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 Betreff des Beitrags: Parathormon immer wieder erhöht
BeitragVerfasst: 04.07.17, 13:36 
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Seit ca. 1,5 Jahren ist mein Parathormon erhöht. Meine Hausärztin hat mich an einen Endokrinologen in einem großen Krankenhaus überwiesen.

Bis zur 1. Untersuchung hatte ich 10.000 IE Vit. D3 tägl. genommen, kein Calcium extra zugeführt.

06.12.16
PTH: 68.6 ng/l (15.0-65.0)
Calcium: 2.35 mmol/l (2.15-2.50)
Vit. D: 161.9 nmol/l (50.0-150.0)
Phosphor: 0.39 mmol/l (0.87-1.45)

Der Endokrinologe meinte Vit. D wäre viel zu hoch, ich soll nur noch 10.000 IE pro Woche nehmen und ich brauche viel mehr Calcium.
Die Mineralwässer wo viel Calcium enthalten ist, haben auch sehr viel Sulfat (über 1.000 mg/l; lt. Trinkwasserverordnung max. 250 mg/l). Ein paar Tage versuchte ich es, bekam aber Magen-/Darmbeschwerden. Daraufhin kaufte ich Sango Meereskoralle (optimales Verhältnis von 2:1 Ca/Mg) und nahm tägl. eine gehäufte Messerspitze in Wasser über den Tag verteilt.

13.02.17
PTH: 86.1 ng/l (15.0-65.0)
Calcium: 2.19 mmol/l (2.15-2.50)
Vit. D: 90.2 nmol/l (50.0-150.0)
Phosphor: 1.20 mmol/l (0.87-1.45)

Endokrinologe: Vit. D wäre sehr gut, aber immer noch viel zu wenig Calcium. Ich nahm dann einen knappen Teelöffel Sango Meereskoralle in Wasser über den Tag verteilt. Da die 10.000 IE Tabl. Vit. D3 aufgebraucht waren, kaufte ich 1.000 IE Tabl. inkl. Vit. K2 u. nahm täglich eine.
Ich bekam dann immer wieder sehr starke Magen-/Darmbeschwerden, Durchfälle, vermutlich wegen dem vielen Calcium/Magnesium. Da mir die lange Zeit bis zur nächsten Untersuchung im Juni zu unsicher war, ging ich auf eigene Kosten in ein Labor, um wenigstens PTH u. Calcium zu kontrollieren.

26.04.17
PTH: 72.6 pg/ml (15.0-65.0)
Calcium: 2.42 mmol/l (2.15-2.55)

Trotz dem vielen Calcium war PTH immer noch zu hoch. Mehr an Sango Meereskoralle konnte ich aber nicht nehmen wegen der starken Beschwerden. Ich verdoppelte Vit. D3 / K2 und nahm täglich 2 x 1.000 IE Tabl. Außerdem aß ich fast tägl. Brokkoli bzw. Chinakohl (was viel Calcium in guter Bioverfügbarkeit hat).
Dann wieder auf eigene Kosten zum Labor:

06.06.17
PTH: 59.4 pg/ml (15.0-65.0)
Calcium: 2.22 mmol/l (2.15-2.55)

Endlich war PTH im Referenzbereich. Bis zu nächsten Untersuchung beim Endokrinologen behielt ich die Dosierung genau bei: Knapper Teelöffel Sango Meereskoralle in Wasser über den Tag verteilt u. 2 x 1.000 IE Tabl. Vit. D3 / K2. Außerdem aß ich tägl. Brokkoli u. Chinakohl, kein Spinat (wegen Oxalsäure) u. wenig Getreide (wegen Phytinsäure).

20.06.17
PTH: 74.1 ng/l (15.0-65.0)
Calcium: 2.32 mmol/l (2.15-2.50)
Vit. D: 109.0 nmol/l (50.0-150.0)
Phosphor: 0.80 mmol/l (0.87-1.45)

Schock! PTH ist wieder zu hoch. Mir absolut unverständlich! Wie kann das sein, dass der Wert innerhalb 14 Tage von 59.4 auf 74.1 hoch geht? Obwohl ich die Dosierung von Calcium u. Vit. D3 genau beibehalten habe.

Der Endokrinologe meinte, Vit. D wäre sehr gut, aber ich brauche noch viel mehr Calcium, ich soll Sango Meereskoralle verdoppeln, also 2 Teelöffel tägl. Das halte ich aber nicht aus. Ich bin wieder runter auf eine gehäufte Messerspitze und die Magen-/Darmbeschwerden sind gleich weniger geworden. Ich würde viel lieber Vit. D3 erhöhen auf 3 x 1.000 IE tägl., um auf 120-130 nmol/l zu kommen.
Auf meine Nachfrage meinte der Endokrinologe, dass erhöhtes Parathormon nur von Vit. D oder Calcium kommen kann. Gibt es keine anderen Ursachen?

Wie sind hier die Erfahrungen zu Parathormon, können die Werte in kurzer Zeit so stark schwanken? Arbeiten die Labore sehr unterschiedlich, gibt es häufig Messfehler?
Bin für jeden Hinweis dankbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Parathormon immer wieder erhöht
BeitragVerfasst: 04.07.17, 23:38 
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Registriert: 17.06.16, 22:48
Beiträge: 32
Vorab sei angemerkt, dass ich Laie bin, der lediglich ein paar Anmerkungen mit Nachfragen vorbringt. Bestimmt meldet sich später noch jemand mit Fachkompetenz.

