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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Deutet das auf Krebs hin oder was könnte es sein?
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BeitragVerfasst: 03.07.17, 11:23 
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Interessierter

Registriert: 14.03.16, 13:41
Beiträge: 10
Hallo,

seit insb. 3 Jahren plagen mich (34 Jahre, männlich) folgende Beschwerden:
täglich Völlegefühl/Übelkeit, übelriechende Blähungen (Stuhl ohne Blut, aber oft mit Schleimabgängen), diffuse Glieder/Muskelschmerzen und Erschöpfung (ohne Fieber), gelegentlich Atemnot (drückt hier was auf die Lunge?), Schwindelgefühl. Alle Symptome werden schlimmer direkt nach essen und trinken (auch bei reinem Wasser, kein Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln erklennbar). Die Beschwerden treten relativ konstant über das Jahr verteilt auf (auch im Urlaub).

Allergien und Unverträglichkeiten wurden bislang ausgeschlossen (Laktose, Fruktose, Gluten).
Gewicht ist konstant. Beim Arzt war Blutstuhltest negativ, ebenso keine Entzündungswerte im Blutbild.
Einige bisherige Befunde:
- Gastroskopie ( vor 1 Jahr): leichte Gastritis (H. pylori bisher in Stuhlproben negativ)
- Koloskopie (vor 6 Jahren): keine Auffälligkeiten
- Blutbild (aktuell): leichte Anämie (Hb und Ery vermindert), keine Hinweise auf Entzündungen oder virale Aktivierungen
Hb = 8,1 mmol/L (8,4-10.9)
Hämatokrit = 0,38% (0,40 - 0,53)
Ery = 4,5 Tpt/L (4,5-5,9)
MCV = 85 fl (80-96)
MCH = 1,8 fmol (1,68 - 2,05)
Ferritin = 158 ng/ml (20 - 250)
Vitamin B12 = 290 pg/ml (180 - 914)
- Schilddrüse: okay
- Rheumawerte negativ, keine Borrelien
- IgE: keine Nahrungsmittelallergie
- Kardiologe --> Belastungs-EKG okay
- Lungenfunktionstest ebenfalls okay
- Kreislauf: Schellong-Test okay

Ich habe keine Ahnung, welcher Facharzt bzw. welche Untersuchung mir hier noch weiterhelfen kann.
In welche Richtung sollte man noch untersuchen? Ist event. eine Überprüfung von Krebs-Markern im Blut sinnvoll?

Muss man damit rechnen, dass ein noch unentdeckter Tumor speziell im Verdauungstrakt zu diesen Beschwerden führt? Deuten die Gliederschmerzen und Kreislaufprobleme auf inzwischen gebildete Metastasen hin?

Für einen Ratschlag bin ich sehr dankbar!
Vielen Dank.

Schöne Grüße

Kassenpatient


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BeitragVerfasst: 10.07.17, 17:36 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 21:15
Beiträge: 304
Hallo,

es wurden ja schon ein ganze Reihe von Untersuchungen gemacht, die eigentlich schwerwiegende Probleme ausschließen. Die in der Gastroskopie gefundene leichte (chronische?) Gastritis könnte schon als Verursacher des Völlegefühls und der Übelkeit infrage kommen.

Nun gibt es häufig eine ganze Reihe von chronischen Erschöpfungszuständen einschließlich Gelenkbeschwerden, die keine labortechnische Abweichungen zeigen, aber dennoch höchst belastend für den Betroffenen sind. Vielleicht sollte man auch noch mal genauer hingucken beim Hb, Erythrozyten, Eisen, Folsäure, B12 etc. Die Anämiediagnostik ist eine Wissenschaft für sich, und schon latente Mangelzustände können gravierende Leistungseinbußen zur Folge haben. Nehmen Sie Säurehemmer? Diese können manchmal für die Blähungen verantwortlich sein. Wahrscheinlich schreibe ich Ihnen nichts Neues, wenn ich noch erwähne, dass auch (und das sehr oft) seelische Überlastung all diese Symptome hervorrufen bzw. befeuern kann.
Zitat:
Ist event. eine Überprüfung von Krebs-Markern im Blut sinnvoll
Nein, ohne konkreten Verdacht ist das wenig sinnvoll. Tumormarker haben ihre Domäne in der Verlaufskontrolle bzw. der Prognoseeinschätzung bei gesichertem Malignom. Wenn Sie sich dadurch beruhigt fühlen, kann man das CEA und CA19.9 als "Universalmarker" (u.a.) für das Verdauungssystem bestimmen. Bei extrem auffälligen Werten würde man das weiter kontrollieren. Allerdings sind diese Marker weder besonders spezifisch noch besonders sensitiv, d.h. es sind Fehlalarme wie auch übersehene Krankheiten möglich. Erfahrungsgemäß überwiegen die Fehlalarme. Und da ist es fraglich, ob diese Untersuchung Sie wirklich beruhigt.
Zitat:
Muss man damit rechnen, dass ein noch unentdeckter Tumor speziell im Verdauungstrakt zu diesen Beschwerden führt?
Wenn Magen und Darm gespiegelt wurden, scheiden zumindest diese Organe mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Malignome im Dünndarm sind extrem selten. Die Bauchspeicheldrüse meldet sich in Ihrem Alter ebenso selten, so dass ein übersehenen Tumor wenig wahrscheinlich ist.
Zitat:
Deuten die Gliederschmerzen und Kreislaufprobleme auf inzwischen gebildete Metastasen hin?
Ich will es einmal etwas flapsig so ausdrücken: Wenn Sie seit drei Jahren unbehandelte Metastasen einer Krebserkrankung hätten, könnten Sie wahrscheinlich hier nicht mehr schreiben :wink:.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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