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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Frage zu EKG und Vorhofflimmern
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 Betreff des Beitrags: Frage zu EKG und Vorhofflimmern
BeitragVerfasst: 31.12.08, 23:43 
Hallo,

ich, 62/w, hatte im März plötzlich so Herzflattern und habe eine Klinik aufgesucht. Diagnose:
Vorhofflimmern, Rhythmusstörungen, Puls 172.

Schone eine Zeitlang davor habe ich nicht gut gefühlt (bis dahin aber immer poppgesund), bei Arztbesuchen wurden dann einmal "Rechtsschenkelblock" und ein anderes Mal "Linksschenkelblock" festgestellt.

Das mit dem Vorhofflimmern wurde im Krankenhaus behoben, wohl auch die Rhythmusstörungen (hoffe ich zumindest), aber ich fühle mich insgesamt gar nicht gut, schaffe alles nicht so wie früher. Spüre auch jetzt immer mein Herz, was früher nie der Fall war, immer wieder so ein Ziehen. War nun wiederholt beim Arzt, um ein EKG anfertigen zu lassen, aber der war jetzt immer in Ordnung.

Meine Frage ist nun: Kann man anhand eines EKG's eigentlich sehen, ob ds Vorhofflimmern wieder da ist (und die Rhythmusstörungen?), oder kann das nur im Krankenhaus festgestellt werden (ich war dort seinerzeit an einen Monitor angeschlossen, und zwar für einige Stunden, der eine Reihe von Daten ständig anzeigte.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und ich wäre sehr beruhigt, dass da nichts Schlimmes, wenn es sich auch manchmal nicht so gut anfühlt. Vielleicht ist ja jetzt auch ein Teil Angst dabei? Vielen Dank im Voraus jedenfalls und freundliche Grüße,
ebenfalls einen guten Rutsch ins Neue Jahr für alle hier! :wink:

Lissa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.01.09, 13:21 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Liebe Lissa,

Zitat:
Kann man anhand eines EKG's eigentlich sehen, ob ds Vorhofflimmern wieder da ist (und die Rhythmusstörungen?),


Vorhofflimmern kann man definitiv sehen. Manche anderen Rhythmusstörungen treten nur sporadisch auf, so dass die Gefahr besteht, dass man sie nicht in der Untersuchung erfasst hat.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
www.medizin-forum.de

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BeitragVerfasst: 01.01.09, 15:00 
Hallo Herr Dr. Jäckel,

freue mich, dass Sie so schnell geantwortet haben, bin nunauch sehr beruhigt und bedanke mich herzlich bei Ihnen.
Vor allem das mit dem Vorhofflimmern war mir wichtig, denn es ist sicher gefährlicher als Rhythmusstörungen. Und ich habe mich ja such sehr schlecht gefühlt damals.

Habe immer mal wieder solche Gefühle von "Insuffizienz", ich denke, dass es sich dabei um Rhythmusstörungen handelt. Gottseidank halten sie nicht ewig an. Bis ich dann beim Arzt und "dran" bin (ohne Termin muss man ja immer noch warten), ist es dann schon entweder vorbei oder abert viel besser. Theoretisch kann ja dann auch eigentlich nichts gefunden werden (?)
In den Fällen, wo etwas gefunden wurde, war ich immer sehr schnell drangekommen (im Krankenhaus sogar sofort).

Ich möchte wirklich wissen, was die Ursache für solche plötzlich auftretenden Beschwerden ist (dann könnte man sie umgehen).

Was auch neu bei mir ist, dass ich nicht so schnell laufen (rennen) kann. Bekomme dann so ein Engegefühl in der Brust, als ob gleich was platzt wenn ich weiterlaufen würde- Muss dann stehenbleiben und warten (je nach Intensität), bis sich mein Zustand wieder normalisiert hat.

Vielleicht sollte ich mir auch mal die Lunge untersuchen lassen. Mir fällt nämlich ein, als ich dieses Vorhofflimmern hatte (und die Rhythmusstörungen und den erhöhten Puls), war da immer so ein quälendes Gefühl, nicht atmen zu können..Das hat große Angst in mir ausgelöst, so als ob es jeden Moment aus sein könnte. Habe dann selbst versucht, "künstlich" zu atmen, also bewusst "über den Bauch". Aber bis diese Atemprobleme vorbei waren, hat schon einige Stunden gedauert.

Nochmals vielen Danke und Grüße

Lissa


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BeitragVerfasst: 01.01.09, 18:58 
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DMF-Mitglied

Registriert: 01.01.09, 18:41
Beiträge: 24
Hallo,
also zunächst mal zur Begriffsklärung:
"Rhythmusstörungen" bezeichnet nichts bestimmtes, sondern ist ein Oberbegriff, unter den z.B. auch das Vorhofflimmern fällt. Wenn außer dem Vorhofflimmern noch andere Rhythmusstörungen bestehen, so wäre es wichtig zu wissen welche.

Vorhofflimmern kann für die geschilderten Symptome verantwortlich sein. Das ist eigentlich eine relativ klassische Schilderung. Interessant wäre, wie denn das Vorhofflimmern behandelt worden ist. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Egal wie es gemacht wurde, es bleibt immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit dass das Vorhofflimmern wieder auftritt. Dabei muss das kein Dauerzustand sein, es kann auch nur vorrübergehend zu Vorhofflimmern kommen bei ansonsten normalem Rhythmus. Das macht die Diagnose im einmalig durchgeführten EKG u.U. schwierig, wie Sie ja bereits richtig vermutet haben.

Das Fortbestehen dieser Beschwerden, vor allem aber auch die anderen geschilderten Symptome (Druck auf der Brust, Atemnot), sollten unbedingt kardiologisch abgeklärt werden. Theoretisch können solche Beschwerden auch von der Lunge kommen, wenn in diesem Fall auch eher unwahrscheinlich, die Beantworung dieser Frage sollten Sie aber dann doch dem Fachmann überlassen. Das kann aus der Ferne nicht geklärt werden.
Mein Rat also: Suchen Sie mit diesen Beschwerden einen Kardiologen auf.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Saphenus


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.01.09, 19:29 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 417
noch eine ergänzung von mir:

> "Rechtsschenkelblock" und ein anderes Mal "Linksschenkelblock"

ob das wirklich der fall ist, sollte durch einen kardiologen geklärt werden, da ein alternierender schenkelblock eine prognostische schrittmacherindikation darstellen kann.

grüße

downcase


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BeitragVerfasst: 02.01.09, 11:50 
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DMF-Moderator

Registriert: 05.06.05, 13:27
Beiträge: 1031
Wohnort: bei Hannover
Zitat:
da ein alternierender schenkelblock eine prognostische schrittmacherindikation darstellen kann.


um jetzt weitere Fragen von Lissa zu diesem Thema vorzubeugen: sollte es sich tatsächlich um den seltenen Fall eines alternierenden Schenkelblock handeln, wäre das eine Option. Ehrlicherweise handelt es sich aber in den meisten Fällen aber um eine Verwechselung und sollte vor einer entsprechenden Konsequenz noch einmal komplett aufgearbeitet werden (alte Unterlagen anfordern und neu bewerten).

Es bleibt bei der schon von Saphenus geäußerten Empfehlung, einen Facharzt aufzusuchen...

MfG,

_________________
J. Kniese
Facharzt für Innere Medizin


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