Senior 86 Jhare, schwerstkrank, seit ca. 6 Jahren bettlägerig, dement, wurde nun am Wochenende zum wiederholten mal ins Krankenhaus eingeliefert, lt. Altenpfleger verdacht auf Hirnschlag.
Nach Rücksprache mit der behanelnden Ärztin wurde garnicht untersucht ( CT ) ob ein Schlaganfall vorliegt, weil man ihn nicht operieren würde. Festgestellt wurde dann ( wie jedesmal ) dass er flüssigkeitsmangel hat, etwas erhöhte Entzündungswerte, die aber nicht schlimm wären und nicht behandelt wurden, lediglich Infussionen wegen Flüssigkeitsmangel wurden gegeben. Er kommt morgen wieder zurück.
Ich möchte verhindern dass er nochmal ins Krankenhaus eingeliefert wird, weil diese Transporte für ihn sehr belastend und auch schmerzhaft sind. Ich war dabei wie er im KH von der Trage auf die Liege in der Notaufnahme umgelagert wurde, und das war nicht schön.
Ich habe Generalvollmach und darf alles Entscheiden was der Mann selbst nicht mehr kann.
Nun die Frage, wie kann ich verhindern dass sowas nochmal passiert ? Ich möchte ihm sowas nicht nocheinmal zumuten, zumal jeder Hausarzt oder auch das Personal im Heim doch so eine Infussion auch anhängen könnten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem mit Seniorenheim
BeitragVerfasst: 16.06.14, 13:37 
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Beiträge: 4729
Eine "Generalvollmacht" wird hier nichts bringen. Wichtig wäre eine Vorsorge- oder Patientenvollmacht, die festlegt, wie in einem solchen Fall zu verfahren wäre. Wenn der Senior dement ist und nicht mehr über sein Wohl entscheiden kann, muss ein Betreuer eingesetzt werden. Dieser muss dann so handeln, wie es im mutmaßlichen Willen des Betreuten liegt.

Wenn noch kein Betreuer existiert, sollten Sie diesen "Posten" einnehmen und in einem längeren Gespräch mit dem Heim klären, wie in Zukunft verfahren werden soll. Um Flüssigkeit parenteral zuzuführen, muss normalerweise ein intravenöser Zugang gelegt werden, wenn noch keine Magensonde vorhanden ist. In "normalen" Heimen ist das Personal weder zum Legen eines Zugangs noch zum Anhängen einer Infusion an einen bestehenden Zugang berechtigt. Dies muss mit dem hausarzt besprochen werden. Eine Alternative sind sogenannte subkutane Infusionen, von denen ich persönlich allerdings gar nichts halte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problem mit Seniorenheim
BeitragVerfasst: 16.06.14, 13:53 
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Beiträge: 3416
hallo,

danke für die Antwort. Habe mich falsch ausgedrückt, ich habe die Vollmachten die nötig sind solche Dinge zu entscheiden, es muss keine Betreuung eingerichtet werden. Habe auch gerade mit der Ärztin im KH gesprochen, die gibt nun einen Brief mit an das Heim und die Hausärztin dass man künftig von Einweisungen ins KH absehen sollte. Ich soll das auch gegenüber dem Hausarzt und dem Heim schriftlich so festlegen dass ich das auch nicht mehr wünsche. Der Mann isst und trinkt nicht mehr und die Ärztin meinte man könnte auch auf die Zufuhr von Flüssigkeit verzichten und mit Schmerzmitteln dafür sorgen dass er schmerzfrei ist und dann der Natur ihren Lauf lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem mit Seniorenheim
BeitragVerfasst: 16.06.14, 14:23 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Gut, wenn die rechtliche Lage geregelt ist, sollten Sie mit dem Heim sprechen und während oder nach dem Gespräch das Ganze schriftlich festhalten. Wenn der Patient weder isst noch trinkt muss man wirklich darüber nachdenken, ob eine externe Flüssigkeitszufuhr den Rest des Lebens würdevoll und angenehm gestaltet oder ob man sie sofort unterlässt und Schmerzmittel verabreicht, auch abhängig davon, ob eine gesteigerte Unruhe vorliegt.

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