Sie schreiben nichts darüber, weshalb das Parathormon überhaupt erstmalig bestimmt worden ist? Ein Hausarzt überprüft den Wert üblicherweise nicht einfach mal so. Welche Symptome hatten Sie denn, die die Hausärztin dazu veranlasste, bestimmte Blutwerte zu bestimmen?
Haben Sie eine entzündliche Darmerkrankung? Liegt Ihr Kreatinin im Normbereich? Es werden doch noch andere Blutwerte kontrolliert worden sein als lediglich die vier von Ihnen erwähnten? (Siehe auch die Anmerkungen unter „Hinweis: Wenn Sie Blutwerte posten“)

Nach anderthalb Jahren hat noch kein Arzt eine Idee, weshalb Ihr Parathormon dauerhaft erhöht bzw. Ihr Calcium – genau genommen zwar nie unterhalb des Referenzbereichs – aber doch niedrig ist? Das finde ich sehr schade. Denn es muss doch einen Grund dafür geben?! Allerdings kann ich als Laie die Bedeutung der Abweichungen überhaupt nicht einschätzen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass z. B. Kalium, Natrium und Kalzium "sensible" Werte sind, die keine hohen Abweichungen tolerieren. Wie das beim Parathormon ist, da bin ich leider ahnungslos. Ich weiß nur, dass die Nebenschilddrüse vermehrt Parathormon ausschüttet, wenn der Kalziumgehalt im Blut absinkt.

To-Mate hat geschrieben:
Auf meine Nachfrage meinte der Endokrinologe, dass erhöhtes Parathormon nur von Vit. D oder Calcium kommen kann. Gibt es keine anderen Ursachen?
Doch, gibt es. Und das sollte ein Endokrinologe wissen!
Beispielsweise beim sog. sekundären Hyperparathyreoidismus im Rahmen einer chronischen Niereninsuffizienz oder einer entzündlichen Darmerkrankung. Es gibt auch noch den primären Hyperparathyreoidismus. Leider habe ich zu wenig Ahnung, um etwas darüber sagen zu können. Falls sich niemand mehr zu Wort melden sollte, können Sie sich hierzu vielleicht selbst etwas anlesen.

_________________
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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 Betreff des Beitrags: Re: Parathormon immer wieder erhöht
BeitragVerfasst: 05.07.17, 10:24 
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Registriert: 04.07.17, 12:54
Beiträge: 2
Euphemia hat geschrieben:
Sie schreiben nichts darüber, weshalb das Parathormon überhaupt erstmalig bestimmt worden ist?

Sorry, dass vergaß ich zu erwähnen.
In 2014 bin ich schwer erkrankt und nach einer Gallenblasen-OP ging es mir immer schlechter. Die Hausärztin war damit überfordert, wollte nur abwarten.
Bin dann zu mehreren Ärzten und eine Internistin hat dann einfach mal Calcium ausgewertet, was viel zu hoch war. Dann noch PTH, war auch viel zu hoch. In einem speziellen Ultraschall wurde dann ein Adenom in einer Nebenschilddrüse entdeckt. Im Okt. 2014 dann die OP. Mir ging es danach gesundheitlich noch schlechter, aber die Werte (auch PTH, Calcium, Vit. D, Blutbild etc.) waren alle im Referenzbereich.

Seitdem wird auf mein Drängen hin auch immer wieder PTH ausgewertet und vor ca. 1,5 Jahren war es plötzlich erhöht.

Euphemia hat geschrieben:
Es werden doch noch andere Blutwerte kontrolliert worden sein als lediglich die vier von Ihnen erwähnten?

Ja, es gibt noch mehr Werte, wollte die aber nicht alle abtippen, da die sonst alle im Referenzbereich liegen (dachte auch das wird dann hier zu viel u. zu unübersichtlich).

Euphemia hat geschrieben:
Nach anderthalb Jahren hat noch kein Arzt eine Idee, weshalb Ihr Parathormon dauerhaft erhöht bzw. Ihr Calcium – genau genommen zwar nie unterhalb des Referenzbereichs – aber doch niedrig ist? Das finde ich sehr schade. Denn es muss doch einen Grund dafür geben?!

Es gibt hier auch kaum Endokrinologen, war schon schwer überhaupt einen zu finden. In den letzten Jahren war ich bei sehr vielen Ärzten, aber niemand konnte mir helfen. Bei den meisten hatte ich den Eindruck, denen ist das alles zu kompliziert, haben keine Zeit, kein Interesse. Teilweise wurde mir gesagt, sie können mir nicht helfen, ich soll woanders hingehen.
Ich habe mir auch schon Medikamente selbst aus dem Internet rausgesucht und sie mir dann verschreiben lassen, z. B. Colestyramin wegen Gallensäureverlustsyndrom nach der Gallenblasen-OP. Eine Gastroenterologin, die aufgrund meiner Symptome alleine nicht auf dieses Medikament kam, es aber dann doch kannte, meinte, ich muss es mein ganzes Leben lang nehmen, was anderes gibt es nicht. Ich fand aber heraus, das Flohsamenschalen genauso gut die Gallensäure bindet und ich damit das Colestyramin ersetzen konnte.

Euphemia hat geschrieben:
Doch, gibt es. Und das sollte ein Endokrinologe wissen!
Beispielsweise beim sog. sekundären Hyperparathyreoidismus im Rahmen einer chronischen Niereninsuffizienz oder einer entzündlichen Darmerkrankung. Es gibt auch noch den primären Hyperparathyreoidismus.

Der Endokrinologe schließt einen primären Hyp. aus, da mein Calcium nicht zu hoch ist. Für ihn ist es ein sekundärer Hyp. und es liegt angeblich an zu wenig Calcium. Aber immer mehr Calcium ist sicherlich auch nicht gut. Das kann doch die Arterien verkalken und damit das Risiko erhöhen wegen Herzinfarkt u. Schlaganfall.
Der Endokrinologe meinte auch, dass meine Werte für Nieren u. Leber in Ordnung sind.


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