Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - HOCM - TASH erfolglos - Operative Methode ??
Aktuelle Zeit: 14.12.17, 03:13

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 26.12.08, 11:11 
Offline
Interessierter

Registriert: 26.12.08, 10:50
Beiträge: 7
Hallo,
also es geht um meinen Vater, er ist 59 Jahre alt und bei ihm wurde vor einigen Jahren eine hypotrophe obstruktive Kardiomyopathie festgestellt, als er mit Rythmusstörungen in die Notaufnahme kam, seitdem ist er medikamentös auf Metoprolol 95mg und Acetylsalicylsäure 100mg am Tag eingestellt, vorher hatte er ca. 1 Jahr lang Phenprocoumon zur Gerinnungshemmung.

So wie ich das verstanden habe ist die Trennwand seines Herzens sehr verdickt, so das er bereits in Ruhe ohne Belastung Probleme hat. Teilweise kann man bei ihm unter Belastung die Halsschlagadern richtig arg pochen sehen. Seit er die Medikamente nimmt ist er immer müde und erschöpft, er könnte immer schlafen. Wegen der Müdigkeit wurde er bereits auf Atemaussetzer im Schlaf untersucht, da wären zwar welche, aber die wären nicht behandlungsbedürftig sagten die Ärzte.

Vor ca. einem halben Jahr wurde in Heidelberg eine TASH mit Alkohol versucht, musste aber abgebrochen werden, da es aufgrund irgendwelcher Probleme bei ihm mit dieser Methode nicht möglich sei.

Die Ärzte empfehlen ihm den Herzmuskel in einer Operation abzutragen und falls er da dagegen sei einen Herzschrittmachen mit Defibrillator.

Kann mir jemand bitte mal erklären wie so eine Operation genau abläuft ?

Ich bin 26 Jahre alt und wurde auch bereits darauf untersucht, ich habe es nicht vererbt bekommen.

Danke und mit freundlichen Grüßen

John


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: op
BeitragVerfasst: 26.12.08, 12:10 
Hallo

Soviel ich jetzt verstanden habe kommt dein Vater nicht um eine Operation drum rum es steht nur noch nicht fest welche..?!

Also ich glaube die Abtragung erfolgt mittels Laser OP heutzutage und ist nicht besonders invasiv da ich mir aber nicht sicher bin sollte dir das dein Arzt aber ganz genau erklären können ist ja auchnicht meine Aufgabe :wink: ...

Mit ner Schrittmacher op kenne ich mich besser aus das ist eine Op von einer dauer etwa ne stunde max im normalfall damit kommen viele Patienten sehr gut zurecht. Und wenn die Ärzte deinem Vater dazu raten solltet ihr auchkeine großen bedenken haben die wissen sehr gut was gut für euch ist...

Ich hoffe es geht ihm bald besser..
MfG Picatschu


Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.12.08, 17:41 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 418
hallo,

das operative vorgehen bei einer hocm ist eine subvalvuläre myektomie. dabei handelt es sich um einen eingriff am offenen herzen, also eine große operation.
hierdurch lassen sich die effekte der hocm auf den blutfluss im herzen bessern. das risiko für (auch gefährliche) rhythmusstörungen lässt sich hierdurch aber nicht senken. wenn also ein entsprechendes risiko besteht (das muss der behandelnde kardiologe einschätzen), dann ist die implantation eines defibrillators die einzige alternative.
wenn hierbei ein zweikammersystem implantiert wird, dann besteht die möglichkeit, das herz in einer art und weise zu stimulieren, durch die der blutfluss gebessert wird. das problem ist, das dieser effekt meist nicht dauerhaft ist.

grüße

downcase


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.12.08, 18:54 
Offline
Interessierter

Registriert: 26.12.08, 10:50
Beiträge: 7
Danke für eure aufklärenden Antworten.

Also er hatte bereits mehrfach diese schlimmen Herzrythmusstörungen und war schon 3 mal in der Notaufnahme deswegen.

Die Ärzte empfahlen ihm nach erfolgloser TASH, die Operation, die will er aber bisher nicht machen lassen, deshalb möchten sie ihm Anfang nächstes Jahr den Schrittmacher mit Defibrillator einplanzen, falls er sich bis dahin nicht für die OP entscheidet. Er hat halt Angst bei der OP zu sterben.

Wie verbessert dieses 2 Kammer-System denn den Blutfluss, könnten Sie mir das bitte auch mal etwas genauer erklären?

Vielen Dank nochmal

John


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.12.08, 17:05 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 418
bei der hocm ist die herzkammerscheidewand so dick, dass sie wenn sie sich beim pumpen einwärts bewegt die ausflussbahn der linken herzkammer einengt. schrittmacherstimulation führt dazu, dass sich die wände der linken herzkammer nicht mehr gleichzeitig einwärts bewegen sondern nacheinander. normalerweise ist das ein nachteil der schrittmacherstimulation aber bei der hocm wird dadurch das ausmaß der einengung der ausflussbahn während des pumpvorgangs abgesenkt. wie viel das bringt muss man sehen; auch ob es dauerhaft anhält. die wichtigere funktion des systems wäre es im falle lebensgefährlicher herzrhythmusstörungen den plötzlichen herztod abzuwenden.

grüße

downcase


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.12.08, 20:36 
Offline
Interessierter

Registriert: 26.12.08, 10:50
Beiträge: 7
Danke jetzt verstehe ich es.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!