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medizin-forum.de • Thema anzeigen - CRP seit 7 Jahren erhöht
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 Betreff des Beitrags: CRP seit 7 Jahren erhöht
BeitragVerfasst: 18.10.16, 10:14 
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Registriert: 18.10.16, 09:42
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

Da ich mittlerweile am Ende meiner Geduld bin, versuche ich es mal auf diesem Weg, vielleicht kann mir jemand helfen :)
Ich versuche es möglichst kurz auf den Punkt zu bringen.


Meine Beschwerden seit 6, 7 Jahren:

Müdigkeit und Abgeschlagenheit, egal wie viel ich schlafe. Schlechte Konzentration, Anfälligkeit für Schnupfen, Grippe (immer öfter quäle ich krank ins Büro) schlechte Stimmung, oft sogar Depressionen. Ich nehme sehr leicht zu, von jeder Kleinigkeit könnte man meinen. Seit ca. 3 Monaten kamen noch heftige Verdauungsprobleme dazu, ich kann oft 5, 6 Tage lang nicht auf die Toilette gehen, der Bauch ist aufgebläht das ich meine Jeans nicht mehr zubekomme.
Ich war deswegen schon im Krankenhaus, dort verabreichte man mir mehrmals einen Einlauf und eine Darmspülung wurde mir verpasst, der Erfolg hielt genau 1 Tag. Dann begann wieder alles von vorne.
Ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, wo ich mal für 2 Wochen auf eine Diät mittels 3x täglich Shake umgestiegen bin, weil ich mich nichts mehr essen traue. Im Dezember habe ich einen Termin für die Darmspiegelung, aber um ehrlich zu sein glaube ich nicht das dabei was heraus kommt.
Eben da alles bereits vor ca. 6-7 Jahren begann. Dort ging ich wegen Abgeschlagenheit zum Arzt und eine Schilddrüsenunterfunktion wurde diagnostiziert. Ich nahm brav die Tabletten und eines Tages waren die Schilddrüsenwerte wieder normal, meine Abgeschlagenheit und Anfälligkeit für Krankheiten blieb.
Ich habe sehr viel probiert, ging über 1 Jahr zu einem Humanenergetiker, der natürlich sehr teuer war, er konnte meine Beschwerden mittels extrem teurer Naturmedizin "unterdrücken", doch ich wusste ich kann mir das nicht mein Leben lang leisten und hörte auf. Wenige Tage später waren alle Beschwerden wieder da.
Aktuell schleppe ich mich von einem Arzt zum nächsten und bin ziemlich verzweifelt..

Was würde bis jetzt gemacht und festgestellt:
der CRP Wert ist seit dem Zeitpunkt wo alles begann, erhöht. Liegt konstant zwischen 12 und 20.
Seit dem sind die Leukozyten zu hoch, 12300 und die Thrombozyten zu hoch, 524
ständig erhöht sind auch Triglyce mit 265 und Harnsäure ist immer etwas erhöht
Des Öfteren wurde ein Eisenmangel (Anmäsie) festgestellt, ich bekam immer nur Tabletten die nicht wirklich etwas brachten
von der Schilddrüse wurde eine Sonographie gemacht, passt alles und die Werte passen aktuell auch.
mehrere Ultraschale vom Verdauungstrakt wurden gemacht, ohne Ergebnisse.
Eine Magenspiegelung wurde durchgeführt, ohne Ergebnisse.
eine Woche schickte man mich ins LKH und führte alle nur denkbaren Untersuchungen durch, ohne Ergebnisse...

Tja ich bin am Ende meiner Geduld und meiner Ideen was ich noch machen soll.
Wäre wirklich von Herzen dankbar und glücklich, wenn jemand hier Rat weiß.

Danke im Voraus.
Sara


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 Betreff des Beitrags: Re: CRP seit 7 Jahren erhöht
BeitragVerfasst: 19.10.16, 00:27 
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Registriert: 07.09.14, 21:15
Beiträge: 304
Hallo,

so wie es aussieht, haben Sie eine latente Entzündung, dadurch Zeichen einer reaktiven, wenn auch milden, Leuko- und Thrombozytose, CRP-Erhöhung, sowie Zeichen einer Eisenmangelanämie. Anhand der wenigen Informationen kann es alles oder auch nichts sein, aber das Stichwort "Darmspiegelung" hätte meines Erachtens viel früher fallen sollen. Wenn in der Klinik schon eine Darmreinigung gemacht wurde, erschließt es sich nicht wirklich, warum man bei der "Gelegenheit" keine Koloskopie gemacht hat.

Die Suche nach bzw. der Ausschluss von entzündlichen bzw. autoimmunen Darmerkrankungen wäre bei diesem Symptombild obligatorisch. Die Sonografie kann chronische Darmentzündungen, besonders in frühen Stadien, nicht sicher identifizieren. Manchmal gelingt das nicht einmal im Sichtbefund der Koloskopie (dann jedoch meist anhand der Histopathologie).

Man kann darüber hinaus auch über verschiedene Laborwerte eine Eingrenzung weiterer möglichen Ursachen versuchen. Leberenzyme, Leukozytendifferenzierung ("großes Blutbild"), ANA, RF und EBV-Diagnostik wären, wenn nicht schon geschehen, sicherlich für den Anfang nicht ganz uninteressant. Und Stuhlmarker wie Calprotectin, Lysozym und Lactoferrin würden, solange die Koloskopie noch nicht stattfand, eventuell weitere Hinweise auf entzündliche Aktivitäten im Darm liefern.

Solange Ursache und Spezifik des Eisenmangels (mit/ohne Hb-Abfall, Verhältnisse Ferritin/Tranferrin, Verlust oder Resorptionsstörung) nicht ausgemacht sind, würde ich nicht weiter mit oralen Eisenpräparaten experimentieren. Die können nämlich Darmentzündungen erst richtig in Gang bringen. Sollte sich eine handfeste Indikation ergeben, dann eher parentale Gabe (Infusion). Da falsch berechnete oder fraglich indizierte Eiseninfusionen allerdings riesigen Schaden anrichten können, gehört das in die Hand eines hämatologischen Experten.

Berichten Sie doch mal vom weiteren Verlauf.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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